Astronomie des tages

Das vermutlich erdnächste schwarze loch — „vermutlich“, weil es nicht möglich ist, schwarze löcher direkt zu identifizieren und sehr viele derartiger objekte näher sein können, ohne irgendwie aufzufallen — ist unsichtbarer bestandteil eines mit bloßem auge sichtbaren dreifachsystems [link geht auf einen englischsprachigen text]. Allerdings muss man für einen blick auf das sternbild „teleskop“ auf der südhalbkugel der erde sein, und das system mit dem schwarzen loch hat eine sichtbare helligkeit von nur 5,3 mag, so dass man besser einen klaren himmel fern von künstlicher beleuchtung haben sollte, um das kleine lichtpünktchen zu sehen.

Leider ist dieses dreifachsystem mit rd. 750 lichtjahren immer noch viel zu weit entfernt, als dass es sich lohnen würde, Donald „space force“ Trump zum astronauten zu machen. :mrgreen:

Astronomie des tages

Ich dachte ja immer, die NASA hat bei den apollo-missjonen 12, 14, 15 und 16 ein seimsometer auf dem mond abgestellt und seitdem sei bekannt, dass es zwar einschläge irgendwelcher steine und die durchknetung durch die gezeitenkräfte von der erde gibt, aber keine nennenswerte geologische… ähm… selenologische aktivität. Aber das scheint nicht zu stimmen, es gibt dort zeichen von aktivität, die weniger als fünfzig milljonen jahre alt sind, und die regjonen sind zumindest so aktiv, dass sie durch eine anomale temperatur auffallen. Das erklärt dann vielleicht endlich einmal die LTP, die immer wieder einmal von amatörastronomen (die großen observatorjen kümmern sich kaum ums sonnensystem) beobachtet und dokumentiert wurden und werden. Diese sind ja stark auf wenige regjonen der mondoberfläche konzentriert…

Wissenschaft des tages

Gestern die astronomen noch so: unsere sonne ist ein normaler, durchschnittlicher stern, auf der hauptreihe etwas rechts unterhalb der mitte, nix besonderes.

Heute die astronomen so: ähm, das stimmt nicht ganz, und wir wissen auch noch nicht, warum das so ist und können da nur rumspekulieren.

Sterne, die ansonsten in jeder Hinsicht unserer Sonne ähneln, zeigen im Mittel eine fünfmal höhere Aktivität. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam, nachdem es jahrelange Messungen der Weltraumteleskope Kepler und Gaia auswertete. Erklären könne man sich diesen Unterschied bislang nicht, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Science“. Es sei aber denkbar, dass auch die Sonne künftig Phasen mit erheblich stärkerer Aktivität durchläuft […] „Es ist vorstellbar, dass unsere Sonne sich seit Jahrtausenden in einer ruhigen Phase befindet“, sagt Reinhold, „dann hätten wir eine völlig falsche Vorstellung von ihrer Aktivität.“

Und wieder nicht getroffen!

Heute Mittag wird ein mehrere Kilometer großer Asteroid an der Erde vorbeifliegen – es ist die nächste Annäherung eines solchen Objekts in diesem Jahrhundert. Aber: Mit 3,9 Millionen Kilometern Abstand kommt uns dieser Brocken nicht näher als die 16-fache Mondentfernung

Aber das schräge daran: der brocken ist bestens darauf vorbereitet, so einem seuchenherd wie der erde zu begegnen:

Die Landschaftsformen an einem Ende des Asteroiden ähneln ein wenig einer Gesichtsmaske. „Die Rippen und Senken von 1998 OR2 sind natürlich vor allem aus Sicht der Wissenschaft faszinierend“, sagt Anne Virkki, Leiterin des planetaren Radars in Arecibo. „Aber da wir momentan alle an Covid-19 denken, sehen diese Strukturen für uns so aus, als hätte der Asteroid daran gedacht, sich einen Mundschutz aufzuziehen.“

Nicht mal, wenn man den blick zum weltraum richtet, hat man vor der corona-scheiße ruhe!

Aber bin ich mal froh, dass es nicht wieder ein marsgesicht ist, das unser wahrnehmungsapparat irgendwo hinzaubert und das dann einen miesen amerikanischen scheißfilm nach dem anderen hervorbringt — und natürlich das wirre geschreibsel von Richard „hoaxland“ Hoagland und seiner vielen abschreiberlinge.

Wissenschaft des tages

Wenn beteigeuze demnächst — also so in ein paar hunderttausend jahren und nicht schon morgen — zur supernova wird, dann müsst ihr an den schutz eurer augen denken und dürft da nicht mit einem teleskop reingucken.

Oh, das gibt in ein paar hunderttausend jahren niemanden mehr, der teleskope baut, weil der eine teil der menschheit an der p’litisch und wirtschaftlich geforderten und geförderten massenverdummung ausgestorben ist und der andere teil der menschheit es wieder gelernt hat, trotz großer dummheit zu überleben? Na, dann ist ja alles gut. 😉

Astronomie des tages

Der schon seit über einem jahrzehnt „bekannte“ und teleskopisch sichtbare exoplanet um formalhaut war gar kein planet, sondern eine staubwolke:

Denn mittlerweile ist das Objekt Fomalhaut b verschwunden und aus den Beobachtungsdaten geht hervor, dass es kontinuierlich verblasste. „Unsere Analysen, die alle verfügbaren Hubble-Archivdaten über Fomalhaut umfassen, legen nun nahe, dass das planetengroße Objekt niemals ein Exoplanet war“, resümiert Gaspar. Die beiden Astronomen kommen zu dem Schluss, dass es sich um eine expandierende Wolke aus sehr feinen Staubpartikeln gehandelt hat, die durch die Kollision zweier Himmelskörper entstanden ist

Tja, die entfernungen sind groß, die beobachtungen sind viele, und gern und oft wird das gesehen, was der betrachter sich so sehnlich wünscht — nicht nur in der astronomie. Zum glück korrigiert die wissenschaft — in gegensatz zur psychisch-dummen religjon und zur aus dem gleichen psychischen holz geschnitzten ideologie — irgendwann einmal ihre fehler. 😉

Neues von beteigeuze

Es ist wohl ziemlich sicher ein größeres wölkchen ausgestoßenen materjales, das beteigeuze ein paar monate lang im sichtbaren licht abgedunkelt hat, infrarot kam da noch die gleiche energiemenge wie gehabt heraus:

Obwohl beteigeuze morgen oder in den näxsten 105 jahren explodieren könnte, ist es unwahrscheinlich, dass diese bislang noch nicht beobachtete visuelle abdunklung der vorbote eines bevorstehenden kernzusammenbruches ist

Nix mit supernova. Und inzwischen wird das sönnchen auch schon wieder heller.

Neues von beteigeuze

Nicht nur, dass der rote überriese im sichtbaren licht immer dunkler wird, er ist im moment auch im röntgenspektrum unsichtbar. Allerdings würde ich bei einem hochenergetischen ereignis, das eine supernova vorwegschattet, schon ein bisschen energieabstrahlung erwarten, so dass ich davon ausgehe, dass ich wohl eher nicht zu den menschen gehören werde, die das seltene glück haben, eine supernova mit bloßem auge sehen zu können. Aber vielleicht in den näxsten zehntausend jahren mal, wenns dann noch beobachter auf der erde gibt… 😉

Neues von Beteigeuze

Nein, die Supernova ist immer noch nicht (und kann auch noch ein paar zehntausend jahre dauern), aber natürlich schauen gerade alle astronomen hin, die das können, denn bei einer sonne, die mal eben in ein paar monaten ein drittel ihrer leuchtkraft verliert, wird wohl etwas exotisches vorgehen. Und in der tat scheint die hälfte der oberfläche von beteigeuze verdunkelt zu sein, vermutlich durch von beteigeuze selbst ausgestoßenes materjal:

Die neuen Aufnahmen im sichtbaren Licht zeigen, wie sehr sich die Oberfläche des Roten Überriesen verdunkelt hat. Im Vergleich zu einer Aufnahme vom Januar 2019 mit dem gleichen Teleskop erscheint der Stern stark abgedimmt. Zudem ist seine Oberfläche nicht mehr gleichmäßig hell, sondern von helleren und dunkleren Stellen geprägt, wie die Astronomen berichten […] Weitere Einblicke geben aktuelle Aufnahmen im mittleren Infrarotbereich, aufgenommen vom VISIR-Spektrometer am Very Large Telescope. Sie machen gewaltige Staubwolken im Umfeld von Beteigeuze sichtbar

Im artikel gibt es auch ein foto, auf dem man den teilweise abgedunkelten roten überriesen sehen kann.

Und nun zur astronomie

Betelgeuze macht weiterhin das licht aus, um sich möglicherweise auf eine beeindruckende supernova-vorstellung vorzubereiten, wird aber inzwischen beim abdunkeln langsamer. Die frage, ob es eher ein paar tage oder eher ein paar zehntausend jahre bis zum großen feuerwerk dauern wird, kann allerdings keiner beantworten. Wenn es so weit ist, wird das ergebnis jedenfalls nicht zu übersehen sein. Allerdings hat betelgeuze sehr komplizierte helligkeitszyklen, so dass eigentlich gar nichts sicher ist. Wenn die abdunklung über den februar hinaus weitergeht, ist das ein erstes wirklich klares indiz dafür, dass ein wirklich ungewöhnlicher vorgang stattfindet.

Die gute nachricht des tages

Endlich kann man auch spektroskopisch feststellen, ob die atmosfäre irgendwelcher exoplaneten für menschen atembar wäre. Das ist eine hervorragende nachricht für asozjale milljardäre, die einfach mit der völligen ausbeutung der erde, ihrer natur und ihrer bewohner weitermachen können — denn wenn hier nix mehr zu holen ist, dann gehts halt ad astra zu neuen horizonten, auf zur zweiten erde, eine ganze schöne neue welt zum versklaven und ausbeuten, nur für die ausbeuter und ihre treuesten speichellecker allein! Der rest der menschheit, also wir, du und ich, bleibt dann einfach zum aussterben auf einen erbärmlichen felsen zurück, hungernd, vergiftet, an unselbstständigkeit gewöhnt, verdummt und ohne aussicht. Nur eine anständige weltraumtechnik muss dafür noch schnell entwickelt werden, aber daran wird ja gerade mit einem auffallend unnötigen hochdruck gearbeitet…

Neues aus der astronomie

Mit einem bisschen glück werden wir noch eine mit bloßem auge sichtbare supernova sehen. Leider ist beteigeuze immer noch ein bisschen zu weit weg, als dass wir dazu einen zünftigen weltuntergang hätten, und die rotazjonsaxe steht so, dass wir keinen ordentlichen gammablitz verbritzelt kriegen. Aber der anblick wäre trotzdem recht beeindruckend.

Aber trotzdem nicht zu früh freuen: Es ist unmöglich, auch nur abzuschätzen, wie lange es noch dauert — zumindest für unsere am menschenalltag gemachten zeitskalen. Die gegenwärtige entwicklung überlagert sich mit den eh schon komplexen zyklen des roten überriesen aus dem sternbild orion:

Betelgeuse undergoes complicated quasi-periodic brightness variations with a dominant period of ~420 +/-15 days. But also Betelgeuse has longer-term (5 – 6 years) and shorter term (100 – 180 days) smaller brightness changes. Currently this is the faintest the star has been during our 25+ years of continuous monitoring and 50 years of photoelectric V-band observations. The light variations are complicated and arise from pulsations as well from the waxing and waning of large super-granules on the star’s convective surface

Astronomisch ist beteigeuze am ende. Aber so ein paar zehntausend jahre mehr oder weniger bis zum großen feuerwerk machen für unsere kurze und von uns viel zu wichtig genommene lebensspanne eben eine menge aus.

Wasser gefunden!

Endlich gibt es eine karte mit möglicherweise nutzbaren wasservorkommen auf dem mars, falls doch noch mal jemand dort hinmöchte.

Besonders geeignet für eine Landung oder Marsstation wäre demnach Arcadia Planitia, eine Ebene in den mittleren Breiten der Nordhalbkugel […] Wie die Forscher jetzt ermittelten, liegt dort das Wassereis stellenweise weniger als 30 Zentimeter tief und ist von lockerem, gut aushebbarem Material bedeckt

Immerhin weit genug weg vom nordpol, wo das bisschen kohlendioxid aus der marsatmosfäre gefriert und als eis am boden liegt. Mit einem bisschen glück wird es nicht viel kühler als minus fuffzich grad celsius. Muss man sich halt warm anziehen. Und wenn man dann auch noch mit dem spaten nach wasser gräbt, wird einem gleich noch wärmer. Oder man muss eine menge kohlendioxid von der erde mitbringen (und dafür noch mehr kohlendioxid auf der erde ausstoßen), damit es auch auf dem mars einen treibhauseffekt gibt — und feststellen, dass der mars zu wenig masse hat, um dauerhaft eine dichtere atmosfäre zu halten.

Wie man leben im weltraum findet?

Einfach mal gucken, ob auf extrasolaren planeten irgendwas leuchtet. Klingt nicht gerade nach einer einfachen aufgabe, wenn man so zwischen fünf und ein paar hundert lichtjahre davon weg ist und direkt neben dem planeten so eine lästige, viel heller leuchtende sonne steht… ist aber auch nur was für die teleskope der zukunft.

Lange nicht mehr so viele konjunktive in einem text auf scinexx gelesen. Aber hej, dafür gibt es auch noch eine klare aussage:

Diese Leuchtphänomene gehören zu unseren besten Chancen, Leben auf Exoplaneten zu finden

Ich — als nichtastronom und ohne formale wissenschaftliche ausbildung — sehe da eine mögliche bessere schangse in spektroskopischen untersuchungen von extrasolaren planeten-atmosfären, die übrigens auch extrem schwierige messungen werden. Für den einfluss von leben auf die atmosfäre eines planeten haben wir einen sehr guten präzedenzfall: die erde. Das bisschen metan in der irdischen atmosfäre steht in einem auffälligen chemischen ungleichgewicht zum sauerstoff (es würde unter anwesenheit von sauerstoff unter energiefreisetzung zu kohlendioxid und wasser), was zeigt, dass es durch einen… ähm… sehr exotischen chemischen prozess immer wieder neu erzeugt werden muss. Im fall der erde geschieht dies natürlich durch den stoffwexel in lebensformen.

Weltuntergang des tages

Wenn die sonne mal ein bisschen hustet, ist es mit der ganzen elektronik auf der erde erstmal vorbei, und das wird wohl irgendwann passieren. Leider gibt es zu wenig daten, um dieses irgendwann ein bisschen zu präzisieren, zum beispiel als ein wahrscheinlichkeitsintervall innerhalb eines jahrhunderts.

Das wird aber bitter, wenn es wunderschöne nordlichter bis afrika gibt und die leute halten ihre händis zum himmel, um ein foto zu machen, und die händis funkzjonieren gar nicht mehr. Genau wie insta-vergrämung, fratzenbuch und guhgell. Und dann machen sie das radio an, das noch rumsteht, aber das bleibt auch stumm. Und dann steigen sie ins auto, um einkaufen oder zur arbeit zu fahren, aber die motorsteuerung ist durch. Und wenn dann ihr leben auf einen schlag sinnlos geworden ist, können sie nicht einmal mehr guhgelln, wie man sein leben denn mal wirksam und schmerzlos beenden kann… 😀