Wissenschaft des tages

Was sich nicht alles im universum finden könnte, wenn man mal drüber nachdenkt! Blaneten zum beispiel. Das ist zwar noch sehr spekulativ und durch keine beobachtung belegt, klingt aber für ein paar völlig mögliche sonderfälle durchaus plausibel. Allerdings gehe ich davon aus, dass ich nicht mehr den nachweis eines blaneten erleben werde. Die möglichen effekte auch eines sehr großen blaneten sind einfach zu klein im vergleich zum benachbarten schwarzen loch und dürften aus der ferne in den unregelmäßigkeiten hochenergetischer prozesse einfach untergehen. Vielleicht sind sie sogar gar nicht nachweisbar, wenn man nicht gerade ein supermassives schwarzes loch in seiner nähe hat. Aber wenn man ein supermassives schwarzes loch ein bisschen zu nahe in seiner nähe hat, ist das wegen der doch etwas heftigen synkrotronstrahlung aus der akkrezjonsscheibe nicht so günstig für die entstehung irgendwelcher lustiger kohlenstoffklumpen mit erkenntnisdrang, die mit fernrohren in den himmel gucken…

Endlich! Erde kann verbraucht und weggeschmissen werden!

Zwilling
Existenz einer „zweiten Erde“ in unserem Nachbarsystem bestätigt

Auch jüngste Messungen kommen zum Schluss, dass der nur vier Lichtjahre entfernte Planet Proxima b potenziell lebensfreundlich ist

Ich bitte die größten erdverbraucher in ihrer unendlichen gier nach noch mehr, einfach die raketen zu besteigen und für uns alle mutig voranzuschreiten! Eine ganze neue welt zum erobern, vergiften, ausbeuten, konsumieren und wegschmeißen, das muss doch nach eurem herzen sein! Kommt, 4,2 lichtjahre sind doch nix! Das ist nachbarschaft. Einfacher wirds nicht mehr. Hauptsache, ihr seid schnell weg hier! Und zwar ohne rückflugticket. Und bitte: nehmt eure regierungen, die ihr euch gekauft habt, einfach mit!

Astronomie des tages

Das vermutlich erdnächste schwarze loch — „vermutlich“, weil es nicht möglich ist, schwarze löcher direkt zu identifizieren und sehr viele derartiger objekte näher sein können, ohne irgendwie aufzufallen — ist unsichtbarer bestandteil eines mit bloßem auge sichtbaren dreifachsystems [link geht auf einen englischsprachigen text]. Allerdings muss man für einen blick auf das sternbild „teleskop“ auf der südhalbkugel der erde sein, und das system mit dem schwarzen loch hat eine sichtbare helligkeit von nur 5,3 mag, so dass man besser einen klaren himmel fern von künstlicher beleuchtung haben sollte, um das kleine lichtpünktchen zu sehen.

Leider ist dieses dreifachsystem mit rd. 750 lichtjahren immer noch viel zu weit entfernt, als dass es sich lohnen würde, Donald „space force“ Trump zum astronauten zu machen. :mrgreen:

Astronomie des tages

Ich dachte ja immer, die NASA hat bei den apollo-missjonen 12, 14, 15 und 16 ein seimsometer auf dem mond abgestellt und seitdem sei bekannt, dass es zwar einschläge irgendwelcher steine und die durchknetung durch die gezeitenkräfte von der erde gibt, aber keine nennenswerte geologische… ähm… selenologische aktivität. Aber das scheint nicht zu stimmen, es gibt dort zeichen von aktivität, die weniger als fünfzig milljonen jahre alt sind, und die regjonen sind zumindest so aktiv, dass sie durch eine anomale temperatur auffallen. Das erklärt dann vielleicht endlich einmal die LTP, die immer wieder einmal von amatörastronomen (die großen observatorjen kümmern sich kaum ums sonnensystem) beobachtet und dokumentiert wurden und werden. Diese sind ja stark auf wenige regjonen der mondoberfläche konzentriert…

Wissenschaft des tages

Gestern die astronomen noch so: unsere sonne ist ein normaler, durchschnittlicher stern, auf der hauptreihe etwas rechts unterhalb der mitte, nix besonderes.

Heute die astronomen so: ähm, das stimmt nicht ganz, und wir wissen auch noch nicht, warum das so ist und können da nur rumspekulieren.

Sterne, die ansonsten in jeder Hinsicht unserer Sonne ähneln, zeigen im Mittel eine fünfmal höhere Aktivität. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam, nachdem es jahrelange Messungen der Weltraumteleskope Kepler und Gaia auswertete. Erklären könne man sich diesen Unterschied bislang nicht, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Science“. Es sei aber denkbar, dass auch die Sonne künftig Phasen mit erheblich stärkerer Aktivität durchläuft […] „Es ist vorstellbar, dass unsere Sonne sich seit Jahrtausenden in einer ruhigen Phase befindet“, sagt Reinhold, „dann hätten wir eine völlig falsche Vorstellung von ihrer Aktivität.“

Und wieder nicht getroffen!

Heute Mittag wird ein mehrere Kilometer großer Asteroid an der Erde vorbeifliegen – es ist die nächste Annäherung eines solchen Objekts in diesem Jahrhundert. Aber: Mit 3,9 Millionen Kilometern Abstand kommt uns dieser Brocken nicht näher als die 16-fache Mondentfernung

Aber das schräge daran: der brocken ist bestens darauf vorbereitet, so einem seuchenherd wie der erde zu begegnen:

Die Landschaftsformen an einem Ende des Asteroiden ähneln ein wenig einer Gesichtsmaske. „Die Rippen und Senken von 1998 OR2 sind natürlich vor allem aus Sicht der Wissenschaft faszinierend“, sagt Anne Virkki, Leiterin des planetaren Radars in Arecibo. „Aber da wir momentan alle an Covid-19 denken, sehen diese Strukturen für uns so aus, als hätte der Asteroid daran gedacht, sich einen Mundschutz aufzuziehen.“

Nicht mal, wenn man den blick zum weltraum richtet, hat man vor der corona-scheiße ruhe!

Aber bin ich mal froh, dass es nicht wieder ein marsgesicht ist, das unser wahrnehmungsapparat irgendwo hinzaubert und das dann einen miesen amerikanischen scheißfilm nach dem anderen hervorbringt — und natürlich das wirre geschreibsel von Richard „hoaxland“ Hoagland und seiner vielen abschreiberlinge.

Wissenschaft des tages

Wenn beteigeuze demnächst — also so in ein paar hunderttausend jahren und nicht schon morgen — zur supernova wird, dann müsst ihr an den schutz eurer augen denken und dürft da nicht mit einem teleskop reingucken.

Oh, das gibt in ein paar hunderttausend jahren niemanden mehr, der teleskope baut, weil der eine teil der menschheit an der p’litisch und wirtschaftlich geforderten und geförderten massenverdummung ausgestorben ist und der andere teil der menschheit es wieder gelernt hat, trotz großer dummheit zu überleben? Na, dann ist ja alles gut. 😉

Astronomie des tages

Der schon seit über einem jahrzehnt „bekannte“ und teleskopisch sichtbare exoplanet um formalhaut war gar kein planet, sondern eine staubwolke:

Denn mittlerweile ist das Objekt Fomalhaut b verschwunden und aus den Beobachtungsdaten geht hervor, dass es kontinuierlich verblasste. „Unsere Analysen, die alle verfügbaren Hubble-Archivdaten über Fomalhaut umfassen, legen nun nahe, dass das planetengroße Objekt niemals ein Exoplanet war“, resümiert Gaspar. Die beiden Astronomen kommen zu dem Schluss, dass es sich um eine expandierende Wolke aus sehr feinen Staubpartikeln gehandelt hat, die durch die Kollision zweier Himmelskörper entstanden ist

Tja, die entfernungen sind groß, die beobachtungen sind viele, und gern und oft wird das gesehen, was der betrachter sich so sehnlich wünscht — nicht nur in der astronomie. Zum glück korrigiert die wissenschaft — in gegensatz zur psychisch-dummen religjon und zur aus dem gleichen psychischen holz geschnitzten ideologie — irgendwann einmal ihre fehler. 😉

Neues von beteigeuze

Es ist wohl ziemlich sicher ein größeres wölkchen ausgestoßenen materjales, das beteigeuze ein paar monate lang im sichtbaren licht abgedunkelt hat, infrarot kam da noch die gleiche energiemenge wie gehabt heraus:

Obwohl beteigeuze morgen oder in den näxsten 105 jahren explodieren könnte, ist es unwahrscheinlich, dass diese bislang noch nicht beobachtete visuelle abdunklung der vorbote eines bevorstehenden kernzusammenbruches ist

Nix mit supernova. Und inzwischen wird das sönnchen auch schon wieder heller.

Neues von beteigeuze

Nicht nur, dass der rote überriese im sichtbaren licht immer dunkler wird, er ist im moment auch im röntgenspektrum unsichtbar. Allerdings würde ich bei einem hochenergetischen ereignis, das eine supernova vorwegschattet, schon ein bisschen energieabstrahlung erwarten, so dass ich davon ausgehe, dass ich wohl eher nicht zu den menschen gehören werde, die das seltene glück haben, eine supernova mit bloßem auge sehen zu können. Aber vielleicht in den näxsten zehntausend jahren mal, wenns dann noch beobachter auf der erde gibt… 😉

Neues von Beteigeuze

Nein, die Supernova ist immer noch nicht (und kann auch noch ein paar zehntausend jahre dauern), aber natürlich schauen gerade alle astronomen hin, die das können, denn bei einer sonne, die mal eben in ein paar monaten ein drittel ihrer leuchtkraft verliert, wird wohl etwas exotisches vorgehen. Und in der tat scheint die hälfte der oberfläche von beteigeuze verdunkelt zu sein, vermutlich durch von beteigeuze selbst ausgestoßenes materjal:

Die neuen Aufnahmen im sichtbaren Licht zeigen, wie sehr sich die Oberfläche des Roten Überriesen verdunkelt hat. Im Vergleich zu einer Aufnahme vom Januar 2019 mit dem gleichen Teleskop erscheint der Stern stark abgedimmt. Zudem ist seine Oberfläche nicht mehr gleichmäßig hell, sondern von helleren und dunkleren Stellen geprägt, wie die Astronomen berichten […] Weitere Einblicke geben aktuelle Aufnahmen im mittleren Infrarotbereich, aufgenommen vom VISIR-Spektrometer am Very Large Telescope. Sie machen gewaltige Staubwolken im Umfeld von Beteigeuze sichtbar

Im artikel gibt es auch ein foto, auf dem man den teilweise abgedunkelten roten überriesen sehen kann.

Und nun zur astronomie

Betelgeuze macht weiterhin das licht aus, um sich möglicherweise auf eine beeindruckende supernova-vorstellung vorzubereiten, wird aber inzwischen beim abdunkeln langsamer. Die frage, ob es eher ein paar tage oder eher ein paar zehntausend jahre bis zum großen feuerwerk dauern wird, kann allerdings keiner beantworten. Wenn es so weit ist, wird das ergebnis jedenfalls nicht zu übersehen sein. Allerdings hat betelgeuze sehr komplizierte helligkeitszyklen, so dass eigentlich gar nichts sicher ist. Wenn die abdunklung über den februar hinaus weitergeht, ist das ein erstes wirklich klares indiz dafür, dass ein wirklich ungewöhnlicher vorgang stattfindet.