Smartauto des tages

Da hat jemand 13 unterhaltungs- und medien-komponenten aus teslas bekommen (meist auf ihh-bäh gekauft), die bei reparaturen oder beim aufmotzen für einen neuerlichen verkauf ausgebaut wurden, und eine größere menge persönlicher daten darauf gefunden, mit denen auch kriminelle eine menge anfangen könnten [link geht auf einen englischsprachigen artikel]:

Der forscher — selbstbezeichnung: „teslabastler, der interessiert daran ist, wie die dinge funkzjonieren“ — kam kürzlich an 13 tesla-MCUs (abk. für mediensteuereinheiten), die bei reparatur oder überholung aus den elektroautos entfernt wurden. Jede dieser einheiten war eine fundgrube an sensiblen informazjonen, obwohl sie ausgemustert wurde. Beispiele waren adressbücher von angeschlossenen händis, anrufprotokolle mit hunderten von einträgen, aktuelle kalendereinträge, im klartext gespeicherte spottifein- und WLAN-passwörter, posizjon von wohnung, arbeitsplatz und allen orten, zu denen irgendwann einmal navigiert wurde, sowie sitzungscookies, die den zugriff auf netflix und juhtjuhbb (und zugehörige guhgell-mäjhl-konten) ermöglichten.

Mit gruß an alle, die ihr auto verkaufen wollen! Denn der digitale scheißdreck ist inzwischen in jedem auto verbaut, und ich glaube nicht, dass andere autohersteller mehr auf privatsfäre und datensicherheit achten. Ihr müsst also selbst rauskriegen, wie ihr die scheiße vorm verkauf löscht, und das wird nicht so einfach sein wie bei das löschen von dateien unter einem betrübssystem, das euch die verfügungsgewalt über das dateisystem gewährt, weil das selbstverständlich ist. Wenns keine andere dokumentierte möglichkeit gibt, müsst ihr halt einen großen hammer nehmen, die daten durch fysikalische speicherzerstörung löschen und vorm verkauf eures scheißautos eine neue medieneinheit kaufen und einbauen.

Eine große sqlite-datenbank mit dem ganzen sinnlos zusammengesammelten kram drin klingt nach „industriestandard“. Und die meisten autobesitzer ahnen gar nicht, was da alles dauerhaft gespeichert wird — zum beispiel, dass jedesmal, wenn da einer sein scheißhändi bekwem verbindet, um mal ein bisschen musik über die autoanlage zu hören, grundlos das gesamte adressbuch nebst anrufhistorje ins auto kopiert wird. Woher soll man das auch wissen. Es ist ja unsichtbar. Und alles ist so modern und bekwem geworden! Und so einfach und benutzerfreundlich! Da brauchste ja auch gar nix mehr zu verstehen. Damit kommen sogar idjoten klar. Ist das nicht toll?! 👍

Wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

Hach, die straßen sind ja so schön frei

Die Beamten haben an vier Standorten, darunter am Bremer Damm, an der Vahrenwalder Straße, auf den Bundesautobahnen (BAB) 2 und 7 Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. 257 von 550 Verkehrsteilnehmern hielten sich nicht an die zulässige Höchstgeschwindigkeit und waren mit mehr als 25 km/h über dem jeweils erlaubten Limit außerorts unterwegs […] ein Verkehrsteilnehmer auf der BAB 7 bei Burgwedel mit 217 km/h (bei erlaubten 100 km/h) […] ein Autofahrer auf dem Bremer Damm in Hannover mit 138 km/h (bei erlaubten 60 km/h) […] Fahrzeugführer, der mit 104 km/h innerorts (bei erlaubten 50 km/h) unterwegs war

Ich spreche da ja von autofahrertypischem verhalten…

Datenschleuder des tages

Die britische stadt sheffield hat überwachungsdaten aus automatischen KFZ-kennzeichen-skänns ohne jeden zugriffsschutz im internetz verfügbar gemacht. Es war jedem menschen aus der welt möglich, die bewegungen von KFZ unmittelbar¹ nachzuvollziehen oder sogar manipulieren. Ein kräck war dafür nicht erforderlich. Es gab keinerlei zugangsschutz, etwa durch ein passwort. Die daten wurden veröffentlicht. Und damit die daten auch für „normale“ menschen leicht interpretierbar wurden, gab es eine praktische visualisierung in einer karte der stadt. 🤦

Auch beim staat sind daten niemals sicher. Auch nicht die überwachungsdaten, die in großen mengen und oft ohne angemessenen grund eingesammelt und langfristig gespeichert werden. In diesem sinne: auch weiterhin viel spaß und orwellness mit dem datenschutz, der euch überall versprochen wird, während die daten verantwortungslos über die welt geschleudert werden! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Freut ihr euch auch schon so auf die „corona-äpp“ und die „selbstfahrenden“ autos?

¹Der ehemalige fachverlag schreibt „in echtzeit“, was im EDV-zusammenhang eine völlig andere bedeutung hat, nämlich, dass eine reakzjon eines systems innerhalb einer definierten zeit garantiert wird. Deshalb habe ich lieber „unmittelbar“ geschrieben.

Jetzt wird es teuer

Liebe verkehrsteilnehmer, habt ihr auch alle die kwantitätsjornalisten in der contentindustriellen kwatschjornallje nebst ihren angeschlossenen webseits gelesen, dass es jetzt mit der neuen straßenverkehrsordnung so richtig teuer wird, wenn ihr mal beim autofahrertypischen verhalten erwischt werdet? 💸

Kein problem, es gibt ein richtig gutes und sehr wirksames mittel dagegen. 😉

Volxvergiftung des tages

Es scheint eine korrelazjon zwischen der belastung der atemluft mit stickoxiden — wisst schon, das zeug, dass euch VW und komplizen mit ihren betrugsmotorsteuerungen in die luft gepumpt haben, wofür die verantwortlichen demnächst keinen knastaufenthalt, sondern die unternehmen eine weitere merkelrautige wirtschaftsförderung mit aus steuergeldern bezahlten autokaufprämjen kriegen — und der corona-sterblichkeit zu geben.

Aber ihr wisst ja: eine korrelazjon belegt für sich gar nichts. (Schon gar nicht, wenn die luftverschmutzung nachträglich abgeschätzt wurde, statt dass man richtige messwerte hat.) Und das auto ist sowieso heilig in deutschland. Deshalb wird niemals nochmal jemand nachgucken. Wer soll das denn bezahlen?!

Automörder des tages

Bisherigen Erkenntnissen zufolge war es zwischen dem Radler und dem unbekannten Autofahrer gegen 22:20 Uhr aus bislang unbekannter Ursache am Dohmeyers Weg zu Streitigkeiten gekommen. Im Anschluss fuhr der 31-jährige Hannoveraner mit seinem Fahrrad in Richtung der Schweriner Straße weiter. Auch der Autofahrer setzte seine Fahrt mit seinem Opel Corsa in selber Richtung fort. Unmittelbar nachdem der Fahrradfahrer die Stenhusenstraße passiert hatte, kam es zum Zusammenstoß mit dem Opel des Unbekannten, der offenbar gezielt gegen den 31-Jährigen gefahren war. Anschließend flüchtete der Autofahrer unerlaubt vom Unfallort

Auch, wenn der radfahrer glück hatte und mit leichten verletzungen davonkam, bleibe ich beim wort „automörder“, denn wer mit dem auto bewusst einen radfahrer rumschubst, der nimmt schwere verletzungen und sogar den tod in kauf. In meinen augen ist das ein klarer mordversuch. Ich würde ja auch jemanden als mörder bezeichnen, der mit einer schusswaffe auf einen anderen menschen schießt, selbst, wenn es dabei nur zu einem streifschuss gekommen wäre.

Ich hoffe, die kriegen diesen mörderischen idjoten!

Auto des tages

Was machen leute, wenn die straßen leer sind? Nun, autofahrer scheißen auf die verkehrsregeln und auf das lebensrecht ihrer mitmenschen und rasen wie die besengten:

Aufgrund des aktuell grassierenden Coronavirus und der damit verbundenen Einschränkungen im öffentlichen Leben stellt die Polizeidirektion Hannover einen deutlichen Fahrzeugrückgang auf den Straßen in der Region Hannover fest. Einige Verkehrsteilnehmer nutzen die freien Straßen allerdings offenbar aus, um mit ihren Fahrzeugen Geschwindigkeitsübertretungen zu begehen […] Er war bei erlaubten 50 km/h mit vorwerfbaren 124 km/h unterwegs […] Bei erlaubten 100 km/h konnten die Verkehrspolizisten ihm eine Geschwindigkeit von 225 km/h vorwerfen. Trotz dieser deutlichen Geschwindigkeitsübertretung telefonierte der Mann zusätzlich noch mit seinem Handy

Wenigstens sind diese beiden asozjalen mordraser erstmal ihre lizenz zum vergasen los.

Diese autos aber auch immer!

Auch während einer laufenden corona-pandemie gibt es immer noch diese autos, die einfach so „aus unbekannter ursache“ auf der straße die „radfahrer erfassen“. Der fahrer ist daran stets völlig unbeteiligt.

Fehlt nur noch der hinweis, dass der radfahrer keinen helm trug. Ja, den liest man öfter mal im kontext solcher PResseerklärungen der polizei. 🤮

„Smartes“ schloss des tages

Wegfahrsperren abschaltbar:
Millionen Hyundais, Kias und Toyotas betroffen

Durch einen Anfängerfehler bei der Umsetzung der Verschlüsselung können Angreifer Schlüssel klonen.

Was heise (vermutlich wegen empfang warmer geldspenden) in seiner überschrift nicht erwähnt: tesla war auch betroffen, hat aber die sicherheitslücke schnell nach bekanntwerden gefixt — im gegensatz zum rest der unerfreulichen liste. Aber wer ein gehirn hat und es benutzt, liest ja mehr als nur die überschrift. Und wer kein gehirn hat oder es nicht benutzt, der wird eben die marionette von scheißwerbern und glaubt dabei auch, eine eigene meinung zu haben. Auf heise werfen solche „techniken“ ein ganz trübes licht. 🤮

Ach ja, wie schwierig ist der häck denn?

[…] durch die Implementierung der betroffenen Autohersteller lassen sich die verwendeten kryptografischen Schlüssel ganz oder teilweise per RFID auslesen, was dazu führt, dass Angreifer die Wegfahrsperre ausschalten können. Dann kann das Fahrzeug auf herkömmlichem Wege kurzgeschlossen werden. Dreisterweise basiert der Krypto-Schlüssel bei Toyota auf der Seriennummer des Schlüssels und die wird im Klartext in die Welt gefunkt

Aha, eher so etwas für gelangweilte kinder als für richtige häcker. Na, dann werden halt eure autos geklaut. Pech gehabt. Kann doch keiner wissen, dass man den schlüssel nicht auf etwas basieren lässt, was man in klartext in die welt funkt… 🤦

Oder, um es mit den PR-lügnern von idjota… ähm… toyota zu sagen:

Toyota spielte das Risiko der Sicherheitslücke herunter, da nur ältere Modelle betroffen seien und der Angreifer Zugang zum Schlüssel und „hochspezielle Hardware“ benötige

„Hochspezjelle hardwäjhr“ wie ein überall frei käufliches RFID-lesegerät. 😂

Autoidjot des tages

Ein Zeuge hatte die Polizei alarmiert, nachdem ihm eine Mercedes C-Klasse aufgefallen war. Der Fahrer des Mercedes fuhr auf der Vahrenwalder Straße deutliche Schlangenlinien in Richtung stadtauswärts. Auf der Linksabbiegespur zur Büttnerstraße stoppte der 51-Jährigen den Mercedes und setzte seine Fahrt nicht fort – er war eingeschlafen. Zeitgleich alarmierte Beamte kontrollierten den Fahrer in der Folge. Ein Atemalkoholtest ergab kurz darauf einen Wert von 2,1 Promille. Einen Führerschein konnte der Fahrer nicht vorlegen, da er nicht im Besitz eines Selbigen war

Weia! Aber wenn man schon so eine schwere, durstige ludenschleuder fährt, hat man doch nicht auch noch das geld für einen führerschein übrig… :mrgreen:

Kwalitätsgesetze von BRD-superregierungsp’litikern

Andi Scheuer so in die neue STVO: radfahrer müssen mit einem abstand von einmeterfuffzich überholt werden. Immer? Aber mitnichten. Nicht an manchen angeblich für radfahrer gemachten wegen, auf denen radfahrer dann auch noch fahren müssen.

Wer an Radfahrenden, die einen Radstreifen benutzen, vorbeifährt, darf nach Auskunft des Verkehrsministeriums auch weiterhin Radfahrende gefährden

Für die biologische endlösung des radfahrerproblems: Andreas Scheuer.

Übrigens, werte polizeidirekzjon hannover!

Wenn ein autofahrer einen anderen vorfahrtberechtigten verkehrsteilnehmer — wie ihr das so schön schreibt — an einer durchschnittlich einsehbaren kreuzung „zu spät bemerkt“, dann bedeutet das nur eines: dass er ganz einfach nicht gut genug geguckt hat. Ich habe da aus meiner alltäglichen verkehrserfahrung heraus einen verdacht, wie es dazu kam, dass der nicht gut genug geguckt hat und tippe darauf, dass dieser blut und benzin schlürfende motorhenker mit seinem scheißhändi statt mit dem verkehr beschäftigt war. Und der typ, den er dabei übern haufen fährt, wird dann auch nicht „vom auto erfasst“, ganz so, als ob das auto von allein zugriffe, sondern von einem unaufmerksamen autofahrer übern haufen gefahren.

Manchmal stinkt eure eiskalte, autoverherrlichende und entpersonalisierende scheißsprache einfach nur wie aus dem wörterbuch für unmenschen! Ich kann ja verstehen, dass ihr sachlich schreiben müsst und als gehilfen der staatsanwaltschaft keine vorverurteilungen machen dürft, und ich sehe sogar ein, dass das in der praxis schwierig ist, aber das geht auch anders als „der autofahrer saß in einem auto, dass einfach jemanden anders klatsch mitnahm und ins krankenhaus schubste“. Zum beispiel, indem man völlig klar schreibt, dass der autofahrer einen motorradfahrer anfuhr. Das ist sachlich genug und lässt noch platz genug für interprezjonen, die den autofahrer möglicherweise entlasten (wie schnell und/oder dumm fuhr der motorradfahrer, etc.).

(Mich hätte gestern auch fast jemand übern haufen gefahren. Der hat nicht auf die straße geguckt, sondern auf sein scheißhändi. Die straßen hannovers sind voller blinder autofahrer. Das ist echt ein problem geworden. Und als radfahrer bin ich nix weiter als das kanonenfutter des straßenverkehrs, deshalb vielleicht auch manchmal etwas empfindlich.)