Technischer fortschritt des tages

Gemäß planungen von siemens gibt es im jahr 2019 eine fabrik, in der die autos vom band rollen, ohne dass ein mensch dort seine begrenzte lebenszeit mit arbeit verschwenden muss. Und morgen labern die rückwärtsgewandten, mittelalterliebenden scheißp’litiker und ihre meist jornalistischen speichellecker wieder von der vollbeschäftigung und davon, dass man den hartz-IV-terror noch viel härter machen muss, damit jeder entweder um arbeit bettelt oder sich einfach selbst umbringt. Denn sozjal ist, was arbeit schafft, und arbeit macht frei.

Zum „tag der arbeit“

Zum „tag der arbeit“ sollten hartz-IV-geknechtete, für deren tätigkeit niemand mehr angemessen bezahlen will, die vom jobcenter aufgelastete beschäftigungsterapie einer maschine überlassen und dafür ihren zwingherren ordentlich arbeit machen:

Einmal pro Monat in der ersten Nacht von Sonntag auf Montag lädt sich sein in C++ selbstgeschriebener JobCrawler über seine 150 Mbits-Internetanbindung alle verfügbaren Stellenangebote der BA herunter. Die Zahl der Stellenangebote schwankt dabei zwischen 500.000 und 750.000 […] Die Bewerbung selbst nach DIN-5008 bestehend aus Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf mit Lichtbild, sowie Zeugnissen wird als schlanke 60kb PDF-Datei im Seriendruck erstellt und versendet. 750.000 Bewerbungen zu je 60 kb veranschlagen rund 45 GB Upload-Traffic pro Monat und nehmen bei seinem Upstream-Speed von 5 MBits/sec nur rund 20 Stunden in Anspruch

Bwahahaha!

Der verlorene index

Nichts gegen den „thunderbird“, das ist ein guter mäjhlkeiend. Aber wenn der mal abgekackt ist — das kommt zwar selten, aber doch immer wieder einmal vor — denn lässt er alle indexdateien für die ordner in einem zerschossenen zustand zurück, und das kann hirnen.

Ich habe natürlich hunderte von einzelnen filterregeln. Die meisten legen bestimmte absender in bestimmten ordnern ab, damit ich keine macke von meinem mäjhlaufkommen kriege. Und wenn die indexdatei in ordnung ist, denn sehe ich das daran, dass der ordnername fett ist und in klammern die anzahl der neuen mäjhls aufgeführt wird. Wenn die indexdatei zerschossen ist, denn sehe ich das gar nicht. Erst, wenn ich den ordner, in dem scheinbar nichts geschieht, anklicke, kriege ich in der statuszeile die meldung „zusammenfassungsdatei wird erstellt“ und darf dem donnervogel beim durchatmen zuschauen — danach habe ich für diesen ordner wieder meine vertraute darstellung und sehe auch, dass etwas neues gekommen ist.

So etwas ist mir neulich passiert, als es um die vorbereitung eines gemeinsamen aprilscherzes ging. (Kommt ja morgen, lasst euch überraschen.) Ich habe die mäjhl zwar bekommen, aber nicht bemerkt, und in der folge war das gegenseitige unverständnis groß. Die übliche scheiße, die immer wieder passiert, wenn man compjuter zum kommunizieren benutzt.

Wenn das problem auftritt, ist es übrigens ganz einfach, die indexdateien für alle ordner neu zu erzeugen. Hierzu reicht es, alle ordner mit der suchen-funkzjon zu durchsuchen, für jeden ordner wird dabei im hintergrund der index wiederhergestellt. Warum dieses verkackte programm so etwas nicht von allein hinkriegt, bleibt allerdings das geheimnis der programmierer.

Ich hoffe, es hilft auch anderen. (Aber heute scheint ja die mehrheit der compjuternutzer gar nicht mehr zu wissen, was ein mäjhlkleiend ist und dass es so tolle filterregeln gibt.)