In hannover wird gemessert

[…] Massenschlägerei am 3. Juni gegen 13:00 Uhr, bei der drei Personen leicht verletzt worden waren. Die bis zu 30 Beteiligten, teilweise Mitglieder zweier Familien, waren zunächst in einer Wohnung, später auch auf offener Straße mit Fäusten, aber auch Messern, Macheten und Schlagstöcken aufeinander losgegangen

In hannover wird gemessert

Bisherigen Ermittlungen zufolge hielt sich der ältere Mann mit einem jüngeren Begleiter gegen 16:15 Uhr an der Empelder Straße auf, um dort Plakate aufzuhängen. Währenddessen kam ein unbekannter Täter auf den 70-Jährigen und dessen Begleiter zu und beleidigte diese. Unvermittelt zog der unbekannte Täter ein Messer und versuchte, in Richtung des älteren Geschädigten zu stechen, der indes zurückweichen konnte. Als der 70-Jährige zur Verteidigung ein Pfefferspray aus der Kleidung zog, flüchtete der Angreifer zunächst, kehrte jedoch wenige Augenblicke später wieder zurück. Dabei warf er mit einer Plastikflasche und kurz darauf mit mehreren Steinen in Richtung der Geschädigten. Ein Stein traf den älteren Geschädigten im Gesicht, sodass er leicht verletzt wurde

Rechtsabbiegerhenker des tages

Der 42-Jährige wollte gegen 09:25 Uhr mit seinem Transporter das Gelände einer Tankstelle verlassen und sich in den fließenden Verkehr auf der Badenstedter Straße einfädeln. Beim Rechtsabbiegen auf die Straße missachtete er jedoch die Vorfahrt der 57-Jährigen, die mit ihrem Fahrrad auf dem beidseitig befahrbaren Radweg unterwegs war. Sie versuchte zwar noch ein Ausweichmanöver, konnte den Zusammenstoß jedoch nicht verhindern und wurde beim Aufprall schwer verletzt. Ein Krankenwagen brachte sie zur stationären Behandlung in eine Klinik

Ein kleiner dank an den pressetexter der polizeidirekzjon hannover, der auch diesmal wieder auf eine sonst leider allzu übliche passive formulierung wie „der transporter erfasste die radfahrerin“ verzichtet hat und klar benennt, wie es zu so einem unfall kommt. Und nein, ein helm hätte auch nicht geholfen. Radwege, die nicht lebensgefährlich für radfahrer sind, würden hingegen sehr wohl ein bisschen helfen. Aber die gibt es in hannover an vielen orten nicht.

Und nein, irgendwelche rotenbemalten und bußgeldbewehrt-benutzungspflichtigen streifen auf der rechten seite der straße — wie sie hier in hannover gerade zur mode zu werden drohen — sind auch nicht besser als radwege. Was diese von autofahrern, vollidjoten und henkern ausgeheckte scheiße für radfahrer bedeutet, hat neulich jemand aus dem USENET schön verdeutlicht, der einfach mal zur illustrazjon eine auf den straßen weggelassene markierung auf so einen weg angebracht hat. Unfälle von rechtsabbiegenden autofahrern mit gradeaus fahrenden radfahrern sind vorprogrammiert, und wer als radfahrer nach links abbiegen will, fährt entweder einen nennenswerten umweg einmal um den block (was an so einer kreuzung gefährlich genug ist) oder nimmt das mögliche bußgeld dafür in kauf, dass er den benutzungspflichtigen radweg nicht benutzt und ordnet sich einfach auf der fahrbahn ein und lässt sich dafür auch noch von autofahrern anhupen und beschimpfen. (Ich kann ja echt verstehen, werte autofahrer, dass ihr genervt seid. Aber ich habe mir so eine scheiße nicht ausgedacht.) Verkehrsplaner, die sich so eine unfassbar dumme scheiße ausdenken, sind schreibtischmörder, die vermutlich in anderen zeiten auch mit allen ihren fachhochschulkenntnissen den platzbedarf eines häftlings in einer gaskammer ausgerechnet hätten. Für autofahrer und andere herrenmenschen, die ottokraftstoff und diesel verbrennen, würde sich jedenfalls niemand so eine mörderische gängelscheiße ausdenken. Zum glück sieht es nicht überall so schlimm aus, und zum glück kann man sich gerade in hannover noch ganz gut mit ein paar schönen umwegen durch wald und parks und dem einen oder anderen verstoß gegen geist und buchstaben der StVO (aber bitte niemals gegen den geist des §1) um solche ideen herummogeln. (Im gegensatz etwa zu hamburg.) Man ist dann zwar ein paar minütchen länger unterwegs, aber bleibt wenigstens am leben.