Und nun zum krieg an der straßenfront

Da sitzt ein arschloch in seinem volxpanzer — von werbern, jornalisten und autoverkäufern meist SUV genannt — schubst einen radfahrer vorsätzlich von der straße in den graben, hält an, holt sich einen ordentlichen knüppel raus, den hölzernen griff einer axt, geht damit in den graben runter und verprügelt den radfahrer noch mit dem knüppel. Ich nenne so etwas ja einen mordversuch. Der richter am amtsgericht vechta war davon überzeugt, dass es ein vorsätzlich herbeigeführter „unfall“ war und dass hinterher wirklich noch mit dem knüppel nachgedroschen wurde, und er hat dafür auch eine gesalzene und echt jetzt mal total abschreckende strafe verhängt: zwei jahre auf bewährung wegen gefährlicher körperverletzung sowie zahlung von 3.000 øre schmerzensgeld an das krankenhausreif verletzte mordversuchsopfer [archivversjon]. So muss man mit barbarei im straßenverkehr umgehen! Begründung für das strafmaß:

Wegen des hohen Alters des Angeklagten wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Es könne sein, dass man die Strafe schlichtweg nicht überlebt, sagte der Richter

Merkt es euch: wenn ihr mal jemanden umbringen wollt, wartet damit, bis ihr alt seid, und dann seht zu, dass ihr ihn von der straße putzt und dass es vors amtsgericht vechta geht! Da kommt man billig davon.

Immerhin ist wenigstens der lappen weg!

Knastwohnung des tages

Szenen aus dem real existierenden hartz-IV-staat BRD:

Der Angeklagte habe im Juni dieses Jahres den Radfahrer absichtlich mit dem Auto gerammt, um sich als Verurteilter in einer Justizvollzugsanstalt vom Staat versorgen zu lassen, sagte ein Sprecher des Gerichts nach der Urteilsverkündung […] Der Täter sei jahrelang als Informatiker tätig gewesen, bis er seine Arbeitsstelle verloren habe, sagte der Sprecher. Als Arbeitsloser habe er sein Erspartes auf einer Europareise „verprasst“. Danach habe er geplant, jemanden mit einer Axt zu schlagen, um im Gefängnis leben zu können. Schließlich habe er den Radfahrer bei einem Frontalzusammenstoß lebensgefährlich verletzt

Wenn verzweiflung, wohnungsnot, armut und psychopatie zusammenkommen, gibt es halt öfter mal barbarei. Müsst ihr verstehen, unsichtbare hand des marktes, und wo gehobelt wird, da fallen eben späne. Aber hauptsache, unsere werte bummsregierung tut was gegen den so genannten „fachkräftemangel“ und winkt mit bummsadler-papieren in der dritten welt rum, um billige und willige leute nach schland zu holen, während die fachkräfte arbeits- und obdachlos werden.

In hannover wird nicht nur gemessert…

Nach derzeitigem Ermittlungsstand war die Zehnjährige auf dem Weg zur Schule, als ein Unbekannter an der Karl-Wiechert-Allee an sie herantrat und sie aufforderte, mit ihm hinter ein Gebäude zu kommen. Dem Mädchen drohte der Mann den Einsatz einer von ihm mitgeführten Pistole an

Weia, ein zehnjähriges mädchen mit einer schusswaffe bedrohen, damit es gefügig wird… als ob ein*e erwaxene*r da nicht überlegen genug wäre… 😦

Neues aus barbarien

Nach einem tödlichen Unfall auf der A8 bei Pforzheim sollen Gaffer einen Krankenwagen geöffnet haben, in dem ein verletzter Lkw-Fahrer behandelt wurde

Ich kann mir richtig vorstellen, wie diese empatiefreien schlechtmenschen ihre scheißhändies gezückt haben, oh gucke mal, ein schwerverletzter, gleich zum fratzenbuch. Gern auch mit selfiestick… 😦

Liebe seenotretter…

…oder, im menschenverachtenden propagandasprech eurer regierung, „liebe selbsternannte seenotretter“, eure regierungen aus den europäischen mutterländern der menschenrechte und aus der baszjon der humanität fordern unter strafandrohung und heftigem wedeln mit der möglichen jurakeule von euch, dass ihr die menschen im mittelmeer einfach gluck gluck gluck ersaufen lasst.

S/M-rufmordlynchmob des tages

„Das sind die Männer, die heute in Alzenau Kinder angesprochen haben“ – so lautet der Text einer Nachricht, die binnen Stunden über 1.000 Mal via Facebook und Whatsapp geteilt wurde. Dazu ein Foto – die Aufnahme eines Momentes, der die Welt von Pascal und Bert schlagartig zusammenbrechen ließ

[…] Plötzlich bekommen sie unzählige Anrufe: „Ich hab Dein Foto im Internet gesehen! Hast du was damit zu tun? Wieso sprichst Du kleine Kinder an?“

Auch weiterhin viel spaß auf irgendwelchen S/M-seits! Klicki-klicki-teilen, und immer schön glauben, dass an allem „etwas dran“ ist.

Weihnachtsfest 2015

„Weihnachten, wenn tote gänse sinnlos braten, dann mögen die lichter erleuchten die nacht„, sagen sich die verdunkelten und beschatteten und glauben dabei allen ernstes, etwas besseres als eine barbarei zu sein. Auf die religjon, die die idjoten als grund vor ihre taten stellen, geschissen sei darauf! Dass Maria und ihr Verlobter einer unterkunft bedurften und schließlich im stall landeten und Maria im fresstrog gebärte¹, ist längst spießbürgerlich zum idyll verbrämt (und natürlich sehen die beiden auch wie mitteleuropäer aus und sprechen deutsch), während neben dem heizkörper der glühwein, der schnaps, das bier und vor allem der stete tropfen das hirnchen auflöst, dass die dumme dumme psyche nur so juckt.

Und die scheißpresse? Natürlich machen die schreibtischmörder von der scheißpresse mit, bringt ja leser, bringt ja werbeeinnahmen. Geht bitte allesamt sterben, ihr hirnamputierten entseelungsreste!

¹Flotte wiedergabe des kristlichen weihnachtsmytos.

Contentindustrie des tages

Auf der webseit des fernsehsenders N24 kann mitmensch fernsehzuschauer und nachrichtengenießer jetzt endlich mal zeigen, wie sehr er sich über gewisse nachrichten zu den vielen flüchtlingen freut. Immer nur die reine freude? Aber mitnichten, manchmal finden sie es auch gar nicht erfreulich, die nachrichtengenießer von N24.

Warum man keine fotos zum fratzenbuch hochlädt?

Zum beispiel, um nicht mit den worten „so sieht der verdächtige aus“ zu einem vom fratzenbuch mitgenommenen foto in der kwalitätsjornalistischen bildzeitung abgedruckt zu werden, weil zufällig ein mutmaßlicher mörder den gleichen namen hat. Ist schon scheiße, wenn da denn plötzlich ein lynchmob mit seinem contentindustriell aufgeheizten „gesunden volxempfinden“ vor der tür steht.

Ach ja, dass man keine zeitung mehr kaufen sollte und nichts allzuschnell glauben sollte, was da drin steht — auch nicht bei den anderen kwalitätsjornalistischen machwerken, die sich jeden tag darin üben, die blutige, verlogene und menschenverachtende bildzeitung als kwelle ihrer meldungen zu zitieren — versteht sich von selbst.

Stirb, scheißpresse, stirb!

Im fratzenbuch, da riechts nach leichen

Wenn ein mensch wie Michael Schumacher — der mir persönlich übrigens ziemlich schnuppe ist — möglicherweise verreckt, zeigt sich im fratzenbuch die ganze menschliche wärme, die von der reklamebezeichnung „social media“ nur versprochen wird. Die verstößt dann auch kein bisschen gegen die „gemeinschaftsstandards“ vom fratzenbuch, da sieht man ja auch keine zitze. Ist ja klar: nacktheit ist böse, barbarei ist in ordnung. Übrigens kann ich ergänzen: nebenan beim zwitscherchen treiben sich genau die gleichen idjoten herum, die in stummeltexten den tod eines menschen melden, der noch mit dem tode ringt…

Was gewisse verhungerte egos eben für ihre patologische gier nach aufmerksamkeit so tun. Zeig deinen „respekt“ vor dem „toten“ mit einem klick auf das däumchenhoch. Wi. Der. Lich. 😦

Justizbrutalität…

Es gibt staaten, da wird leuten die hand abgehackt, weil sie beim klauen erwischt wurden, oder frauen werden einem kwalvollen tod durch steinigung ausgesetzt, weil sie sex mit einem mann hatten, mit dem sie nicht verheiratet waren. Wie mittelalterlich und barbarisch!

Und es gibt westliche demokratien, die diese mittelalterliche barbarei der angstherrschaft durch justizbrutalität jenseits jeder verhältnismäßigkeit überwunden haben. Staaten, in denen einem menschen hundertfünf jahre knast dafür drohen, dass er einen link gesetzt hat.