Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat mal eine studie gemacht, was für leute eigentlich die AFD wählen, und das ergebnis ist so dermaßen überraschend, dass einem der atem stockt:

Den Angaben zufolge fanden sich „manifest rechtsextreme“ Einstellungen bei 29 Prozent der Befragten, die beabsichtigten, die AfD zu wählen […] Eindeutig oder zumindest teilweise populistische Einstellungen wurden darüber hinaus laut Bertelsmann Stiftung von fast drei Viertel (73 Prozent) der AfD-Wählerschaft vertreten

Niemand, ich wiederhole, niemand… niemand hätte damit rechnen können!

Häjhtspietsch des tages

Eine schöne pro- und kontra-diskussjon rund um das immer wieder unter jornalisten und p’litikern hochbeliebte tema: „darf man juden hassen“ (oder so ähnlich) [archivversjon]. Und in der kontra-posizjon heißt es dann allen erstes, dass das buch „ich hasse juden“ viel zu weichgespült formuliert ist.

Aber eigens zensurgesetze gegen den ganzen fiesen häjhtspietsch im internetz machen… damit die scheißjornalisten nicht so viel mitbewerb bei aufkochen der dummen, billigen psyche haben. 🤢️

Keine meldung aus russland und auch nicht aus den USA

Ein weiterer bedauerlicher einzelfall von polizeigewalt [archivversjon]:

Der 26 Jahre alte Fotoreporter Julian Stähle war danach wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte angeklagt worden. Doch nun stellt sich heraus: Er wurde selbst das Opfer eines gewalttätigen Ordnungshüters […] Seine Kamera ging zu Bruch, doch die Speicherkarte blieb intakt. Das brachte die Wende in dem Fall. Denn auf der Karte ist ein Video gespeichert, das die Aussagen von zwei Polizisten widerlegt […] Doch der Schwindel flog auf, weil Stähles Anwalt Sebastian Wendt später im Prozess eine Aufzeichnung aus der Videokamera des Fotografen präsentierte. Die Aufnahme, die der Berliner Zeitung vorliegt, dokumentiert auf 70 Sekunden, wie sich die Situation tatsächlich zugetragen hat, als der Reporter einen SEK-Einsatz dokumentieren wollte […] Stähle wird gepackt, gewaltsam zu Boden gedrückt und gewürgt. Währenddessen brüllt der aufgebrachte Beamte: „Rede ich nicht deutsch oder was? Ich lasse mich hier nicht beleidigen, Kumpel!“ Der Fotograf röchelt und bekommt keine Luft. Mindestens drei andere Polizisten eilen dazu. Doch niemand greift ein oder beruhigt den Kollegen […] Als die Bilder im Gericht gezeigt wurden, soll bei den Polizisten sofort die Stimmung gekippt sein, berichteten Zeugen. Als Stähles Anwalt daraufhin kritische Fragen stellte, brach der Beamte, der seinen Kollegen gedeckt hatte, im Zeugenstand zusammen […] Gegen die beiden Polizisten wird nun wegen des Verdachts der Falschaussage ermittelt. „Gegen sie wurde außerdem ein Disziplinarverfahren eingeleitet“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Potsdam. Die Staatsanwaltschaft sichtet nun das Video und prüft, ob eine Körperverletzung und Strafvereitelung im Amt vorliegt

Was meint ihr wohl, wie oft die bullerei mit so einer nummer einfach durchkommen wird, wenn das mit dem kräftig zulangen, krankenhausreif prügeln und sich anschließend gegenseitig durch falschaussagen decken so prächtig eingespielt ist?

Staatliche kinderfreunde des tages

Jahrzehntelang wurden Pflegekinder in Berlin an Sexualstraftäter gegeben. Jetzt bestätigt ein Gutachten: Es hat viele Unterstützer und Mitwisser gegeben – in Jugendämtern, der Verwaltung, der Freien Universität und dem Max-Planck-Institut

[Archivversjon]

Ich sage es ja immer: wer seine kinder lieb hat, der hält sie von den ganzen instituzjonen „für kinder“ fern — und wehe, wehe, wehe den kindern, die niemand lieb hat und mit denen die scheißbehörden der scheiß-BRD beliebig verfahren können! Von kristlichen kinderfolterheimen bis hin zu organisiert kriminellen kinderfickerringen ist dann alles möglich, natürlich gegen rechtlose kinder mit BRD-scheißstaatsgewalt durchgesetzt, und wenn das kind verzweifelt zur polizei rennt, wird es von der scheißpolizei zu seinen peinigern zurückgebracht… 😦

Erstaunlich, dass das nach fuffzich jahren zerbrochener seelen mal in der bürgerlichen scheißpresse steht. Aber es ist eh näxsten monat vergessen, wisstschon, alles nur bedauerliche einzelfälle, und dann gehts weiter wie gehabt. Gruß auch an die volxzertreter und an die kinderherzenfresser, die damals einem herrn Edathy gesteckt haben, dass gegen ihn ermittelt wird, so dass er schnell seinen klapprechner und anderes belastendes materjal „verlieren“ konnte!

Aber hej, hauptsache man kann das internetz zensieren, damit die kinder in ihrer entwicklung nicht gestört werden können.

Ein bisschen übertrieben…

Du weißt, dass du als stinkender hetz- und rufmordjornalist im brote des etablierten fachmagazins für häjhtspietsch und fäjhknjuhs, der bildzeitung, ein kleines bisschen übertrieben hast, wenn frau Springer sich über deinen aggressiven kampanjenjornalismus beklagt [archivversjon]. 😂

Aber achtung, was die berliner zeitung hier wiedergibt, ist gerüchterstattung irgendwelcher nicht genannter kwellen, und da kann man natürlich einen beliebigen spin reindrehen und jede kleine lüge mit untermischen. Wisst ja: die presse, die stinkende scheißpresse, sie muss ja irgendwie werbeplätze vermarkten, im zweifelsfall mit allen halbseidenen mitteln, denn dafür und nur dafür wird presse betrieben. Das systematische kaputtmachen und errufmorden von menschen ist nicht erst seit ein paar wochen (neben angstmache, tittitäjhnment und volxverdummung) die haupttätlichkeit des stürm… ähm… der bildzeitung, sondern seit dem 24. juni 1952. Und dass die widerwärtige frau Springer sich auch nur ein einziges mal daran gestört hätte, wäre mir völlig neu. Wenn die auch nur so etwas ähnliches wie ein gewissen hätte, diese menschenfeindliche psychopatin, dann würde sie ja auch nicht so ein menschen- und intelligenzverachtendes scheißblatt verlegen und vermarkten, sondern etwas erfreulicheres tun.

Reichshauptslum des tages

In berlin, der kulturellen pissrinne europas, kann man nicht nur keine fluchhäfen bauen oder ein s-bahn-system so betreiben, dass die wagen nicht während der fahrt auseinanderfallen, sondern auch an so etwas schnöden, einfachen und weltweit problemlos etablierbaren wie einem omnibus scheitert man:

Viele Busfahrer klagten über Kopfschmerzen, andere über brennende Augen. Einige von ihnen fühlten sich an den Gestank von Katzenurin erinnert. Und der Piraten-Abgeordnete Gerwald Claus-Brunner meinte sogar, in den Fahrzeugen rieche es, als ob darin jemand gestorben sei. In Bussen des Herstellers VDL, die seit einigen Monaten bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) im Einsatz sind, sorgt ein übler Geruch für Verdruss […] Doch der subjektive Eindruck der Busfahrer ist offenbar korrekt. „Ein Gutachter sprach von einem süßlich-aasigen Geruch“, sagte der Bus-Chef. Inzwischen fanden die Experten heraus: Der Geruch dringt aus der Wand hinter dem Fahrersitz

Hej, aber was solls! Dafür spart die tolle leichtbauweise doch sicher ganz viel geld, oder?!

„Der Wartungsaufwand ist hoch. Und es ist zeigt sich, dass die Einsparungen geringer sind als versprochen.“ Unfälle zeigten, dass die Plastikkonstruktionen empfindlich seien. „Erst nach drei bis vier Jahren kann man mit Sicherheit ein Urteil fällen“

Na ja, dann fällt mal in vier jahren im schatten der BER-ruine euer urteil! :mrgreen:

„Smartes auto“ des tages

Fehlerhafte Software in Einsatzwagen:
Peinliche Blaulicht-Probleme bei der Berliner Polizei

Aber hej, wer braucht schon ein martinshorn, ein blaulicht und ein funkgerät… wenn man die abschaltet, wird ja auch energie gespart. Und eine lösung gibt es auch schon:

„Opel hat bereits eine Lösung entwickelt“, sagt Polizeisprecher Thomas Neuendorf. „Sie wird kurzfristig in die Software sämtlicher Zafira aus dem Jahr 2014 überspielt.“

Besser wäre es freilich gewesen, wenn die softwäjhr vor ihren einsatz getestet worden wäre… :mrgreen:

Wiedergänger des tages

Vorab ein hinweis vor allem für jornalisten: die andersfarbig hervorgehobenen textbestandteile sind so genannte hyperlinks. Da kann man draufklicken. Die führen dann irgendwo anders hin, auf eine andere webseite. Ich pflege auf diese weise — die für euch als jornalisten ja ziemlich ungewohnt ist und deshalb wohl leicht ein bisschen wirr erscheint — meine kwellen zu belegen. Lasst das mal zehn sekunden sacken, damit ihr das prinzip versteht, und dann überzeugt euch davon, dass hier nicht etwa irgendwelche haltlosen behauptungen — wie sie zum beispiel eure arbeitgeber so gern von sich geben — aufgeführt sind. So, und jetzt könnt weiterlesen! Das mit diesem internetzdingens, das werdet ihr schon noch mal verstehen…

Was hatten wir denn mal so richtig richtig lange nicht? Na… :mrgreen:

Das Medienhaus M. DuMont Schauberg plant eine digitale Bezahlschranke für den „Kölner Stadtanzeiger“ und die „Berliner Zeitung“. Die Digital-Abos sollen im Juli dieses Jahres eingeführt werden

Richtig, der ewige erlöser der contentindustrie, „paid content“. Der wird wohl auch in fünf jahren noch erlöser sein, nur erlöse kommen eher nicht dabei raus. Selbst guhgell, sonst durchaus bekannt für langen atem und langjähriges durchtragen nicht-rentabler ideen hat diese bescheuerte idee auffallend schnell wieder aufgegeben. Vermutlich, weil absehbar war, dass die idee nicht wirtschaftlich ist.

Ich hoffe, ihr macht es anders als eure kollegen von der braunschweiger zeitung, deren von extrakompetenten spezjalexperten hingeproggte bezahlschranke mit einem adblocker überwunden werden konnte. Sonst ersetzt ihr ja nur das nicht funkzjonierende geschäftsmodell mit eingeblendeter drexreklame (nur echt mit mindestens zehn träckingskripten) durch das nicht funkzjonierende geschäftsmodell mit einer dysfunkzjonalen strokelscheiße.

Nicht einmal die feuchten träume von kostenpflicht durch irgendwelche wischofon-äpps scheinen sich so richtig erfüllt zu haben. Tja, das ist schon mistig, dass dinge, die man veröffentlicht, öffentlich werden. Und wenns nur abgeschriebene DPA-meldungen sind, die gibts weiterhin aus tausend kwellen. Dabei hat sich doch schon lange herausgestellt, dass es ein irrglaube ist, dass leute für zeitungen in einer äpp geld hinlegen, wenn diese keinen vorteil gegenüber dem frei verfügbaren web bietet. Da helfen alle dankgebete eurer kwalitätsjornalistischen exzellenzen an den großen gott des geldes nicht, unnützes wird nicht dadurch schon attraktiver, dass es auch noch geld kostet. Kann ich gut verstehen, diese leute, die eure beglückungsideen nicht haben wollen. So ein gehirn neigt ja doch manchmal zum denken. (Außer bei verlegern, versteht sich — und jornalisten sind auch gern mal denkresistent. Da werden dann entscheidungen getroffen, dass man leuten für eine ausgabe einer wischofon-zeitung mal eben 350 MiB daten ins wischofon steckt. Das macht vor allem bei volumenverträgen spaß, und ich habe mir sagen lassen, dass die bei händis gar nicht so selten sein sollen…)

Ach, übrigens der fürs wischofon hoch dankbare herr Döpfner, der hat immerhin für seine wischofon-bezahl-blutzeitung in einem kwartal stolze 785 abos verkaufen können.

Wisst ihr eigentlich, woran man inta… ähm… intellen… ähm… intelligenz erkennt? Daran, dass jemand aus seinen wahrnehmungen im großen und ganzen zutreffende schlüsse über die ursachen der erscheinungen und die folgen des tuns ziehen kann. Ein sechsjähriges kind, dass den test mit der glühenden herdplatte mehr als zwei bis drei mal macht, ist selbst für sein zartes alter ein bisschen schwach im denkmuskel. Bei deutschen verlegern ist doch schon 2011 (nach ein paar erfahrungen) die einsicht aufgekommen, dass „paid content“ unrealistisch ist.

Aber hej, da kann man ja nochmal auf die heiße herdplatte draufbatschen. Oh, das tut ja weh… na sowas!

Sucht also schön weiter, ob ihr einen findet, der für abgeschriebene PR-reklamehirnfickscheiße, die zudem auch noch in eine klickediklickediklickstrecke gebracht wurde ein onlein-abo bei euch abschließt. Also jetzt nur bei euch, also bei einer einzigen zeitung, die sich als betondummer pfeiler des kwalitätsjournalismus der ganzen vielfalt des offenen und frei zugänglichen web gegenüberstellt. Die mutter der doofen soll ja immer schwanger sein.

Und denkt dran, dass eure tricks, mit nicht-öffentlichen inhalten in den suchergebnissen guhgells und konsorten aufzuscheinen, nicht völlig schiefgehen. Das ist nämlich ein bisschen peinlich. Vor allem, wenn man sich hinterher hinstellt und sagt, dass man geglaubt hat, das würde doch keinen von den ganzen idjoten da draußen auffallen. Überheblichen arschlöchern geben die menschen nämlich noch viel lieber ihr geld, echt jetzt. Da müsst ihr nur ganz fest dran glauben!

Also los, macht es wie der „newsday“: investiert 650 megadollar in die einrichtung eurer bezahlschranke und habt nach drei monaten eure 35 abonnenten! Dieser Hans im glück hätte das als lohnendes geschäft empfunden. :mrgreen:

Und jetzt schön nochmal auf die heiße herdplatte batschen! Autsch!

Denn darin — so sagen es die ganz großen experten, deren weise worte in jedem jornalistischen produkt lautes echo finden — darin ist dieses deutschlanddingens vorreiter.

(Einmal davon abgesehen, ihr jornalisten- und verlegerlöcher, dass eure völlig offensichtliche propaganda-schreiberei kaum den strom fürs internetz wert ist. Ich freue mich jeden tag darüber, dass ich den anfang vom ende der presse noch erleben darf, dieser widerlichsten blüte unserer kultur, die sich während der ganzen zeit ihres bestehens hündisch schwanzwedelnd in so ziemlich jeden unterdrückerischen, unmenschlichen und mörderischen dienst der herrschenden und besitzenden gestellt hat, um sich dazu in die obszöne geste der aufklärung zu werfen. Stirb, verleger stirb; verrecke, jornalist, verrecke!)