Leistungsschutzrecht des tages

Das eigens für die kriminalisierung und erweiterte abmahnfähigkeit gewöhnlicher internetz-nutzung und zum abzocken guhgells vom bundestag zu recht gemachte so genannte „leistungsschutzrecht für presseverleger“ könnte ziemlich tot sein. Sehr ärgerlich, denn ich habe vor einem vierteljahr erst die letzten reste meiner alten projekte gelöscht, weil ich nicht mehr daran glauben konnte, dass dieser entrechtende bullschitt schnell wieder verschwindet.

Scheißkorrupte scheißverbrecherbande im reichstag! Das war auch noch vorsatz, was ihr da angerichtet habt! Zu schade, dass die meisten von euch älter als fünfunddreißig jahre werden!

Heute an gestern erinnern…

…und wenn es auch noch so sinnlos ist. So ein gofer-sörver sieht noch viel überzeugender aus, wenn man ihn mit einem sehr alten brauser und einem obsoleten betriebssystem nutzt:

Bildschirmfoto aweb auf dem amiga

Und dann ist es, wegen der einschränkungen der damaligen softwäjhr, auch gar nicht mehr so absurd, wenn man die radikal reduzierte versjon des blahblogs liest:

Bildschirmfoto des blahblogs über gofer auf dem aweb-brauser auf einem amiga

Aber das brauche ich ja gar nicht, denn ich blahe dieses blog ja höchstpersönlich voll. Übrigens auch das oft mit einem sehr altmodischen stück softwäjhr, das mir bessere dienste leistet als jede moderne anwendung.

Übrigens war es eine kleinigkeit, das blahblog in gopher zu bringen. Das skript habe ich in weniger als fünf minuten geschrieben, und genau so sieht es auch aus:

#!/bin/sh
echo "EINE RADIKAL REDUZIERTE ANSICHT DES BLAHBLOGS"
echo "---------------------------------------------"
echo
lynx -dump                       \
     -display_charset=iso-8859-1 \
     -hiddenlinks=ignore         \
     -justify                    \
     -nolist                     \
     -nonumbers                  \
     -notitle                    \
     -raw                        \
     -width=78                   \
http://blah.tamagothi.de/ |
awk '
/^ *\*/ { print "    ", $2, $3, $4, $5; }
/^   Vorbl/ { exit; }
!/^ *\*/ { print; }
' |
sed '1,6d 
     s/^     //'

Ja, selbst dieser stil erinnert an alte zeiten voller fröhlichem dreck in der programmierung.

Um das skript zu verwenden, wenn der gofer-sörver in einer chroot-umgebung läuft, müssen natürlich eine shell, awk, sed und lynx zusammen mit allen benötigten biblioteken dort im pfad liegen. Das ist eine menge zeug. Der elegante weg, das alles gegen die dietlibc statisch zu linken, um eine installazjon überschaubarer größe zu erhalten, wird ein bisschen durch lynx erschwert, da man sich auch die libncurses selbst bauen muss. Dafür nimmt einem lynx aber auch die hauptarbeit ab. Der bekweme weg ist es allerdings, auf das zusätzliche sicherheitsnetz einer chroot-umgebung zu verzichten. Empfehlenswert ists nicht, aber eben bekwem…