Realsatire des tages

Ich finde das ja — bei aller tragik, die mit dummheit nun einmal verbunden ist — sehr lustig, wenn so ein deutschsprachiger alfablogger sich der verpflichtung entledigt, sich mal kurz über äppels PR-gewalt mit presseerpressung zu empören, aber sicher auch weiterhin sein aus PR-meldungen und bullschitt aufgeschäumtes blögchen mit diesem äppel-kwatsch vollkleben wird, weil das nun einmal träffick und damit reklameeinnahmen bringt.

Wie schön wärs doch, wenns keine idjoten mehr gäbe, die sich beim bloggen ausgerechnet die machenschaften der baumbestemplerscheißpresse zum vorbild nehmen würden! Ja, du da hinten bei „mobilegeeks“, wie du dich da in pose wirfst: du bist gerade innerlich verrotteter als der scheißjornalist der bildzeitung. Ja, nochmal: du bist übler und widerwärtiger als ein schreibtischtäter bei der bluttriefenden scheiß-bildzeitung.

Guhgell des tages

Was guhgell gerade mal klammheimlich abgeschaltet hat: die spezjalisierte suchmaschine für bloginhalte:

Ihre Abschaltung erinnert an das Ende des Google Reader im März 2013 und zeigt erneut das bekannte Muster: Google entwickelt eine Technik als Clouddienst zur Marktreife, besetzt den Markt, weil die Technik gut ist, verdrängt die Wettbewerber, die daneben kaum noch einen Ort finden, zieht sich dann plötzlich aus dem Geschehen zurück und hinterläßt eine Lücke, so daß das Jammern groß ist

Na, dann macht euch mal schön weiter in jedem aspekt eurer kompjuter- und internetznutzung von guhgell abhängig und jammert laut, wenn guhgell dinge stilllegt oder vor sich hin gammeln lässt, wenn sie einfach nicht den gewünschten profit bringen. Dass guhgell eine unternehmung mit gewinnerzielungsabsicht ist, ist euch schon aufgefallen, oder?! Spätestens seit alles an guhgell doppelplusgut ausgerichtet wird — man kann ja nicht mal mehr ein juhtjuhbb-video kommentieren, ohne dort als doppelplusguter nutzer gereggt zu sein — sollte jedem klar sein, dass die alten ideen des denzentralen netzwerkes bei guhgell nicht mehr so gern gesehen sind, und alles, was dafür einst vorgesehen war, wird entschwinden. Bis auf die suchmaschine fürs web natürlich, aber die sollte ja zwischenzeitlich auch so richtig hübsch doppelpluseinsig gemacht werden, bis hin zu diesem bei mir völlig unvergessenen angebot aus dem sommer 2011, das ihr einfach nicht ablehnen könnt: packt euch die klickeknöpfchen für guhgell doppelplusgut auf eure webseiten, oder ihr werdet in guhgells websuche nicht mehr gefunden¹.

Also: weiterhin tief bücken, und dann ganz laut jammern, wenn ihr achtlos in den allerwertesten getreten werdet! So gefallt ihr den geschäftsideen von guhgell. Und von jedem anderen derartigen scheißladen.

Ich wage mal — wohlgemerkt: als wirklich mieser profet — eine vorhersage: Das näxste ding, das guhgell einstellen wird — „kommt doch lieber zu guhgell doppelplusgut rüber, wir machens euch auch ganz leicht, klick klick mal hier (und hier könnt ihr bis zum stichtag alle eure daten exportieren und sehen, wo ihr damit bleibt, wenn ihr das nicht wollt)“ werden sie dabei im freundlichstem und kältesten tone sagen — ist blogger.com. Das passt einfach nicht mehr in deren geschäftsideen, auch noch beziehungsnetzwerke von persönlich identifizierbaren menschen für die heuristiken heranzuziehen, welche unerwünschte scheißreklame dem nutzer am besten ins gehirne fickt (und welche leute für die kollegen von der NSA „interessant“ sein könnten). Und um den größten profetenfehler überhaupt zu machen, nenne ich noch ein datum: Spätestens im sommer des übernäxsten jahres wird das so weit sein, und zuvor (vermutlich schon im näxsten jahr) wird den nutzern ein freiwilliger wexel angeboten, vielleicht sogar mit einem netten bonusangebot und es ist sowieso viel viel besser. Und dann kommt ein jährchen später der zwangswexel. Das wird sachte angegangen, aber zielstrebig, denn die vielen adsense-klimpercentschreiber bei guhgells blogge-hier-umsonst-dingens sollen ja nicht alle vergrault werden, sondern im idealfall nur die, die kein geld einbringen.

Mal schauen, ob ich darin recht habe… 😉

¹Als bildschirmfoto aus meinem archiv gebracht, weil der text aus dem web verschwunden ist.

Gibt es ein neues datenleck bei „paypal“?

Wenn ich diesen kommentar auf unser täglich spämm ernst nehme, gibt es bei paypal ein neues, möglicherweise wieder sehr großes datenleck. Es wäre ja nicht das erste, und schon dieses erste große Datenleck hat sich monatelang vor der offizjellen bestätigung durch ein maximal kundenverachtendes „paypal“ im spämmblog bemerkbar gemacht.

Spiegel des tages

Der spiegel des tages erklärt den am bloggen interessierten menschen, wie man mit schleichreklame die intelligenz seiner leser verachtet, um damit ein paar klimpergroschen zu machen. [Hier ein bildschirmfoto gegen vergessliches interweb.] Die natürlich als bestandteil einer klickstrecke, weil man bei kwalitätsjornalisten vom spiegel-kaliber noch nicht bemerkt hat, dass so ein brauser einen skrollbalken hat und ein text deshalb länger sein kann, als es das bildschirmfenster erlaubt.

Auch weiterhin viel spaß mit den kwalitätsjornalisten, die bei jeder gelegenheit offenbaren, wie sie über leser denken! Nach dem endgültigen absterben der ganzen scheißpresse können leute mit entzugserscheinungen einfach ins näxste klärbecken hüpfen.

Lächerliche juratrolle des tages

Für mich sieht das ja so aus, als würde guhgell die ganze linkspämm der letzten jahre — und das war verdammt viel! — endlich gezielt abstrafen, und als würden die aufgescheuchten SEO-spämmer jetzt mit hilflosem, wenn auch einschüchternd und nötigend formulierten juragetrolle die ganzen spämmlinks wieder löschen wollen.

Aber ich habe ja auch eine voreingenommenheit gegenüber dem geschmeiß der SEO-spämmer. Und gegenüber stechmücken. In beiden fällen aus erfahrung.

Und wieder einmal…

Und wieder einmal hat ein blogger nicht verstanden, was der unterschied zwischen bloggen und jornalismus ist. Ein jornalist lässt sich dafür bezahlen, dass er das schreibt, was eine kleine gruppe von milljardären veröffentlicht sehen will, und ein blogger ist jemand, der schreibt, was ihm persönlich wichtig ist.

Wer diesen unterschied nicht versteht und sich als „blogger“ versteht, der kann von mir aus gern sterben gehen. Oder scheiß-jornalist werden.

Der unterschied zwischen mir und einem „alfablogger“

Erst, wenn wir einen bedeutenden teil des internetzes nur noch durch einen proxyserver sehen und hören können, werden die menschen merken, dass anwälte keine künstler sind.

Selbstzitat

Der unterschied zwischen mir und irgendwelchen typen, die vom medienapparat „alfablogger“ gerufen werden, ist die wahrnehmung durch die von medien ins gehirn gefickten menschen. Wenn so ein sich auch in agenturzentralen drexmedien widerspiegelnder alfablogger schreibt, dass „soundcloud“ jetzt damit anfängt, ohne angabe genauer gründe musik nicht mehr in die BRD auszuliefern, dann finden ganz viele leute diese „neuigkeit“ erwähnenswert. (Sonst hätte ich das gar nicht mitbekommen, weil ich solche blogs nicht lese — generell lese ich nichts im internetz, was in presse und glotze erwähnt wird.)

Und ich sage mir nur: schnellmerker! Mir ist so eine scheiße das erste mal vor über einem jahr begegnet, und das hat mich dazu gebracht, von „soundcloud“ ein bisschen abstand zu nehmen. Baut doch staatsgrenzen ins internetz, ihr idjoten; gebt den durch die ganze welt geruhteten datenpäckchen reisepässe und grenzkontrollen, ihr technikverweigerer; legt überall juristische minen in todeszonen des geistigen eigentums, ihr analsadistisch retardierten arschdenker mit jura-hintergrund! Im zweifelsfall ziehe ich mich in die piratenbucht zurück. (Und ja, „retroshare“ ist mir auch ein begriff, denn so etwas wird die zukunft des anfertigens von kriminalisierten digitalen kopien werden.)

Aber wenns jemanden auffällt, der nicht „alfablogger“ ist und der bloggt drüber, fällts eben (fast) niemanden auf. Ich wünsche meiner mitwelt auch weiterhin viel spaß mit einem agenturzentralen medienapparat (mit im pseudoobjektiven ton gut versteckten eigeninteresse), der euch jeden tag sagt, was für euch wichtig ist, was ihr wollt, was ihr denkt und womit ihr euch beschäftigen sollt! Das internetz ist für uns alle schließlich neuland… :mrgreen:

Zwitschern, pluseinsen, fratzenbuchen…

Zwitschern, pluseinsen, fratzenbuchen, das ist es, was die tollen web-zwo-null-nutzer heute machen, um auf den text von jemanden anders aufmerksam zu machen. Selbst wenn sie blogger sind, also eine richtig eigene seit im web haben. Und wenn dann einmal die kwellen von links gezählt werden, heißt es regelmäßig: blogs = 0.

Im Extremfall sind Blogs nur noch Anhängsel eines Facebookprofils

Tja, und irgendwann halten sie fratzenbuch, guhgell doppelplusgut und zwitscherchen für unentbehrlich, weil man sonst ja gar nichts mehr mitbekommt… ach, das tun sie schon… :mrgreen:

Mit geldgaben handzahm gemacht

Einfach nur göttlich: Don Alphonso scheint „rebellen ohne markt“ mit der „blogbar“ verwexelt zu haben und lässt sich gewohnt krachend über die deutsche alfa-bloggeria aus, die ja immer unbedingt geld mit dem geblogge machen will. Da weiß ich gar nicht, was ich am besten zitiere… ach, nehme ich doch mal diesen kleinen schokostreusel:

Leider ist das alte Blog einer Berlinerin verschwunden, in dem sie geschrieben hat, dass nebenbei für Sixtus arbeiten und Beihilfe aus der Arbeitsagentur ihr Leben halbwegs finanzieren könnte — so sind sie, die famed Jobs in den neuen Medien

Hauptsache, die immer gleichen vorzeigebloggerfressen können sich in presse und glotze als inbegriff des bloggens präsentieren.

Fünf wochen rum…

Fünf wochen rum, nächster serjenbrief, nächste träffickbombe:

Content4U

Und morgen und übermorgen wird es vermutlich noch schlimmer. Interessant ist diesmal allerdings, dass der erpresserische serjenbrief nicht wie üblich am freitag bei den opfern der abzocker ankam. Schwierig zu sagen, ob da etwas schiefgelaufen ist oder ob es sich um absicht handelt…

Der proll bekam ein publikum

Scriehschott guhgell mit dem prollblog an erster stelle, kino.to tot

Und ich wunderte mich schon, wo auf einmal die ganzen leser herkommen, aber dann wurde es mir klar. Sie kamen von guhgell und landeten bei einer satirischen unfrage (eine alltagsfrage im gegensatz zur sonntagsfrage) zum tema schließung von kino.to — und ein erklecklicher teil hat sogar eine antwort gegeben. Will ich mal hoffen, dass die antworten nicht auch noch ernst gemeint waren, denn zurzeit ist für 28 prozent der leute das leben sinnlos geworden.

So viel interesse binnen einer einzigen stunde hat ein beitrag im proll-blog bislang nur zwei mal gefunden: Als Angela Merkel ihre titten vor den kameras präsentierte, und als Vera Lengsfeld in berlin noch mehr titten zu bieten hatte. Da wächst gerade zusammen, was schon lange zusammengehört, aber nicht so wie es die fleischgewordene korruption namens Helmut Kohl damals meinte…

Interessant daran ist allerdings eines: in allen drei fällen spielte twitter bei den träffick-spitzen nicht die geringste rolle — nur, falls euch mal irgendein dahergelaufener „internetz-experte“ einen vorlabert, wie wichtig dieses ganze web-zwo-nullige gedöns mit zwitschern und fratzenbuchen ist. Es war einfach nur ein tema, das die menschen bewegte und zu dem sie einen treffenden und für menschen geschriebenen text fanden und meist über recht altmodische kanäle weitergaben. Unfassbar, wie viele referer aus den redirect-dingern der webmailer und einiger kleiner webforen kamen (gut die hälfte), und ich schätze, ein weiterer großer teil ging über tschätts und übers ICQ.

Ein ganz normaler tag…

Ein ganz normaler tag in einer BRD, in der die verbrecher reich werden und niemals einen knast von innen sehen, wenn sie ihre verbrechen nur groß und dreist genug machen:

Suchbegriffe eines tages mit einer deutlichen interessenspitze zu content4u und der dreisten abzockerei

So sieht es einen monat aus, nachdem die abzockerei mit einschüchternd formulierten mahnungen erstmals an mein ohr drang. Es ist eben der p’litisch gewünschte zustand, dass die BRD ein paradies für abzocker und betrüger ist und auch bleibt — denn diese betrugsnummern in der grauzone des rechtes laufen schon seit jahren.