Nicht der postilljon

Kann man sich wieder gar nicht selbst ausdenken, sowas [Archivversjon]:

Goldene Kamera für Greta Thunberg! Die Funke Mediengruppe hat die Umwelt-Aktivistin am Samstagabend für ihr Engagement ausgezeichnet. Sponsor der Veranstaltung: der Abgaskonzern VW – der auch gleich ein Mini-SUV an eine Schauspielerin verschenkte, live übertragen im ZDF

Auch weiterhin viel spaß mit dem ganzen massenmedial und p’litsch zum gebrüll verstärkten klimagefasel in einer gesellschaft, die fest dazu entschlossen ist, alles brennbare auf diesem planeten auch anzuzünden, damit es lichterloh brenne! Ihr könnt bestimmt bald alle ablasszettel kau… ähm… sondersteuern zahlen. Damit das gewissen wieder stimmt. Und richtig das gaspedal durchtreten; oh, was für geile autos aus einer organisierten kriminalität, die in der bananenrepublik täuschland keinerlei strafverfolgung zu befürchten hat. 💩

Aber hej, diese wunderschöne bananenRD-kommerzkulturinszenierung mit angeflanschter schleichwerbung für die organisierte kriminalität der bananenRD-autoindustrie im zweiten bananenRD-fernsehen war eh nicht so der bringer:

2,36 Mio. Menschen interessierten sich am Samstagabend also für die Goldene Kamera im ZDF. Der Marktanteil lag bei schwachen 8,9%. Eindeutig zu wenig für eine solch aufwändige Gala. Allein im Vergleich zum Vorjahr gingen damit 780.000 Zuschauer verloren, rund ein Viertel der damaligen 3,14 Mio

Tja, wer will sich denn die industriell hergestellte glotzscheiße mit ZDF-kwalitätssiegel auch noch in seiner beschränkten lebenszeit angucken?! Da wäre ja ein testbild interessanter. Auch viel spaß beim bezahlen der rundfunkgebühr (die als kwasisteuer aufs wohnen erhoben wird)!

Solidarität des tages

Unter jornalisten und presseverlegern gibt es scheinbar zweierlei arten von solidarität und lautstarkem einsatz für die pi-pa-pressefreiheit, wenn mal ein jornalist von irgendeinem autokraten in irgendein loch geworfen wird, in das menschen eigentlich nicht reingehören — es gibt die großtönende und jedes vergessen vermeidende solidarität mit leuten wie Deniz Yücel in der türkei, vielen noch aus seiner vor-springer-zeit von der taz her bekannt, und es gibt die fehlende solidarität mit Billy Six in venezuela, dessen verknastung mindestens genau so fragwürdig ist. Worin der unterschied besteht?

„Ich will nicht ausschließen“, sagt ROG-Geschäftsführer Mihr, „dass manche Personen, zum Teil auch Medien, eher zurückhaltend sind aufgrund der politischen Ausrichtung von Herrn Six bzw. seinen Auftraggebern.“ Denn Billy Six arbeitet ausschließlich für rechte Medien

Keine weiteren fragen…

[Archivversjon des übermedien-textes, falls das original mal wieder hinter einer bezahlmauer verschanzt und damit aus dem frei zugänglichen internetz entfernt wird…]

Kwalitätsjornalismus des tages

Dass kwalitätsjornalisten aus dem zwitscherchen vorlesen, als ob ihre zielgruppe nicht auch dieses tolle neumodische neuland-internetz hätte, ist ja nicht weiter ungewöhnlich, und dass sie nicht mehr die geringsten kwalitätsansprüche haben und dass selbst die netzexperten von radio bremen dann eine klar als solche ausgewiesene satire nicht erkennen, sondern satirische A.-Nahles-zitate als ganz heiße zwitscherchen-nachricht verbreiten [archivversjon], überrascht mich dann auch nicht weiter. Gut, dass es diese fäjhknjuhs immer nur in diesem internetz gibt und niemals in presse und glotze…

Fäjhknjuhs des tages

Diese linken kaoten, krawallmacher und gewalttäter haben tunnelsysteme wie im vietnamkrieg im hambacher forst aufgebaut, um friedliche RWE-schaufelradbagger am abbau der so gut brennbaren braunkohle zu hindern [archivversjon]…

Die naheliegende frage, wie wichtig der reklamekunde RWE für den contentindustriellen reklameplatzvermarkter rheinische pest ist, kann ich natürlich nur mit spekulazjonen beantworten. Gibt es etwa korrupzjon im contentindustriellen kwalitätsjornalismus? :mrgreen:

Und morgen im BRD-staatskino, andächtig von jedem scheißjornalisten wiederholt: der schutz der unwelt und die dringeste notwendigkeit der redukzjon von kohlendioxid.

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Contentindustrie des tages

Viele viele stunden erbrechende njuhs, die beinahe keine informazjonen enthalten, aber eben voll aktuell und erbrechende njuhs sind [Archivversjon, weil der kram bei „übermedien“ gern nachträglich von jornalistentrotteln hinter eine bezahlmauer geschleppt wird]:

Der Sender Welt hält es anfangs für eine gute Idee, mehrfach telefonisch zu einem seiner Reporter zu schalten – nach Köln, gut 160 Kilometer entfernt von Münster. Dort sitzt er dann, der Reporter, und erzählt, was er so mitbekommt, zum Beispiel im Internet. Mehrfach kann er Fragen der Moderatorin nicht beantworten, weil er ja nicht vor Ort sei […] Doch es geht bei solchen Taten derzeit immer nur darum, ob es wieder ein Ausländer war. Damit folgen die Sender der Erzählung einer rechten Bundestags-Partei und imitieren das Geschäft der Gerüchtestreuer im Internet […] Der n-tv-„Terrorexperte“ erzählt zwischendurch ein bisschen was über Salafisten, von denen manche „mehr wollen als einfach nur beten und missionieren“, wie er weiß, „die wollen tatsächlich auch Anschläge verüben“. Einmal, kurz, hält er es für möglich, dass sich alles in eine „völlig andere Richtung“ entwickle, und der Täter „möglicherweise psychische Erkrankungen“ hatte. Was dann, in der Welt des „Terror-Experten“, kein Terror sein kann, weil Terroristen ja geistig stets topfit sind

Ich wünsche auch weiterhin ganz viel spaß mit einer contentindustrie, deren daseinszweck nicht die informazjon der menschen, sondern die vermarktung von werbeplätzen ist, und die deshalb immer nur die dumme dumme psyche beliefert. Mindestens zwei drittel der AFD-wähler sind durch die andauernde einwirkung dieses nach scheiße stinkenden scheißjornalismus verursacht — der übrigens vor noch gar nicht so langer zeit offen mitgehetzt hat.

Kreative contentindustrie des tages

„Gong“ zu lesen, ist ungefähr so, als würde man jedes Jahr die gleichen Motivsocken zu Weihnachten bekommen

Ich finde die abgebildeten titelseiten ja fast schon ein bisschen gruslig und frage mich, wo wohl die menschen leben, die noch ein machwerk der jornalistischen gattung „fernsehprogrammzeitschrift“ so sehr benötigen, dass sie dafür geld ausgeben. Ich möchte da jedenfalls nicht leben.

Dauerhaft archivierte versjon gegen die kwal-itätsjornalistische entscheidung, für die mülltonne zu schreiben und das geschriebene nach kurzer zeit automatisch hinter einer bezahlmauer zu verstecken, damit es auch keine zitierfähige kwelle sein kann. Möge dort ein hirnchen waxen, wo der platz dafür da sein muss! Na ja, so lange übermedien den artikel nicht einfach näxstes jahr noch einmal bringt… :mrgreen: