Und nun zu den wirtschaftsmeldungen…

Wisst ihr noch, als sie euch allmedial aus den verlogenen, korrupten, nach betrug und scheiße stinkenden mietmäulern aller möglichen scheißjornalisten erzählt haben, dass man geld besser nicht auf dem sparbuch oder in etwas halbwegs seriösen anlegt, sondern besser an der börse, weil es da doch viel mehr rendite abzuholen gibt?

Vermögen wächst nur schwach
Börsenkurse machen Sparern zu schaffen

Och! :mrgreen:

Auch weiterhin viel spaß mit den wirtschaftsnachrichten, die sich nur noch um den kasinokapitalismus und die „stimmung“ in seinen menschlich schäbigen, aber dafür hübsch ausgebauten wettbüros drehen! Vielleicht gibt es demnächst ja auch direkte kasinonachrichten. Direkt aus baden-baden, rulett aktuell, immer kurz vor der tagesschau… 😀

S/M des tages¹

Die bis zur unerträglichkeit angespannte spekulazjonsblase um S/M hat mal ein bisschen luft abgelassen. Da geht aber noch mehr! 😉

Wenn fratzenbuch und zwitscherchen jeden spämmer mit seinen dreißigtausend spämmäkkaunts und jeden knüppeldummen bot der presse-, glotze- und p’litikhirnficker löschen würden, bliebe vermutlich nicht mehr so viel übrig. Deshalb machen die das ja auch nicht.

¹S/M ist meine abk. für „social media“. Aus gründen.

Spottifein des tages

Spottifein will den leuten spottifein-akzjen andrehen. Und, hat spottifein wenigstens ein seriöses geschäftsmodell? Ich wills mal so sagen: wenn der umsatz steigt und in der gleichen bewegung der verlust steigt

Doch trotz rasanten Wachstums — der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um fast 39 Prozent — nahm der operative Verlust von 349 Millionen auf 378 Millionen Dollar zu. 2018 will Spotify die 200-Millionen-Nutzer-Marke knacken, rechnet aber mit einem operativen Minus von 230 bis 330 Millionen Dollar

…dann gibt es schönere möglichkeiten, sein geld loszuwerden, als dafür spottifein-akzjen zu kaufen.

Außerdem ist spottifein böse. Eine internetzklitsche, die mit den mobilfunkproweidern immer wieder darüber zu verhandeln scheint, ob man diese netzneutralität nicht ein bisschen aufweichen könnte, damit datenpäckchen von spottifein auf der kostenlosen datenspur laufen, ist ein feind des internetzes. Und dann machen die nicht einmal gewinn damit, sondern verbrennen nur geld! Sterben, schnell sterben! Am besten noch heute.

S/M des tages

Ein Tweet eines Reality-TV-Sternchens genügte, um den Aktienkurs der Snapchat-Betreiberfirma Snap um bis zu 8 Prozent einbrechen zu lassen

Die akzjen von S/M-klitschen sind voll die robuste geldanlage. Da muss nur mal eben eine nanopromi-hupfdohle aus der dritten reihe mit fluffem haar, prallen möpsen und hohlen köpfchen einen fiepser rauslassen, und schon gibts blendes kursfeuerwerk oder tiefen absturz — mit irgendwelchen „werten“ hat der kurs der börsennotierten unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell noch weniger zu tun als es eh schon an der börse üblich ist. 1,7 milljarden dollar als „börsenwert“ für ein tschättprogramm auf dem wischofon sind so giga-gaga, dass sich ein weiterer kommentar eigentlich erübrigt.

So, und jetzt wieder tulpen handeln, denn da kann man geld machen! :mrgreen:

PAAAAANIK!

Habt ihr eigentlich auch schon alle die von jornalisten transportierte panik, weil die von der wirklichen wirtschaft völlig entkoppelten kurse an den börsen — fachjornalisten und vergleichbare analsonden fragen dort immer nach psychologie und gefühl — nicht nur nach oben gehen?

Ach, ihr habt euch von scheißbänkstern beraten lassen, in fonds geriestert und denkt mit sorge an eure rente? Tja, wenn euch doch nur jemand gewarnt hätte! Und auch jetzt könnt ihr noch froh sein, dass ihr nicht in bitcoin „investiert“ habt:mrgreen:

Die „intelligenz“ der börse

Eistee-Hersteller tut „Blockchain“ in den Firmennamen, Aktienkurs verdreifacht sich

Kannste dir gar nicht selbst ausdenken, sowas!

Wer immer noch glaubt, dass die börsenkurse irgendetwas mit „der wirtschaft“ zu haben und nicht reiner, vom wirtschaftlichen geschehen weitgehend entkoppelter kasinokapitalismus sind, der lege sein geld auch weiterhin in tulpen an! Viel spaß beim „riestern“ in investmentfonds!

Börse vor acht

Und jedesmal, wenn ihr damit konfrontiert seid, dass in der staats- und in der wirtschaftsglotze so getan wird, als handele es sich beim casinobetrieb der börsen um etwas ganz ganz wichtiges und sogar um die eigentliche wirtschaft, solltet ihr euch an so etwas erinnern:

Google kauft Twitter nicht, Twitter-Aktie fällt 20 Prozent

Zwei Wochen lang hatten Übernahmephantasien Twitters Aktienskurs getrieben. Doch am Donnerstag rauschte die Aktie ab. Laut einem Bericht will Google nämlich Twitter gar nicht kaufen. Auch sonst lichtet sich das Feld angeblicher Interessenten

Dass das bloße ausstreuen von gerüchten und fantasien hinreichend ist, um den „börsenwert“ eines unternehmens ohne seriöses geschäftsmodell (und ohne andere produkzjonsanlagen als eine datenbank, ein paar sörver und ganz viel heiße luft) kurzfristig um zwanzig prozent höher sein zu lassen, macht dann auch gleich klar, was der zweck dieser wichtigtuerischen sendungen in staats- und wirtschaftsglotze ist. Und dann lacht drüber!

Wahnsinn des tages

Nein, eigentlich ist die börse nicht ein wahnsinn des tages, sondern unseres gesamten zeitalters. Mal fällt der kurs eines schwindelzettels¹ ins bodenlose, weil ein unternehmen richtig fett gewinn macht, aber nicht so viel gewinn, wie irgendwelche spezjalexperten erwartet hätten — und ein anderes mal zieht der kurs eines schwindelzettels an, weil ein unternehmen richtig fett verlust macht, aber eben nicht so viel verlust, wie irgendwelche spezjalexperten erwartet haben. Wer noch mehr anzeichen dafür braucht, dass dieser rasende wahn von menschenverachtenden koksnasen — von presseschreibern gern auch „instituzjonelle anleger“ genannt — völlig vom richtigen wirtschaftlichen geschehen emanzipiert ist, wird sie bei aufmerksamen lesen der wirtschaftsmeldungen immer wieder finden, wenn auch nicht immer so obszön offensichtlich wie in diesem fall. Aber aufpassen: damit die menschen schön dulle dumm bleiben, nennt der jornalist, der presseverleger und der fernsehmacher das börsengeschehen „wirtschaft“, damit man es auch verwexele und gleichsetze…

Hinweis für nachdenkliche und intelligente: ich habe hier natürlich einen tageskurs an der börse mit der (ausgesprochen unerfreulichen und keineswegs erfolgreichen) kwartalsentwicklung des geschäftes eines unternehmens in beziehung gesetzt, was ein billiges retorisch-manipulatives mittel ist, um meine darlegung mit scheinbaren fakten aufzuwerten. Dass die börse wahnhaft und vom wirtschaftlichen geschehen weitgehend emanzipiert ist, stimmt natürlich trotzdem… und wer lust darauf hat, kann ja mal bei anderen (und auch bei mir) darauf achten, wie häufig dieser trick des vergleiches zweier verschiedener kategorien im alltag eingesetzt wird, um andere menschen damit zu beeindrucken. Ich sehe das jedenfalls jeden verdammten tag irgendwo… zum beispiel im weiter oben verlinkten artikel bei heise onlein, um mit „fakten“ zu belegen, dass die unerfreuliche entwicklung äppels doch gar nicht so schlimm ist.

¹Schwindelzettel — so nenne ich eine akzje, die zu einem preis verkauft wird, der dazu führt, dass der „börsenwert“ eines unternehmens wesentlich größer als vier oder fünf jahresumsätze ist. (Bei unternehmen mit großen produkzjonsanlagen und absehbar langfristig robustem geschäftsmodell wie BASF und BMW darf man meinethalben gern zehn jahresumsätze als maßstab nehmen, aber auch nicht viel mehr; bei läden, die wie das fratzenbuch vor allem eine datensammlung haben, sollte hingegen eher etwas weniger angesetzt werden.) Und nein, von gewinnen habe ich dabei noch gar nix gesagt. Nach meinem erachten sind sämtliche DAX-„werte“ zurzeit schwindelzettel, sind angebotene gelegenheiten, zu einem völlig überteuerten mondpreis jenseits jeglicher wirklichkeit anteile an einem unternehmen zu erwerben. Wer das macht: nun ja, es sind alles erwaxene menschen, und man darf natürlich auch sein geld wegwerfen oder gar wegwerfen und einen teil davon zusätzlich noch einem fondsverwalter schenken. Denn was von den gegenwärtigen mondpreisen für die schwindelzettel übrig bleibt, wenns mal eine kleine erschütterung des laufenden börsenschwindels gibt, das sollte sich jeder selbst vorstellen können. Hinterher werden euch die jornalisten erzählen, dass irgendwelche entwicklungen „werte vernichtet“ haben — aber diese „werte“ waren die ganzen jahre lang nix als eine kirre fantasie der modernen zocker und alchimisten.

S/M¹ des tages

Na, sowas aber auch: die akzjen vom zwitscherchen fallen und fallen. Das volxverblödungsfernsehen ARD spekuliert darüber, ob das was mit irgendwelchen stimmungen zu tun haben könnte und streift nicht einmal die frage…

Zudem verliert Twitter weiterhin Geld – auch wenn das Minus zum Vorjahr immerhin von 145 auf 137 Millionen Dollar verringert werden konnte

…ob es schlicht daran liegen könnte, dass das zwitscherchen — übrigens genau so wie das fratzenbuch — einfach nur eine börsennotierte klitsche ohne seriöses geschäftsmodell ist und dass auch eine riesige, allmediale reklamekampanje, die zwitscherchenausschnitte immer wieder als „stimme des internetzes“ vor augen und ohren der rezipjenten stellt, daran nix ändert.

Und der hammer: das zwitscherchen soll „zu kompliziert“ sein, und das ist das einzige problem! Kannste dir gar nicht selbst ausdenken, so eine realsatire! Text schreiben und abschicken scheint also die angestrebte nutzerschaft intellektuell zu überfordern; diese nutzerschaft, die nix dagegen hat, dass ihre kommunikazjon mit reklame vergällt wird. Na, wenn das den vollidjoten „zu kompliziert“ ist, sollten sie vielleicht mal ein anderes spielzeug ausprobieren… :mrgreen:

¹S/M ist meine abk. für „social media“. Aus gründen.

S/M des tages

Na, wie würdet ihr es bewerten, wenn ein zuwax des umsatzes um rd. 75 prozent dazu führt, dass rd. 25 prozent mehr verlust gemacht wird? Ich würde jedenfalls kein geld in dieses fass ohne boden dieses unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell nachwerfen…

Übrigens, zwitscherchen! Die fiepser bei dir sind extrem kurzlebige, im regelfall völlig unwichtige stummeltextchen, die nach nur fünf minuten schon wieder vergessen sind. Welcher reklameheini käme auf die idee, sich da einzureihen? (Nein, so viel einsicht und selbstreflekzjon haben die nicht.)

Über dem blauen vogel kreist ein schwarzer pleitegeier, möge er doch bitte ganz schnell an sein fresschen kommen! Die horden von trollen — den mund voll gleichheit, gerechtigkeit und besserer neue welt — werden beim einem verschwinden des zwitscherchens wohl schnell ihre stiefel im schnee erproben und zum fratzenbuch rübergehen. Für etwas eigenes müssten sie ja etwas können, also etwas anderes als mit irgendwelchen häschtäggs irgendwelche jornalismus-preise zu kriegen.

Übrigens: wenn internetz-akzjen so bewertet würden, wie man das bei jedem anderen unternehmen täte, dann würde eine so große, mit heißer luft und bullschitt gefüllte börsenblase platzen, dass der rumms in jedem anderen marktbereich zu spüren wäre.

Ich sollte immer ein bildchen machen…

Eben wollte ich eine „schlagzeile des tages“ machen, denn über diesen artikel stand vor wenigen minuten noch die bemerkenswerte überschrift:

Leipzig gewinnt Prozess um Finanzwetten in London

Aber dann ist der MDR-sprachzensor vom pinkeln zurückgekommen und hat der webredakzjon gesagt „so deutlich geht das aber nicht“ und eine minute später las ich nach einem (vorsichtshalber gedrückten, ich kenne ja jornalisten) F5 die überschrift:

Aufatmen in Leipzig – Stadt gewinnt KWL-Prozess

Im moment ist im text noch von „finanzwetten“ die rede, vermutlich wird das wort auch in kürze gegen ein anderes ausgetauscht. Wäre ja schlimm, wenn man das asoziale und menschenverachtende treiben an den börsen als das darstellt, was es in wirklichkeit ist.

Schlagzeile des tages

Testlauf für Kauf-Button lässt Twitter-Aktie steigen

Hej, tolle idee bei zwitscherchen, in die reingerotzte reklame gleich noch ein klickeknöpfchen zu machen, mit dem man ganz direkt kaufen kann. Das freut den anleger, der glaubt, dass euer unseriöses geschäftsmodell der vergällung von kommunikazjon mit völlig unerwünschter reklame gleich ein bisschen besser läuft, wenn man da direkt klicke klicke kaufen kann, vielleicht auch manchmal aus versehen. Weil sonst ist das ja echt scheiße mit eurem auf stummeltexte aufgepfropften „geschäft“, wenn mit steigender nutzerzahl auch eure verluste steigen. Das kleine problemchen, dass auf diese weise in vielen staaten (zum beispiel in der BRD) kein wirksamer vertrag zustande kommt, dass nirgends AGB sichtbar werden und dass da jede halbwegs erforderliche angabe fehlt, werdet ihr ganz auch noch in griff bekommen. Oder zumindest der börse vormachen, dass ihr es in den griff bekommt. :mrgreen:

Neues von der börse

Der Twitter-Aktienkurs ist eingebrochen, nachdem frühe Investoren und Mitarbeiter am Dienstag ihre Anteilsscheine verkaufen durften […] Erst in der Vorwoche hatte die Aktie nach der Präsentation des Geschäftsberichts für das erste Quartal kräftig eingebüßt

Die ratten verlassen das sinkende schiff. Auch weiterhin viel spaß mit den anteilszetteln von irgendwelchen börsennotierten unternehmungen ohne seriöses geschäftsmodell!