„Paid content“ des tages

Kennt ihr den schon?

Facebook will Bezahlfunktion für journalistische Inhalte testen

Bwahahahaha! Fratzenbuch… und jornalismus… und inhalte… und geldher-dialoge, um diesen scheiß sehen zu können! Das wird ein gigantisch krasser riesenmegasupererfolg! Aber die BRD-kwalitätsjornalisten mit ihren hilflosen webmonetarisierungsversuchen sehen ganz sicher schon ein lichtlein am horizont, wenn sie so etwas lesen… :mrgreen:

Ansonsten gratuliere ich jetzt schon den scheißjornalisten dazu, dass die fäjhknjuhs irgendwelcher honks in zukunft kostenlos sein werden, während die fäjhknjuhs irgendwelcher von presseverlagsmilljardären bezahlter jornalisten hinter einer bezahlwand verschwinden. Aber sagt hinterher nicht, dass euch vorher keiner gewarnt hat!

☑ Ich habe die nutzungsbedingungen gelesen und bin einverstanden…

Genau so klingt die häufigste lüge im internet.

„Gefährliche“ AGB: 22.000 Nutzer erklärten sich zum Kloputzen bereit

Aber auch weiterhin gilt dieses literarisch ungenießbare augenpulver, das kein mensch liest und das vorsätzlich so geschrieben wird, dass es kein mensch liest, als bestandteil eines vertrages.

Security-schlangenöl-realsatire des tages

Benutzt hier jemand auf seinem ändräut-wischofon den webbrauser (obwohl ich mir aus der vorsätzlich unklaren äppbeschreibung nicht sicher bin, ob das wirklich ein webbrauser oder irgendein anderer wischofon-bullschitt ist) — bitte festhalten, der heißt wirklich so — BestSafe Browser FREE NoAds? Nun, der ist nicht der beste und auch nicht der sicherste:

The Android application is vulnerable to Remote Code Execution attacks

*prust!*

Und ganz ehrlich gesagt: leute, die sich eine äpp mit so einem schreierischen, an keyword-spämm erinnernden namen runterladen, haben es meiner meinung nach kaum besser verdient… denn eine sehr vorsätzlich aussehende hintertür ist auch noch drin:

If an attacker registers the domain „comparison.net.au“ (it is currently NOT registered) and creates a DNS record for „www.comparison.net.au“ then the attacker has full control over anyone who installs and runs this app. This vulnerability can be used to execute arbitrary Java code in the context of the application

Ach ja, eines noch:

29 June 2017 – Vendor pulls apps from app store and files privacy and trademark complaints with YouTube. Vendor does not intend to fix vulnerabilities

Ich nenne das einen starken verdachtsfall für eine trojanische äpp, die mit keyword-spämm im namen über den ändräut-äppstohr „guhgell pläjh“ an naive und von ihrem wischofon verdummte opfer gebracht werden sollte, um dort eine hintertür für beliebigen missbrauch aufzumachen. Wer den dreck auf seinem wischofon hat, sollte ihn besser ganz schnell wieder deinstallieren.

Allen anderen menschen wünsche ich auch weiterhin viel spaß mit der zusicherung diverser betrübssystemmacher, dass so ein äppstohr die kompjuter sicherer macht, wenn man die softwäjhr nur über den äppstohr installieren kann. Lasst euch auch weiterhin schön enteignen und verdummen! Wer braucht schon ein hirn, wenn er so ein schönes händi hat… 😦

Spezjalexperten des jahres

Der geheimdienst-untersuchungsausschluss des deutschen bummstages wollte euch in seinen abschlussbericht nicht alles lesen lassen und deshalb ein paar stellen im PDF schwärzen, hat diese kleine aufgabe allerdings im bimm-bamm-bundesmaßstab verkackt:

Nach drei Jahren Geheimdienst-Untersuchungsausschuss gibt es jetzt eine offizielle Version des Abschlussdokuments. Darin sind weite Textteile geschwärzt – aber nur oberflächlich. Wir konnten die meisten Schwärzungen rückgängig machen und veröffentlichen eine ungeschwärzte Version des Dokuments

Bwahahahaha! Zu doof für textverarbeitung! Text markiert, hintergrundfarbe auf schwarz gesetzt, als PDF exportiert, oder wie haben diese ihr hirn zum arbeitsantritt auf dem klo der amtsstube ausscheißenden bundeskompetenzgranaten das hingekriegt?! :mrgreen:

Hadmut Danisch des tages

Hätte ich gewusst, dass es so einfach ist, die Aufmerksamkeit von Journalisten zu erregen und sie zum Zuhören zu bringen, nämlich indem man sie einfach mal richtig derb und dreckig beleidigt, hätte ich mir ganz viel Arbeit sparen können

Ach, und wo ich schon den herrn Danisch zitiere: der erklärt uns auch gleich mal mit einem zitat der axel-springer-akademie, was für voraussetzungen es gibt, wenn man jornalist werden will. Das passt ja prächtig! :mrgreen:

Cargokult des tages

Wer das wort „cargokult“ noch nie gehört hat: die wicked pedia hilft.

Beim US-senat gibt es jetzt einen cargokult, der ein sicheres digitales zugangssystem zum parlamentsgebäude sein soll. Es kann sich eigentlich nur noch um wenige monate handeln, bis die bewohner der USA ihre felder mit isotonischen getränken gießen, weil da elektrolyte drin sind. :mrgreen:

Neues vom ihmezentrum…

Der Umbau wird so nachhaltig wie möglich gestaltet. Eines der ausführenden Unternehmen ist Umbau Hannover – der Ökobaumarkt aus Linden

Bwahahahaha!

Wer nicht aus hannover kommt und diesen von gnadenloser tristess erfüllten, betongewordenen schrotthaufen zwischen ihme und blumenauer straße nicht kennt: es handelt sich um diese licht- und lebensverachtende monstrosität aus den siebziger jahren, und an der 2014 fotografierten stelle sieht es jetzt — wenn man einmal vom inzwischen dort hingestellten bücherschrank absieht — genau so übel aus wie vor drei jahren. Nur der zerfall der bausubstanz ist während der jahre noch ein bisschen weiter fortgeschritten. (Immerhin wurde der weg parallel zur ihme inzwischen neu gemacht, falls dort mal jemand neben dem wuchtigen beton lustwandeln mag oder seine suizidabsichten pflegen möchte.)

Übrigens: das kotzende einhorn stellt gerade heute, passend zu dieser PR-scheiße, eine tematisch gut passende sammlung trüber fotos für freunde des rohen betons vor. Antidepressiv wirkende medikamente bitte vor dem klick einnehmen!

Fremdenverkehrsförderung des tages

Nein, das ist nicht der postilljon, sondern der kulturteil der säxischen zeitung:

Sächsische Zeitung: Pegida als Touristenmagnet

Das nötige Umdenken verlangt aber auch, dass künftig niemand mehr Pegida bekämpft oder fortwünscht. Im Gegenteil: Um den Tourismus nachhaltig anzukurbeln, sollte die Bewegung unter Artenschutz gestellt oder, besser noch, gleich zum Weltkulturerbe erklärt werden. Damit Dresden auch weiterhin neben den Titeln „Weihnachtsmarkthauptstadt“ und „Geburtenhauptstadt“ mit der bewährten Auszeichnung „Hauptstadt der Bewegung“ punkten kann

Bwahahahaha! Aber an eine bewegung wie jene aus münchen, wo der bislang beliebteste deutsche kanzler seinen spaziergang vom bürgerbräu im schwabing zur feldherrenhalle gemacht hat, kommt ihr in dresden nicht mehr dran… :mrgreen: