35C3

Der 35C3 ist ja der erste „chaos communication congress“ des internetzzeitalters, dem ich überhaupt keine beachtung mehr schenke und der mir keine stunde lebenszeit fürs anschauen eines vortragsvideos mehr wert ist, weil er gefühlt nur noch von scheißp’litikern mit BRD-parteienoligarchiehintergrund und ihren machenschaften geprägt wird. Da fände ich sogar ein testbild interessanter.

Natürlich weiß ich trotz meines desinteresses, dass es dort auch andere vorträge gibt, aber so ist das eben mit der sahne. Wenn man in eine kanne sahne ein paar tröpfchen jauche tut, macht man die sahne ungenießbar. Umgekehrt kann man die jauche aber nicht genießbarer machen, indem man ein paar tröpfchen sahne reinträufelt.

Ich gratuliere dem CCC so seiner dermaßen weitgehenden enthirnung, dass er genau das stinkende scheißpack hätschelt, das ihn demnächst zensieren, kommunikativ ersticken und verbieten wird. Nein, frieden ist mit der p’litik nicht möglich. Egal, welche farbe sie hat. Leute, deren ganzes streben es ist, andere leute in einer arroganten geste des „ich weiß genauer als du, was du brauchst und was du wirklich willst“ gängeln und beherrschen zu wollen (und sich dabei die taschen vollzustopfen), haben meiner bescheidenen meinung nach sowieso schon nix als einen stahlkappentritt in die dumme, intelligenz- und menschenverachtende fresse verdient. Aber zu irgendeiner häckerkultur sind die so vollkommen und unheilbar inkompatibel, dass es mir um den CCC nur noch leid tut.

Fefe ist da auch etwas aufgefallen

[…] die vielen Feminismus-Inhalte […]

Voll das kompjutertema! Gibt es eigentlich schon eine feministische programmiersprache? Ja.

[…] Wenn man reinkommt, hängt am Eingang erstmal eine fette Antifa-Fahne. Die hat da nicht der CCC hingehängt, vermute ich mal

Aber der CCC könnte das hinterhermarschier-tuch abhängen lassen, vermute ich mal. Und ich vermute ebenfalls, dass er andere aufgehängte sachen auch beseitigen ließe. Zum beispiel eine ISIS-flagge.

[…] ein halbes Dutzend Vorträge von Netzpolitik.org-Personal […]

Das wort „netzpolitik“ ist eines der dümmsten wörter des gegenwärtigen p’litischen sprachgebrauches. Entweder, grundrechte gelten überall, oder eben nicht, und dann kann man sich die lüge der grundrechte auch sparen. Aber für eine tarnorganisazjon der scheißgrünen ist es genau das richtige blendwerk.

[…] stellt sich schon so ein bisschen die Frage, wieso die das nicht auf der Republica machen sondern beim CCC

Wegen der höheren reputazjon eines häckerkongresses im vergleich zum beliebten schulterklopfring der BRD-alfabloggeria und des BRD-scheißjornalismus (trotz aller gescheiterten monetarisierungsversuche ihres webgetues). Und genau das ist auch der grund, weshalb man nicht jedem dahergelaufenen hansel mit einem bisschen jornalismushintergrund eine plattform innerhalb einer CCC-veranstaltung gewähren sollte, denn sonst wird der CCC bald zur re-pups-ich-da 2.0. Böse zungen würden sagen, dass er auf diesem weg schon ein erhebliches stück vorangeschritten ist und keine neigungen zu zeigen scheint, innezuhalten oder gar umzukehren.

Und ich finde auch, dass der Club mehr auf seine Neutralität Wert legen sollte, und Leuten nicht vorschreiben sollte, wen sie wählen sollen

Huj, Fefe, ist es schon so weit? Gibt es schon wahlempfehlungen des CCC? Oder genauer: wahlvorschriften? 🤣

Die Vortragende in dem Vortrag war, wenn ich das richtig gesehen habe, Mitarbeiterin eines Abgeordnetenbüros der Grünen

Genau das, was ein häckerkongress braucht! Ein propaganda-vortrag der scheißgrünen, die sich für keine lüge zu schade sind, die aktive mitgestalter des internetzes mit polizeigegenwart einschüchtern wollen und die „kreativen“ noch lange nach ihrem tod gesetzlich schützen ließen, damit die inhaltevermarktung und die kulturelle enteignung der menschen in der BRD auch richtig gut laufe — für das, was vom internetz übrigbleibt, soll den menschen dann zwangsweise täglich der preis eines vollkornbrötchens aus der tasche gezogen werden. Und nein, das ist keine modeerscheinung bei den scheißgrünen (auch bekannt durch hartz IV, entrentung der bevölkerung, bestandsgarantie für BRD-kernkraftwerke und den ersten kriegseinsatz der bundeswehrmacht nach dem zweiten weltkrieg), das ist langjährige kontinuität. Was hat die stinkende grüne scheißfotze da auf einem „häckerkongress“ von sich geben dürfen?

Wer gegen das NetzDG ist, ist Trans- und Frauenfeindlich, Holocaustleugner oder säht Hassrede im Internet

Aha, scheißgrüne FUD-propaganda für ein geltendes BRD-internetzzensurgesetz nach dem geschmack der scheißgrünen. Ich bin jetzt also mal wieder ein nazi, idjot, menschenfeind, transen- und frauenhasser, weil ich gegen internetzzensurgesetze bin. Gut, dass mir das auf einer großen, weltweit stark medial beachteten veranstaltung des CCC mal so deutlich gesagt wurde. 👍

Komm, CCC, leg dich sterben! Dein hirntod ist schon längst eingetreten.

Und Fefe…

Zumindest eine Kooperation mit Mitgliedern mehrerer Parteien hätte man da machen müssen, finde ich

…möchte ich ja zu gern mal lesen, nachdem Günther Oettinger (CDU) auf einem „chaos communication congress“ geredet hat. :mrgreen:

Es ist schon ganz gut, dass es (noch) kein durchsetzbares p’litisches recht gibt, dass einem solchen korrupten riesenarschloch und träger des bummsverdienstkreuzes erster klasse überall ein mikrofon und eine bütt zum reden hingestellt wird.

Biometrie des tages

Nehmt unsere fingerabdruckskänner, sagten sie, denn fingerabdrücke sind eindeutig und viel sicherer als passwörter… und wurden schon vor jahren mit fingerattrapen und ganz wenig aufwand gehäckt.

Gut, dann nehmt halt unsere skänner für die venen im finger oder in den händen, sagten sie, da kann man nicht so leicht eine attrape machen… und wurden gehäckt. 😀

Auch ein Raspberry-Pi-Kameramodul mit einer normalen Videofunktion habe gerade bei Handvenen gute Aufnahmen geliefert, ergänzte Albrecht. Um diese heimlich zu ergattern, hätten sie den Minicomputer in einen Händetrockner installiert

Bwahahahaha!

Biometrie ist auch so ein kompjutersicherheits-schlangenöl.

Polizei des tages

Polizisten haben Vereinsräume und Wohnungen von Netzaktivisten durchsucht. Die Betroffenen gelten nur als Zeugen, trotzdem wurden Dokumente und Technik beschlagnahmt

So weit der „normale“ wahnsinn, den wohl jeder ein bisschen kennt, der in der BRD lebt und hin und wieder mal von seinen bürgerrechten gebrauch gemacht hat (außer als neonazi, da lernt man die polizei nicht so einschüchternd kennen). Aber jetzt achtet mal auf das foto im artikel [archivversjon]!

Gruß auch an das heimatmuseum und an die CSU!

Fäjhknjuhs des tages

Der „chaos computer club südostschweiz“, der eine datenabladestelle für informanten namens „swissleaks“ betreibt und demnächst eine veranstaltung namens „chaos alpen kongress“ machen will, hat nichts mit dem CCC zu tun.

Nicht, dass noch jemand darauf reinfällt oder sich gar nach lesen der üblichen fäjhknjuhs auf irgendwelchen jornalljewebseits darauf verlässt, dass die von diesen leuten betriebene datenabladestelle für informanten so gut und sicher wäre, wie es der ruf des CCC verspricht.

Lob

Wenn irgendwelche jornalisten — das sind die leute, die keine vertiefte ahnung von den dingen haben, über die sie jeden verdammten tag schreiben — ausdrücklich das „breitere programm“ beim „häckerkongress“ 34c3 loben und im gewohnten dummschwätzton vermelden, dass es einen besucherzuwax gegeben hat, weiß ich auf einmal wieder ganz genau, warum eine teilnahme für mich überhaupt nicht mehr in frage käme.

Schade um den CCC!

Der #34c3

Ich karaterisiere den 34C3 als eine veranstaltung unter dem motto „tuwas“, wo überall plakate ausgehängt wurden, wie scheiße doch die großen, zentralisierenden und manipulativen internetzklitschen wie fratzenbuch und zwitscherchen sind und wo jede*r teilnehmer*in jeden tag fünfzig- bis hundertmal mit seinem total praktischen Erich-Mielke-wischofon rauszwitschert und rausfratzenbucht, dass er dort ist und wie toll es dort ist. Das geht so weit, dass menschen, die nicht zwitscherchen oder fratzenbuch nutzen, kaum mitbekommen können, was dort los ist — denn für die teilnehmer des 34C3 scheint es keine alternativen zu geben. Woher sollten sie denn auch welche kennen? Die frage nach dem gehirn wird vermutlich nur ein metzger beantworten können.

Immerhin gibt es tolle licher zum lichteranschauen und der frauenanteil hat sich erhöht, was beides sehr bejubelt wird. Endlich weiß ich, wofür der CCC steht: für frauen, die auf schöne bunte lichter gucken, während das hirn im klo runtergespült wird. :mrgreen:

Noch einmal darauf hingewiesen: es gibt leider keine offizjellen torrents von den vorträgen (der CCC scheint dezentrale verteilung nicht mehr zu mögen) und der CCC-server ist zeitweise wirklich unter großer last, aber jemand hat erfreulicherweise was getan und inoffizjelle torrents gepackt. Nehmt die, und teilt die, wenn ihr die vorträge sehen wollt!

34c3-bullschitt des tages

Wir brauchen Regularien, um zu schauen, wie kriegen wir eine Nachvollziehbarkeit und eine demokratische Kontrolle von dem hin, wie Algorithmen eingesetzt werden

Markus Beckedahl, bekannt von netzpolitik punkt org, hat ideen auf dunkelbraunem CSU-niewo. So so, „demokratische kontrolle“ von algoritmen. Etwa so eine „demokratische“ kontrolle wie bei BRD-geheimdiensten? Letzlich wird eine derartige regulierung nur zur kriminalisierung von softwäjhr führen, während sich der scheißstaat ein gesetzliches monopol auf drexverfahren sichert (das von der organisierten kriminalität selbstverständlich nicht beachtet wird). Und der größte teil der menschen ist allen staatlichen und kriminellen machenschaften völlig schutzlos ausgeliefert und riskiert bei selbstverteidigungsmaßnahmen gefängnisaufenthalte. Tolle idee! Solche hammerdummen ideen kann eigentlich nur jemand aus der scheiß-CSU oder von den scheißgrünen haben…

Wahlauswertungssoftwäjhr des tages

Dem CCC ist es nach eigenen Angaben gelungen auch das am 13. September bereitgestellte Sicherheits-Update der Wahl-Auswertungssoftware „PC-Wahl“ erfolgreich anzugreifen und zu trojanisieren

Ich gehe davon aus, dass das bei den sicherheitsfunkzjonen derartiger spezjalexperten keine besonders schwierige kopfnuss war. Nett, dass gleich ein direkt verwendbarer fix für die probleme mitgeliefert wurde: einfach kryptografische standardmetoden aus Freien biblioteken verwenden, und schon ist die softwäjhr zur verarbeitung von wahlergebnissen in der BRD sicher vor der trojanifizierung über ihren aktualsierungsmechanismus (wenn man nicht trotzdem noch etwas verpatzt, was bei diesen in bananistan staatlich subvenzjonierten und gewiss sorgfältig hohlraumversiegelten spezjalexperten von „vote IT“ wohl eine sichere wette ist).

Übrigens: diese ganzen sinn- und wirkungslosen nachbesserungen durch offenbar völlig security-unerfahrene programmierer werden mit steuergeldern bezahlt, und zwar vermutlich alles andere als preiswert. Auch das bummsamt für sicherheit in der informazjonstechnik, dass den schnell zusammengefrickelten bullschitt immer wieder abnimmt, wird mit steuergeldern bezahlt. Im gegensatz zum CCC, der eine kostenlose lösung liefert. Auch weiterhin viel spaß mit der security-kompetenz in der bummsverwaltung!

Und morgen im p’litischen teater: cyber, cyber, die pösen russen greifen unsere wahlen an! Da die geldverbrennung für pseudosichere wahlsoftwäjhr kein jornalistisches tema ist, werden die menschen die lüge fressen.

Pöse, pöse russen des tages

Habt ihr es auch gehört? Die bummstagswahl könnte von den pösen, pösen russen oder gar von Wladimir Putin persönlich gehäckt werden, so klingt es in dieser vorkriegszeit immer wieder aus presse und glotze.

Nun, damit die russen nicht ganz so viel mühe haben, hat der CCC sich mal die datenverarbeitung am wahlabend angeschaut und den russen die ganze arbeit schon abgenommen — was nicht so schwierig gewesen zu sein scheint:

Bundestagswahl:
Eingesetzte Wahl-Software hat eklatante Sicherheitslücken

[…] war es zeitweise möglich, ein Update für die Software mit Schadcode zu versehen und auf den Server zu laden […] Neben der Tatsache, dass in PC-Wahl keine funktionierende Methode umgesetzt ist, um Software-Updares zu verifizieren, wird außerdem die Übertragung der Wahldaten von einer Instanz zur nächsten überhaupt nicht geschützt. So können Wahlergebnisse etwa auf dem Weg vom Wahllokal zum Kreiswahlleiter abgefangen oder manipuliert werden. Lokale Zugangsdaten sind zum Teil überhaupt nicht, zum Teil durch selbstentwickelte Verschlüsselung geschützt. In einem Fall werden die Passwörter lediglich als dezimal repräsentierte Hex-Werte gespeichert […] Außerdem sind die Zugangsdaten für die Server, die zum Upload der Daten dienen, leicht zu erraten oder sogar öffentlich im Netz verfügbar

Weia! Da fällt es schon schwer, für das zitat zu kürzen, weil das punkt für punkt desaströs ist. 😦

Natürlich gibt es auch eine primärkwelle auf der CCC-hohmpäjtsch, als kleines leckerchen auch mit einer wunderhübschen abbildung des logos der vom CCC untersuchten softwäjhr. Ordentlich materjal und zwei hübsche demonstrazjonsvideos gibt es bei Linus Neumann.

Wer braucht schon die russen, wenn er die BRdeutschen hat — vor allem jene BRdeutschen unternehmen, die in der bananenrepublik korruptistan derartige staatssoftwäjhr erstellen und sich dafür sicherlich gut mit steuergeldern bezahlen lassen.

Was meint ihr eigentlich, was für spezjalexperten die softwäjhr kohden werden, mit der die ganzen vom staat eingesammelten daten verwaltet werden?

Nachtrag, 22:40 uhr

Diese „kleinigkeit“ fand heute auch ihren niederschlag in der 20:00-uhr-tagesschau des BRD-staatsfernsehens ARD — um 20:11:40 uhr, unmittelbar vor dem meldungsblock „wissenschaft, vermischtes und sport“. Die meldung klang in der „aktuellen kamera“ so:

Welche wertschätzung und nachrichtenwertige wichtigkeit die saubere durchführung einer bundestagswahl für die redakzjon der tagesschau des BRD-staatsfernsehens ARD hat, eröffnet sich von allein. Die zur beruhigung des publikums angemerkte „nachbesserung“ (statt klar ausgedrückt: fehlerkorrektur) durch den hersteller relativiert sich etwas, wenn man in der analyse des CCC auf seite 22 liest:

Der Hersteller Vote-IT wurde erstmals im Juni 2017 kontaktiert. Seit dem 28.07.2017 erhielt der Hersteller auch Unterstützung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

In diesem Rahmen wurden mehrere Gegenmaßnahmen ausgerollt:

  1. Sämtliche durch mehrere Updates vorgenommenen technischen Gegenmaßahmen in
    der Software selbst erwiesen sich bereits bei oberflächlicher Überprüfung [!] als ungeeignet zur Beseitigung der gemeldeten Schwachstellen [!].
  2. Schwachstellen auf Servern wurden nach Meldung beseitigt. [gut!]
  3. Auf die Mängel der Software wurde auch von offizieller Seite durch prozedurale
    Änderungen am Wahlablauf reagiert. [Das wirds bringen!] So verlangt der neue Wahlerlass B16 des Landeswahlleiters Hessen eine Verifikation und Kontrolle sämtlicher Erfassungs- und Übertragungsvorgänge auf unabhängigem Wege. [Und wozu dann die softwäjhr?] Dieses verbriefte fundamentale Misstrauen in die Software ist angemessen [!], beantwortet aber die Frage nach dem verbleibenden Sinn ihres Einsatzes nicht.

Die launigen anmerkungen in eckigen klammern sind von mir hinzugefügt. Die frage nach dem sinn des einsatzes einer von zertifizierten spezjalexperten hingerotzten softwäjhr könnte man recht einfach beantworten, aber in der fröhlichen deutschen republik mit der besonderen prise bananenaromas gibt es ja gar keine korrupzjon…

Wort des tages

Unverständnis über die große politische und mediale Aufmerksamkeit für Social Bots äußerte Linus Neumann vom Chaos Computer Club. Angesichts der dünnen Faktenlage hält Neumann die Rufe nach einer Kennzeichnungspflicht für „massiv überzogen“. Nicht Bots seien das Problem, sondern der Vertrauensverlust der Bürger in Politik und Medien. Zwar könnten Bots fremdenfeindliche Tendenzen verstärken, dies sei aber aufgrund der geringen Nutzerzahlen von Twitter in Deutschland zu vernachlässigen. Wahlmanipulation befürchtet er nicht. Privatfernsehen, Bild-Zeitung und lügende Innenminister würden die Menschen viel eher politisch beeinflussen, so Neumann im Ausschuss

Bwahahahaha!

Benutzt hier jemand ein schlüsselloses auto?

Auch, wenn ihr keine verschwörungsteoretiker seid: immer dran denken, eurem funkschlüssel einen aluhut aufzusetzen, wenn ihr ihn gerade nicht braucht! (Der link geht auf ein video, das zu einem großen teil in niederländischer sprache läuft, aber das interwjuh ist auf deutsch… ähm… in het duits met nederlandse ondertitels… und sollte damit für jeden verständlich sein.)

BRD-wahlen des tages

Sven Gerich ist 41 Jahre alt und Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden. Diese Daten reichen aus, um für den SPD-Mann online Briefwahlunterlagen zu beantragen – ohne sein Wissen. Hacker haben dieses Datenleck jetzt ausgenutzt. Und nebenbei herausgefunden, wo ihr OB eigentlich wohnt

Den namen und das geburtsdatum muss man wissen, also sachen, die sich im materjal jedes größeren datenlecks der letzten drei jahre massenhaft finden lassen, wenns guhgell oder eine schnelle fratzenbuch-reschersche nicht so rausspuckt — die anschrift liefert die wahlbehörde dann freundlicherweise gleich per mäjhl zurück. Damit auch wirklich der letzte idjot lernt, wie „sicher“ die ganzen vom staat eingesammelten daten beim staat sind. Es gibt für diese „schnittstelle zur meldedatenabfrage“, wenn man geburtsdatum und name kennt, auch eine kleine stellungnahme eines vertreters der stadt wiesbaden:

Das ist ein Fehler und der ist sehr ärgerlich

Ja, „ärgerlich“ ist diese verantwortungslose datenschleuderei!

Freut ihr euch eigentlich auch schon darauf, wenn man bekwem übers internetz wählen kann? :mrgreen:

Meine überraschung könnte nicht kleiner sein

Die dafür verwendete Harnstofflösung mit dem Markennamen AdBlue wird von der Software gesteuert in den Abgasstrang eingespritzt. Domke wunderte sich über die dafür festgelegten Bedingungen: „Das Auto wird gezwungen, in einem alternativen Modell zu fahren, bei dem weniger AdBlue abgegeben wird als optimal.“ Die Vermutung des Hackers: Für die Messung von Testwerten sollen ideale Ergebnisse erzielt werden, bei längeren Autofahrten und höheren Geschwindigkeiten wird an AdBlue gespart, um die Zeit bis zur fälligen Nachfüllung zu verlängern

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit euren „umweltfreundlichen“ atmosfärenkonvertern… ähm… autos!