Bitte unbedingt weitersagen: jobcenter müssen kompjuter finanzieren!

Aktenzeichen des urteils für ungläubige dschobbcenter-mitarbeiter und sonstige menschenwürdeverweigerer: S 26 AS 3971/17.

Die Erhöhung des Schulbedarfs für Kinder aus Hartz IV Familien war bereits in aller Munde – dass, von diesem Geld jedoch keine Finanzierung eines neuen Computers für das Kind möglich ist, sollte jedem bewusst sein. Das Sozialgericht Gotha urteilt nun, dass die Kosten für einen PC bzw. Computer/ Laptop vom Jobcenter übernommen werden müssen

Wenn da nicht eben jemand aus einer arbeitslosengruppe mein näschen reingestubst hätte, dann hätte ich diese meldung über ein wichtiges urteil des sozjalgerichtes gotha gar nicht mitbekommen. Also: bitte unbedingt überall weitersagen! Denn die feinde und arschlochbüttel in den dschobbcentern (ohne existenzsichernd entlohnte dschobbs, aber zum ausgleich mit viel willkür, zwang und unterdrückung) werden es niemandem aus eigenen antrieb sagen. Obwohl sie eigentlich dazu verpflichtet wären.

Und nein, der kompjuter soll nicht als „zinsloses darlehen“, sondern…

Jobcenter müssen die Kosten als Mehrbedarf nach § 21 Abs. 6 SGB als nicht rückzahlungspflichtigen Zuschuss übernehmen

…als leistung bewilligt werden, die nicht irgendwann wieder zurückgezahlt werden muss.

Gut, dass es inzwischen auch in BRD-gerichten angekommen ist, dass die möglichkeit der nutzung eines internetfähigen kompjuters zur grundlage für jegliche bildung und teilhabe geworden ist.

Eine zensur findet nicht statt, nur ein bisschen „jugendschutz“

Das Computerspiel wird aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen

Dass das spiel aus den frühen neunziger jahren jetzt noch einmal ein bringer werden könnte, steht eh nicht zu befürchten… inzwischen gibts youporn¹…

′Aus jugendschutzgründen hier nicht verlinkt. Aber es ist nicht schwierig, die URL zu erraten. Zum beispiel könnte man einfach ein pünktchen dranhängen, und dahinter eine gängige TLD für kommerzielle und private angebote aus den USA. Und wenn man diese geringe geistige leistung vollbracht hat, darf gerubbelt werden, bis die nille kwalmt. Hach, wäre die welt schön, wenn alle menschlichen betätigungen so harmlos und friedlich wären wie das wixen!

Green LAN

Ich habe es ja eher selten mit aktuellen kompjutern zu tun; die dinger, an denen ich sitze, sind meist ziemlich antikwiert (und trotzdem noch ganz brauchbar). Deshalb bekomme ich auch nur selten mit, was für ein bullshit heute in die welt gesetzt wird, um die aktuellen kompjuter zu vermarkten.

Aber heute habe ich es mal mitbekommen. Und zwar in den BIOS-einstellungen eines wirklich aktuellen motherboards. Die zeiten, in denen ich fast jede konfigurazjonsmöglichkeit noch auf der stelle verstand, sind ja doch schon seit ein paar jahren vorbei, und das ist vielleicht auch der grund dafür, dass ich mir in diesem konkreten fall das BIOS sehr genau angeschaut habe. (Natürlich hatte es mit einem dieser leidigen probleme zu tun.) Irgendwo in den vielen opzjonen fand ich dann auch den punkt „Green LAN“ mit der möglichkeit, „Enabled“ oder „Disabled“ zu wählen.

Moment, was wollen die von mir? „Green LAN“ — meinen die wirklich, dass der zugriff auf das lokale netzwerk irgendwie umweltschonender sein soll?

Zum glück fand sich für das board auch ein handbuch im internetz. Und darin konnte ich lesen, dass dieses „Green LAN“ bedeutet, dass die netzwerkschnittstelle abgeschaltet wird, wenn kein anschlusskabel drin steckt.

Eine ganz tolle sache! So einen schwachfug kann man sich gar nicht ausdenken, dafür muss man entweder eine ballernde riesenklatsche haben oder ein werber sein, der eben dafür bezahlt wird, dass er sich begriffe ausdenkt, die klingen, als hätte da jemand eine ballernde riesenklatsche. In diesem kompjuter steckte eine grafikkarte, die einen lüfter braucht, eine CPU, deren energieverbrauch ohne kühlung zu einer abwärme führte, dass man sie auch als herdplatte einsetzen kann… und natürlich wurde das alles von einem netzteil mit energie versorgt, mit dessen leistung man auch einen trecker anlassen könnte. Und das alles wird ja gleich so richtig „green“, wenn die relativ kleine leistungsaufnahme für die onboard-netzwerkkarte eingespart wird, wann immer sie nicht benötigt wird… aber nur, wenn der besitzer des kompjuters auch brav unterm tisch rumkriecht und das kabel rauszieht.

Manchmal fühlt sich das hirn wie ein muskel an, ganz so, als könnte es sich auch verkrampfen. Vor allem, wenn das hirn sich durch den sprachmissbrauch der marketing-affen durchwühlen muss.

Eine „notepad“-funkzjon, die man missen lernt

Vermutlich ist der zu microsoft windohs gehörende editor „notepad“ einer der schlechtesten editoren, die jemals zusammen mit einem betriebssystem ausgeliefert wurden. Dieses programm kann einfach nichts, und jeder amatör könnte unter zuhilfenahme einer modernen entwicklungsumgebung in wenigen stunden einen besseren editor programmieren. Der schmerzhafteste mangel in „notepad“ ist wohl die unfähigkeit des programmes, lange zeilen für die darstellung am bildschirm umbrechen zu können. Dieser mangel wird gefolgt von einem zweiten mangel, nämlich der unfähigkeit des programmes, textdateien zu editieren, die nicht der zeilenende-konvenzjon von microsoft windohs folgen, was ihn für die schnelle bearbeitung eines unter einem unixoiden system erstellen kwelltextes völlig ungeeignet macht — und genau das brauche ich immer wieder einmal. Und dass „notepad“ in älteren windohs-versjonen (bis windohs me) nicht mit textdateien umgehen kann, die größer als 32 kilobyte sind, ist schon ein bisschen peinlich.

Das ding ist eben ein lebendes fossil aus den zeiten von windohs 1.01, und ihm wurde alles in allem nur wenig pflege angediehen. Dies vielleicht auch deshalb, weil die wenigsten nutzer eines klickigen microsoft-betriebssystemes einen bedarf nach einer so klassischen anwendung wie einen editor haben, und wer solchen bedarf hat, der hat sich „notepad“ höchstens ein einziges mal angeschaut, bevor er nach alternativen ausschau hielt. Selbst der MS/DOS-editor (nein, nicht der alte zeileneditor EDLIN, sondern der editor, der seit dem sowieso schon recht brauchbaren MS/DOS 5.2 mitgeliefert wurde) ist um klassen besser.

Deshalb ist es erstaunlich, dass ausgerechnet dieser für jede richtige arbeit fast unbrauchbare editor „notepad“ über eine funkzjon verfügt, die ich bei allen anderen für microsoft windohs verfügbaren editoren vermisse. Und das ist die unter den meisten anwendern wenig bekannte funkzjon, ein automatisches logbuch erstellen zu können. (Ist das überhaupt irgendwo von microsoft dokumentiert worden?)

Es reicht, wenn die erste zeile einer textdatei aus dem wort <code>.LOG</code> (genau so geschrieben) besteht, und schon fügt „notepad“ bei jedem öffnen der datei an das ende der datei eine neue zeile mit dem aktuellen datum und der uhrzeit ein und die eingabemarke springt zum zeilenende.

Es mag für jüngere menschen etwas seltsam klingen, aber wenn man seine notizen zu irgendwelchen projekten in einem editor verfasst, gewöhnt man sich sehr an eine solche funkzjon. Auf meiner windohs-ce-schreibmaschine, einem jornada 820e, benutze ich bis heute für bestimmte arten von dateien ein programm namens „pocket notepad„, das die meisten funkzjonen des unsäglichen microsoft-originales gut nachbildet (was nicht sehr schwierig ist), unter anderem auch diese log-funkzjon (was mich sehr erfreut hat, und was der grund ist, weshalb ich dieses programm überhaupt benutze). Weil ich — auch wegen meines lebensstiles — wirklich häufig gedanken, ideen und notizen zu projekten und gesprächen unterwegs erfasse, empfinde ich diese an sich einfach zu implementierende funkzjon als einen echten nutzen. Ich mag es eben, wenn mir ein kompjuter arbeit abnimmt, und sei es auch nur der kleine arbeitsschritt, zum ende einer datei zu springen und dort ein datum einzufügen. Genau dafür ist ein kompjuter und jede andere technik nämlich da, mir die ruhtine zu ersparen und mich so in den dingen zu unterstützen, die ich eigentlich zu tun gedenke.

Umso erstaunlicher, dass die vielen alternativen editoren unter windohs, die oft deutlich besser sind, diese kleine funkzjon nicht implementieren. Liegt es daran, dass ich wirklich der einzige mensch bin, der so arbeitet? Oder liegt es vielleicht daran, dass die programmierer eines editors diese funkzjon gar nicht kennen, weil sie viel zu unbekannt ist.