Heise onlein schreibt DPA-bullschitt ab…

Längst müsse man „im Gigabit-Bereich denken“, wenn man es mit dem Internet der Dinge, dem autonomen Fahren oder der Telemedizin ernst nehmen wolle

Wenn ihr euch so ein patscheknöpfchen von amazon an den kühlschrank klebt, weil ihr noch nicht den richtigen grunzlaut für das nachbestellen von bier und korn hinbekommt, dann braucht ihr dafür gigabit-internetz, müsst ihr verstehen! Und natürlich für das „autonome“ fahren, bei dem man glatt vergessen könnte, was das deutsche wort „autonom“ eigentlich bedeutet, einmal ganz davon abgesehen, dass es während der fahrt egal ist, was die wohngruft für einen internetzzugang hat. Und hej, für die „telemedizin“ brauchen wir jetzt alle gigabitnetze nach hause, wisst schon, wegen der gesundheit und sonst gibt es den tod, weil wir alle von daheim aus ein paar operazjonsroboter fernsteuern — selbst HD-video in hervorragender kwalität kommt mit deutlich geringeren übertragungsraten aus. Was für ein gnadenloser DPA-bullschitt mal wieder!

Klar gibt es anwendungen für gigabit-internetz, aber die genannten zählen gerade nicht dazu. Da sitzt nicht einmal mehr jemand mit minimalstkenntnissen in der karl-wiechert-allee herum und macht wenigstens die gröbsten fehler und unstimmigkeiten raus, wenn man so eine nullmeldung überhaupt bringen muss. Das wird direkt und ungesichtet mit allen fehlern ins redakzjonssystem verklappt, damit der werbeplatz vermarktet werden kann. Die contentindustrie ist halt eine kopierindustrie, keine kompetenzindustrie, und jornalismus ist so zwanzigstes jahrhundert… 😦