„Cyber cyber“ des tages

Cyber-Angriff:
IT der TU Freiberg weitreichend lahmgelegt

Details zu der Cyber-Attacke auf die TU Freiberg sind nicht verfügbar; offenbar haben jedoch Intrusion-Detection-Systeme angeschlagen. Gegenüber dem MDR erklärte der Rektor Professor Barbknecht, dass bei „so exponierten Institutionen wie der Bergakademie oder auch bei größeren Unternehmen [..] das eigentlich eine Sache [ist], mit der man jederzeit rechnen, auf die man aber auch vorbereitet sein muss“. Dort führt er weiter aus, dass die Uni sehr gut vorbereitet gewesen sei, indem sie den Hackerangriff rechtzeitig bemerkt habe

Die waren so gut vorbereitet, dass sie wussten, wo man den stecker ziehen muss. Das weiß ja auch nicht jeder. Jetzt steht ein kalender neben der steckdose, denn in zwei wochen soll der stecker ja wieder eingestöpselt werden.

Grüße auch an die fachhochschule hamburch, die immer noch nicht wieder onlein ist. Und natürlich auch nach potsdam, die gerade schon wieder offlein sind. Cyber! Cyber! An allen diesen BRD-universitäten müsst ihr euch zur fachkraft ausbilden lassen, das sind so richtige auskenner!!1!

Die frage an den herrn professor Barbknecht, woher er denn so genau wisse, dass keine daten „abgeflossen sind“, haben die heise-jornalisten leider vergessen. Der angriff war ja angeblich am wochenende, und der stecker wurde erst „rechtzeitig“ am dienstag gezogen, da ist ja mehr als genug zeit zum datenkopieren. Ist halt ein ehemaliges fachmagazin.

Fefe erklärt den stand der kompjutersicherheit

DAS war bisher der Schutz vor Malware. Dass es zu schwierig für Skript-Kiddies war, Malware zu hacken. Nicht dass wir verteidigen. Nein. Dass die Angreifer zu blöde sind

Mit „häcken“ meint Fefe natürlich „programmieren“. Das wort hat nach dreißig jahren voller inkompetentem jornalismus (der seine technikkenntnisse überwiegend aus miesen US-amerikanischen scheißfilmen bezieht) seine bedeutung geändert.

Ditschitäll first…

steckerziehen second [archivversjon]:

Nach Angaben der Stadt ist die Verwaltung aktuell nicht per E-Mail erreichbar. Auch sämtliche Verfahrenssoftware könne nur eingeschränkt genutzt werden. Insbesondere Anträge von Personalausweisen und Reisepässen sowie An- und Ummeldungen seien derzeit nicht möglich. Die Telefone seien jedoch nicht betroffen

So so, anträge von personalausweisen. 🤭️

Aber hej, die telefone funkzjonieren noch. Die faxgeräte vermutlich auch.

„Cyber cyber“ des tages

Thyssenkrupp wurde gecybert. Immerhin haben die offenbar einfach schnell eine sicherheitskopie eingespielt und faseln keinen von „hochdruck“ in ihren PResseerklärungen.

Wie der Angriff vonstattenging, wurde noch nicht kommuniziert

Vermutlich wäre das auch zu peinlich. Da hat sicherlich mal wieder ein mitarbeiter in eine mäjhl geklickt. So eine schöne mäjhl. Und so eine schöne maus. Da muss man doch klicken. Und schon hat eine ganze horde techniker einen scheißtag. Und das nennt sich dann ein cyberangriff.

Niemand hätte damit rechnen können!

Mit der schnell zunehmenden Verbreitung von Bezahl-Apps nehmen einer Analyse zufolge auch Angriffe auf Handys und Tablets zu, und zwar ebenso schnell

Oh, ich kriege ein déjà vu. So etwas habe ich doch schonmal erlebt… erst, als die scheißbanken vom onlein-bänking laberten und die ganzen lemminge ihre fernkontoführung im webbrauser machten, das geschäft für kriminelle lohnend war und es auch einmal ganz viel betrug gab; dann, als die leute paypal benutzten und es auf einmal ganz viel betrug gab; dann, als die leute kryptogeld nutzten und es auf einmal ganz viel betrug gab und jetzt nochmal mit bezahläpps fürs wischofon. Wieso läuft das nur immer so ähnlich? 😁️

Inzwischen erzwingen die scheißbanken die fernkontoführung über den webbrauser geradezu und tun auch alles dafür, dass man nur noch mit mühe an bargeld kommt. Und demnächst werden die scheiß-einzelhandelsketten die verwendung von händi-bezahlungen geradezu erzwingen, und die scheißbanken werden sich wie die gierigen kinder darüber freuen, dass sie für jede pipi-bezahlung eine transakzjonsgebühr nehmen können. Einfach, bekwem, ditschitäll und bargeldlos. Und alle finden es geil! Müsst ihr verstehen, geld ist echt unpraktisch. Und, wie wir seit corona wissen, auch total unhygjenisch. Da klebt die pest dran. Cyber cyber!

Und nein, heise, du ehemaliger fachverlag: phishing ist kein häckerangriff. mäjhl zu versenden ist kein häcken. Ach, du schreibst einfach von der DPA ab? Ich sags ja: ehemaliger fachverlag. Cyber cyber!

Heise: Ehemaliger Fachverlag

„Cyber cyber“ des tages

Die universität duisburg-essen ist gecybert worden.

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Die gesamte IT-Infrastruktur musste daraufhin heruntergefahren und vom Netz getrennt werden. Zentrale Dienste wie PC-Anwendungen, E-Mail und Festnetztelefonie stehen nicht zur Verfügung. Die IT-Spezialist:innen der Universität arbeiten unter Hochdruck daran, den Schaden zu erheben und die Systeme wiederherzustellen. Wie lange dies dauern wird, ist unklar

Ditschitäll first, hochdruck second. Mir wäre überlegung, sorgfalt und gründlichkeit ja lieber, aber für die PResseerklärung nach dem totalversagen muss es immer so richtig hoher hochdruck sein…

„Cyber cyber“ des tages

Die australische krankenversicherung „medibank“ so: „Ja, eure weit in die privat- und intimsfäre hineinragenden gesundheitsdaten — unter anderem zu abtreibungen und suchterkrankungen — stehen jetzt für jeden, der daran interesse hat, offen im internetz, aber wir können da nichts für, dass wir so einen großen datenschatz zentral anhäufen, der pöse pöse russe hat uns gecybert„. [Archivversjon]

Medibank ist mit rund 9,7 Millionen Kunden Australiens größter privater Krankenversicherer. „Dieser Cyberangriff ist ein inakzeptabler Angriff auf Australien und verdient eine Antwort, die den böswilligen und weitreichenden Folgen angemessen ist, die dieses Verbrechen verursacht.“

Finde ich auch eine gute idee, das mit der verdienten antwort. Vielleicht sollte man einfach mal die verantwortungslosen idjoten für zwei jahrzehnte in einen folterknast stecken, die solche datensammlungen anlegen. Und dazu natürlich p’litiker, die das anlegen solcher datensammlungen zum gesetzlich verordneten zwang machen. Ach, geht nicht, weil die ja die „guten“ sind? Gut, dann muss man halt auf der kasperlbühne den kopp des pösen russen raushalten, damit alle abgelenkt sind… und man einfach genau so weitermachen kann.

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall lufteleicht und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten und insbesondere eurer ganz besonders extraempfindlichen gesundheitsdaten, die ihr demnächst alle zentral sammeln lassen müsst! Müsst ihr nur dran glauben, echt jetzt, das hilft bestimmt! Oh, da ist noch ein glitzeglänze datenschutzsiegel, und in der BRD erklären wir einfach verfahren per gesetz als „sicher“ und „datenschützend“. Kommt, da kann doch gar nix mehr passieren. Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Ach ja, Fefe hat auch einen hals

Kryptogeld des tages

Die anonym geführte Online-Börse für Kryptowährungen und Derivate, Deribit, […]

Huj, meinen die mit „derivate“ die normalen börsenwettzettel im casinokapitalismus, oder gibt es inzwischen auch derivate auf kryptogeld? Weil kryptogeld an sich nicht spekulativ genug ist?

[…] gab am 1. November via Twitter bekannt, […]

Immer ein guter kanal, um seine kunden mit einer vielleicht nicht ganz unwichtigen mitteilung zu überraschen. Stellt euch mal vor, eure bank würde euch beim zwitscherchen erzählen…

[…] dass sie gehackt wurden.

…dass sie gecybert wurde! Und wer keine lust auf die lodernde hirnhölle beim zwitscherchen hat, erfährt halt erstmal nicht…

Nach einem erfolgreichen Eindringen der Hacker konnten die Täter der Hot-Wallet ein Vermögen im Wert von 28 Millionen US-Dollar entnehmen. Ferner schrieb man, das Unternehmen habe alle Abhebungen der Kunden gestoppt, bis die Untersuchungen abgeschlossen seien

…dass gerade jemand sein geld geklaut hat und dass er deshalb gerade nicht mehr an sein eigenes geld rankommt. 💸️

Ach, leute, nicht traurig sein! Ist doch nix wichtiges. Ist doch nur geld.

Was ist denn das für eine spezjalbank?

Ein Impressum sucht man auf der Hauptseite vergebens […] Den offiziellen Sitz hat man offshore, nach Panama verlegt […] Als einziges Medium steht allen Anfragenden lediglich eine Gruppe bei Telegram und die Präsenz bei LinkedIn zur Verfügung

Ach, so eine spezjalbank ist das. Keine weiteren fragen.

Ich wünsche auch weiterhin ganz viel spaß mit dem kryptogeld! Und mit den vielen „dienstleistern“ rund ums kryptogeld, natürlich. Ist doch nur geld. Das kann man schon mal einer klitsche geben, die so eine schöne webseit ohne impressum hat und im sonnigen panama sitzt und mit der man nur über irgendwelche S/M-konten kommunizieren kann.

So eine ganz spezjelle spezjalbank ist doch sicherlich nur ein ganz kleines licht im beschissenen kryptogeld-bissness, oder?

Die Krypto-Börse nimmt laut einer Vergleichsliste am Futures-Markt Platz sechs ein. Man zählt dabei „Open Interest“, also die Anzahl der offenen oder ausstehenden Derivat-Kontrakte für einen bestimmten Markt

Weia! Tja, dann werden halt weiterhin deppen von ihrem geld getrennt. Kullern halt ein paar tränchen über die wangen der „anleger“, die man besser als „spekulanten“ oder „zocker“ bezeichnen sollte. So bittere tränchen!

Meine launigen anmerkungen, die ich im herbst 2017 angesichts einer dummen spämm von Sven Hegel geschrieben habe, bleiben weiterhin gültig.

„Cyber cyber“ des tages

Beim französischen Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen Thales sind offenbar Cyberkriminelle eingebrochen und haben Daten entwendet. Die Cybergang hinter der Lockbit-3.0-Malware habe dem Unternehmen zufolge angegeben, Daten des Unternehmens gestohlen zu haben und drohe nun damit, diese zu veröffentlichen

So so, eingebrochen sind sie also, und dann haben sie gecybert. Ich vermute mal eher, sie haben eine mäjhl mit gefälschtem absender verfasst, auf die ein mitarbeiter reingefallen ist. Weil selbst in solchen mordwaffenfirmen keine digitalen signaturen benutzt werden. Aber das ist — wohlgemerkt — nur eine vermutung von mir. Und dann gibts klicki-klicki beim empfänger und die cyberjungs sind drin und cybern. Und entwenden daten, die nach dem entwenden noch da sind, weil sie eben nur kopiert wurden. Aber woher soll man das im ehemaligen fachverlag heise schon wissen.

Hey, ihr da von der „cybergäng“, wenn ihr wirklich daten habt, raus damit! Bitte so öffentlich wie möglich, nicht zu irgendwelchen jornalisten!

Cyber cyber!!1!

Ein Zahlencode läuft in der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) über einen Bildschirm: Gegen einen mutmaßlichen Darknet-Drogenhändler wird ermittelt

Kann man sich mal wieder gar nicht selbst ausdenken, diesen jornalistischen griff in die symbolbildkiste! Hier, jornalist, nimm das:

Ansicht einer datei im hexl-mode von emacs

Jetzt habe ich sogar schon cyber auf meinem bildschirm. 😱️

In die mäjhl geklickt…

Das versenden von mäjhl nennt man jetzt häcken [archivversjon]. Wenn ein mitarbeiter in die mäjhl klickt und damit klicki-klicki softwäjhr eines unbekannten ausführt, nennt man das jetzt cyberangriff. Wenn man keine datensicherung hat, die man zurückspielen kann, nennt man das jetzt einen schlimmstmöglichen fall.

Dettelbach ist überall!

Und ja, die leute werden nicht gehäckt, die empfangen einfach nur eine mäjhl und klicken darin herum. Ohne zu wissen, von wem die mäjhl kommt, denn digitale signaturen sind zu kompliziert und in die absenderadresse einer mäjhl kann (ähnlich wie beim absender auf dem briefumschlag) jeder reinschreiben, was er möchte. Für diesen seit über drei jahrzehnten fertigen und frei verfügbaren kram mit digitalen signaturen muss man aber klicken können. Das ist zu viel verlangt. Da klicken die digitalen analfabeten dann lieber in mäjhl herum, ohne zu wissen, wer sie versendet hat. Und als ob das nicht gefährlich genug wäre, benutzen sie dazu ein betrübssystem, bei dem es vom dateinamen abhängig ist, ob eine datei klicki-klicki ausführbar ist, und nicht von einem zusätzlichen merkmal im dateisystem. Den dateinamen kann der absender ja beliebig festlegen. Und der teil des dateinamens, der dazu führt, dass die datei als programm oder skript ausgeführt wird, der wird zu allem überfluss in der standardeinstellung nach der installazjon des betrübssystemes auch noch vorm anwendery verborgen. Damit es richtig gefährlich wird. 😐️

Und dann gibts wieder cyber cyber. Und nein, schlangenöl bewahrt nicht vor diesem ganzen gefährlichen sondermüll.

„Wir arbeiten wieder mit Block und Bleistift“ […] alle Computer seien heruntergefahren worden, auch die Telefone funktionierten nicht mehr. „Es ist wirklich der worst case eingetreten“

Jetzt kommen tatütata die LKA-experten für cyber-cyber und ermitteln. Und auch der BRD-inlandsgeheimdienst hat eine neue aufgabe gefunden:

Der Verfassungsschutz Rheinland-Pfalz will nach eigenen Angaben Unternehmen dabei unterstützen, sich vor Cyberattacken zu schützen

Wo bleibt eigentlich die cyberwehr der bundeswehrmacht? Die können doch einfach mal mit schweren bit-kanonen auf die schadsoftwäjhr schießen, bis sie tot ist oder kapituliert. 😁️

„Cyber cyber“ des tages

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ist von einem Hackerangriff auf einen ihrer IT-Dienstleister betroffen

[Archivversjon]

So so, ein häckerangriff? Was muss man denn heute so können, um für informatisch analfabetische kwatschjornalisten als ein „häcker“ durchzugehen?

Einer Hackergruppe oder einem Einzeltäter sei es gelungen, mithilfe einer Ransomware-Attacke einen sogenannten Kryptotrojaner in die IT-Infrastruktur eines Dienstleisters einzuschleusen, heißt es

Aha, man muss eine mäjhl mit einem anhang versenden können. Dann bin ich aber auch ein häcker. Und du auch! 😁️

Die Deutsche Presse-Agentur hat nach eigenen Angaben einen Krisenstab gebildet, der sich intensiv mit dem Fall beschäftigt

Wenn die sich so „intensiv mit dem fall beschäftigen“, können sie ja mal den frisch trojanifizierten dienstleister fragen, ob er denn nicht antivirus-schlangenöl auf seine kompjuter geschmiert hat, falls doch mal ein mitarbeiter klicki-klicki etwas aus einer nicht digital signierten mäjhl aufmacht. Oh, hat er? Und es hat gar nichts genützt, weil das schlangenöl nun mal gar nichts nützt? Gut, dann können die hirnhonks von der scheiß-DPA aber endlich mal damit aufhören, den leuten zu erzählen, dass antivirus-schlangenöl den kompjuter sicherer macht. Das tut es nämlich nicht.

Immer wieder waren deutsche Medienhäuser in den vergangenen Jahren Cyberangriffen ausgesetzt. Diese hatten teilweise wochenlang Auswirkungen unter anderem auf Zeitungsproduktionen

Diese „deutschen medienhäuser“ prahlen doch sonst bei jeder scheißgelegenheit damit, wie gut und sorgfältig sie rescherschieren können — aber niemand scheint es dort zu schaffen, mal zu rescherschieren, wie man dieses internetz halbwegs sicher nutzt.

Unvergessen meine probleme vor einigen jahren, als ich mal einem scheißjornalisten eine verschlüsselte mäjhl schreiben wollte, weil die offene postkarte manchmal unangemessen bis gefährlich ist. Die haben nicht einmal daran gedacht, dass das vielleicht mal möglich sein sollte. Und nein, das war kein kleines medienhaus vom kuhdorf. Gut, dann eben nicht. Geht sterben!

Aber cyberkwasseln bis zum abwinken und einen menschen, der eine mäjhl versenden kann (in die man übrigens jede beliebige absenderadresse eintragen kann, auch die des scheffs oder eines kollegens), als „häcker“ bezeichnen! Idjoten!

Cyber Cyber

Der IT-Servicedienstleister IHK-GfI hatte zuletzt mitgeteilt, dass hinter dem Cyber-Angriff Anfang August nach Erkenntnissen der IT-Forensiker und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik „extrem professionelle Hacker“ steckten

Vermutlich bin ich für diese extrem spezjalisierten spezjalexperten auch ein extrem ortografieverliebter autor. 😁️