S/M des tages

Das zwitscherchen macht jetzt einen auf total freiheitlich und hat unter rauspupsen großtönender PResseerklärungen einen darknet-zugang für die webseit des zwitscherchens eingerichtet, damit der pöse russe es nicht wegzensieren kann. Ein voll krasses projekt des zwitscherchens, das schon seit acht jahren in planung ist. Ist natürlich voll anonym und so, deshalb muss man sich auch weiterhin das zwitscherchenkonto mit seiner mäjhladresse und seiner telefonnummer einrichten, damit es auch voll anonym bleibt. Und staatliche zensurschnittstellen des zwitscherchens gibt es natürlich auch weiterhin, und genau so die datenherausgabe an staaten, die dinge verfolgen wollen, die gerade kriminell sind (zum beispiel die benutzung des wortes „krieg“ für einen krieg oder zur aufheiterung mal ein paar lustige Putin-witze). Was in den nächsten fünf jahren irgendwo strafbar sein könnte, ist natürlich nicht so absehbar — sehr wohl aber, dass daten von börsennotierten unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell niemals gelöscht werden, denn sie sind ja das öl des 21. jahrhunderts. Aber schön, dass man mal etwas PResseerklären konnte. 🤦‍♂️️

Nein, das zwitscherchen hat das onion-routing nicht erfunden und musste es auch nicht selbst programmieren, es ist schon längst fertig programmiert und muss einfach nur eingesetzt werden. Klar ist da bei einer webseit wie dem zwitscherchen eine erhebliche last, die verteilt werden muss, aber dieses „kleine“ administrative problemchen hat das zwitscherchen auch im offenen web und dort — sogar mit einer großen datenbank dahinter, was alles erschwert — offenbar ganz gut im griff. Also ist auch hierfür nicht viel neues zu entwickeln gewesen. (Nein, es ist nicht völlig aufwandslos, aber nix, wo man acht jahre dran sitzt, bis man endlich onlein geht.)

Heise: Ehemaliger Fachverlag

Und der ehemalige fachverlag „heise“ aus der karl-wiechert-allee in hannover schreibt so einen bullschitt einfach in den redakzjonellen teil von heise onlein, obwohl es bullschitt ohne die geringste relevanz für leser aus der BRD ist, und heise onlein schreibt noch nicht einmal drüber, dass es reine reklame ist, für die mutmaßlich sogar bezahlt wurde. Denn sonst wäre diese meldung völlig irrelevant gewesen.

Polizei des tages

Wer kauft eigentlich immer diese so genannten „kinderpornos“ im darknet? (So genannte und anführungszeichen, weil es sich nicht um pornografie handelt, die von erwaxenen menschen einvernehmlich und halbwegs freiwillig hergestellt wird, sondern um darstellungen sexuellen missbrauches. Bitte niemals von so einer manipulativen sprache ins gehirn ficken lassen, und schon gar nicht, wenn beim versuch der allgemeinen diskreditierung von pronografie auch noch in kauf genommen wird, verbrechen an kindern zu verharmlosen! Und achtet auch darauf, wie das „darknet“ jeden tag sprachlich kriminalisiert wird, damit auch ja niemand mit nichtkriminellen absichten sein schwer zensierbares und anonymes potenzjal wahrnehme, das viel besser als das derzeitige web hält, was das internetz versprochen hat.)

Dauerhaft archivierte versjon der meldung

„Pirate bay“ des tages

Die zurzeit in etlichen europäischen staaten zensierte webseit „the pirate bay“ ist selbstverständlich auch als TOR hidden service verfügbar.

Wer mir das nicht glaubt und sich gerade darüber wundert, dass der brauser beim klick auf den link nur eine fehlermeldung anzeigt, probiere einfach diesen brauser aus, und schon regnet es schokotschipps vom himmel. Willkommen im „darknet“! War doch gar nicht so schwierig… 😉

Beschlagnahmung des tages

Zum ersten mal scheint ein staatsanwalt so etwas ähnliches gemacht zu haben (hier allerdings in form einer beschlagnahme) wie die festnahme eines kriminellen roboters zu veranlassen. Natürlich war das ding nur ein kunstwerk, aber die frage…

Wer ist verantwortlich, wenn ein Roboter autonom handelt?

…wird im von idjoten ständig herbeifantasierten „internetz der dinge“ noch viel brisanter werden; in der gesellschaftlichen breite vor allem dann, wenn erstmals unfälle von „autonom“ fahrenden autos verursacht werden — die durchaus auch bestandteile von… im wahrsten sinne des wortes… mobilen botnetzen werden können.

Fratzenbuch über TOR nutzen…

Eine tolle idee für mehr privatsfäre und wisst schon: man kann das fratzenbuch jetzt auch über eine darknet-adresse via TOR nutzen.

Ich kann mir so richtig die zielgruppe für dieses tolle angebot vorstellen. Mitglieder dieser zielgruppe sehen die startseite vom fratzenbuch, wenn sie nicht angemeldet sind, lesen den text der marke „wir wollen deinen realnamen, damit du dich anmelden kannst, und jetzt teil uns mal mit, was du gerade machst, was du gemacht hast, such dir deine freunde bei uns zusammen, damit wir auch wissen, mit wen du das machst und gemacht hast und lade am besten noch ein paar fotos mit dir und deinen freunden hoch und markier deine freunde auf den fotos“; melden sich an und tun das alles… und sagen sich: „Juchu, ich bin anonym im fratzenbuch!“

Es sind ganz harte zeiten für satiriker…

(Die idjoten, die das wirklich machen und damit einen brauser-fingerprint und ein fratzenbuch-cookie fürs fratzenbuch und damit für die NSA einer sehr konkreten person zuordnen, brauchen kein anonymisierungsnetzwerk, sondern eine porzjon handelsübliches gehirn.)