Tja, wenn so eine klitsche expandiert und expandiert und die komplexität der datenhaltung immer größer wird…

Die IT-Infrastruktur Equifax‘ wird als sehr komplex und historisch gewachsen beschrieben. Es gab nicht einmal eine Liste, wer für welche Datenbank verantwortlich ist. Aus einer Zeugenaussage geht hervor, dass das wahrscheinlich gar nicht klar geregelt war. Diese Umstände erschwerten Mandiants forensische Untersuchung. Die Komplexität der IT-Infrastruktur wird unter anderem auf eine aggressive Expansionsstrategie von CEO Richard Smith zurückgeführt. Er kaufte ab 2006 nicht weniger als 18 Firmen auf. Es galt, mehr und mehr Daten aus mehr und mehr Ländern anzuhäufen

Datenschleuder des tages

Na, hat hier jemand smartdinger mit ständig lauschender amazon-wanze bei sich rumstehen?

Durch einen Fehler von Amazon.de fielen rund 1700 Alexa-Sprachaufzeichnungen in die Hände eines Unbefugten

Ich nenne so etwas ja nicht „sind irgendwie in die hände gefallen“, sondern klarer „wurden von amazon veröffentlicht“. Wie sind denn die daten in die hände gefallen? Daten fallen ja nicht vom himmel. Richtig, da hat jemand um eine auskunft nach DSGVO gebeten, welche daten amazon über ihn gespeichert hat, bekam ein großes ZIP-archiv mit rd. 1700 WAV-dateien und den transkripzjonsversuchen alexas — und das, obwohl er niemals alexa genutzt hat. Das waren also aufnahmen von jemand anders.

Die Sprachaufzeichnungen stammen hörbar aus der Intimsphäre fremder Personen, beispielsweise aus Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad. Anhand des Inhalts der Aufzeichnungen, etwa der Nennung von Namen und Abfragen lokaler Wettervorhersagen, konnte c’t den Echo-Besitzer identifizieren. Dieser fiel aus allen Wolken, denn Amazon hatte ihn nicht über das Datenleck informiert, obwohl man dort bereits davon wusste

Es ist schon bitter, wenn so eine faschistoide überwachungs- und datensammelklitsche wie amazon es nicht schafft, daten so strukturiert abzulegen, dass eine sichere zuordnung möglich ist. Und dass amazon irgendwie seinen pflichten nach DSGVO nachkommt und betroffene über so ein glucker glucker in die intimsfäre reinragendes datenleck informiert, wäre doch wirklich zu viel verlangt! Die können doch nicht an alles denken. Die sind doch schon so beschäftigt mit überwachen, belauschen, verdaten, verkaufen und geschäftemachen. Habt doch mal verständnis! Und vor allem: stellt euch nicht eine verdammte sekunde lang die gar nicht so fernliegende frage, warum die sprachmitschnitte überhaupt langfristig gespeichert werden! In einem anflug von leserverdummendem kwalitätsjornalismus stellt heise die frage ja auch einfach nicht. Was gibt es da also zu fragen? Die STASI legt halt akten an, akten über alles und jeden, kann ja alles irgendwann mal wichtig werden. Erich Mielke wäre so stolz auf euch gewesen!

Ob es sich dabei um einen Einzelfall handelt, ist bislang offen

Wer nach dieser dummen, mutmaßlich in geschäftstüchtiger rücksichtnahme auf den reklameschaltenen jornalismusfinanzierer „amazon“ eingeflochtenen einlassung von heise onlein glaubt, dass es „nur“ ein einzelfall ist, hat noch nie mit datenbanken zu tun gehabt. Da ist vermutlich ein größerer teil der zuordnung von vorfällen zu kunden kaputt, vermutlich, weil irgendwann mal ein fehlerhaftes skript auf die datenbank losgelassen wurde oder weil im prozess der datenerfassung fehler auftreten. So etwas passiert nicht als einzelfall, etwa in abhängigkeit vom winkel der mondstrahlung, so etwas passiert durch fehler. Softwäjhr ist kein hokuspokus. Und diese rd. 1700 sprachaufnahmen sind wohl nur die (sehr kleine) spitze des eisbergs… 😦

Oder kurz gesagt: es kann zurzeit vermutlich jedem amazon-smartdingens-nutzer passieren, dass irgendein anderer mensch in seiner intimsfäre rumhören kann, indem er einfach von seinem recht nach DSGVO gebrauch macht.

Tja, wenn euch doch nur vorher jemand vor den abhörwanzen gewarnt hätte, ihr idjoten!

S/M des tages

Das fratzenbuch, ein unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell, hat „partnerschaften“ mit rd. 150 anderen unternehmen, und diesen unternehmen hat das fratzenbuch einen ziemlich vollständigen zugriff auf die daten von fratzenbuch-nutzern gegeben, einschließlich „privater“ nachrichten, die man sich übers fratzenbuch zusteckte. Und ich will es mal so sagen: keines dieser unternehmen scheint gesagt zu haben, dass das viel zu umfangreiche rechte seien. :mrgreen:

Und nein, das ist nicht vorbei:

Die Kooperation mit Amazon bestehe noch […]

Auch weiterhin viel spaß mit eurer STASI-akte zum selberschreiben! Habt ja alle nix zu verbergen. Erich Mielke wäre so stolz auf euch gewesen!

Datenschleuder des tages

Wo kriegen die mordnazis in der BRD eigentlich ihr datenmaterjal her? Stellt sich raus: sie kriegen es direkt aus polizeibeständen. Und dann gibts halt solche „netten“ briefe von braunen deutschlanderweckern und abendlandsern:

Verpiss dich lieber, solange du hier noch lebend rauskommst, du Schwein! Als Vergeltung schlachten wir deine Tochter

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben daran, dass eure daten bei staatlichen stellen sicherer als irgendwo in der wirtschaft sind! Könnt ja die polizei nach DSGVO verklagen, wenn es mal zu solchen datenlecks kommt! Ach, geht nicht, sind meldedaten? Na, dann habt ihr eben pech gehabt. Da kann man nix machen.

Datenschleuder des tages

Facebook:
API-Bug gab Apps Zugriff auf Bilder von 6,8 Millionen Benutzern

[…] Während der fraglichen 13 Tage im September konnten Apps auch auf andere freigegebene Fotos zugreifen – und auf solche, die der Benutzer gar nicht veröffentlicht hat. Facebook räumte ein, dass es auch nicht verwendete Bilder – etwa aus noch nicht abgeschickten Posts – für die Bequemlichkeit der Benutzer mehrere Tage aufbewahre

Müsst ihr verstehen, liebe benutzer des fratzenbuches, das ist alles nur für eure bekwemlichkeit! Das hat nichts mit irgendwelchen datensammel- und überwachungsambizjonen des stinkenden scheißfratzenbuches zu tun. Bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen.

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall leichtherzig und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten. Die liste wäxt und wäxt und wäxt

Datenschleuder des tages

„Quora“, eine dieser vielen webseits, wo man als nutzer fragen stellen kann, die dann von anderen nutzern beantwortet werden, hat sportliche hundert milljonen nutzerdatensätze veröffentlicht. Natürlich mit mäjhladressen, damit spämmer, phisher und betrüger sich freuen.

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten. Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Datenschleuder des tages

Marriott, ein US-hotelkonzern, hat die für betrüger gut missbrauchbaren persönlichen daten von einer halben fucking milljarde kunden veröffentlicht.

Marriott „bedauert den Vorfall zutiefst“ und hat nach eigenen Angaben rasch eine gründliche Untersuchung eingeleitet

Ditschitäll first, bedauern second! :mrgreen:

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

DSGVO des tages

Frage: was kostet es nach DSGVO, wenn man als kommerzjeller anbieter eines tschättdienstes und verantwortungsloser datenschleuderer seine gesamte benutzerdatenbank im internetz veröffentlicht und sich dabei herausstellt, dass die passwörter zu allem überfluss und überdruss auch noch im klartext gespeichert sind, weil man mit der implementazjon von gesaltetem häsching (eine sicherheitstechnik aus den frühen siebziger jahren) leider überfordert war? Es kostet ein bußgeld von nur noch 20.000 øre. Oder mal kurz abgeschätzt: Es kostet pro betroffenen menschen unter zweieinhalb cent. Das ist doch billig! So viel ist der schutz eurer daten wert! 😦

Müsst ihr verstehen: wenn es jemals harte strafen gibt, dann nicht gegen solche gemeingefährlichen datenschleuderer mit gewinnerzielungsabsicht, für die das gesetz angeblich gemacht wurde. Ich bin gespannt, wann der erste private, unkommerzjelle webseitbetreiber in der real existierenden abmahnungsrepublik BRD wegen eines formulierungsfehlers oder einer unklaren datenschutzerklärung mit vorsätzlich existenzvernichtenden bußgeldern und rechtskosten in den freitod getrieben wird. Das ist nämlich der [achtung, unbelegte behauptung] eigentliche und beabsichtigte zweck des gesetzes zum angeblichen datenschutz: eine möglichst hohe hürde vor der privaten mitgestaltung des webs aufzubauen.

Und unterdessen haben versandhäuser und scheißpresseverleger weiterhin ihr listenprivileg und können fröhlich nach herzenslust mit ihren eingesammelten daten handeln und rumspämmen, ohne dass die davon betroffenen menschen auch nur wissen, wie ihnen geschieht. Denn um „datenschutz“ — also um den schutz der privatsfäre von menschen, deren daten irgendwo fluktuieren — ist bei den ganzen an- und vorgeblichen datenschutzgesetzen in BRD und EU noch nie gegangen. Nachtrag: bitte in die kommentare schauen!

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß und orwellness beim festen glauben an den überall ziemlich konsekwenzenlos und billig zugesagten schutz eurer persönlichen daten. Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Fratzenbuch des tages

Na, hat hier jemand geglaubt, was man im fratzenbuch auf „privat“ stellt und damit neben seinen „freunden“ nur dem fratzenbuch, der NSA, irgendwelchen forschern und der reklameindustrie mitteilt, sei auch „privat“. Das fratzenbuch hat da eine menge daten rausgeschleudert [archivversjon].

Wie die BBC berichtete waren die persönlichen Daten von 257.000 Facebook-Nutzern seit September dieses Jahres frei zugänglich. Darin enthalten waren 81.000 private Nachrichten, die die Facebook-User über das soziale Netzwerk verschickt hatten

Na, atmet da schon der eine oder andere auf, weil es nur so wenig betroffene sind?

Die Daten der Facebook-Nutzer waren in Online-Foren gepostet worden. Ihren eigenen Angaben zufolge sollen die Hacker Zugang zu Daten von 120 Millionen Facebook-Accounts gehabt haben

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß und orwellness beim festen glauben an den überall völlig konsekwenzenlos und deshalb ganz besonders leicht versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Und natürlich beim aufatmen. :mrgreen:

Die liste wäxt und wäxt und wäxt

🤦 Datenschleuder des tages 🤦

Nicht, dass jetzt jemand sagt, niemand hätte davor gewarnt

Könnt ihr euch noch an dieses „vivy“ erinnern, diese wischofon-äpp, die euch von krankenversicherern angedreht werden sollte (ihr habt euch hoffentlich gehütet oder die versicherung mit sonderkündigung und für eure kosten gestellter rechnung gewexelt), damit eure gesundheitsdaten in einer extrasicheren „deutschland-klaut“ gespeichert werden und ihr die verwalten könnt? Und damit so richtige orwellness aufkommt, sind in der scheißäpp von „vivy“ auch noch träcker verbaut, die ihre daten bei irgendwelchen dritten speichern.

Eine wirklich beschissene idee, nicht wahr? Der security- und privatsfären-albtraum der zehner jahre, die scheißwischofone, und daten, die verdammt weit in die intimsfäre reinragen? Eine idee, die sich eigentlich sofort von selbst verbietet, wenn man nur eine einzige verdammte sekunde drüber nachdenkt, nicht wahr? Nichts, was jemand ernst meinen und ernst nehmen könnte, nicht wahr?

Von daher wundert es mich überhaupt nicht, dass der wischofon-krüppelscheiß sörverseitig dermaßen beschissen implementiert wurde, dass jeder an die weit in die privatsfäre reichenden daten kommen und sie sogar manipulieren konnte [archivversjon].

Die beworbenen Schutzmaßnahmen entsprechen grundsätzlich gängiger Praxis zum Schutz sensibler Daten, aber die Betonung der Sicherheitsmerkmale liest sich für IT-Sicherheitsforscher wie eine Einladung, dies einmal genauer zu prüfen. Unser Kollege Martin Tschirsich ist dieser Einladung gefolgt und fand innerhalb kürzester Zeit gravierende Sicherheitslücken in der Vivy-App und den dazugehörigen Servern […] Informationen darüber, wer wann mit welchem Arzt Gesundheitsdaten geteilt hatte, lagen ungeschützt für jeden lesbar im Netz […] Unbefugte konnten über das Internet alle Dokumente, die an einen Arzt gesendet werden sollten, abfangen und entschlüsseln […] konnten beispielsweise über trivial ausnutzbare Fehler in der Server-Anwendung die geheimen Schlüssel der Ärzte ausgelesen werden

Als ob die benutzung von wischofonen nicht unsicher genug wäre, muss man auch noch unfähig in der implementazjon kryptografischer verfahren sein!

Spätestens jetzt ist es an der zeit, bei jeder verdammten krankenkasse, die ihren versicherten diese krüppelscheiße namens „vivy“ aufdrücken will, wegen unheilbaren vertrauensbruchs fristlos zu kündigen und dieser krankenkasse die eigenen kosten in rechnung zu stellen. Wenn man alles mit sich machen lässt, hört diese verantwortungslose und sich täglich verschlimmernde datenschleuder-scheiße ganz sicher niemals auf!

Und nein, die drexäpps anderer anbieter sind nicht besser:

modzero steht derzeit in Kontakt mit einem weiteren Anbieter einer Gesundheits-App, da auch die Konkurrenz mit durchaus schwerwiegenden Sicherheitsproblemen zu kämpfen hat

Wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch!

Nachtrag, 17:50 uhr: Sehr herzerfrischend ist diese tolle PRessseerklärung. Nur für den selbstverständlich völlig undenkbaren fall, dass diesem dokument in der domäjhn vivy punkt com irgendetwas zustoßen sollte, habe ich hier noch eine sicherheitskopie der tollen PRessearbeit abgelegt:

Sicherheit auf höchstem Niveau ist im Umgang mit den hochsensiblen
Daten unserer Nutzer ein Grundpfeiler des Selbstverständnisses der Vivy GmbH. Darum arbeitet unser Unternehmen fortlaufend an der Verbesserung der Sicherheitsarchitektur und lässt die Vivy-App, die Vivy-Browser-Applikation und die Backend-Systeme regelmäßig durch externe IT-Sicherheitsexperten überprüfen

Vielen dank auch an die scheißjornalisten, die so einen durch und durch verlogenen scheißdreck abschreiben und als ungekennzeichnete reklame im redakzjonellen teil ihrer scheißjornalismusmachwerke veröffentlichen! Möge das sterben bald beginnen, aber kwalvoll lange dauern!

Facepalm-bild: MjolnirPants, kwelle: wikimedia commons, lizenz: CC BY-SA 3.0.

S/M des tages

Hunderttausende deutsche Nutzer*innen sind vom neuesten Datenleck bei Facebook betroffen, Unbekannte haben ihre Daten erbeutet

Hat hier echt jemand geglaubt, dass bei so einem angriff keine vom fratzenbuch veröffentlichten daten von BRD-bewohnern mitgenommen würden? Ganz schön doof!

Wenn doch nur jemand vorm scheißfratzenbuch gewarnt hätte… den vom datenleck betroffenen menschen wünsche ich jetzt erstmal viel spaß mit möglicherweise sehr perfide vorgetragenen trickbetrugsversuchen oder mit den langjährigen und teuren folgen eines „guten“ alten identitätsmissbrauchs.

So, und jetzt wieder schön dumm an datenschutzversprechen irgendwelcher börsennotierter datensammelklitschen glauben! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Tschüss, guhgell doppelplusgut…

…und gut, dass du vollumfänglich gescheitert bist und jetzt eingestellt wirst. Die widerlichen, nach scheiße stinkenden arschlochideen, mit denen du dich aufdrängeln wolltest [englischsprachiger archivtext], als eine breit durch die gesamte scheißpresse gestreute schleichwerbekampanje nicht die erwünschte wirkung zeigte, werde zumindest ich niemals vergessen. Und wie anschließend juhtjuhbb-kommentare von scheißguhgell mit dir zwangsverheiratet werden sollten, ebenfalls nicht — ich konnte ohne doppelplusgut-konto nicht einmal mehr kommentare moderieren, und alles war so formuliert, dass die wenigsten gemerkt haben werden, dass sie hinterher ein doppelplusgut-konto hatten. Ich hoffe, dass du dem rest von scheißguhgell mit seinen voyöristischen überwachungsambizjonen, seinem verachtenswerten reklamegeschäft, seinen widerlichen erpressungsversuchen und seinen scheißstubsereien nur ins ewige vergessen und in die bedeutungslosigkeit vorausgehst! Stirb, guhgell, stirb! Und stirb schnell!

Hej, und ganz nebenbei hat scheißguhgell die persönlichen daten von 496.951 nutzern seiner doppelplusguten S/M-scheiße veröffentlicht, jeweils name, mäjhladresse, geburtsdatum, geschlecht, wohnort, arbeitgeber, beziehungsstatus und profilfoto. Habt ihr etwa geglaubt, beim krakenhaften großdatensammler scheißguhgell gäbe es keine datenlecks? Tja, schön doof, daran zu glauben! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Datenschleuder des tages

A1 telekom austria (die haben nix mit den deutschen telekomikern zu tun) hat mal eben die kundendatenbank eines längst nicht mehr aktiven hosting-angebotes „veröffentlicht“, schön mit name, mäjhladresse, telefonnummer und passwort im klartext. Dass es das hosting-angebot seit sieben jahren nicht mehr gibt, bedeutet weder, dass jemand die schönen, eingesammelten rohstoffe des 21. jahrhunderts löscht noch dass wenigstens jemand die datenbank auf einen kompjuter ohne permanente internetzanbindung überträgt. Das wäre ja auch viel zu viel mühe und sorgfalt für eine sache, die gar kein geld mehr einbringt. Stattdessen entsteht beim lesen des artikels der eindruck, dass der sörver seit sieben jahren keine sicherheitsaktualisierung mehr gesehen hat.

Na, ob die grob fahrlässige speicherung von passwörtern im klartext und der verzicht auf gesalzenes häsching, eine sicherheitstechnik aus den späten siebziger jahren, wohl zu einer wohlverdienten, saftigen strafe nach DSGVO führen wird? Oder ob dieses gesetz nur zur gängelung und einschüchterung kleiner, privater internetzmitgestalter wie mir und dir und dir geschaffen wurde? Ihr werdet ja sehen… und ich glaube schon zu wissen.

Auch weiterhin viel spaß und orwellness mit dem überall von allen möglichen klitschen leichtherzig und völlig konsekwenzenlos zugesagten schutz eurer persönlichen daten! Müsst ihr ganz feste dran glauben, denn ganz feste dran zu glauben hilft bestimmt! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Die vom fratzenbuch rausgeschleuderten daten werden schon benutzt…

Ich habe „View as“ mehrfach benutzt, aber meine Tokens sind noch gültig…
Interessant ist, das ich vor einiger Zeit eine bisher unbenutzte Email Adresse eingetragen habe, die kurz darauf zugespammt wurde

Wobei es mich überhaupt nicht wundern würde, wenn das scheißfratzenbuch selbst am spämmen ist — die haben ja damals ihr ganzes scheißgeschäftsmodell mit asozjaler, illegaler und stinkender scheißspämm errichtet, natürlich ohne dass das irgendwelche juristischen folgen hatte. Diesen stinkenden, menschenverachtenden scheißladen fratzenbuch traue ich so ziemlich jede schlechtigkeit zu. Und die leute sind hin zu dem scheißhaufen, als wenns dort lecker wäre… 😦

Datenschleuder des tages

Das fratzenbuch hat durch einen programmierfehler den vollständigen zugang zu rd. fuffzich milljonen benutzerkonten eröffnet. Aber die hatten ja alle nix zu verbergen, was solls also?! :mrgreen:

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall so wohlfeil und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Datenschleuder des tages

Die schweizer steuer-äpp fürs wischofon „steuern59.ch“ hat sämtliche daten aller nutzer ohne zugriffsschutz in eine „cloud“ von amazon gestellt und somit im internetz veröffentlicht. Alle diese auch für kriminelle banden sehr leckeren daten waren auch für technisch eher weniger interessierte zeitgenossen mit frei verfügbarer softwäjhr automatisiert aufzufinden.

Nach Informationen, die heise online exklusiv vorliegen, speicherten die Android- und iOS-Apps dieser Firma alle in der App erhobenen Daten sowie abfotografierte Dokumente beim Cloud-Anbieter Amazon Web Services (AWS). Die Daten in diesem sogenannten AWS Bucket waren für jeden, der ein kostenloses AWS-Konto besitzt, frei einsehbar. Darunter unter anderem die Steuererklärungen und Steuerbescheide, sowie alle abfotografierten Belege wie Lohnabrechnungen, Versicherungsnachweise und Geburts- und Heiratsurkunden hunderter App-Nutzer […] Des Weiteren enthielt der AWS Bucket die Chat-Verläufe der Kunden, in denen diese zum Teil ihre Steuererklärung mit dem Dienstleister besprechen – diese Protokolle waren ebenfalls im Klartext gespeichert

Natürlich waren auch die passwörter der nutzer im klartext gespeichert, dieses gesalzene häsching aus den siebziger jahren kann ja niemand implementieren, wenn er nur ein geschäft mit einer schnell gehäckselten äpp machen will…

Aber sage niemand, dass er nicht vorher gewarnt war! Da steht zwar in den „datenschutzbestimmungen“ für die nutzung dieser scheißäpp…

Die Sicherheit der Nutzer steht an erster Stelle

*kicher!* …dass die sicherheit an erster stelle steht, vermutlich, weil der lügenwerber diese 08/15-formulierung so empfohlen hat, aber da steht auch…

Die Übermittlung von Daten über das Internet ist leider nicht absolut sicher. Die App Steuern59.ch arbeitet mit Dienstleistern und Internetanbietern zusammen, welche angemessene technische und organisatorische Sicherheitsvorkehrungen treffen, um die personenbezogenen Daten der Nutzer zu schützen. Die App Steuern59.ch kann jedoch keine Garantie für die Sicherheit der vom Nutzer übermittelten Daten übernehmen. Jede Datenübertragung erfolgt daher auf eigenes Risiko

…dass die offenbar völlig unseriöse und offen kundenverachtende klitsche, die diese äpp „steuern59.ch“ anbietet, mit allen möglichen, selbstverständlich gegenüber den nutzern ungenannten subunternehmern und subsubunternehmern zusammenarbeitet, jegliche verantwortung für deren datenverarbeitung ablehnt. Was bleibt, ist das „eigene risiko“. Wisst schon, eure sicherheit steht an erster stelle. :mrgreen:

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall so leicht und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Schutz von gesundheitsdaten des tages

Benutzt hier jemand dieses vivy, das euch einige krankenkassen für euer händi andrehen wollen? Hl. scheiße! Ich würde einer krankenkasse, die mir so eine wanze andrehen will, wegen unheilbaren vertrauensverlustes fristlos kündigen und ihr meinen arbeitsaufwand (kündigen, neue kasse suchen, lauferei) in rechnung stellen. Die PResseerklärung klang da noch ganz anders und ist als vorsätzliche lüge zu betrachten

Die Daten der Nutzer seien sicher […] Bei jeder Datenübertragung gebe es mehrstufige Sicherheitsprozesse und eine Verschlüsselung, für die nur der Versicherte den Schlüssel habe

Außer natürlich bei den daten, die verschlüsselt an guhgell gefunkt werden und von denen das opfer der lügen-PR gar nix mitkriegt:

Auch der Google-Tracker »app-measurement.com« fehlt nicht […] Leider können wir die Daten nicht einsehen, da Google eine zusätzliche Verschlüsselung darüber legt

Gruß auch an Jens Spahn von der scheiß-CDU! Man könnte ihn ja mal fragen, was aus den feuchten träumen von der eGK geworden ist — wenn man von kosten und aufwand einmal absieht.

Nachtrag: bei Mike Kuketz gibt es jetzt auch ein paar weitere erläuterungen.