DSGVO des tages

Ein vielgenutztes DSGVO-Plugin für WordPress hat eine schwere Sicherheitslücke

[…] beispielsweise das unerlaubte Erstellen von Admin-Konten […]

😯

Na, ist das nicht toll, wenn man konform zur DSGVO sein will und deshalb über eine sicherheitslücke jedem asozjalen im internetze das vollständige abgreifen aller eingesammelten daten ermöglicht. Aber hej, jetzt müsst ihr, wenn ihr einen solches admin-konto bei euch findet, jedem potenzjell betroffenen nutzer eurer wördpress-seits eine unterrichtung zustellen, dass seine daten möglicherweise in den händen von kriminellen sind. Da freut sich jeder drüber.

Leute! Diese ganze DSGVO ist viel einfacher, wenn ihr auf den ganzen drittkwellenscheiß (einschließlich akismet) verzichtet. Dann braucht ihr auch keine hokuspokus-addons für eurer zum einfachen CMS aufgeblasenes blogsystem, sondern eine einfache und kurze datenschutzerklärung, die ansagt, was gespeichert wird (logdatei, kommentare) und wo ein nutzer die auskunft über seine daten anfordern kann, wenn er das möchte. Und datenschützender ist es auch. Es gibt nämlich nur einen funkzjonierenden datenschutz, und der besteht darin, dass man gar nicht erst daten sammelt und rausschleudert. Alles andere führt über kurz oder lang direkt in die hölle.

Wischofonwahnsinn des tages

Demnächst dürft ihr vierzig weitergegebene dollar kosten der hersteller dafür bezahlen, dass ihr auch weiterhin nicht selbst darüber entscheiden dürft, welche softwäjhr auf von euch gekauften und mit strom versorgten kompjutern ausgeführt wird — und dafür, dass euch scheißguhgell auch weiterhin auf schritt und tritt überwacht. Denn das jemand weitgehend entguhgellte händis macht und dass ihr die womöglich auch noch kauft, das ist ja nicht zu erwarten.

Ja, richtig! Ihr dürft mehr geld für weniger datenschutz bezahlen. Kein witz, sondern guhgell. Also kommt, leute, die kleine orwellness-abgabe ist doch gar nicht so schlimm. Und BRD-bewohner sind da sowieso privilegiert…

Zudem habe der Internet-Konzern die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums in drei Gruppen unterteilt. Für in Deutschland, Großbritannien, Schweden, Norwegen und den Niederlanden verkaufte Geräte werde es die höchsten Gebühren geben

…weil von denen am wenigstens widerstand und kreatives im-ausland-bestellen zu erwarten ist, wenn man ihnen die höchstmöglichen preise abknöpft. Die fressen alles. Die zahlen sogar die teuersten internetzzugänge der welt. Mit denen kann mans machen… 😦

Wenn euch doch nur jemand vor technikverhinderung, monopolisierung und enteignung gewarnt hätte!

Datenschutz des tages

Vom vermieter angebrachte namensschilder an hausklingeln verstoßen gegen die DSGVO.

Also hat das klassische Klingelschild bei Wiener Wohnen jetzt ausgedient, statt Nachnamen würden nun auf der Gegensprechanlage neutrale Top-Nummern angebracht, schildert Wiener-Wohnen-Sprecher Markus Leitgeb

Ich glaube ja (wohlgemerkt: als nichtjurist), dass diese öffentlich angebrachten namen nicht nur in der ostmark, sondern auch in der BRD gegen die DSGVO verstoßen — im gegensatz zu den datensammeleien der presseverleger, der schufa, der versandhäuser und staatlicher stellen. Fühlt euch auch weiterhin schön datengeschützt, ihr rohstofflieferanten des einundzwanzigsten jahrhunderts!

Datenschleuder des tages

Ermöglichen Sie Ihrem Team, die richtigen Kontakte zur richtigen Zeit zu erreichen, mit der perfekten Botschaft, die intelligent, schnell und reichweitenstark umgesetzt wurde

Nun, diese möglichkeit ist jetzt auch kriminellen gegeben, denn die big-däjhta-klitsche namens apollo hat die auch aus nicht-öffentlichen kwellen gesammelten daten zu über 200 milljonen menschen veröffentlicht.

Auch weiterhin viel spaß beim ganz festen glauben an den überall schnell, gern und völlig konsekwenzenlos zugesagten schutz eurer persönlichen daten. Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Datenschleuder des tages

A1 telekom austria (die haben nix mit den deutschen telekomikern zu tun) hat mal eben die kundendatenbank eines längst nicht mehr aktiven hosting-angebotes „veröffentlicht“, schön mit name, mäjhladresse, telefonnummer und passwort im klartext. Dass es das hosting-angebot seit sieben jahren nicht mehr gibt, bedeutet weder, dass jemand die schönen, eingesammelten rohstoffe des 21. jahrhunderts löscht noch dass wenigstens jemand die datenbank auf einen kompjuter ohne permanente internetzanbindung überträgt. Das wäre ja auch viel zu viel mühe und sorgfalt für eine sache, die gar kein geld mehr einbringt. Stattdessen entsteht beim lesen des artikels der eindruck, dass der sörver seit sieben jahren keine sicherheitsaktualisierung mehr gesehen hat.

Na, ob die grob fahrlässige speicherung von passwörtern im klartext und der verzicht auf gesalzenes häsching, eine sicherheitstechnik aus den späten siebziger jahren, wohl zu einer wohlverdienten, saftigen strafe nach DSGVO führen wird? Oder ob dieses gesetz nur zur gängelung und einschüchterung kleiner, privater internetzmitgestalter wie mir und dir und dir geschaffen wurde? Ihr werdet ja sehen… und ich glaube schon zu wissen.

Auch weiterhin viel spaß und orwellness mit dem überall von allen möglichen klitschen leichtherzig und völlig konsekwenzenlos zugesagten schutz eurer persönlichen daten! Müsst ihr ganz feste dran glauben, denn ganz feste dran zu glauben hilft bestimmt! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Klaut des tages

Bericht:
Winzige Chips spionierten in Cloud-Servern von Apple und Amazon

Hej, idjoten! Schön weiter alle geschäftsdaten in die klaut pumpen, der jornalist und der werber hat euch schließlich gesagt, dass das toll, modern und zukunft ist! Digital first, bedauern second.

Ich bin jedenfalls gespannt, wann es zur ersten kriminellen nutzung dieser jetzt bekannten hintertür kommt.

(Und nein, ich halte es nicht für unmöglich, dass china gar nix damit zu tun hat, sondern dass das eine erzählung der NSA ist, um den verdacht von sich selbst wegzulenken. Es ist nur unwahrscheinlich. Die NSA kommt doch eh an die daten der ganzen US-klitschen, einschließlich aller klaut-speicher, und ihr könnt euch sicher sein, dass die vereinigten staaten eines teils von nordamerika auch wirtschaftsspionahsche betreiben. Und von der NSA manipulierte hardwäjhr gibt es auch schon etwas länger. Von daher scheint das größte problem im wegbrechen des spionahsche-monopoles der USA zu bestehen, da muss dann mal kurz die jornalistische empörungskanone in posizjon gebracht werden…)

„Vivy“ des tages

Problembewältigung mit dem texteditor und der ergänzung einer liste — ohne etwas am zustand zu ändern. Willkommen im „datenschutz“ des 21. jahrhunderts! Digital first, bedauern second!

Am heutigen Montagmorgen informierte Vivy seine Kunden nun per Mail über eine Aktualisierung seiner Datenschutzerklärung. Demnach gibt es nun eine Datenschutzerklärung für die eigene Website und eine andere speziell für die App. In der Datenschutzerklärung sind nun die monierten Tracker Mixpanel und Crashlytics aufgeführt […]

Da haben sie schön lange zusammengesessen, und irgendwann kam ihnen die rettende idee: einfach in die datenschutzerklärung reinschreiben, dass externe träcker mit datenhaltung in den USA verwendet werden, und schon ist alles wieder in ordnung. Also juristisch jetzt… und die bleiwüste liest ja zum glück kaum jemand.

Warum die das nicht gleich so gemacht haben, sondern erst einmal auch ihre aufmerksamen kunden mit einem behaupteten datenschutzniewoh verblendeten, dass sie gar nicht erfüllten und auch gar nicht erfüllen wollten, bleibt natürlich das sahnige geheimnis von leuten, die mit einer wischofon-äpp namens „vivy“ gesundheitsdaten für ärzte und krankenkassen einsammeln und auf „cloud“-sörvern von amazon speichern wollten. Und um die äpp zu machen, haben sie halt schnell etwas zusammengestöpselt und alles an träckingbiblioteken dringelassen, was in den komponenten drin war. Instabug zum beispiel, eine bibliotek für die fehlersuche in äpps, die mal eben den gesamten von einer äpp belegten speicher nebst einer genauen dokumentazjon jedes wischers, jedes täpps und jedes geräusches in der umgebung [!!!] in irgendeine „cloud“ hochladen kann. [Sorry, der link geht zu kristian köhntopp bei guhgell doppelplusgut, es wäre mir lieber, der würde noch wie früher sein eigenes blog betreiben.] Hej, sind ja nur gesundheitsdaten, die mit einem schnell zusammengeklöppelten dingens fürs wischfon erfasst werden, was kann da schon schiefgehen?

Wenn ich bei einer krankenkasse krankenversichert wäre, die auch nur versuchen würde, mir mit so einer grundrechtsverachtenden krüppelscheiße zu kommen, würde ich auf der stelle wegen unheilbaren vertrauensverlustes fristlos kündigen und dieser scheißkrankenversicherung meine gesamten kosten in rechnung stellen, die ich wegen dieser durch groben vertrauensbruch verursachten kündigung hätte. Ich glaube nicht, dass die sich unter diesen umständen eine klage trauen würden und bin mir deshalb sicher, dass die spätestens bei zustellung des mahnbescheides zahlen, statt ein gerichtsurteil darüber zu riskieren, ob ein hochladen von gesundheitsdaten auf die sörver von amazon und die verpestung der äpp durch diverse träcker zusammen mit einem verschweigen dieser tatsachen ein schwerer vertrauensbruch ist. Ich bin da — wohl gemerkt: als nichtjurist — sehr optimistisch, dass sich selbst die hamburger dunkelkammer¹ meiner auffassung anschließen würde.

Man kann natürlich auch schweigen, scheiße fressen und darauf warten, dass alles nur immer schlimmer und schlimmer und schlimmer wird…

Nur, wenn man sich den treibern der für dumm gehaltenen herde klar und entschieden entgegenstellt und ihnen nicht recht gibt, indem man sich so dumm verhält, wie sie es erwarten, kann sich die richtung überhaupt ein bisschen ändern. Und der einzige ort, an dem eure antreiber überhaupt noch etwas fühlen, ist das bankkonto, denn wenn sie auch nur minimalen anstand hätten, müsste man so weit gar nicht erst gehen. Ansonsten: viel spaß, ihr lemminge! Oh, guckt mal, die klippe da kommt immer näher!

Nicht daten sind der rohstoff der zukunft, dummheits ists. Sei kein datenbergwerk!

Datenschleuder des tages

Die schweizer steuer-äpp fürs wischofon „steuern59.ch“ hat sämtliche daten aller nutzer ohne zugriffsschutz in eine „cloud“ von amazon gestellt und somit im internetz veröffentlicht. Alle diese auch für kriminelle banden sehr leckeren daten waren auch für technisch eher weniger interessierte zeitgenossen mit frei verfügbarer softwäjhr automatisiert aufzufinden.

Nach Informationen, die heise online exklusiv vorliegen, speicherten die Android- und iOS-Apps dieser Firma alle in der App erhobenen Daten sowie abfotografierte Dokumente beim Cloud-Anbieter Amazon Web Services (AWS). Die Daten in diesem sogenannten AWS Bucket waren für jeden, der ein kostenloses AWS-Konto besitzt, frei einsehbar. Darunter unter anderem die Steuererklärungen und Steuerbescheide, sowie alle abfotografierten Belege wie Lohnabrechnungen, Versicherungsnachweise und Geburts- und Heiratsurkunden hunderter App-Nutzer […] Des Weiteren enthielt der AWS Bucket die Chat-Verläufe der Kunden, in denen diese zum Teil ihre Steuererklärung mit dem Dienstleister besprechen – diese Protokolle waren ebenfalls im Klartext gespeichert

Natürlich waren auch die passwörter der nutzer im klartext gespeichert, dieses gesalzene häsching aus den siebziger jahren kann ja niemand implementieren, wenn er nur ein geschäft mit einer schnell gehäckselten äpp machen will…

Aber sage niemand, dass er nicht vorher gewarnt war! Da steht zwar in den „datenschutzbestimmungen“ für die nutzung dieser scheißäpp…

Die Sicherheit der Nutzer steht an erster Stelle

*kicher!* …dass die sicherheit an erster stelle steht, vermutlich, weil der lügenwerber diese 08/15-formulierung so empfohlen hat, aber da steht auch…

Die Übermittlung von Daten über das Internet ist leider nicht absolut sicher. Die App Steuern59.ch arbeitet mit Dienstleistern und Internetanbietern zusammen, welche angemessene technische und organisatorische Sicherheitsvorkehrungen treffen, um die personenbezogenen Daten der Nutzer zu schützen. Die App Steuern59.ch kann jedoch keine Garantie für die Sicherheit der vom Nutzer übermittelten Daten übernehmen. Jede Datenübertragung erfolgt daher auf eigenes Risiko

…dass die offenbar völlig unseriöse und offen kundenverachtende klitsche, die diese äpp „steuern59.ch“ anbietet, mit allen möglichen, selbstverständlich gegenüber den nutzern ungenannten subunternehmern und subsubunternehmern zusammenarbeitet, jegliche verantwortung für deren datenverarbeitung ablehnt. Was bleibt, ist das „eigene risiko“. Wisst schon, eure sicherheit steht an erster stelle. :mrgreen:

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall so leicht und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Schutz von gesundheitsdaten des tages

Benutzt hier jemand dieses vivy, das euch einige krankenkassen für euer händi andrehen wollen? Hl. scheiße! Ich würde einer krankenkasse, die mir so eine wanze andrehen will, wegen unheilbaren vertrauensverlustes fristlos kündigen und ihr meinen arbeitsaufwand (kündigen, neue kasse suchen, lauferei) in rechnung stellen. Die PResseerklärung klang da noch ganz anders und ist als vorsätzliche lüge zu betrachten

Die Daten der Nutzer seien sicher […] Bei jeder Datenübertragung gebe es mehrstufige Sicherheitsprozesse und eine Verschlüsselung, für die nur der Versicherte den Schlüssel habe

Außer natürlich bei den daten, die verschlüsselt an guhgell gefunkt werden und von denen das opfer der lügen-PR gar nix mitkriegt:

Auch der Google-Tracker »app-measurement.com« fehlt nicht […] Leider können wir die Daten nicht einsehen, da Google eine zusätzliche Verschlüsselung darüber legt

Gruß auch an Jens Spahn von der scheiß-CDU! Man könnte ihn ja mal fragen, was aus den feuchten träumen von der eGK geworden ist — wenn man von kosten und aufwand einmal absieht.

Nachtrag: bei Mike Kuketz gibt es jetzt auch ein paar weitere erläuterungen.

Datenschleuder des tages

Amazon:
Mitarbeiter sollen Kundendaten verkauft haben

Es besteht der Verdacht, dass Amazon-Mitarbeiter vertrauliche Kundendaten vor allem an chinesische Händler weitergegeben hätten […] Dazu sollen Vermittler eingeschaltet worden sein, die die Daten zwischen 80 und 2000 US-Dollar angeboten haben

Tja, auch so ein unterbezahlter, geknuteter und entrechteter mitarbeiter des menschenrechtsverachtenden ausbeuterkonzerns „amazon“ muss ja von irgendwas leben. Das ist halt die kehrseite vom billig.

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall leichtherzig und weitgehend konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Datenschleuder des tages

Knuddels.de, ein tschättanbieter aus der BRD, hat mal eben seine benutzerdatenbank veröffentlicht — und natürlich waren die passwörter im klartext gespeichert. So eine sicherheitstechnik aus den späten siebziger jahren wie das gesaltete häsching von gespeicherten passwörtern, für die es natürlich fertigen, guten und erprobten kohd gibt, war den betreibern dieser tschättenden webkommune wohl irgendwie zu hirnend.

So leute, jetzt könnt ihr mal sehen, ob diese scheiß-DSGVO nur zum fertigmachen und einschüchtern privater webseit-betreiber in der EU konzipiert wurde, oder ob in fällen derart grober fahrlässigkeit auch wirklich die möglichen empfindlichen bußgelder aufgebrummt werden. Ich habe da ja einen verdacht, was passieren wird: nix.

Aber völlig unabhängig von der weiter voranschreitenden, p’litisch gewollten entdemokratisierung des internet: auch weiterhin viel spaß und orwellness beim festen glauben an den überall konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Datenschleuder des tages

British airways hat 380.000 kundendatensätze „veröffentlicht“, schön zusammen mit daten zur bankverbindung und/oder kreditkarte.

Auch weiterhin ganz viel spaß und orwellness beim festen glauben an den überall und ohne jegliche konsekwenzen versprochenen datenschutz und würzhafte reklamelügenfrasen wie „wir nehmen den schutz der daten unserer kunden sehr ernst“ und dergleichen! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Nein, herr staatssekretär!

Werter herr staatssekretär Gerd Billen,

sie haben einen brief an guhgell geschrieben, in dem sie folgenden witz zum besten geben:

„die Erfassung und Speicherung von Standortdaten trotz deaktivierten Standortverlauf“ wäre geeignet, „das Vertrauen der Verbraucher in die Nutzung von Angeboten und Diensten der digitalen Welt ganz gravierend und nachhaltig zu beeinträchtigen“

Nein, herr Billen, das stimmt nicht, und das wissen sie genau. Es gibt keine nachhaltige und gravierende beeinträchtigung irgendeines vertrauens. Tatsächlich ist es den meisten menschen zurzeit völlig egal, wie sehr sie von unternehmen überwacht, verdatet und als „rohstoff des 21. jahrhunderts“ (A. Merkel) an reklameheinis verkauft werden. Gefällt mir auch nicht. Ist aber so.

Aber dafür stimmte etwas anderes, was sie leider nicht schreiben: eine solche datenspeicherung ohne explizite einwilligung des davon betroffenen menschen ist illegal und würde in einem staat, der nicht so eine erbärmliche bananenrepublik wie die BRD ist, zu einer ganz normalen strafverfolgung führen.

Oder ist diese DSGVO etwa gar nicht dazu gedacht, gegen große unternehmen eingesetzt zu werden und soll nur dazu dienen, die ganz normale aktive internetzteilhabe ganz normaler menschen zu einer kwal und zu einem unkalkulierbaren juristischen risiko zu machen, um menschen von aktiver internetzteilhabe abzuschrecken?

Dann sagen sie das doch direkt so, sie stinkender scheißlügner!

Aber in jedem fall: ersparen sie mir und den rest der menschen in der BRD ihre widerwärtige heuchelei!

Ohne gruß.
Nach diktat verreist.

Datenschleuder des tages

LifeLock, eine zu symantec gehörende klitsche, die ihren kunden schutz vor identitätsdiebstahl verspricht, hat sämtliche mäjhladressen sämtlicher kunden offen ins web gestellt. Ein „häck“ war nicht erforderlich.

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an die überall gegebenen datenschutzversprechungen und beim abnicken der ungelesen bestätigten DSGVO-einwilligungen! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Datenschleuder des tages

Der trend geht klar zum „outsourcing“ des datenschleuderns, egal, ob den datenschutzversprechern der „cloud“-anbieter oder den datenschutzversprechern irgendwelcher geschäftspartner vertraut wird: VW, toyota, general motors, ford, fiat chrysler und tesla haben mal eben einen satz interner dokumente, zum teil mit persönlichen daten und zum teil auch mit geschäftsgeheimnissen, bei einer kleinen kanadischen klitsche offen ins internet stellen lassen:

Bei den Daten handele es sich etwa um technische Informationen zu Produktionsabläufen – mitunter streng gehütete Geschäftsgeheimnisse. Verträge, Arbeitspläne und sogar Verschwiegenheitsverpflichtungen […] fast 47.000 Dateien von mehr als 100 Unternehmen, die mit dem kleinen kanadischen Roboterhersteller Level One Robotics and Controls zu tun gehabt hätten […] auch persönliche Daten wie gescannte Führerscheine und Pässe […] auf einem Backup-Server entdeckt

Hej, wer sich schon mit robotik auskennt, kann sich ja nicht auch noch mit kompjutersicherheit auskennen! Gruß auch an die pösen russischen häcker!

Die daten sind doch anonymisiert…

Die einzigen wirklich anonymen daten sind die, die niemals erhoben werden, alles andere lässt sich mehr oder weniger weitgehend deanonymisieren. Jeder und jede, der oder die etwas anderes behauptet, ist entweder völlig ahnungslos oder eine angesprochen unappetitliche leibespforte, die euch vorsätzlich anlügt, um euch zu verdummen und in sorglosigkeit einzulullen.

Datenschleuder des tages

„Ticketmaster“ hat einige seiner kunden am 27. juni 2018 mit folgender mäjhl¹ angeschrieben [bildschirmfoto der mäjhl in ihrem originalen HTML-layout]:

Sicherheitsvorfall bei einem Drittanbieter

Am Samstag, den 23. Juni 2018, hat das Team von Ticketmaster Groß­britannien eine bös­artige Software in einem Kunden­dienst-Tool identi­fiziert, welches von Inbenta Technologies, einem externen Dritt­anbieter, mit dem Ticketmaster zusammen­arbeitet, zur Verfügung gestellt wird.

Sobald wir die Schad­software entdeckt hatten, haben wir das Inbenta-Produkt auf allen Websites abgeschaltet.

Aufgrund des Produkts von Inbenta, das auf den Websites von Ticketmaster International ein­ge­bunden war, wurde möglicher­weise auf einige persön­liche Informationen sowie auf Zahlungs-Informationen unserer Kunden von unbekannten Dritten zuge­griffen.

Wir kontaktieren Sie, weil Sie zwischen September 2017 und dem 23. Juni 2018 Tickets gekauft haben oder versucht haben, Tickets zu kaufen. Auch wenn es keine Hinweise darauf gibt, dass Ihre Daten kompro­mittiert wurden, benach­richtigen wir Sie sicherheits­halber.

Forensische Teams und Sicherheits­experten arbeiten rund um die Uhr daran, herauszufinden, wie die Daten kompro­mittiert wurden.

Wir arbeiten mit den zuständigen Behörden sowie mit den Kredit­karten­unternehmen und Banken zusammen.

Was wir tun:

  • Ticketmaster International hat die spezielle Website sicherheit.ticketmaster.de ein­ge­richtet, um Ihre Fragen zum Vorfall von Inbenta zu beantworten. Sie können uns zusätzlich hier kontaktieren: fan (punkt) help (at) ticketmaster (punkt) de
  • Als Vorsichts­maßnahme müssen alle von uns informierten Kunden ihr Passwort für unsere Website ändern, sobald sie sich das nächste Mal in ihr Konto einloggen.
  • Betroffenen Kunden bieten wir einen kostenfreien Identitäts­überwachungsservice eines führenden Anbieters an. Wenn Sie daran interessiert sind, klicken Sie bitte hier.

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Konto­auszüge auf Hinweise von Betrug oder Identitätsdiebstahl zu überprüfen. Wenn Sie Bedenken haben oder verdächtige Aktivitäten in Ihrem Konto bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihre Bank(en) und Kredit­karten­unternehmen.

Ticketmaster versteht die Bedeutsamkeit Ihrer persönlichen Daten. Die Gewährleistung der Sicherheit der persön­lichen Daten unser Kunden ist uns sehr wichtig und es tut uns leid, Sie aufgrund dieses Vorfalls kontaktieren zu müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Das Ticketmaster Team

Darunter der ganze text noch einmal in englischer sprache, gefolgt von einem hinweis, dass die mäjhl träcking-kohd enthält, mit denen die mäjhls verbessert und noch bessere reklame geschaltet wird. Aber hej, wo ist denn das problem. Diese klitsche namens „ticketmaster“ hat ja schon vortrefflich bewiesen, dass die gesammelten daten bei ihr in den allerbesten händen sind und sagt ja selbst, dass sie die bedeutsamkeit persönlicher daten versteht. :mrgreen:

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall mit leichtem herzen und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten. Die liste wäxt und wäxt und wäxt. 😦

¹Die mäjhl wurde mir von einem leser gesteckt, dessen identität ich hier nicht preisgeben werde. Sonst bekommt der noch eine abmahnung oder gar eine richtige strafe wegen seines datenschutzverstoßes oder wegen seines verstoßes gegen das fernmeldegeheimnis! Ja, so absurd kann das recht in der BRD sein…