Es fällt mir schwer…

Es fällt mir wirklich schwer, angesichts des gerade verstorbenen CDU-kofferkanzlers so viel pietät zu wahren, dass ich mit übleren sprüchen warte, bis die würmerfütterung mit einem körper, dessen anstand schon zu lebzeiten verweste, beendet ist — aber die scheißjornalisten, die gerade wieder den propaganda-hirnfick vom „kanzler der einheit“ breit ansetzen, machen es mir unmöglich, mich gar nicht zu äußern.

Deshalb nur in aller kürze: Helmut Kohl ist nicht bei den leipziger montagsdemos mitmarschiert und hat keine schwerwiegenden persönlichen nachteile (und im falle einer eskalazjon: sein leben) im polizei- und geheimdienststaat DDR riskiert. Seine tat war es nicht, Erich Honecker zu stürzen, Egon Krenz nicht zu akzeptieren und durch gleichermaßen kontinuierlichen wie persönlich gefährlichen widerstand volxkammer-wahlen nach BRD-vorbild (so richtig mit wahlschein und kabine statt des gewohnten faltens und einwerfens) zu erzwingen. Er hat nicht die scheißmauer aufgemacht und hat auch nicht Günter Schabowski so in die enge getrieben, dass dieser als sekretär des zentralkomitees der SED unvorbereitet vor die unversehens scharf gewordene und mit fragen nachhakende jornalistenmeute trat und dann etwas dahingestammelt verkündete, dass die ausreise aus der DDR ab sofort und unverzüglich möglich wäre. Danach gabs natürlich kein halten mehr, und ich lernte schon am nächsten tag, mich an säxisch klingendes deutsch zu gewöhnen… 🙂

Die einzige tat von Helmut Kohl war es, den menschen in der DDR ihre DDR-banknotenläppchen gegen BRD-banknotenläppchen und deutlich billigere versprechen von „blühenden landschaften“ einzutauschen, so dass ein ganzes heer von verbrauchtwagenverkäufern, versicherungsvertretern, tinnefverhökerern und reklamelügnern die menschen in der DDR schön aus dem BRD-bummshaushalt subvenzjoniert abzocken konnte — und später kam dann über die treuhandgesellschaft der totale ausverkauf der letzten reste leidlich funkzjonierender industrieller und landwirtschaftlicher infrastruktur, damit sich das geschäft für die besitzenden auch lohne.

Die frage, wie korrupt wohl die unter der führung von Helmut Kohl zur obszönen bimbespartei verkommene CDU und die zur erbärmlichen bananenrepublik verkommene BRD geworden ist, kann übrigens der heutige herr bummsfinanzminister Wolfgang „dr. seltsam“ Schäuble beantworten, der damals fröhlich briefumschläge mit banknoten entgegennahm, ohne dass das irgendeine juristische konsekwenz hatte.

Wer sich fragt, wo heute „der ganze hass in deutschland“ herkommt, muss schon auf den „aufkauf ost“ unter Helmut Kohl zurückschauen. Helmut Kohl ist nicht der „kanzler der einheit“, sondern der p’litische vater einer gesellschaftlichen kluft in der BRD, die später unter Gerhard Schröder und Angela Merkel noch ausgeweitet wurde und heute kaum noch in erträglicher weise zu überwinden ist. Die scheißjornalisten, die euch wie die gleichgeschalteten duracell-häschen im gut geübten totenredeton ins gehirn stanzen wollen, dass Helmut Kohl der „kanzler der einheit“ war, sind eure feinde. Sie sind übrigens immer eure feinde. Es ist nur nicht immer so offensichtlich.

Den p’litischen zaubertrick mit den neuen bunten läppchen hat Helmut Kohl übrigens mit der einführung des euro wiederholt, und zwar dermaßen „erfolgreich“, dass etliche staaten der europäischen unjon (griechenland, portugal, spanjen, frankreich) so richtig übel im arsch sind. Das war wie bei Uri Geller, der hat auch immer nur seinen immer gleichen löffelbiegertrick gezeigt, und glotze wie presse waren begeistert, wenn er seine krummen dinger machte.

Dass Helmut Kohl gestorben ist, hat die luft in deutschland und in europa ein kleines bisschen sauberer gemacht und ist für jene, die nicht gerade angehörige und enge freunde sind, alles andere als ein grund zur trauer. Der von Helmut Kohl geförderte p’litische trojaner von SED und CDU namens Angela Merkel wird demnächst — ihr lieblingswort war ja jahrelang „alternativlos“, bis selbst die dümmeren das unverschämte in diesem wort bemerkelten — für vier weitere jahre zur bummskanzlerin der BRD gewählt werden, ohne dass es irgendeine aussicht gibt. Was in der BRDDR besser ist: wenn man für die wahl Angela Merkels zur bummskanzlerin ist, kann man inzwischen an unterschiedlichen stellen kreuze schlagen, etwa bei SPD, CSU, FDP, Grüne, AfD, Linke oder einer beliebigen anderen partei. Die zensurgesetze, mit denen der widerspruch gegen den kwasi gleichgeschalteten scheißjornalismus unterdrückt werden kann, werden sogar noch vor der wahl durch den bummstag gepeitscht, und zwar gegen den rat so ziemlich jedes experten. Man darf sich in der BRD ja nicht einmal seinen letzten rest klaren verstandes wegkiffen, um sich diese ganze triste, hirnlose und unmenschliche scheiße ein bisschen erträglicher zu machen… 😦

Ach!

So, und jetzt fähnchen auf halbmast und demnächst helm ab zum gebet, es gibt ein staatsbegräbnis mit allem gedöns, wie immer, wenn ein mafiaboss gestorben ist… wenigstens eine kleine freude.

Alarm! Die hl. wirtschaft ist gefährdet!

Der Anstieg rechtsextremer und rassistischer Straftaten in Ostdeutschland bereitet der Bundesregierung Sorgen. Sie befürchtet dort wirtschaftliche Einbußen

Also schön ein kleines bisschen zurückhalten beim flüchtlingsklatschen und mordbrennen, liebe besorgte bürger und bürgerinnen aus den blühenden landschaften der propaganda Helmut Kohls und der bildzeitung, damit der wirtschaftliche schaden nicht ganz so groß wird…

Übrigens ist der verlinkte taz-artikel eine gewinngarantie im propaganda-bullschittbingo. Das hat fast schon spiegel-niwoh.

Fluchhafen des tages

Glauben Sie mir, kein Politiker, kein Flughafendirektor und kein Mensch, der nicht medikamentenabhängig ist, gibt Ihnen feste Garantien für diesen Flughafen

Und damit ihr auch gleich alle merkt, was die aufgabe eines pressesprechers ist — nämlich die menschen nach strich und faden zu belügen, wenn sie berechtigte interessen haben, etwas zu erfahren — wird Daniel Abbou, pressesprecher der berliner fluchhafens BER, auch zeitnah dem arbeitsmarkt zur verfügung gestellt (wie ein pressesprecher so etwas umschreiben würde).

Rückblick des tages

Es gab in der BRD vor noch gar nicht so langer zeit schon einmal eine flüchtlingskrise, in der ganz viele (rd. 850.000) „wirtschaftsflüchtlinge“ hier ankamen, so dass man sie kaum noch unterbringen konnte

Wohl nur noch in „Baracken-Gettos am Rande der Großstädte“, glaubt Bernhard Happe, Sozialdezernent beim Deutschen Städtetag, ließen sich die Massen aufnehmen, die bis Ende 1990, bei erstmals ganzjährig geöffneten Grenzen, erwartet werden: nach vorsichtigen Schätzungen 1,5 Millionen Neubürger, nach pessimistischen Prognosen weit über zwei Millionen.

Die Zuzügler drängen in ein Land, in dem

  • drangvolle Enge in Auffangquartieren – alten Schiffen, Turnhallen, Kasernen und Campinganhängern – schon jetzt zu Lagerkoller und Depressionen führt […],
  • aufgrund einer verfehlten Wohnungsbaupolitik bereits letztes Jahr rund 800 000 Wohnungen fehlten und sozial schwache Einheimische zunehmend in die Obdachlosigkeit gedrängt werden […],
  • der Arbeitsmarkt schon die Zuwanderer des vorigen Jahres nicht verkraften konnte; bereits Silvester waren 131 000 Aussiedler und 128 000 Übersiedler arbeitslos, neben 1,8 Millionen einheimischen Erwerbslosen […],
  • die Sozialhilfe-Etats der Gemeinden so strapaziert sind, daß die Neuzuzüge bei vielen der 2,5 Millionen westdeutschen Sozialhilfe-Empfänger Fremdenfeindlichkeit und Zukunftsängste wecken […].

[…] In Herne, bei einer Übersiedlerdiskussion, flogen letzte Woche Steine. In einem neuerrichteten Übersiedlerheim in Godorf bei Köln legten Brandstifter Anfang des Monats gleich zweimal kurz hintereinander Feuer. In Stuttgart brannten Übersiedlergegner ein Übergangsquartier bis auf die Grundmauern nieder

Herzlichen glückwunsch!

Ich gratuliere der deutschen demokratischen republik zum 66. jahrestag der republik! Fürwahr, es wux zusammen, was zusammen gehörte!

In hannover wird dieser tag um 18:30 von der „gruppe 7. oktober“ mit der großen panzerparade auf der fußgängerbrücke zum ihmezentrum gefeiert werden, anschließend gibts heiße soljanka und gekühlte getränke aus unserer sozjalistischen heimat.

Die fehlenden

So so, es ist also möglich geworden, die STASI-akten aus der DDR wieder zusammenzusetzen und zu lesen, und da wird auch gleich klar, gegen welche leute die STASI wie vorgehen wollte:

Unter den aufgeführten Namen waren prominente Staatskritiker wie Gerd und Ulrike Poppe, Bärbel Bohley oder Wolfgang Templin. Ihnen wurde von Seiten der Stasi vorgeworfen, durch „Aktivitäten über die Massenmedien feindliche und negative Kräfte im Innern der DDR zu mobilisieren“.

So weit eigentlich nichts unerwartetes. Es gibt natürlich auch ein paar namen, die man in diesem kontext geplanter repressjonen gegen menschen ziemlich sicher nicht in STASI-akten finden wird. Zum beispiel den namen Joachim Gauck. Oder den namen Angela Merkel…

Brüller des tages

Wie umfassend die NSA ihre Alliierten nach dem jeweiligen Stand der Technik ausspionierte, wie selektiv die Amerikaner mit ihren deutschen Kollegen vom BND umgingen, war dem ostdeutschen Ministerium für Staatssicherheit seit 1985 bekannt

Und hier in der BRD tun p’litikarschlöcher im jahre 2013 als ganz miese und volxverachtende laienschauspieler vor den kameras und mikrofonen von glotze und jornallje so, als fielen sie aus allen wolken — was für ein absurdes teater!

Geistiges eigentum des tages

„Wir sind das volk“? — nein, dieser spruch gehört nicht mehr dem volk, sondern ist jetzt „geistiges eigentum“ der „deutschen volxpartei“. Gruß auch an die menschen, die in der früheren DDR mit mutigen demonstrazjonen und späterer fauler bereitschaft zum unhinterfragten instrumentalisieren-lassen durch den gleichfalls durch und durch verrotteten BRD-p’litapparat die grundlage dafür gelegt haben, dass sie von ihrem eigenen motto enteignet werden konnten.