Demonstrazjonsrecht des tages

Ich wünsche den menschen in der BRD auch weiterhin viel spaß dabei, ihre „demonstrazjonen“ bei der polizei anzumelden. Die macht dann auflagen, und wenn man dagegen verstößt, wirds eventuell teuer und/oder der knüppel aus dem sack gelassen. Zum beispiel die auflage, dass man beim demonstrieren gegen die scheißpropaganda der scheißbildzeitung nicht die straße benutzen darf.

Titte des tages

Um die prächtigen fotos in diesem bericht einer britischen gossenzeitung sehen zu können, muss man mindestens skripten von thesun.co.uk zulassen. Wer gern prächtige milchfabriken sehen möchte: es lohnt sich (obwohl die nippel verpixelt sind, wenn über eine demo berichtet wird, die freiheit für die nippel einfordert) und ist sogar feministisch korrekt. 😉

AFD des tages

Immer wieder wird von rechter Seite behauptet, linke Proteste würden bezahlt. Nun ist eine E-Mail aufgetaucht, in der die AfD 50 Euro für die Teilnahme an einer Demonstration bietet

[Archivversjon]

Hui, ein fuffie. Davon könnte ich einen ganzen scheißmonat lang leben.

Mittlerweile bestätigte aber Parteisprecher Robin Classen die Echtheit der E-Mail. Es habe die Überlegung gegeben, einen Bus nach Berlin zu organisieren oder einen Zuschuss bei eigener Anreise zu zahlen, erklärte Classen. Der Landesvorstand habe sich für die flexiblere Lösung des Zuschusses entschieden. Die Teilnehmer reisten nun einmal aus unterschiedlichen Ecken von Rheinland-Pfalz an. Für den Zuschuss sei ein Nachweis nötig – etwa ein Foto von der Demonstration am Berliner Hauptbahnhof

Wer nix mehr wird, wird bezahlter berufsdemonstrant! :mrgreen:

Auch in österreich: mehr marktkonforme demokratie!

Kann ja nicht angehen, dass menschen von ihrem demonstrazjonsrecht gebrauch machen und damit umsatzeinbußen bei einzelhändlern verursachen!

Trefelik sieht Händler aufgrund der Kundgebungen vor ihren Geschäftstüren um Kundschaft bangen. Er bringt daher morgen, Dienstag, einen Antrag im Wirtschaftsparlament ein. Demnach sollen in Wien Plätze für freie Meinungsäußerung vorab definiert werden.

Die Zahl der Demos habe in den vergangenen sechs Jahren erheblich zugenommen, wie aus dem Antrag hervor geht. Wiener Händler erlitten dadurch Umsatzeinbußen von teilweise bis zu 70 Prozent.

Tja, wenn die wiener händler zu blöde sind, einfach vor ihren scheißläden überteuerte heiße würstchen und getränke für die demonstranten zu verkaufen, dann müssen sie halt eine einschränkung von verfassungmäßig gegebenen grundrechten einfordern. Am besten, die leute demonstrieren nur noch dort, wo ihre demonstrazjon von niemanden mehr bemerkt werden kann, dann ist alles wieder in butter und die geschäfte laufen wieder wie geschmiert. Auch die polizeiarbeit wird dadurch sehr erleichtert. Man könnte zum beispiel gleich einen großen demonstrazjonskäfig aufstellen und sich das komplizierte einkesseln sparen.

Es kommen heitere zeiten in der europäischen unjon, dieser wertegemeinschaft der menschenrechte und so blah blah weiter…

Ich hätte ja nicht geglaubt…

Ich hätte ja nicht geglaubt, dass mich irgendetwas dazu motivieren könnte, das blog von Christopher Lauer zu verlinken, aber diese angemeldete demonstration gegen die paramedizinische folter von autistischen kindern mit bleichmitteleinläufen am samstag, den 26. april um 10:00 uhr vorm hannover congress centrum ist mir einen hinweis wert.

Wer sich nicht so gut in hannover auskennt und trotzdem teilnehmen möchte: das HCC ist hier. Bei etwas größeren veranstaltungen ist es oft etwas schwierig, in der unmittelbaren nähe einen parkplatz zu finden, deshalb könnte es eine gute idee sein, einfach auf dem zoo-parkplatz zu parken und die gefühlten fünfhundert meter zu fuß zu gehen — natürlich kostet das ein bisschen geld. Ansonsten: irgendwo parken, mit dem recht teuren nahverkehr (2,40 euro für eine einzelkarte) zum hauptbahnhof fahren, dort in die straßenbahn-linje 11, richtung zoo einsteigen und direkt dem HCC vor die türen fahren. Ach ja, hier noch die obligatorische nahverkehrsübersicht

(Ich werde wahrscheinlich nicht dort sein.)

Was kann man gegen demonstrazjonen tun?

Es antworten BRD-p’litiker, vorwiegend aus der hamburger CDU:

  • Man kann leute, die demonstrazjonen anmelden, im vollem umfang haftbar für die taten anderer menschen machen.
  • Man kann jede demonstrazjon präventiv videoüberwachen — es handelt sich ja sowieso um gewalttätigen abschaum.
  • Man kann telefonie und internet in der BRD vollständig anlasslos überwachen, um irgendwelche verabredungen aufzuspüren.
  • Man kann demonstranten den führerschein wegnehmen.
  • Man kann demonstranten das abitur und hochschulabschlüsse verweigern.

Alles miteinander „lupenreine demokraken“…

Prof. dr. Offensichtlich: jetzt blogger

Prof. dr. Offensichtlich ist unter die blogger gegangen und hat beim vergleich der fernsehnachrichten mit der wirklichkeit festgestellt, dass die bildauswahl und darstellung der wirklichkeit in diesem mit zwangsgebühren finanzierten BRD-kwasistaatsfernsehen „ein bisschen“ manipulativ ist. Eine großartige erkenntnis, die hoffentlich weite aufmerksamkeit findet!

Siehe auch vor einem jahr bei der tagesschau zu demonstrazjonen in spanien… und jeden verdammten abend vor der röhre, die das hirn grillt.