Die nächste eskalazjon der hirnficksprache

Nachdem sich die meisten menschen im deutschsprachigen teil der welt inzwischen daran gewöhnt haben, dass jetzt nicht mehr verdächtige — also menschen, die guten grund zum verdacht geben — polizeilich und geheimdienstlich be- und misshandelt werden, sondern so genannte gefährder, was ein beliebig dehnbares wort ist, kommt nun endlich unter der hirndörrenden sonne dieses sommers das nächste tolle wort, das noch willkürlicher ist und damit wohl eine fase noch willkürlicheren vorgehens im polizei- und geheimdienststaat BRD einläutet: gefährdungspotenzjal.

Na, so lange die nach mordzahlen erfolgreichste terroristische organisazjon in der BRD des 21. jahrhunderts, der so genannte „nazjonalsozjalistische untergrund“ jahrelang polizeilich und geheimdienstlich geschützt und möglicherweise sogar finanziert wurde, weiß zumindest ich, wo hier die wahren gefährdungspotenzjale liegen.

Diese „rechtschreibreform“ geht an uns vorbei…

Möglich, aber orthografisch und grammatisch nach dem aktuellen amtlichen Regelwerk nicht normgerecht, sind auch sogenannte Gender-Sternchen (Lehrer*innen) oder Schrägstriche (Lehrer/in) sowie die X-Form (Dix Studierx)

Aber keine sorge, der irrsinn wird von höheren töchtern und akademikerinnen mit trollfeministischem hintergrund immer und immer wieder im namen der gerechtigkeit vorgelegt werden, bis er im duden steht. Und dann wird er durchgesetzt. Ganz so, als wäre die gegenwärtige ortografie der deutschen sprache noch nicht unregelmäßig und gaga genug…

Nur, damit das mal geklärt ist…

Beschluss des bummsgerichthofes vom 23. januar 2018 (1 StR 625/17):

Das Landgericht hat durch die Verwendung weniger einzelner, ursprünglich aus der englischen Sprache stammender Begriffe (wie „Blow-Job“ oder „Doggy-Style“) bei der Wiedergabe der Aussagen der Nebenklägerin im Urteil nicht gegen § 184 GVG („Die Gerichtssprache ist deutsch.“) verstoßen

ENDLICH! EIN NEUER GROẞBUCHSTABE!

Rechtschreibrat macht Weg für großes Eszett in amtlicher Rechtschreibung frei

Endlich gibt es den überflüssigsten buchstaben der deutschen sprache auch als versalje. Oh, ihr glücklichen schweizer, die ihr euch so vortrefflich verstehen könnt, ohne dieses zeichen zu schreiben!

Vielleicht sollte eine „inizjative der ſchreibgemeinſchaft“ sich befleißigen, noch einen dritten buchſtaben für den gleichen laut einzuführen. Unicode haben wir ja inzwiſchen alle. Naheliegend wäre die noch aus dem frakturſatz vertraute unterſcheidung zwiſchen langem s „ſ“ und schluſs-s „s“, die kombiniert mit der aktuellen rechtſchreibung für ein abſurdes und ausgeſprochen häſsliches ſchriftbild ſorgte. Der ganz extragroße vorteil dabei: ähm… endlich wird das ſchreiben wieder komplizierter! Und außerdem verbeſſert sich die eindeutigkeit der ſchriftſprache. Zum beiſpiel, weil man auf dem erſten blick den unterſchied zwiſchen der „wachstube“ (eine tube voller wax) und der „wachſtube“ (eine stube für die wachenden) erkennen kann. Gut, die rechte gutſchreibung ſchreibt für erſteres einfach „waxtube“, aber davon werde ich die werten mitmenſchen im rechtſchreibrat leider nicht überzeugen können…

Gender des tages

Weil ich gerade einen knalligen text nach dem anderen finde (ist heute eigentlich der welttag des weltknalls oder sowas), möchte ich dieses beispiel wunderschöner, leicht erfassbarer und sichtbar um gender-gerechtigkeit bemühter sprachbenutzung auch nicht unverlinkt lassen: „Statement zum Ausschluss von R.“ — und nur für den unwahrscheinlichen fall, dass dieses beachtenswerte dokument, das mindestens achteinhalb schwitters auf der nach oben offenen dada-skala erreicht, demnächst verschwinden sollte, sei hier zur förderung der p’litischen willens- und unwillensbildung ein linkchen auf eine dauerhaft archivierte versjon gesetzt… 😉

Natürlich habe ich das von fefe, der sicherlich eine enome anzahl_in leserx auf diese sonst eher unbeachtete webseit gelockt haben wird.

Und jetzt bitte gleich beim sexismusbeauftragten weiterlesen… 😀

Schule des tages

In der ostmark wird an der schule deutsch gesprochen, damit sich auch niemand von einer anderen Sprache beleidigt fühlen kann!!!1! Aber keine sorge, diese schule mit ihrem markant undeutsch klingenden namen „vienna business school“ hat sich da nur missverständlich ausgedrückt und meinte gar nicht, was da im aushang steht; sie steht in wirklichkeit für gelebten interkulturellen austausch.

[via tuximail@pod.geraspora.de]

Rechtschreibpolizei!

Wer schon einmal der im internetze so verbreiteten rechtschreibpolizei begegnet ist, die sich nicht mit inhalten, meinungen und menschen auseinandersetzt, sondern einfach nur lehrerhaft auf ein paar fehler deutet… ähm… so etwas gibt es auch außerhalb des internetzes. Mit anschließender ermittlung wegen gefährlicher körperverletzung.

Tag der deutschen sprache

Heute ist übrigens ein feiertag, der zwar nicht im kalender steht, aber von den leuten vom „verein deutsche sprache“ proklamiert… ähm, vielleicht besser „ausgerufen“ wird: der tag der deutschen sprache. Gut, dass sich die vereinsmeier so viele gedanken um wichtige feiertage machen, die mir so sehr gefehlt haben, dass ich gar nicht wusste, wie sehr ich sie vermisst habe.

Ich erkläre den morgigen tag hiermit offizjell und kraft meines eingebildeten auftrags zur weltbelehrung und weltverbesserung zum tag der entspannten masturbazjon. Besser, man wixt dort, wo es für unmittelbare entspannung sorgt, als dass man wie gewisse leute geistig wixt. Denn dieses geistige wixen, das macht dumm und lächerlich…

Neusprech des tages: luftschlag

Der L. kam während des Krieges in Jugoslawien in Mode. Damals warfen teilweise mehr als eintausend Flugzeuge der Nato Bomben ab und töteten schätzungsweise 3.500 Menschen. In der deutschen Öffentlichkeit war das seltsamerweise irgendwie unpopulär, sodass Bundeskanzler Gerhard Schröder und andere Politiker lieber von L. redeten als von Angriff oder Bombardement. Seit dem wird der Ausdruck immer wieder benutzt, um kriegerische Handlungen weniger brutal erscheinen zu lassen

Spaß mit Guhgell: Lespen

Und ich wundere mich noch darüber, dass dieser suchbegriff im spämmblog zurzeit ein richtiger „erfolg“ ist:

Suchbegriff: lespben, ungefähr 135.000 ergebnisse

135.000 treffer gibt es also für jemanden, dem bei der nutzung des internetzes das blut so sehr vom hirn in die hose geflossen ist, dass er nicht weiß, wie man das wort „lesben“ überhaupt schreibt.