Titelmühle des tages: die TU berlin

Das lief da komplett Telekom-intern. Die TU schiebt nur noch die Promotionsurkunde rüber

Ein paar zitate aus dieser dissertation in kompjutersicherheit bitte dort weiterlesen. Aber keine harten gegenstände in kopfnähe. Das muss diese zukunfts- und forschungspolitik sein, von der sie immer alle faseln!

„Rundfunkgebühren“ gegen die netzneutralität

Ab morgen ist die ZDFmediathek über Entertain verfügbar. Das Datenvolumen des IP-TV-Angebots rechnet die Telekom ihren Kunden bei der geplanten Drosselung nicht an

Na, schon GEZahlt? Freust du dich auch, dass die kwasikopfsteuer jetzt dazu verwendet wird, der scheiß-telekom die auflösung der netzneutralität zu vergolden? Es kostet ja auch „nur“ den preis eines vollkornbrötchens am tag, das internetz kaputt zu machen.

Mehr verachtung für die hirne unserer kunden

Die werbelügner bei der deutschen telekom so: Wie nennen wir es mal, wenn wir vor gericht verloren haben und unsere volumentarife nicht mehr wie früher betrügerisch als „flatrate“ verkaufen dürfen? Da sagt ein besonders stinkendes individuum: nennen wir es doch einfach „mehr transparenz für unsere kunden“. Gute idee, sagten sie alle nickend und fingen damit an, ihre intelligenzverachtenden lügentexte zu schreiben.

Klingt ja viel auch besser als das wahrere „wir müssen mit diesem schwindel aufhören, weil sogar ein geldhöriges gericht der BRD der meinung ist, dass es sich um eine kundenverarschung handelt“.

So, und jetzt noch schnell hinschreiben, dass man den betrug auch wirklich nicht durchzieht, dazu einmal in die pose des wohltäters werfen (wir hätten ja auch in berufung gehen können), und fertig ist das hohle, widerwärtige PR-geseiere. Und das beste daran (für die telekom, nicht für ihre kunden): in ein paar wochen gibts dann neue, gerichtsfestere bezeichnungen für den vorerst gescheierten schwindel. An der verfeinerung des beschisses der kunden sitzen gerade einige gutbezahlte scheißjuristen.

Drosselkom, hol dich der insolvenzverwalter! 👿

Drosselkom des tages

Vor dem landgericht köln hat die deutsche drosselkom mit ihren drosselplänen jedenfalls verloren:

Mit dem Begriff „Flatrate“ verbinde der Durchschnittskunde jedenfalls bei Internetzugängen über das Festnetz einen Festpreis für eine bestimmte Surfgeschwindigkeit und rechne nicht mit Einschränkungen. Das Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung werde durch die Drosselung empfindlich gestört, weil etwa im Fall von VDSL-Verträgen mit besonders hoher Übertragungsgeschwindigkeit weniger als 10 % der ursprünglich vereinbarten Mindestübertragungsgeschwindigkeit zur Verfügung stünden

Hej, ich hoffe, jeder mit einem händivertrag hat gründlich mitgelesen! Oder jeder kunde von kabel deutschland! Lasst dort eine riesen süpport-party steigen mit euren ganzen briefen und anrufen, nachdem das urteil veröffentlicht wurde — und vergesst nicht, zusammen mit einer angemessenen fristsetzung für die erfüllung des vertragsinhaltes „flatrate“ (eine woche ist in meinen nichtjuristischen augen angemessen) gleich anzukündigen, die nicht gelieferte vertragliche leistung damit zu „honorieren“, dass ihr sie einfach nicht bezahlen werdet! 😀

Gruß auch an vodafone, die ja auch zu gern altverträge in drosselverträge umwandeln würden!

Drosselkom des tages

Was die deutsche telekom gar nicht mag? Na, wenn man einen vertrag mit denen hat und die vertraglich von der deutschen telekom zugestandene leistung unverschämterweise einfach so nutzt:

Laut einem Bericht gibt es Überlegungen, künftig „unwirtschaftliche Kunden“ mit Flatrate-Verträgen in teurere Tarife zu drängen — oder ihnen zu kündigen

Was die deutschen telekomiker in ihre reklame reinschreiben, das sind eben lockvogel-angebote. Was ihr in wirklichkeit bekommt, ist ein „prepaid“-vertrag mit verfallendem guthaben. Und wenn ihr mehr verbraucht, werdet ihr rausgeekelt oder abgezogen.

Ach ja, und dass für dieses „geschäftsmodell“ sämtliche verbindungsdaten abgeschnorchelt und elektronisch ausgewertet werden, scheiß auf das fernmeldegeheimnis, das kommt als kleines sahnehäubchen oben drauf. Die frage, ob solche daten auch an diese dienste weitergegeben werden, deren menschenverachtendes treiben man lieber geheim hält, beantwortet sich durch nachdenken. Gesammelte daten werden benutzt. Immer. Ohne ausnahme.

Gefühlte internetz-sicherheit des tages

Die werbelügner der deutschen telekom, von web.de und GMX streuen den leuten sand in die augen, indem sie ihnen „sichere mäjhl“ versprechen, aber damit nur einen TLS-verschlüsselten transport der mäjhl zum anwender und innerhalb ihrer eigenen server meinen. Auf ihrem weg durchs sonstige netz bleibt die mäjhl offen wie eine postkarte. Und natürlich ist da noch die speicherung auf einem sörver in einem staat, in dem die so genannten „bestandsdatenauskunft“ gilt, in dem also sogar passwörter herausgegeben werden müssen, wenn eine ordnungswidrigkeit vorliegt. Ja, das ist geltendes recht in der BRD. Da kann man auch gleich in die stasi-2.0-USA gehen…

Wenn die drosselkom kommt…

Wenn die drosselkom kommt, dann wird man sich in so machem haushalt immer wieder mal fragen, ob man denn jetzt wirklich die sicherheitsaktualisierungen für sein betriebssystem auf allen rechnern (ja, bei normalen familjen steht mehr als ein kompjuter herum) installieren muss, oder ob man nicht lieber bis zum ende des monats halbwegs erträgliches internetz haben will.

Aber scheißegal, was ist schon so ein bisschen sicherheit und was sind schon ein paar von kriminellen übernommene rechner, wenn die deutsche telekom so viel pinke pinke geschäft wittert?!

Ihr telekomiker, ich hoffe, dass euch jemand für die schäden haftbar macht, die ihr in eurer gier anrichten wollt! Verreckt einfach!

ISDN

Es kommt durchaus häufiger bei mir vor, dass ich sehr alte zeitschriften lese — vor allem so etwas wie die spektrum der wissenschaft. Dabei sind nicht nur die artikel interessant, sie werden auch sehr durch die alte werbung aufgelockert.

Heute habe ich die april-ausgabe 1995 der spektrum der wissenschaft in die hand bekommen, die mich besonders wegen des artikels zu den Ljapunow-diagrammen interessierte (ich habe da ja auch noch so ein fraktal-blog). Darin ist nicht nur ein ausgesprochen lustiger aprilscherz (allein für den hat es sich gelohnt, das alte papier zu bekommen) auf den seiten 24 bis 26, darin ist auch eine ausgesprochen lustige realsatire. Diese ist eine doppelseitige reklame der deutschen telekom auf den seiten 64 und 65. Diese reklame war gewiss nicht billig, aber sie sollte ja auch den neuesten schrei der damaligen technik verkaufen, damals, im jahre 1 nach den mosaic netscape 0.95beta, der den heutigen internetz-wahn einleitete.

Der (für die telekom) neueste schrei war ISDN. Die reklame zeigt einen sichtbar ungeduldig im zug zwischen zwei zeitungslesern sitzenden schlipsaffen und darunter prangt im großen schriftgrad der text „Halbstündige Konferenzen können einen ganzen Tag dauern. Oder mit ISDN und Ihrem PC nur 30 Minuten.„. Über die beiden seiten sind kleine grafische augenfänger verstreut, jedes mit einem kleinen text. Rechts außen in der mitte sind etwa zwei stapel heiermänner, neben denen „ISDN spart nicht nur Zeit, sondern auch Reisekosten“ steht, unten rechts ist ein billiger schokocrem-doppelkeks mit dem erläuternden text „Gute Verpflegung stärkt die Nerven. Leider sind warme Mahlzeiten beim ‚Lokaltermin‘ eher die Ausnahme.“ und unten links zeigt die telekom neben einem monitor mit ein paar chart-grafiken und einem fenster, in dem ein gesicht sichtbar ist, ihr damaliges verständnis von der zukunft der telekommunikation: „Multimedia-Kommunikation von PC zu PC. Z.B. mit dem günstigen ProShare 200™ Video System der Deutschen Telekom.

Der in einem relativ kleinen kasten eingeschlossene, eigentliche werbetext sei hier kurz zitiert, ich habe mich fast weggeschmissen — so ein dummfug stand damals zwar in fast jeder zeitung und zeitschrift, wie ich mich jetzt wieder erinnern musste, aber in den letzten fünfzehn jahren habe ich das alles gut verdrängt:

Mit ISDN arbeiten Sie direkt von PC zu PC zusammen. Ganz einfach per Multimedia-Kommunikation. Statt zeitraubender Reisen genügt so ein Knopfdruck, um sich zu einem Arbeitsgespräch zu treffen. Durch die hohe Übertragungskapazität des ISDN können Sie sich auf dem PC gleichzeitig sehen, hören, sprechen und gemeinsam an Dokumenten arbeiten. Also z.B. zusammen Texte bearbeiten, Grafiken diskutieren oder Kalkulationen besprechen. Und selbstverständlich können Sie über Ihren ISDN-Anschluß auch Daten und Texte austauschen, faxen und parallel dazu mit digitalem Komfort telefonieren — national sowie international.
Interesse? Sprechen Sie mit uns über ISDN. Telefax 01 30-80 80 44 oder Telefon 01 30-80 80 88

Wie lächerlich wohl die technischen heilsversprechen der heutigen werber in ein paar jahren wirken werden?