Ditschitäll bullschittbingo für digitale analfabeten

Diese Firmen sind gar keine richtigen Firmen. Sie sind Finanzprodukte. Eine kleine Lore, die man runter in die Salzmine schickt und die gefüllt mit Geld wieder rauskommt. Nur aus diesem Grund gibt es diese Firmen. Das veränderte meine Sicht auf den Ort, an dem ich arbeitete, komplett. Mir wurde klar: Unser Produkt ist nicht die Software. Das Produkt ist die Firma selbst. Am Ende bestand mein Job darin, dazu beizutragen, eine Geschichte zu erfinden, die hilft, der Wall Street Aktien anzudrehen. Eine Geschichte, auf die nicht nur Investoren reinfallen, sondern auch die Angestellten

Erinnert mich irgendwie an die zustände anfang der nuller jahre in der BRD, wo noch die absurdesten geschäftsideen mit risikokapital im dreistelliger milljonenhöhe gepämpert wurden, wenn nur der anzug saß, der schlips aus feinem zwirn war und die unfassbar dumme kwasibetrugsstory toll genug klang. Wisst ja: das wichtigste beim betrug ist seriosität. Aber warum sollte dumme gier nicht immer wieder genau die gleichen dummheiten wie immer hervorbringen? Mit dem geldbesitz kommt nun mal kein wissen ins haus.

Ich freue mich ja auf den tag, an dem auch noch der letzte idjot bemerkt, dass datensammlungen die tulpen des 21. jahrhunderts sind.

Spezjalexperten überall!

Ausbruchswelle des Verschlüsselungstrojaners GandCrab, der sich wieder einmal über Bewerbungs-Unterlagen verbreitet […] Die Methode […] funktioniert Jahre später offensichtlich immer noch […] Word-Dokument, das beim Öffnen versucht, den Anwender zur Aktivierung von Makros zu überreden

Oh, da ist eine mäjhl von einem unbekannten, und da hängt ein anhang dran, ich mache den mal auf… oh, das ist ein offißß-dokument, das unbedingt das privileg braucht, kohd in wörd ausführen zu können, was kann dabei schon passieren… weia! Dettelbach ist überall. Und das antivirus-schlangenöl…

Aktuell schlagen laut des Web-Scanners VirusTotal immer noch nicht alle AV-Programme auf den Schädling an

…taugt mal wieder gar nix gegen aktuelle schadsoftwäjhr. Ein gehirnchen hätte ja geholfen.

Wenn ich brötchengeber wäre und jemanden eingestellt hätte, der mir in seinen bewerbungsunterlagen aus einer bewerbungsvorlage reinkopiert hätte, dass er sich mit kompjuter, offißß, mäjhl, internet und so auskennt, dann würde ich den voll haftbar für den klicki-klicki von ihm angerichteten schaden machen — und ihn vorher darüber belehren und ihn auch unterschreiben lassen, dass ich ihn belehrt habe und dass er damit einverstanden ist.

Kwalitätsjornalisten erklären kompjutertechnik

Ein Gif, die Abkürzung steht für Graphics Interchange Format, ist ein meist extrem kurzes Video. Es zeigt in Dauerschleife nur einige wenige Bilder, häufig ohne Ton

Kopf-Tisch, Kopf-Tisch

via @tux@pod.geraspora.de | Dauerhafte archivversjon, damit dieses glanzstück des kwalitätsjornalismus auch niemals verloren gehe… und nein, ich glaube nicht, dass sich diese wegwerftextschreiber bei temen, von denen ich zufällig gar nichts weiß, auch nur eine spur besser auskennen als beim tema „GIF-bilder“.

Cargokult des tages

Wer das wort „cargokult“ noch nie gehört hat: die wicked pedia hilft.

Beim US-senat gibt es jetzt einen cargokult, der ein sicheres digitales zugangssystem zum parlamentsgebäude sein soll. Es kann sich eigentlich nur noch um wenige monate handeln, bis die bewohner der USA ihre felder mit isotonischen getränken gießen, weil da elektrolyte drin sind. :mrgreen: