Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat rausgekriegt, dass es ein datenschutzproblemchen sein kann, wenn man seine DNA von irgendeiner klitsche aus der reklame analysieren lässt [archivversjon].

Hej, aber immerhin wird euch datenschutz versprochen! 🤞

Zwei große Anbieter versichern auf ihrer Homepage und in den Datenschutzerklärungen, die Daten gehörten den Kunden selbst, alles sei sicher und geschützt

Die klitschen kennen sich bestimmt mit datenschutz aus! Die haben sicherlich genau so viel datenschutz-sorgfalt wie die ganzen anderen datensammelnden klitschen, die ihren nutzern auch den größtmöglichen datenschutz versprechen!

Ach! Was rede ich?! Die idee, sich vor irgendeiner windigen klitsche mit komischem geschäftsmodell so richtig blitze blanke datennackt zu machen (inklusive vermarktbarer gesundheitsdaten, die aus der DNA gewonnen werden können), die ist so geil, da kann die ganze generazjon wischofon sicherlich wieder nicht widerstehen. 😦

Forensik des tages

Wie viele leute sitzen in der BRD eigentlich im knast, weil sie wegen irgendwelcher DNA-spuren überführt worden? Das scheint ja ein total sicheres verfahren zu sein, bei dem überhaupt keine fehler möglich sind

Mit gruß an die bundesbullen, die das immer gleiche metermaß an jedem nur erdenklichen tatort zu benutzen scheinen und es in fünf jahren nicht geschafft haben, das dingens mal zu reinigen. Gut, dass hier wenigstens keine unschuldig verurteilten straftäter vom staat ermordet werden, wie das in ein paar anderen, barbarischeren staaten üblich ist.

Absurde meldung des tages

Microsoft hat im Zusammenarbeit mit der University of Washington den bisher größten DNA-Datenspeicher vorgestellt. Auf dem 202 Megabyte fassenden DNA-Strang wurde der OK Go-Song „This Too Shall Pass“ gespeichert – das Lied ist so theoretisch für die Ewigkeit gesichert

So, so „theoretisch für die ewigkeit gesichert“… wollen wir mal hoffen, dass da nicht ein gammakwant oder sauerstoff-molekül vorbeigeschlichen kommt und ein bit verändert.

Und vor allem: wollen wir mal hoffen, dass wir in der BRD nicht demnächst für die ganze DNA in unseren zellen eine abgabe an die contentindustrie zahlen müssen, weil man darauf ja auch wertvolles geistiges eigentum speichern könnte — so, wie wir es jetzt schon für jede verdammte festplatte, jeden verdammten speicherstick, jedes verdammte händi und jeden verdammten drucker tun, um uns zum „dank“ für dieses geld von vertretern der gleichen kalten, gierkranken und kulturfeindlichen industrie bei jeder nur denkbaren gelegenheit als raubkindermordfickerkopierer beschimpfen zu lassen…