Quake!

Hat hier noch jemand ein olles quake (damals natürlich von „id software“) rumliegen? Das erste natürlich (und in meinen augen das letzte id-spiel, dessen einzelspielermodus noch etwas von id hatte, sowohl im guten als auch im schlechten). Zum zwanzigsten geburtstag gibts eine neue episode… [Direkte daunlohdadresse bei bethsoft.com]

Aber nein, da saß natürlich diesmal kein John Romero mit dran, und es wäre deshalb wohl zu viel verlangt, wenn man typische Romero-level spielen möchte. Aber trotzdem: ich habs kurz in darkplaces¹ angespielt, und der erste level macht einen recht soliden eindruck. Nur ganz am anfang, bevor es überhaupt losging, war es nicht besonders leicht für mich, den sprung zu „hard“ zu machen. Ich war nie ein guter quake-spieler… und muss vermutlich froh darüber sein, dass die mir nicht gleich zur einführung einen raketenwerfer hingelegt haben und einen rocketjump gefordert haben. 😀

(Ich habe nie einen guten rocketjump hinbekommen. Ich sags ja: ich war noch nie ein guter quake-spieler.)

Ach ja, wer so etwas noch nie gemacht hat: einfach ein unterverzeichnis dopa im quake-ordner anlegen und das pak da reinkopieren. danach kann die neue episode mit darkplaces -game dopa gestartet werden.

¹Ich habe keine ahnung, was der beste port der ollen quake-engine für windohs ist. Aber wenn darkplaces da genau so gut wie unter linux läuft, kann ich mir kaum vorstellen, dass es einen besseren gibt…

Wer linux zu „unkomfortabel“ findet

Daunlohd des tages (ist natürlich schon älter, aber lief mir erst heute übern weg): The Hercules System/370, ESA/390, and z/Architecture Emulator. Da kommt der ganze schmerz der großen eisen nach hause!

Wer sich gar nix drunter vorstellen kann: es gibt auch eine FAQ. Es ist „nur“ ein emulator, ein betrübssystem wird nicht mitgeliefert. Bezugskwellen für betrübssysteme sind in der FAQ angemerkt. Schön portabel ist der emulator auch:

Hercules does not depend on the Pentium architecture. I’ve built and run it successfully on a 500 MHz Alpha 21164, and others have run it on SPARC and S/390 (!) Linux systems. One guy has even run OS/360 under Hercules under Linux/390 under Hercules under Linux/390 under VM/ESA! The prize for the world’s smallest mainframe probably goes to Ivan Warren, who claims to have run VM/370 under Hercules on an iPAQ 5450 handheld PDA

[…]

Even on a Celeron 300 you should see an execution speed of 1 to 2 MIPS, which is enough to run OS/360 (MFT or MVT) or MVS 3.8 with a response time better than that of a 3033 from the 1970’s.

Hercules müsste also auch auf einem „raspberry pi“ laufen — das dürfte der kleinste und klimagasneutralste großrechner-kopfschmerz sein. 😀

(Aber eine emulierte VAX wäre mir lieber… natürlich mit VMS. Mit IBM bin ich halt niemals wirklich warmgeworden. Aber selbst VMS zeigt einem nur, was man von unixoiden betrübssystemen hat.)

Nach über zwei verdammten jahrzehnten…

Mann, ist das geil!

Nach über zwei verdammten jahrzehnten hat John Romero… ja, der John Romero… zum aufwärmen für ein neues spiel mal wieder (in nur zwei wochen) einen level für „doom“ gemacht. Das ding ersetzt E1M8 (die beiden „barons of hell“ in der pentagramm-arena am ende der ersten episode) im ollen doom. Es ist verdammt schwierig, es ist eine einzige schrotflintenträgerhölle in gebäuden, die in der ätzenden brühe stehen, es ist unglaublich abwexlungsreich, es ist fast so offen wie „mount erebus“ und enthält doch viele sehr enge bereiche voller gegner, es fühlt sich trotzdem nach neunziger jahre an und ist keine metzelei wie viele moderne level, es ist ziemlich großartig! Einziges problem: es ist viel zu schwierig im kontext der ersten episode, und viel zu lang für einen boss-level. Aber hej, die erste episode von „doom“ war ja auch viel zu einfach, selbst auf „ultra brutal“. Wer noch ein altes „doom“ oder „ultimate doom“ rumliegen hat, hier gibt es den daunlohd des PWAD. 😎

Allein schon diese textdatei, die das WAD beschreibt — vor allem die zeile mit den anderen dateien des autors! 😀

Title                   : Tech Gone Bad
Filename                : e1m8b.wad
Release date            : Jan 15, 2016
Authors                 : John Romero
[...]
Others Files By Author  : doom1.wad, doom2.wad

Ob es auch mit der sharewäjhr-versjon läuft, habe ich nicht ausprobiert, weil ich die nicht rumliegen habe. (Wozu auch, ich habe eine vollversjon.) Aber wenn John Romero das so sagt, wird es wohl stimmen. Die sharewäjhr-versjon müsste noch gut zu kriegen sein (sie war 1995 häufiger auf kompjutern installiert als windohs), und moderne sourceports, mit denen man sie spielen kann, sind Freie softwäjhr und für beinahe jedes betrübssystem zu haben.

Ich würde nach einem durchspielen (und gefühlten hundert toden) übrigens empfehlen, eher sparsam mit dem maschinengewehrchen umzugehen, denn die munizjon dafür ist doch etwas knapp, und es ist eine sehr praktische waffe für einige üble fallen mit unmengen von schrotflintentypen. Ich habe das auf die „harte art“ gelernt. Aber zum ausgleich liegt ja mehr als genug schrotflinten-munizjon rum.

Ich glaube nicht, dass dieses sehr komplexe, große level mit dem original-„doom“ unter DOS läuft, denn damit droht vermutlich der visplane-overflow mit absturz — aber mit prboom-plus¹ gabs bei mir keine probleme, und mit zandronum oder gzdoom wird es auch nicht das geringste problem geben.

Nicht verlinkt, weil die projektseite bei dieser stinkenden schadsoftwäjhrschleuder „sourceforge“ liegt.

Für alle freunde von „doom“

Ein kleines leckerchen für alle freunde des altmodischen metzelns und alle softwäjhr-archäologen, das jetzt ein paar monate lang völlig an mir vorbeigegangen ist, obwohl ich es sehr interessant und faszinierend finde: John Romero hat da wohl ein paar alte bäckups auf einer verstaubten platte seiner ollen NeXT-stäschen gefunden und eine interne prebeta von doom 2 inklusive kwelltexten gefunden und zum daunlohd gestellt. Andere haben aus den unvollständigen daten (es fehlen jede menge texturen) dann ein funkzjonsfähiges WAD gebaut. Der damalige, teilweise interessante stand der texturen gehört ebenfalls dazu… 😎

Die links aus dem doomworld-forum, die jetzt nicht mehr funkzjonieren, sind kein problem, denn es gibt einen mirror bei archive.org.

Zum anspielen der prebeta-level benötigt man das WAD von doom 2.

Bildschirmfoto von level 7, 'dead simple' in der prebeta-versjon

Die meisten level sind den entsprechenden leveln in doom 2 sehr ähnlich, und alles, was darin anders ist, ist in der veröffentlichten versjon natürlich besser. Einige wenige level sehen sehr anders aus, und wenn man sie mal anspielt, sieht man auch schnell, warum diese ideen schließlich verworfen worden. Die texturen sind oft noch roh, und die mühe eines korrekten alignments wurde mehrfach eingespart. Das bildschirmfoto¹ oben ist map07 aus der prebeta, „dead simple“, das in dieser versjon nicht nur viel zu „simple“ ist, sondern anders als die offene arena mit den mancubi und arachnotrons auch kein gutes spiel abgibt, geschweige denn ein gutes deathmatch für das fröhliche gegenseitige abmetzeln. Es ist übrigens so wenig fertiggestellt, dass es nicht einmal eine möglichkeit gibt, den level zu verlassen. Sehr gut, dass dieser level für die veröffentlichung völlig neu gemacht wurde!

Generell „fühlen“ sich viele dieser beta-level mehr nach doom 1 an, insbesondere erinnert der startraum von map01 von seinen texturen her ein bisschen an das ende von E3M8; die neuen gegner kommen einem allerdings schon in ungewohnt frühen leveln entgegen.

Wer noch ein olles doom rumliegen hat und sich mal ein wenig anschauen möchte, wie dieses in meinen augen großartige frühe ballerspiel entstanden ist, sollte diese großartige gelegenheit nutzen. Ich empfehle allerdings die benutzung eines modernen sourceports, denn inzwischen hat ja jeder mehr als einen alten 486er rumstehen. Sehr hübsch (aber im rendering deutlich anders als das alte origjnal) ist gzdoom, und wer es möglichst genau so haben will, wie es damals war (einschließlich aller fehler und einschränkungen), der hole sich chocolate doom. Ein großer, fetter dank an id software, dass der kwelltext freigegeben wurde, so dass es auch gute softwäjhr für moderne kompjuter gibt. Auf gar keinen fall und niemals, niemals, niemals dieses beschiss… ähm… bescheidene doom 95 nehmen, das damals für windohs verkauft wurde²! Da war die DOS-versjon besser und fehlerfreier!

Die originalen kwelltexte der hilfsprogramme von id software (einschließlich des origjnalen level-editors) sind allerdings nicht ohne weiteres nutzbar. Entwickelt wurde doom ja unter next OS, und deshalb natürlich in objective C und für die beste entwicklungsumgebung aller zeiten. (Darauf läuft der olle editor auch gut, und ja, das bildschirmfoto zeigt eine grafische oberfläche aus den frühen neunziger jahren.) Eigentlich sollte es möglich sein, die kwelltexte für mac OS X anzupassen. Einen versuch mit GNUstep habe ich nicht gemacht, aber ich halte es für möglich, dass man damit nur wenig bastelei hat. Vermutlich gehts am einfachsten (ich bin noch nicht dazu gekommen), wenn man sich openstep in einer virtuellen maschine installiert und damit kompiliert. Beim ersten überfliegen sah die kohdkwalität ziemlich gut aus, es handelt sich also nicht um heftig tricksende häckware, die vermutlich nur beim passenden winkel der mondeinstrahlung durch den kompeiler läuft. Wer es hinbekommt, erhält jedenfalls einen sehr genauen eindruck davon, in welcher umgebung damals mitte der neunziger jahre der vater aller „richtigen egoshooter“ entstanden ist… 😉

Also: viel spaß!

(Hach, und jetzt noch mal ähnlich tiefe einblicke in die entwicklung von quake, bitte!)

¹Angefertigt mit gzdoom, deshalb sieht es deutlich besser als in den neunziger jahren aus. Natürlich verbessert sich die auflösung der texturen damit nicht…

²Man kann doom 95 ziemlich zuverlässig zum absturz bringen, indem man auf die karte schaltet und eine markierung für seine posizjon setzt. Oder, indem man einfach doom damit spielt. Die maus funkzjoniert übrigens nur, wenn man sich irgendwoher eine olle VxD runterlädt. Das ding ist so mies, es könnte von meikrosoft sein…

Datenschleuder des tages

Heute gibts ein richtiges leckerchen!

„Hacking Team“, ein italienischer hersteller von spionahschesoftwäjhr, hat sportliche rd. vierhundert GB daten „veröffentlicht“, darunter auch internen mäjhlverkehr, mit dem trojaner bei überwachten abgegriffene, weit in die privatsfäre der überwachten reinragende daten und den kwellkohd der softwäjhr, der jetzt auch kriminellen zur verfügung steht.

Wer auch mal durch 400 GB daten von menschenverachtenden schergen der überwachungsesoteriker und faschistoiden schreibtischtätern im brote von mord- und folterregimen wie saudi-arabien blättern möchte: hier ist ein torrent (die kwelle für den link ist das bildschirmfoto bei „the register„, jornalisten in der BRD halten ihre leser eben lieber dumm und enthalten ihnen die richtigen kwellen vor). Eine aufbereitete kundenliste macht auch gerade die runde, und natürlich ist der totalüberwachungsstaat BRD dabei. Und ja, es handelt sich wirklich um einen torrent, obwohl diese datei verdammt groß ist. Und ein bisschen plattenplatz — also mehr, als ich so habe — brauchts auch für die datenmengen. Der torrent bringt allerdings manche torrent-softwäjhr ganz schön zum „durchatmen“… 😉

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit der staatlichen überwachung! Auch in der BRD.

Die liste mit datenschleudern wird auch immer länger…

Nachtrag, 16:38 Uhr

Wie siehts bei den proggern von staatstrojanern eigentlich mit der passwortsicherheit aus? Na ja, man löst das kleine problem einfach und pragmatisch, indem man sich nicht mit schwer zu merkenden passwörtern belastet. [via Fefe]

Nachtrag, 17:42 Uhr

Wer mal ein bisschen durch ein paar kwelltexte der mord- und foltergehilfen blättern will, die sind jetzt ja offen und liegen zum teil bei github herum. Aber zurzeit nur deren für eigene zwecke angepasste freie softwäjhr. (Vielleicht ändert sich das ja demnächst.)

Frau Streisand bei der arbeit

Frau Streisand ist mal wieder bei der arbeit. Wer sich für die sieben minuten interessiert und sie gern noch einmal sehen oder weitergeben möchte, die das ZDF wegen der beiden juratrolle mit jornalismushintergrund namens Josef Hoffe und Jochen Bittner aus der mediatek entfernt hat: für dieses ansinnen gibts eine kleine abhilfe. Frau Streisand war so nett, ein video mit den interessanten sieben minuten bei einem recht fragwürdigen dienstleister hochzuladen¹, und vielleicht haben ja die vielen schwestern von frau Streisand lust, es ihrer schwester gleichzutun und ebenfalls dafür zu sorgen, dass das darin aufgezeigte, „kleine“ jornalistische geflecht niemals vergessen wird. Es gibt da ja viele möglichkeiten, so ein video im internetz unterzubringen, und einige davon sind wirklich sehr schwierig zu zensieren. Auch, wenn die vielen kopien bei juhtjuhbb irgendwann verschwinden sollten und wenn die kritische berichterstattung von guhgell mit dem höchstrichterlichen segen des europäischen gerichtshofes „vergessen“ gemacht wurde.

Ach ja, wer meint, dass er die „zeit“ trotz alledem noch weiterlesen will: viel spaß beim verdummt- und manipuliertwerden von diesen beiden juratrollen und ihren als jornalisten schreibenden schergen…

Stirb, presse, stirb! Verreck, jornalist, verreck!

¹Es ist das erste und vermutlich auch das letzte mal in meinem leben, dass ich etwas von Kim Schmitz erledigen lasse. Der link benötigt übrigens zwingend javascript.

Kurze mitteilung an alle UFO-interessierten

Die alten ausgaben des CENAP-reports sind digitalisiert und stehen zum freien daunlohd zur verfügung. Wer sich nicht am darin prägenden stil von Werner Walter stört — durchgehende skepsis, zuweilen sehr deutliche kritik am psychisch angetriebenen geschäft der „ufologie“ und eine sprache, die dazu neigt, anmerkungen zu anmerkungen zu verschachteln, so dass es manchmal anstrengend wird, einem text zu folgen — kann eine menge lesespaß damit haben. Und es ist natürlich deutlich billiger als die im regelfall reißerischen „sach- und lachbücher“ zum tema.

Korrigiertes blah-archiv zum daunlohd

Meine erste versjon des archivs vom blah-blog hatte leider den nachteil, dass die interne navigation wegen einiger sonderzeichen in dateinamen mit meikrosoft windohs nicht funkzjonierte. Dieses problem habe ich (endlich) gefixt, eine korrigierte versjon des archivs kann heruntergeladen werden.

Es handelte sich übrigens um eine frische, neue wördpress-„eigenart“.

Ich fertige so ein archiv an, indem ich…

  1. …das blog lokal aufsetze, also im SQL-dump der datenbank den domainnamen gegen den lokalen pfad im websörver ersetze und das blog im lokalen websörver betreibe,
  2. …lokal das desein anpasse, um alles zu entfernen, was in einer archiv-versjon sinnlos wäre, und schließlich, indem ich
  3. …dieses lokale blog einmal mit wget spiegele und wget die ganzen absolut gesetzten links in relativ gesetzte links verwandeln lasse — ein vorgang, der wegen des abrufs jeder einzelnen ansicht eines blogs ziemlich lange dauert, vor allem bei schlagwort-reichen blogs wie dem blahblog.

Technische anmerkung — Wer es noch nie gemerkt hat: wördpress verwendet ausschließlich absolute links, was beim umzug eines blogs oder beim anlegen eines archives immer wieder probleme macht. Das hat einen grund: die pfade der blogansichten im websörver sind frei konfigurierbar, und die beiträge stehen in HTML in der datenbank und werden einfach in die generierten seiten geschaufelt. Würden dabei relative links verwendet, müsste wördpress alle links anpassen, damit ein link auf absolut /2011/09/13/test/ sowohl aus der startseite, als auch in der schlagwort-ansicht unter /tag/test/page/3/, als auch in der jahresansicht unter /2011/page/19/ als auch in diversen anderen ansichten eines blogs funktioniert. Wenn man nur über dieses problem nachdenkt, bekommt man schnell kopfschmerzen — wördpress ist hier, wie so oft, einen pragmatischen weg gegangen, der schnell und einfach zum ziel führt. Und, wie so oft bei wördpress, führt dieser pragmatismus manchmal zu problemen…

Der beschriebene wget-krampf ist eine möglichkeit, die probleme beim anlegen eines archives zu lösen. Am ende habe ich dann ein zwar ziemlich redundantes, aber navigierbares archiv eines wördpress-blogs in form von statischen HTML-dateien für jede blog-ansicht. Und das mit erfreulich wenig aufwand, einfach, indem ich vorhandene mittel benutze…

Dieses verfahren, das ich vorher schon einige male durchgezogen habe, hat beim blahblog allerdings nicht funkzjoniert. Und ich stand vor einem rätsel. Wget war zwar so „freundlich“, alle dateien abzuholen, aber die dateinamen verlinkter dateien wurden geändert, nachdem sie heruntergeladen wurden.

Ich bin einfach nicht darauf gekommen, was das für ein verdammtes Problem war.

Nun, wenn man nicht mehr weiterweiß oder nicht mehr weiterkommt, ist — nach ein paar tagen abstand — immer ein guter moment gekommen, auch mal die dokumentazjon zu lesen. In der wget-dokumentation fand ich die info, dass wget nicht nur den gewöhnlichen links folgt, sondern auch in die HTML-kopfzeilen nach <link>-angaben schaut.

Tja, und dieses verkackte wördpress schreibt seit ein paar versjonen unter anderem folgendes in die kopfzeilen jeder einzelnen generierten datei:

<link rel="shortlink" href="startseite-des-blogs?p=4711" />

Wget ist daraufhin so „nett“, die datei umzubenennen und erzeugt mit einen dateinamen mit einem fragezeichen, der probleme bereitet… 😦

Und ich suche und suche und suche nach dem fehler… 😦

Nun gut, man kann wördpress dieses verhalten zum glück abgewöhnen. 🙂

Der einfachste weg ist es, die folgende zeile in die functions.php des verwendeten deseins aufzunehmen:

remove_action ("wp_head", "wp_shortlink_wp_head", 10, 0);

Ich hoffe, dass dieser kleine hinweis anderen hilft, die gerade gegen die gleiche scheiße kämpfen — die idee, ein archiv eines blogs in statischen HTML-seiten anzulegen, ist ja durchaus naheliegend.

Zusammen getäggt

Ich habe mir heute eine dieser ganz simplen fragen gestellt. Seit das blah-blog läuft, verwendet es ja kaum das kategorien-system von wordpress, sondern die meist kurzen texte werden mit täggs ausgezeichnet. Und weil das so schön einfach geht und weil man sich dabei keine strukturellen gedanken machen muss, werden an so einem text gern mehrere täggs gehängt. Das ist nur natürlich.

Die frage, die ich mir stellte, lautete nun: Welche täggs tauchen oft gemeinsam zu einem text auf. In dieser kleinigkeit könnte sich, so meine idee, doch einiges von der geisteshaltung kristallisieren, die jeden tag zu den kurzen hinweisen antreibt — und die sehr subjektive geisteshaltung ist wieder eine reakzjon auf den oft wenig erkwicklichen zeitgeist.

Es gibt nun für so ziemlich jeden mist irgendwelche statistiken, die schon einmal jemand fertig programmiert hat, aber diese frage musste ich mir denn doch selbst beantworten — mit einem kleinen python-skript und einem bisschen SQL. (Niemand erwarte hier ein wunder der eleganz, ich habe das schnell hingestrokelt.)

Das skript steht zusammen mit seiner ausgabe für den nachtwächter-blah zum freien daunlohd zur verfügung. damit sich auch niemand anders mehr diese mühe machen muss. Auf hinweise, wie man das ding zum laufen kriegt, verzichte ich hier, wer python kann, wird sofort damit klar kommen. Allerdings muss das skript auf einem rechner laufen, der die möglichkeit zu einer direkten verbindung zur wördpress-datenbank bietet, da es seine informazjonen unmittelbar aus der datenbank gewinnt.

Ein paar kleine anmerkungen zur täggbenutzung im blah-blog

Glotzrepublik — Es ist schon interessant zu sehen, dass das tag „BRD“ in mehr als zehn prozent seiner benutzungen zusammen mit „propaganda“, „dämonkratie“ und „kotzreiz“ gefallen ist, aber das entspricht durchaus meinen eigenen erwartungen. Dass ich „ARD“ aber vergleichbar oft zusammen mit „BRD“ benutze, ist mir nicht ganz so klar gewesen.

Netzweg — In mehr als 10 prozent der fälle habe ich die täggs „internet“ und „zensur“ gleichzeitig benutzt.

Werbewahn — Ähnlich stark korrelliert sind „werbung“ und „wahnsinn“. Dabei habe ich doch gar keinen fernseher und sehe die autowerbung, die so manifest irre geworden ist, nur sehr sporadisch. Das „werbung“ und „bullshit“ gut zusammen passen, ist aber für mich kein wunder.

Müllblogger — Wenn ich das tägg „bloggen“ in einem fünftel der fälle zusammen mit dem tägg „spam“ verwende, sagt es wohl einiges darüber, womit man sich beim bloggen so herumschlagen muss.

Propaganda — Was sich so richtig spitzenmäßig zum tägg „propaganda“ gesellt hat, das sind die täggs „link“ (gut, im blah-blog werden viele links gesetzt), „hirnfick“, „brd“, „lüge“, „journaille“, „krieg“, „kotzreiz“. Und das ist eine prächtige zusammenfassung, warum ich beim besten willen keine zeitung mehr aufschlagen werde.

Geglaubtes — Ach, ich lasse zum tägg „religion“ einfach mal den spitzenreiter „link“ weg und zähle auf, was sich sonst dazu gesellt, denn es spricht für sich: „christentum“, „wahnsinn“, „bibel“, „bullshit“,  „katholizismus“, „hirnfick“, „dummes“, „papst“, „bild“, „islam“, „jesus“, „kirche“, „mord“… es klingt fast wie ein zynisches synonym-wörterbuch. Aber es ist nicht so mörderisch und menschenverachtend zynisch wie die wirklichkeit der religjon, die sich darin abbildet.

Guglhupf — Wie sich doch die ehemalige suchmaschine guhgell in den letzten monaten darum bemüht, dass eine alternative zu diesem datensammler mit angeschlossener suchmaschine entsteht: „chrome“, „internet“, „datensammlung“, „google is evil“, „überwachung“, „kotzreiz“, „schrott“, „wahnsinn“, „werbung“, „adsense“, „weltherrschaft“, „zensur“… wenn das ein fragment eines entstehenden synonym-wörterbuches ist, denn sollte sich guhgell ernsthaft geganken um die außenwirkung machen.

Dosenfleisch — In mehr als zwanzig prozent der fälle ist das tägg „spam“ mit dem tägg „seo“ verknüpft. So sieht es aus mit der handgeschriebenen SEO-spämm in einem harmlosen, kleinen blog, das jetzt weg ist. Na ja, es ist nicht richtig weg, nur aus der juristischen schusslinie gezogen ist es.

Dämonenherrschaft — Das schon seltene tägg „dämonkratie“ verbindet sich mit „brd“, „hirnfick“, „propaganda“ und „überwachung“, direkt gefolgt von der „spd“. Ja, die sind im hochbeschwören dämonischer ängste offenbar viel aktiver als ihr politische mitbewerb. Oder liegt es daran, dass leute wie Wolfgang Schäuble und Porno-Ursel von der Leyen nur noch geisteskrank wirken?

Brägenficker — Das tägg „medien“ erscheint in einem viertel der fälle zusammen mit dem tägg „hirnfick“. Das kommt mir fast ein bisschen zu wenig vor…

Käferplage — Wenn ich das tägg „bug“ verwende, steht jedes zweite mal „wordpress“ dahinter. Das lässt ziemlich tief blicken.

Alles in allem hätte ich mir etwas mehr aufschluss und auch ein paar überraschungen von einer solchen analyse erwartet, aber davon gab es nur wenig. Vielleicht werde ich diese analyse in einem jahr noch einmal über das blah-blog laufen lassen, das kleine skript dafür ist ja schon fertig.