Symbolbild des tages

Ihr kennt doch sicherlich alle diese symbolbilder, die von scheißjornalisten nur deshalb zum artikel gemacht werden, weil im CMS nun einmal ein platz für ein bild ist, der gefüllt werden soll, auch wenn gar kein bild so richtig zum tema passt. Diese völlig überflüssigen bilder, die man weglassen könnte, und der artikel würde durch diese weglassung besser. Der deutschlandfunk hat jetzt mal bei einem symbolbild so richtig peinlich in die scheiße gelangt [archivversjon]:

Weder der Redakteur noch ich können Arabisch […] Aber der Titel steht auf dem Buch eben auf Arabisch. Das Bild ist entstanden, als eines der deutschen Institute für islamische Theologie eröffnet wurde – das ist schon ein paar Jahre her. Ich hatte mich darauf verlassen, dass der abgebildete Wissenschaftler ein unproblematisches Buch ausgewählt hat […] Das Bild stammt aus einer Datenbank der Deutschen Presse Agentur

Bwahahahahahaha!

(Übrigens: respekt für diesen artikel! Bei der contentindustriellen jornallje, die sich ebenfalls oft sehr peinlich in ihren symbolbildern vergreift, wird so etwas einfach totgeschwiegen, als würde man gar nicht weiter drüber nachdenken. Vielleicht sollte einfach öfter mal das bild weggelassen werden, wenn es einfach kein passendes bild gibt.)

DPA des tages

Die DPA, die deutsche propaganda-agentur, erklärt uns mal kurz und mit den üblichen lügen, warum die europäischen internetzvorzensurfilterideen eine total tolle sache sind. [Archivversjon gegen das vergessen im internetz.]

Aber sprecht ja nicht von einer lügenpresse, wenn gelogen wird. Das ist pfui und nazi. Gruß auch an dr. Axel Lobbyistenvotz!

Wie begründen wir mal internetzzensur?

Eine sehr kreative begründung für internetzzensur hat sich der ukrainische geheimdienst SBU ausgedacht:

Vorbeugung gegen Gefahren für die Informationsfreiheit

Gut merken. Hier wird man das im p’litischen neusprech auch nicht wesentlich anders nennen, wenn man damit beginnt, chinesisch durchzuzensieren.

Und ja, ich habe gemerkt, dass heise in der begründung einmal „informazjonsfreiheit“ und ein anderes mal „informazjonssicherheit“ zitiert [archivversjon, falls der fehler korrigiert wird]. Vermutlich war die meldung schon bei der DPA so kaputt. Und dass man sie mal liest, bevor man sie automatisiert ins CMS importiert und ein dummes symbolbild dazu stellt, um werbeplätze zu vermarkten, ist vom contentindustriellen jornalisten ja wirklich zu viel verlangt.

Juchu! Der cyberkrieg ist gewonnen!!!elf!

Die EU-Agentur für Netz- und Informationssicherheit soll künftig die Sicherheit vernetzter Geräte zertifizieren

Demnächst klebt ein (selbstverständlich nicht allzu preiswerter) EU-zertifizierungssticker auf dem ganzen techniktinnef, mit dem sich menschen die wohnung und ihr leben vollstellen, und dann ist alles sicher! Wers glaubt, kann sich gut fühlen!

Wer nicht sofort sieht, warum das reinster bullschitt ist, mache sich einfach mal drüber kundig, wie viel aufwand eine halbwegs ordentliche security-revjuh von hardwäjhr und softwäjhr bedeutet. Der aufwand steigt — natürlich ist das kein wissenschaftlich ermittelter wert, sondern eine faustregel — mindestens exponenzjell mit der komplexität. Und wenn es dann für jede sicherheitsaktualisierung noch einmal eine eigene zertifizierung geben muss — sonst ist es ja sinnlos, entweder, weil entweder bekannte fehler ausgebeutet werden können oder weil die sicherere versjon nicht den EU-stempel hat — dann möchte ich mal sehen, welche leute diese arbeit machen sollen. Und nein, wer so etwas kann, gibt sich nicht mit der üblichen besoldung eines beamten zufrieden. Eine solche bescheidenheit von vielgesuchten fachleuten wäre auch ganz schön dumm.

Herzallerliebst auch die fest auf beiden beinen in den wolken stehenden organisazjonen, die von der DPA unter dem wort „verbraucherschützer“ zusammengefasst wurden:

Verbraucherschützer kritisierten, dass die Zertifizierung auf freiwilliger Basis erfolgen solle

Nun, werte „verbraucherschützer“, es bleibt ihnen unbenommen, statt nach mehr staat zu rufen, einfach geräte zu kaufen, die hard- und softwäjhr zu analyisieren und fundierte informazjonen für die „verbraucher“ herauszugeben. (Einen menschen als „verbraucher“ zu bezeichnen, als wäre er nur ein widerstand in einem absurden stromkreis, ist eine schwere beleidigung seiner intelligenz und fähigkeiten.)

Ach, das ist nicht durchführbar? Es ist übrigens auch für die EU nicht durchführbar. Zu so einer scheißidee lacht man bestenfalls wegen des gebieterischen lachzwanges, aber man versucht nicht, sie noch beschissener zu machen. Stellt euch mal vor, innerhalb der EU würden demnächst einige hunderttausend router gepwnt, weil die EU-zertifizierungsstelle ein paar tage für die analyse des pätsches braucht und diese zertifizierung verpflichtend ist. Darüber freuen sich nicht „verbraucher“, darüber freuen sich nur verbrecher. In vielen fällen würde die lage tatsächlich noch beschissener, als sie es eh schon ist.

Weia, überall geisterfahrer auf den datenautobahnen durchs neuland… die generazjon teletubbie regelt mit wischofonen in der hand unser miteinader.

Heise-kwalitätsjornalismus des tages

Bundesnetzagentur beendet Abzocke mit weißrussischen Ping-Anrufen

Beenden ist ja ein schönes verb. Und, was hat die bundesnetzagentur jetzt gemacht, damit die abzocke beendet ist?

Die Bundesnetzagentur hat mehrere Dutzend weißrussische Rufnummern abgeschaltet, die für Ping-Anrufe missbraucht worden sind

Jaou, das wirds bringen, aber nachhaltigst!!1! :mrgreen:

Unterdessen könnte man irgendwo in bjelorussland das folgende gespräch hören:

„Hej, Boris, wir können jetzt nich mehr in den puff gehen.“
„Wieso, Pjotr, hat der puff zugemacht?“
„Nee, Boris, die haben in deutschland einfach unsere telefonnummer für unsere betrügerische abzocke abgeschaltet. Wo sollen wir denn jetzt das ganze geld für den puff hernehmen?“
„Ach, Pjotr, das ist doch kein problem, ich bestelle einfach neue telefonnummern, und dann machen wir mit denen weiter“
„Hej, Boris, du bist einfach genial!“

Aber hauptsache, der DPA-jubeljornalismus meldet einen von „beendet“ und „hat ein ende“, mit tiefem staatsreligjösen dank an die bundesnetzagentur, und solche ehemalgen fachverlage wie heise schreiben diesen bullschitt auch noch unreflektiert und ohne jede eigene ergänzung ab.

Fäjhknjuhs des tages

Ali-Baba-märchenspielplatz unter polizeischutz eröffnet.

Ein angekündigtes Ereignis, das im Vorfeld für große mediale Aufregung gesorgt hat, finden mitten in einer Großstadt statt, aber selbst lokale Medien schicken teilweise keinen eigenen Berichterstatter, sondern übernehmen eine Agenturmeldung. Die Agenturmeldung ist in einem zentralen Punkt falsch, weil der Berichterstatter nicht nachfragt. Selbst Medien, die eine eigene Reporterin vor Ort hatten, verlassen sich am Ende auf die falsche Darstellung der Agenturmeldung

Die anderen meldungen sind sicherlich alle viel besser rescherschiert. Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an die ausflüsse des kwalitäts- und kwantitätsjornalismus! Und vergesst nicht, dafür immer schön geld auszugeben oder wenigstens eure schadsoftwäjhr-blocker auf scheißpressewebseits abzuschalten!

Heise onlein schreibt DPA-bullschitt ab…

Längst müsse man „im Gigabit-Bereich denken“, wenn man es mit dem Internet der Dinge, dem autonomen Fahren oder der Telemedizin ernst nehmen wolle

Wenn ihr euch so ein patscheknöpfchen von amazon an den kühlschrank klebt, weil ihr noch nicht den richtigen grunzlaut für das nachbestellen von bier und korn hinbekommt, dann braucht ihr dafür gigabit-internetz, müsst ihr verstehen! Und natürlich für das „autonome“ fahren, bei dem man glatt vergessen könnte, was das deutsche wort „autonom“ eigentlich bedeutet, einmal ganz davon abgesehen, dass es während der fahrt egal ist, was die wohngruft für einen internetzzugang hat. Und hej, für die „telemedizin“ brauchen wir jetzt alle gigabitnetze nach hause, wisst schon, wegen der gesundheit und sonst gibt es den tod, weil wir alle von daheim aus ein paar operazjonsroboter fernsteuern — selbst HD-video in hervorragender kwalität kommt mit deutlich geringeren übertragungsraten aus. Was für ein gnadenloser DPA-bullschitt mal wieder!

Klar gibt es anwendungen für gigabit-internetz, aber die genannten zählen gerade nicht dazu. Da sitzt nicht einmal mehr jemand mit minimalstkenntnissen in der karl-wiechert-allee herum und macht wenigstens die gröbsten fehler und unstimmigkeiten raus, wenn man so eine nullmeldung überhaupt bringen muss. Das wird direkt und ungesichtet mit allen fehlern ins redakzjonssystem verklappt, damit der werbeplatz vermarktet werden kann. Die contentindustrie ist halt eine kopierindustrie, keine kompetenzindustrie, und jornalismus ist so zwanzigstes jahrhundert… 😦

Tolle idee des tages

Internet:
„Trolle“ mit Künstlicher Intelligenz bekämpfen

Genau, was ein dummer zensor kann, das kann man auch gleich an eine softwäjhr delegieren, die „intelligent“ ist (das heißt: die keinerlei verantwortung hat, deren vorgehen selbstlernend und damit angeblich nicht verständlich ist und deren exzesse dann halt „kompjuterfehler“ sind). Mein armes bullschitt-o-meter!

Oh gnade, heiliges sommerloch!

Sommerloch. Gerade keine fußballmeldung. Irgendwie muss man den platz zwischen der reklame, unserem eigentlichen geschäft, ja vollkriegen. Wegen der reklame liest uns ja keiner. Was nehmen wir da mal heute? Moment, gucken wir mal in die pressemeldungen unserer polizei… oh, unsere hat gerade nix… nehmen wir die anderen polizeien… hej, nehmen wir das hier aus bielefeld für unsere leser in stuttgart:

Schneckenschleim auf A33
Trabi gerät ins Schleudern und überschlägt sich

Solch einen Unfall nimmt die Polizei sicher nicht alle Tage auf: Ein Trabi ist auf der A33 bei Paderborn auf Schneckenschleim ausgerutscht und hat sich überschlagen. Die Nacktschnecken waren in massen über die Autobahn gewandert

Ich wünsche auch weiterhin viel schleimspur auf dem kwalitätsjornalistischen weg zur reklame! Immerhin ist nessie nicht wieder aufgetaucht…

Loriot stellt wichtige fragen

Die Bundesregierung hat vermutlich ein Interesse daran, beruhigende Botschaften an die Bevölkerung zu senden. Haben die Medien dasselbe Interesse? Haben sie sich in den Dienst einer regierungsfreundlichen Propaganda gestellt?

(Ich hätte das ja lieber direkt verlinkt, aber nachdem ich einige male erlebt habe, dass ein zuvor frei im volltext verfügbarer artikel bei „übermedien“ nachträglich mit einer gib-geld-zum-weiterlesen-aufforderung verstellt wurde, ist es mir nicht mehr möglich, „übermedien“ als primärkwelle zu verlinken.)

Propaganda-lügenpresse des tages

Wenn die deutschen Medien nun also unisono berichten, dass Varoufakis „eingeräumt“, „zugegeben“ oder gar „jetzt doch zugegeben“ habe, die Gespräche mitgeschnitten zu haben, dann meinen sie nicht, wie man als treuherziger Leser und Benutzer der deutschen Sprache denken könnte, dass er auf entsprechende Vorwürfe von irgendwelchen Gegenspielern oder Journalisten reagieren und klein beigeben musste. Sie meinen damit, dass Varoufakis noch einmal bestätigte, was er ohnehin selbst gesagt und in die Öffentlichkeit gebracht hatte

Joseph Goebbels wäre von diesem stil begeistert gewesen. Siehe auch in der propagandaschau.

Vielfach preisgekrönt seiender film der jahre 2017/2018

Zumindest die BRD-filmpreischen wird er massenhaft abstauben, dieser film in „bester“ stalinistischer propaganda-tradizjon, und wenn genug kompromat an die richtigen leute fließt, vielleicht sogar einen „academy award“ für irgendetwas nebensächliches (muss ja nicht gleich das „beste buch“ sein):

Das Drehbuch stammt von „Spiegel“-Autor Dirk Kurbjuweit. Dieser sei „ein kluger Insider der deutschen Politikszene“, sagte Nakschbandi, und kenne Merkel sehr gut. Merkel habe eine spannende Biografie: „Sie erregt die Gemüter, sie mischt mit.“ Es werde Zeit, ihr Leben auch für ein weltweites Publikum zu verfilmen

Wir dürfen uns schon alle auf die darstellung des heroischen kampfes der heutigen großen vorsitzenden der BRD-einheitspartei CDUSPDCSUGRÜNETC gegen die DDR-einheitspartei und das STASI-system DDR „freuen“: von der kleinen blockflöte zur dirigentin, eine deutsche karrjere, bei der auch niemals die filmstudio-scheinwerfer-beleuchtung des feinsten und persönlichsten menschen zu kurz kommen wird, natürlich unterlegt mit emozjonalster musik. Vor einem immer blauer werdenden himmel, der voller arschgeigen hängt, wenn eine alles erstickende raute über das land zieht.

Übrigens: 2017 ist bummstagswahl. Stellt euch mal vor, was hier durch die medien ginge, wenns einen derartigen film über Wladimir Putin vor einer wahl in russland in kinos und glotze gäbe! Oder wenn nur jemand darüber laut nachdächte, das so zu machen! Das, was ihr bei diesem gedanken an wut und ekel fühlt, ist ein spiegelbild des zustandes, in dem die BRD angekommen ist.

Möge dieser kelch an den menschen in der BRD vorbei gehen! Auch, wenn so ein film ein segen für die speitüten-industrie wäre…

Russische truppen und panzer in der ostukraine

Hier das vom BRD-staatsfernsehen WDR gelieferte beweisfoto. Auch weiterhin viel spaß beim abdrücken einer zwangsgebühr dafür, dass ihr jeden tag in hirn und seele gefickt und im sinne der herrschenden und besitzenden manipuliert werdet, damit ihr für deren interessen lebt und verreckt und nicht für eure eigenen.

Ach ja, das foto kommt natürlich von der DPA und wird wohl dementsprechend häufig als „visueller beweis“ in die scheißzeitungen gestempelt werden.

Stirb, gleichgeschaltete agentur-scheißpresse mit deinem blutdurst, stirb!

Sich gegen arschlöcher zur wehr zu setzen…

Sich gegen menschenverachtende arschlöcher mit jornalismushintergrund bei ihrer suche nach bewegenden, von der DPA vermarktbaren fotos zur wehr zu setzen, heißt in der BRD „körperverletzung und räuberischer diebstahl“.

Verreck, jornalist, verreck! Du kriegst viel zu selten die reakzjonen, die du dir mit deinem widerlichen arschlochsein verdienst!

Die „reichpressekammer“ (DPA) meldet…

Aufforderung des tages:

Zur Gleichschaltung: googlet mal „neben regierungschef arseni jazenjuk und dem deutschen diplomaten wolfgang ischinger versammelten sich“

So sieht er aus, der kwalitätsjornalismus mit den „multimedialen ‚ready-to-publish-Produkten‘“ der DPA. Nein, das schräggestellte ist nicht mein zynismus, das ist die reklame der DPA-tochter, die mit diesem gleichgeschalteten, zentralistischen jornalismussurrogatextrakt ihre geschäftchen macht.

Lösungen ohne probleme: guhgell glahß

Hej, heise, hat guhgell euch für diesen artikel bezahlt? Ich will es doch schwer hoffen! So einen idjotischen reklamesprech zu einem technischen produkt liest man bei euch (zum glück) nur selten.

Google will seine Datenbrille Glass verstärkt in Firmen unterbringen. Der Internet-Konzern legt dafür ein Programm namens „Glass for Work“ auf, das Unternehmenskunden zusätzliche Dienste und Service-Leistungen bieten soll. Dabei sollten spezifische Probleme am Arbeitsplatz gelöst werden

Ach! Es sollen also durch ein tragbares display, ein mikrofon und eine kamera „spezifische probleme am arbeitsplatz“ gelöst werden? Welche „spezifischen probleme“ bitte sehr? Wie man seine mitarbeiter besser überwacht und ausbeutet? Oder wie man ständig irgendwelchen von der arbeit ablenkenden infoschrott hat, der im blickraum rumzuckelt? Das müssen ganz tolle probleme sein, denn bis zum heutigen tag habe ich noch nie irgendwo gelesen oder gehört „ich hab da so ein betriebliches problem, und die beste lösung dafür wäre so eine datenbrille, wie guhgell sie gerade testet“. Nicht einmal von guhgells reklameabteilung habe ich so etwas gelesen oder gehört.

Zugleich werde dies Glass auch für Verbraucher verbessern

Aha, wenn man „spezifische probleme“ am arbeitsplatz mit dem glotzwürfel im blickfeld lösen kann, dann wird der glotzwürfel im blickfeld auch für „verbraucher“ besser. Das ist eine bestechende logik, der man sich eigentlich nur entziehen kann, wenn man gerade mehr als zwei handvoll freier synapsen zur verfügung hat. Dann deutelt man diesen ganzen nichtssagenden blahsprech als: „wir haben den idjoten eigentlich nur für viel geld einen prototypen verkauft und wissen bei licht betrachtet immer noch nicht, wofür das konzept unseres gerätes gut sein soll, aber es ist etwas ganz tolles, müssensemirglauben“.

Ein Vorteil der Google-Brille ist, dass der Träger Informationen auf dem kleinen Bildschirm vor dem rechten Auge ablesen kann, ohne dafür die Hände zu nutzen

Ich bin begeistert! Endlich kann ich mit den augen lesen und benötige nicht mehr die hände dazu. Das ist besonders praktisch bei den ärzten, die hier als beispiel herhalten müssen. Endlich kann mitmensch metzger… ähm… chirurg wieder operieren, weil er eine hand freihat, denn bislang war ja in der einen hand die wodkaflasche und in der andern hand das buch „chirurgie für dummies“.

Außerdem kann die Kamera des Geräts Bilder und Videos aufnehmen

Dass man mit einer irgendwo eingebauten kamera bilder und videos aufnehmen kann, ist ja ein großartiges und vor allem total neues und bislang völlig ungesehenes leistungsmerkmal. Gut, dass man dafür gar nicht mehr die händchen braucht. Gut, dass das — wegen der „spezifischen programme“ am arbeitsplatz — einfach der scheff für einen übernehmen kann, damit er immer alles im blick hat. Oder der nette wachtmeister von der zuständigen polizeiwache.

Zuletzt schloss Google eine Partnerschaft mit dem weltgrößten Brillen-Hersteller Luxottica, um stilvollere Gestelle zu entwickeln

Auch das stilvollste diesein nützt nichts für ein stilloses (und darüber hinaus ziemlich nutzloses) produkt.

Ach, das habt ihr von der DPA übernommen, ihr da hinten in der karl-wiechert-allee? Mir stellt sich dann nur eine frage: warum? Der informazjonsnährwert dieses textes ist so gering, dass flüchtige leser hinterher dümmer sind (nachdem wegen fehlen kein inhalt hängengeblieben ist, halten sie guhgell glahß für eine wichtige sache, weil darüber ja immerhin berichtet wurde) und aufmerksame leser hinterher bedauern, dass ihnen etwas beschränkte lebenszeit von diesem bullschitt geraubt wurde. Oder, wie ich es eingangs nannte, weil es alle merkmale dieser besonderen „literatischen gattung“ hat: scheißreklame im redakzjonellen teil.

Hoffentlich hats sich für euch gelohnt. Für eure leser hats sich nämlich nicht gelohnt.