„Return of investment“ des tages

Sein aktuelles Video „Tintenpatronen sind Betrug“ hat in nur einem Tag bereits über 300.000 Aufrufe generiert. Dabei handelt es sich nicht einfach nur um ein zwölf-minütiges Wutvideo mit Vermutungen und Verschwörungstheorien. McConnell gibt an früher als Tech Support im Call Center gearbeitet zu haben. Dort konnte er die Herstellungspreise für verschiedene Produkte einsehen. Ein klassisches Vierer-Pack für ein Farb-Tintenstrahldrucker kostete in der Herstellung 23 Cent. Verkauft wurde es für 59.95 US-Dollar.

Hui, eine gewinnspanne von rd. 26 kiloprozent der erstellungskosten pro stück kann man auch nicht mit jedem produkt machen. Und dann wird auch noch mit grenzkriminellen techniken dafür gesorgt, dass die käufer nicht so viel von ihrem produkt haben. Ganz schön widerlich, diese abzocker, die euch drucker andrehen.

Technik-gängelung des tages

Kommt leute, ihr habt die wischofone gefressen, auf denen andere machen können, was sie wollen, da fresst ihr auch so etwas:

So mancher HP-Kunde kann seinen Drucker derzeit nicht verwenden, wenn er mit der Tintenpatrone eines Drittanbieters druckt. Der Grund dafür ist ein in der Firmware hinterlegtes Ablaufdatum. Wenn eine Tintenpatrone eines Drittanbieters nach dem 13. September 2016 in den Tintenstrahldruckern verwendet wird, geben diese eine Fehlermeldung aus, in der behauptet wird, die betreffende Patrone sei fehlerhaft

Was meint ihr wohl, wie lukrativ das geschäftsmodell „profit durch technische gängelung und nötigung des anwenders“ erst mit dem „internetz der dinge“ wird?! :mrgreen:

Überwachungstrojaner des tages

Sorry, der link zu den von druckern mitausgedruckten gelben pünktchen ist schon ein paar tage alt, aber mir erst jetzt vor die augen gerollt:

Xerox hat bereits zugegeben, die gelben Punkte auf Geheiß der US-Regierung zu drucken, aber deutete an, dass nur der Secret Service sie auch auslesen könne

Scheint aber doch nicht so eine hochgeheime geheimverschlüsselung von geheimexperten gewesen zu sein. Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß auf dem von horch- und morddiensten in kooperazjon mit wirtschaftsunternehmen erreichteten überwachungsplaneten!

Netzwerkgerät (und internetz der dinge) des tages

Um auf diesem Weg Malware in die Drucker zu pflanzen, muss lediglich eine nicht besonders starke Verschlüsselung aufgebrochen werden. Dass dies prinzipiell möglich ist, zeigten die Experten, indem sie ein Gerät mit einer Firmware ausstatten, die das Spiel Doom auf den kleinen Status-Displays laufen ließ

Das häckchen gefällt mir! 😀

„Cloud“ des tages

Was hat uns allen, denen seit gefühlten zweieinhalb jahrzehnten das papierlose büro versprochen wird, denn noch so richtig gefehlt? Richtig: ein „cloud“-fähiger drucker. Natürlich gibts diese „cloudlösung“ zusammen mit einer Äpp (warum nicht „applösung“), die mit irgendeiner „sicherheitslösung“ kompatibel sein soll, genauer wollte sich der herr sprechepresser beim sprechepressen wohl nicht ausdrücken (oder ausdrucken)… :mrgreen:

Übrigens: die hier mit viel bullschitt-blubberbläschen an ein flachpublikum aus kaufleuten und anderen hirnkastraten verkaufte innovazjon, über ein netzwerk zu drucken, ist mir seit den neunziger jahren geläufiger bestandteil meines alltags. Und es gab und es gibt einen verdammt guten grund, das LAN so weit wie möglich vom WAN zu trennen. Im falle eines netzwerkdruckers sieht der gute grund so aus:

Fuck your ink!

Und dass man auch ansonsten kein interesse daran haben wird, irgendetwas im lokalen netzwerk ohne not im gesamten internetz zur verfügung zu stellen, sollte jedem einleuchten. Aber jetzt ist ja „cloud“, da ists mit der leuchte nicht mehr so weit her.

Internetz der dinge des tages

Im Rahmen der RSA Conference zeigte Ang Cui von Redballoon Security, wie sich ein Angreifer Schritt für Schritt in ein Unternehmensnetzwerk vorarbeitet – ohne dabei einen einzigen PC oder Server zu hacken

Hach, werden das noch schöne zeiten für kriminelle und spielkinder, wenn erstmal jeder kühlschrank, katzenkratzbaum und klopapierabroller „smart“ ist, eine IP-adresse zugewiesen bekommt und „bekwem“ übers internetz zugänglich ist, so wie einige leute da draußen das wünschenswert und toll finden…