Etwas für C-progger, die gern englisch lesen…

Ich finde es ja faszinierend: eine relativ kurze C-funkzjon, die vorsätzlich so geschrieben wurde, dass sie je nach gesetzten kompeiler-fläggs beim aufruf von gcc jeden int-wert zwischen 0 und 767 zurückliefern kann, dokumentiert, dass ohne genaue kenntnis der fläggs und argumente, mit denen der kompeiler aufgerufen wird, nicht vorausgesagt werden kann, was für ein ergebnis bei einem programmlauf rauskommt. 😖

Der link geht auf ein PDF in englischer sprache.

Klar ist dieser demonstrazjonskohd am ende relativ weit weg von kohd, der in realen programmen auftritt. Aber jede konstrukzjon für sich allein ist auch nicht so untypisch, dass sie rein akademisch wäre. Und es ist völlig korrektes C. Leider.

In was sind noch mal unsere betrübssysteme gekohdet? 😧

Tja, wenn man kohd schreibt, der von der implementazjon abhängt, dann bekommt man eben ergebnisse, die von der implementazjon abhängen — und in C ist es sehr, sehr einfach, solchen kohd zu schreiben. Zum beispiel hängt der wert einer literalen konstanten wie -1U von der implementazjon ab, in diesem fall von der anzahl bits in einem unsigned int und von der repräsentazjon vorzeichenbehafteter ganzzahliger werte in der CPU (zum glück gibt es inzwischen nur noch die darstellung als zweierkomplement). Und ein völlig legaler ausdruck wie (int)-1U/2 gehört dann besser nicht zu den dingen, die man beim kohden tippt. Auch nicht indirekt, etwa, indem man statt direkt -1U eine variable vom typ unsigned int mit wert 1U verwendet und da ein minuszeichen vorschreibt. Natürlich kann die deklarazjon der variablen im kwelltext meilenweit von ihrer verwendung entfernt sein, so dass man ihren typ nicht immer vor augen hat… 😦

Ein statisches analyse-werkzeug wie das olle lint oder das freie splint kann zwar mit der opzjon -strict ganz schön nerven und hirnen, macht aber auch klar, wo mögliche probleme liegen. Dies leider in einem fürchterlichen wust des nicht so wichtigen, aber dafür pedantischen und neurotischen fehlermeldens. Ich habe noch nie ein nichttriviales stück C-programm geschrieben, das ohne erschröckliche meldungen durch splint -strict durchgegangen wäre.

Wer mit solchen problemen nicht leben kann, sollte vielleicht besser in einer anderen sprache als ausgerechnet C (oder seinem bastardkind C++) kohden. 😉

Krüpplografie des tages

Das fratzenbuch hat einen private key… ähm… irgendwo im internetz verloren, mit dem es seine ändräut-äpps digital signiert, und jetzt taucht immer wieder mal vom fratzenbuch digital signierte softwäjhr von irgendwelchen leuten auf. [Link geht auf einen englischsprachigen text]

Aber hej, diesen spezjalexperten, die nicht einmal ihren private key sicher ablegen können, denen könnt ihr schön weiter euer ganzes leben und eure STASI-akte zum selbstschreiben anvertrauen!

Schlagzeile des tages

Lotteriegewinner verhaftet, weil er für 200.000 dollar mist auf den rasen seines ehemaligen scheffs gekippt hat

Leider hat die polizei die vollständige „lieferung“ unterbrochen, so dass nur etwas mehr als zehntausend tonnen mist auf dem rasen landeten. Keine sorge, der täter hat 125 megadollar gewonnen und hatte das bisschen kleingeld für sein unmissverständliches negatives sozjales fiehdbäck zum früheren arbeitsverhältis wohl übrig. 😉

Schade übrigens, dass kein jornalist ein foto des wohl leicht überdüngten grundstücks gemacht hat. 😀

Benutzt hier jemand irgendwas mit „bluetooth“?

Wenn ja: schade. Bluetooth ist kaputt [link geht auf einen englischsprachigen text]. Jeder angreifer — das meint: ein beliebiger dritter in empfangsreichweite — kann die verwendete schlüssellänge auf acht bit runterbringen, auch wenn die geräte schon gepäjhrt wurden. Das protokoll zur aushandlung der sitzungsschlüssel benutzt keine autentifikazjon, jeder kann sich auf die verbindung draufsetzen und sie manipulieren. Alle bislang untersuchten bluetooth-tschipps sind für den angriff anfällig. Wer zum beispiel eine bluetooth-tastatur benutzt, ermöglicht es jedem angreifer, alle eingaben mitzulesen, natürlich auch passwörter und dergleichen.

Das einzig gute: vielleicht kann man sich endlich mal eine kleine box bauen, mit der man diese nervigen bluetooth-lautsprecher ausschalten kann, die einem inzwischen alles draußensein an schönen sommertagen versauen.

„Github“ ist der „wohltäter“ des tages…

Meine fresse! Der link geht auf einen englischsprachen text:

Github hat alle iranischen nutzerkonten blockiert, ohne vorher diese absicht mitzuteilen, und sie haben uns keine möglichkeit gegeben, einen bäckup unserer daten runterzuladen

Hej, liegen da zurzeit irgendwelche freie-softwäjhr-projekte bei github herum, bei denen die zusammenarbeit mit einer klitsche, die andere menschen aufgrund ihrer staatsangehörigkeit diskriminiert, gegen den „code of conduct“ verstößt? Dann wirds aber höchste zeit, meikrosoft mal die kontrollmöglichkeiten, sabotahscheschnittstellen und machtmittel aus der hand zu schlagen, indem man selbst ein sörverchen hostet! Oder gehts dabei inzwischen nur noch um first-world-problems wie genderkacke, und nicht mehr um handfesten rassismus, der von scheißmeikrosoft (vermutlich unter druck der US-regierung) einfach nach gutsherrenart durchgedrückt wird?

Ich bin jedenfalls froh, dass ich github noch nie für irgendetwas gebraucht habe.

Frauenkwote des tages

Eine frauenkwote für die unternehmensführung bedeutet für unternehmen, dass sie rd. zwölf prozent weniger reibach machen [link auf einen englischsprachigen text]. Tja, ist halt ziemlich doof, wenn kwoten auf grundlage genetischer marker (XX oder XY im 23. kromosomenpaar) und nicht auf grundlage der befähigung und kompetenz eingeführt werden. Da könnte man auch gleich schädel vermessen und die leute danach einstellen, ob sie einen ariergnubbel haben, sage ich ja immer, wenn ich die neurotiker der „sozjalen gerechtigkeit“ mal ein bisschen kitzeln will. Hingegen würde hier mit einer kompetenzkwote von nur fuffzich prozent alles besser in wirtschaft und p’litik!

Klaut des tages

Lasst uns alles in die klaut legen, haben sie gesagt. Das ist billig und wir haben niemals mehr verfügbarkeitsprobleme, haben sie gesagt.

Im gesamten internetz sind heute milljonen von webseits nach einem großen ausfall von „cloudflare“ ausgefallen

Tja, dumm gelaufen… :mrgreen:

Zitat des tages dazu:

„Downdetector“ kann es gerade nicht anzeigen, wenn „cloudflare“ unten ist, weil „cloudflare“ unten ist

Bwahahahahaha!

Und noch ein schönes zitat:

Entspannt euch mal alle! Der bitcoin steht nicht bei 26 dollar.

Was würde ich für ein paar schöne fotos der entsetzten gesichter von „bitcoin-investoren“ geben, nachdem sie diesen falschen kurs angezeigt kriegten! 😈

Auch weiterhin viel spaß mit klaut und generell mit unnötiger zentralisierung im internetz!

Smart-lemminge des tages

Guhgell befiehl! Wir folgen dir!

Tja, wenn man sich im auto auf sein „smartes“ navigazjonsgerät verlässt, dann landet man wegen des zeitraubenden staus schon einmal auf einer von guhgell vorgeschlagenen, zeitsparenden „straße“, wo man zwei stunden lang auf feldwegen durch den schlamm fährt oder sich auch mal im schlamm festfährt [der link geht auf einen englischsprachigen text]. 😀

Früher, bevor alles „smart“ wurde, hatten die menschen ja mal augen und ein gehirn, das einen feldweg von einer straße unterscheiden kann und das aus der lebenserfahrung heraus wusste, dass feldwege nach regenfällen oft aufgeweicht sind (jedes kind weiß das). Aber wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch. Die verdummung ist längst erbärmlich geworden, und die folgen der verdummung zeigen sich überall in der gesellschaft. Guhgell befiehl, wir folgen dir!

„Deep fake“ des tages

Nachdem ich, nur weil ich beim Strache-video erstmal skeptisch war, jetzt mehrfach lesen musste, dass ich neonazi, flacherdler, reptiloidengläubiger und verschwörungsspinner bin, hier von mir nur ein kleiner hinweis: Es ist möglich, mit maschinellem lernen bei neuronalen netzwerken (zurzeit meist einfach „künstliche intelligenz“ genannt) eine menschliche stimme so präzise und überzeugend vom kompjuter generieren zu lassen, dass eine erkennung der fälschung praktisch unmöglich ist. (Man brauchte für die erkennung einer fälschung jetzt schon eine nebengeräuschfreie aufnahme ohne kompressjonsartefakte. Das ist eine in der internetzpraxis unerfüllbare anforderung.)

Ich habe selbst schon einmal daran gedacht, ein neuronales netzwerk auf eine gute stimme anzulernen, um einen vollsyntetischen sänger zu bekommen. Zum glück für eine welt, die solchen experimenten nix abgewinnen kann, fehlt es mir an plumper rechenleistung dafür. 😉

Entsprechende fälschungsmöglichkeiten für videos möge bitte jeder selbst rescherschieren. „Deep fake“ ist ein guter erster suchbegriff, und auch unbedingt mal ein paar ergebnisse, auch von amatören, anschauen, damit so richtiges gruseln aufkommt! Die zeit, in der man keinem video und keiner tonaufnahme mehr vertrauen kann, ist längst gekommen. Und alle diese möglichkeiten stehen natürlich auch geheimdiensten, der organisierten kriminalität, trollen, p’litsekten, idjoten, satirikern und künstlern zur verfügung steht. Rufmord mit einem gefälschten video (mit ebenfalls gefälschter tonspur) sollte schon jetzt leicht möglich sein.

Datenschleuder des tages

Ein bislang unbekannter datensammler hat die daten von über 275 milljonen menschen aus indien veröffentlicht, jeweils name, geschlecht, mäjhladresse, telefonnummer, monatseinkommen und die komplette bisherige arbeitsplatzgeschichte. Und veröffentlicht ist hier wortwörtlich zu verstehen. Die daten lagen ohne jeden zugriffsschutz im internetz, und sie wurden sogar von einer suchmaschine indiziert, so dass auch menschen ohne vertiefte technische kenntnisse darauf zugriff haben können.

Ich wünsche euch allen auch weiterhin ganz viel spaß und orwellness beim festen glauben an den datenschutz, der euch überall konsekwenzenlos versprochen wird. Dummheit ist der rohstoff des 21. jahrhunderts. Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Donald Trump des tages

Dass banausen völlig aus dem häuschen sind, weil sie ein buch vom autor des buches signieren lassen, ist ja leider keine neue erscheinung. Aber der gegenwärtige präsident der vereinigten staaten eines teils von nordamerika toppt diesen dummen kult noch und signiert unter großem applaus der anwensenden kristen in einer kirche bibeln [link geht auf einen englischen text]. Will ich mal hoffen, dass sie Trump nicht für den autor gehalten haben. :mrgreen:

Feminismus des tages

Schwedische feminist*innen fordern ein verbot von sexrobotern, weil die dinger nicht darauf programmiert sind, „nein“ zu sagen und deshalb die sicherheit von frauen bedrohen. Nein, das steht da wirklich, und nein, es ist nicht der postilljon.

Statt mich mit diesem hirngekwirlten dummfug richtig auseinanderzusetzen, will ichs mal so sagen: kein technisches gerät ist darauf programmiert, „nein“ zu sagen. :mrgreen: