Datenschleuder des tages

Das fratzenbuch hat aus einem „alten datenbestand“ die telefonnummern von rd. 420 milljonen nutzern veröffentlicht [archivversjon 1, archivversjon 2].

Hej, aber keine sorge, es waren ja nur „alte“ daten. Man wexelt ja seine telefonnummer häufiger als sein passwort… 🤦

Auch weiterhin viel spaß dabei, voll des seligmachenden glaubens an den stets versprochenen schutz eurer persönlichen daten jeder nach scheiße stinkenden S/M-analsonde von zwitscherchen über guhgell bis zum fratzenbuch eine telefonnummer zu geben, damit alles viel sicherer wird und eure zugänge nicht gehäckt werden! Das ist doch nur zu eurem besten. Das hat alles nichts mit datensammelei und überwachung zu tun. Wenn ihr es nicht macht, werdet ihr auch regelmäßig beim anmelden genervt, weil es nur zu eurem besten ist. Gluaubt schon, ihr schafe! Oh, guckt mal, da hinten gibts ein lecker lecker schlachtefest, mit werbern, geheimdienstlern und faschistoiden p’litikern als metzgern… 🐑

Und wenn die daten mal irgendwo rauströpfeln: ist doch schön, wenn man angerufen wird. Zum beispiel von einem trickbetrüger, der sich im gleichen fratzenbuch eingehend über euer sozjales umfeld informiert hat und euch einen richtig tollen betrug vortragen kann. ☎️

Die liste wäxt und wäxt und wäxt… 😦

„Terrorismus“ des tages

Interessant auch die Aussagen einer hochrangigen Beamtin der TSA. Diese sagte, dass sie vor jeder Reise ihre Haare schneiden lassen würde. Offenbar will sie damit andeuten, dass ihre Mitbürger es ihr nachmachen sollten. Haarveränderungen vor dem Antritt der Reise empfindet sie nicht als diskriminierend, wie sie sagt. Anderenfalls schlage der Körperscanner an weil er glaubt, einen Gegenstand identifiziert zu haben. Dann müssen die Personen von den Mitarbeitern auf versteckte Waffen oder andere Gegenstände wie Bomben untersucht werden

Seit wann haben es die propagandisten eigentlich geschafft, die „nacktskänner“ als „körperskänner“ bezeichnen zu lassen?

ÖPNV-nulltarif des tages

In manchester, großbritannjen, hat der örtliche nahverkehrsbetreiber eine tolle äpp machen lassen, um fahrkarten mit dem händi kaufen zu können — und seinen private key gleich mit reingelegt, damit das auch funkzjoniert, wenn man seine fahrkarte onlein kauft und sie später offlein aktiviert, um seine fahrt zu starten [der link geht auf einen englischsprachigen text]:

Die private keys für RSA, mit denen der QR-kohd signiert wurde, lagen als PEM-dateien im APK.

🤦🤣🔐

Wer interesse daran hat und sich einen torbrauser installieren kann oder wer eine äpp daraus bauen möchte: die gesamte ticket-erzeugungs-ruhtine ist in javascript veröffentlicht. So als p’litische stellungnahme zum derzeit überteuerten, privatisierten nahverkehr… 😉

Und irgendwelchen unternehmen (insbesondere auch banken) wünsche ich auch weiterhin viel spaß dabei, sich schnell eine äpp für diese wischofone von irgendeiner klitsche zusammenstöpseln zu lassen, weil jetzt ja jeder eine äpp für diese wischofone braucht.

Bäumchenpflanzen

Julia Klöckner (CDU), bekannt für ihre offene art gegenüber nestlé-lobbyisten, die auch schon einmal werbezeit in kanälen der bummsregierung bekommen, hat eine tolle idee: sie will ein paar milljonen bäume pflanzen lassen. Es gibt nur ein problem:

Geklärt werden muss noch das Wo, Wie und Was

Sie hat nicht den geringsten plan dabei. :mrgreen:

(Nehmt doch einfach das gelände des hauptstadtfluchhafens!)

Troll collect des tages

Durch ein Bekanntwerden Ihrer gewünschten Informationen würde das Kontrollkonzept des Bundes im Zusammenhang mit Erhebung der Maut erheblich beeinträchtigt werden

Das heißt im klaren, deutlichen deutsch: wenn erst einmal bekannt ist, was für eine fehleranfällige krüppelscheiße das ganze mautsystem der BRD mit seinen bis zu sieben fucking prozent fehlerkennungen ist, dann zahlt doch keiner mehr die maut und jeder hätte mit dieser verweigerung vor einem BRD-vergewaltigungsgericht so richtig gute schangsen. 🤦

Den letzten absatz bitte — natürlich nach rücksprache mit dem unternehmensanwalt, denn ich bin kein jurist und kann deshalb keine rechtsberatung geben — als aufforderung betrachten! Vielleicht gibt es ja sogar eine möglichkeit für rückforderungen… :mrgreen:

Ich meine: die staatskriminellen gängster beim bummsamt für güterverkehrt wissen und wussten genau, dass ihr system so schrottig ist und haben einfach versucht, das geheimzuhalten und trotzdem geld zu kassieren, bewusstermaßen zu einem erheblichen prozentsatz widerrechtlich. Allein wegen dieser haltung sollten die keinen verdammten cent mehr sehen! Es gibt immer bessere verwendungen für geld, als es irgendwelchen gängstern zu geben. Zum beispiel ist es eine bessere verwendung, wenn man das geld einfach aus dem fenster schmeißt. Dann gibt es nämlich die möglichkeit, dass jemand davon profitiert, der kein krimineller ist.

Meine fresse! Ein gleißendes BRD-leuchtturmprojekt der extraklasse mal wieder! Für die ganze ganze welt! Auch für lichtallergiker geeignet… 💡

Übrigens, werte jornalistenhirnficklügner!

In großbritannjen kann es keine verfassungskrise geben. Großbritannjen ist ein königreich ohne verfassung im gewöhnlichen sinn des wortes; an die stelle einer richtigen verfassung, in die jeder im zweifelsfall einfach einen blick werfen könnte, tritt ein ganzes und ziemlich unüberschaubares bündel von konwenzjonen, rechtsprechungen und gewohnheiten. Und man muss nicht sehr lange rescherschieren, um das rauszukriegen:

Das Vereinigte Königreich hat anders als die meisten Nationalstaaten keine kodifizierte Verfassung, verfügt also über kein einzelnes Dokument, das das politische System des Landes und die Kompetenzen und Schranken einzelner Staatsorgane festlegt. Vielmehr basiert das Verfassungsrecht des Vereinigten Königreiches auf mehreren Quellen, deren Bedeutung und Gewichtung einer stetigen Anpassung an aktuelle Gegebenheiten unterliegt. Zu den Quellen des britischen Verfassungsrechtes gehören Gesetzesrecht, zu einem minimalen Anteil, aber mit häufig fundamentaler Bedeutung, das Common Law, also durch vielfache Präzedenzen geschaffenes Gewohnheitsrecht, Konventionen, die meist der Begrenzung politischen Handelns dienen, Gesetze und Gewohnheiten des Parlaments, als einflussreich geltende Verfassungsinterpreten wie Walter Bagehot und William Blackstone sowie in gewissem Umfang europäisches Recht

Auch weiterhin viel spaß beim fehlinformiertwerden durch die tagesschau-redakzjon!

Bargeldabschaffung des tages

Kennt ihr den schon?

Cyberganoven sollen von Brasilien aus rund 1,5 Millionen Euro von den Konten von mehr als 2000 Kunden der Oldenburgischen Landesbank (OLB) abgeräumt haben […] Wie genau die Angreifer an die Kartendaten gelangt sind, blieb offen. Laut Bericht des NDR haben die Kriminellen Kreditkartennummern erbeuten können, mit einer Software die Geheimnummern geknackt, dann die Karten nachgebaut und schließlich das Geld an brasilianischen Geldautomaten abgehoben

Aha, man kann aus einer kartennummer irgendwie „mit einer softwäjhr“ die zugehörige PIN berechnen, um sich pinke pinke geld zu ziehen. Oder anders gesagt: wenn das stimmt, ist jetzt jede irgendwo „veröffentliche“ kreditkartennummer ein ziel für diesen kleinen häck. Oder vielleicht etwas klarer: die gefühlte sicherheit durch die PIN ist eine wirkungslose pseudosicherheit. Und wer jetzt trotzdem noch irgendwo im internetz seine kreditkartennummer angibt, ist ein idjot.

Ja, das meinen die ernst.

Wie kommt so eine bank dazu, so ein vollumfängliches totalversagen einzuräumen?

Die Bank betonte, dass kein „Datenschutzfall“ vorgelegen habe: „Konto- oder Kartendaten sind weder bei der OLB noch bei einem Drittanbieter gehackt worden.“

Achtung, vermutung: ach so, wegen der DSGVO! Deshalb sollen die kunden dieser bank jetzt glauben, dass irgendwo in brasiljen ein paar leute sind, die zutreffend kreditkartennummern und PINs ausschließlich von kunden der oldenburgischen landesbank erraten und sich geld damit ziehen, damit diese bank bloß nicht melden muss, dass man massenhaft kundendaten rausgeschleudert hat und damit sie ihren kunden bloß nicht erzählen muss, wie bei der oldenburgischen landesbank so mit daten umgegangen wird. Das ist jetzt aber schon ein bisschen durchschaubar… 🤦

Na, ist hier in der BRD ein datenschutzbeauftragter, der mal ein bisschen nachhaken will? Ach nee, ist ja die BRD, da sind banken leider heilig und völlig strafverfolgungsfreie zone.

Aber ehrlich gesagt: es freut mich schon ein bisschen, wenn die datenschleudereien mal den davon betroffenen menschen ans geld gehen. Dabei dürften die meisten menschen gleich viel weniger desinteressiert sein. Deshalb hat die OLB auch so hochnotkulant ihren kunden das geklaute geld wiedergegeben. Wäre ja bitter, wenn jemand strafanzeige erstattete… :mrgreen:

Bezahldienstleister des tages

Wisst ihr, wie pubertierende an den geschlechtsverkehr herangehen? Einfach, schnell und gefährlich.

Das gibts natürlich auch für erwaxene. Bezahlen sie ganz smart, bekwem und totalsuperdupersicher mit ihrem scheißwischofon dank revolut und visa, wisst schon, ist einfach nur genial! Was kann dabei schon schiefgehen? Ist ja auch genial sicher, der werber hats euch doch gesagt, und sein stinkender bruder von jornalist fands auch gleich ganz toll und hats für die beste erfindung seit der banknote gehalten:

Der Angriff erfolgte übers Handy. Mehrere Revolut-Kunden erhielten ein SMS. Man soll sein Konto „verifizieren“ […] Dazu gabs einen Link. Wer diesen anklickte und darauf seine Daten mit Passwort eingab, war verloren […] Die Kunden riefen sofort bei Revolut an. Dort nahm niemand ab. Es gibt nur Schriftverkehr und Warteschlaufen […] Die Gangster verschoben via der Kreditkarte des Kunden, welcher dieser mit seinem Konto bei Revolut verbunden hatte, hohe Beträge auf fremde Konten […] Die Gelder sind weg

Hej, kommt leute und stellt euch nicht so an. Da habt ihr halt mal ein paar tausend oder auch mal ein paar zehntausend fränkli als lehrgeld für eine kleine, freundlich erteilte sicherheitsbelehrung an kriminelle bezahlt, die euch hoffentlich fortan dabei hilft, nie wieder so unendlich doof zu sein und auf irgendeine reklame reinzufallen und euer geld einem scheißwischofon anzuvertrauen! Und hej, sicherheitsbelehrte: euer gezwitschertes gejammer „mein konto wurde gehäckt“ ist auch ganz schön doof. Klingt aber irgendwie viel epischer als „ich fingere an meinem wischofon auf allem herum, was man befingern kann und gebe dann arglos irgendwelche bänkingdaten ein“. 🎣

Zum glück hat dieses „revolut“ schon ausgemacht, wer jetzt schuld daran ist, dass es zu so einem massenhafen, erfolgreichen und ertragreichen phishing kommen konnte: der telekom-dienstleister, über den die phishing-SMS versendet wurden.

Im Tages-Anzeiger gab Revolut der Swisscom die Schuld. Die Phishing-SMS liefen über das Netz des Schweizer Telekom-Riesen

Da muss man erstmal drauf kommen! 🤦🤣👏🤣

Also ruhig so weitermachen, leute! Das hat doch alles nix damit zu tun, dass man teuer teuer geld über sein wischofon bewegt — also über einen kompjuter, der so gebaut ist, dass man ihn gar nicht sicher machen kann und auf dem man bänking-äpps benutzt, die nicht mehr laufen, wenn man sich unter aufopferung der gewährleistung wenigstens durch „rooten“ ein aktuelles betrübssystem besorgt hat. :mrgreen:

Ein kleiner und völlig kostenloser sicherheits-tipp von mir: schlangenöl hilft auch nicht gegen doofheit, die auf kriminelle energie prallt. Dagegen hilft nur hirn. Gegen phishing gibt es nämlich eine ganz einfache und völlig kostenlose sicherheitsmaßnahme, die hundertprozentig wirksam ist.

Datenschleuder des tages

Hat jemand bei diesem „bonusprogramm“ von „mastercard“ mitgemacht? Da wurden nicht nur kriminell missbrauchbare daten „veröffentlicht“, da sollte man auch besser jede buchung nochmal überprüfen und generell noch vorsichtiger sein als sonst (siehe auch bei heise onlein):

Beim Bonusprogramm Priceless Specials von Mastercard soll es angeblich ein Datenleck gegeben haben. Eine Liste soll ins Internet gelangt sein, die knapp 90.000 Nutzer mit Daten wie Namen, Telefonnummer, Anschrift, E-Mail-Adressen und weiteren listet

Ach, die leute, die irgendwelchen finanzdienstleistern nicht nur ermöglichen, bei jedem popligen kauf eine transakzjonsgebühr zu nehmen und ordentlich lecker daten über ihre kunden einzusammeln und zu vermarkten, die sind gar nicht vorsichtig? Na, dann trifft es ja keine falschen. 🐑

Und natürlich auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den euch überall völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten, während die liste wäxt und wäxt und wäxt! Auf diese DSGVO braucht ihr nicht zu hoffen, die ist nicht für so etwas gemacht, sondern nur dafür, privaten, nicht-kommerzjellen mitgestaltern des deutschsprachigen webs und mittelständischen unternehmern im lande abmahnistan unkalkulierbare rechtsrisiken und teilweise absurde bürokratie aufzuerlegen. Deshalb wird wohl auch diesmal weder ein bußgeld verhängt, und schon gar nicht werden die von der datenschleuderei betroffenen menschen für die datenveröffentlichung entschädigt. Das einzige, was bleibt, sind die üblichen hasserregenden scheißfrasen:

Wir nehmen Privatsphäre sehr ernst und untersuchen dieses Problem mit Hochdruck

Untersucht das „problem“ lieber gründlich und gewissenhaft, ihr mastercard-datenschleudern im heißluft-PR-modus! Und dann entschädigt die betroffenen, statt ihnen zur krönung der ganzen scheiße auch noch solche kalten unverschämtheiten aus eurer stinkenden reklameabteilung zu lesen zu geben! 🤮

Verträge mit mastercard kann man übrigens kündigen… und so als juristischer laie würde ich sagen, dass hier ein sonderkündigungsrecht wegen vollständigem vertrauensverlust besteht, wenn mastercard sich kwerstellt. Wenn die eine andere sprache verstehen würden, dann würden die nicht solche dummsprüche ablassen.

Security des tages

Was macht man als unternehmung, wenn einer ankommt und eine sicherheitslücke in der webseit gefunden hat und diese brav meldet? Die antwort gibt die LEG wohnen NRW GMBH: den pösen häcker mit seinem pösen häckerwerkzeug „webbrauser“ anzeigen, damit der mal dafür bestraft wird:

Dem Kölner wirft man vor, er habe gegen den Hackerparagrafen verstoßen, indem er fremde Daten ausgespäht haben soll. Der 25-jährige Whitehat hatte sich Anfang Juli auf dem Webportal seines Vermieters, der Landesentwicklungsgesellschaft (kurz LEG) eingeloggt und dort testweise die letzten Ziffern verändert. Prompt waren die Daten seiner Nachbarn sichtbar […] Nach der Änderung der letzten Ziffer konnte er persönliche Daten wie Namen, Anschrift, Mietverhältnis, Größe der Wohnung, Kaltmiete und Nebenkosten nebst dem Guthaben oder ausstehenden Zahlungen der anderen LEG-Mieter sehen

Weia! Willkommen auf der unerfreulichen liste der datenschleuderer! Wie wäre es mal, wenn hier ein bußgeld nach DSGVO verhängt würde? Ach, das dingens ist nicht zur einschüchterung von geldmächtigen unternehmen da, damit sollen nur private und nicht-kommerzjelle mitgestalter des internetzes eingeschüchtert und gegängelt werden, auf dass die hürde schon für den betrieb der einfachsten webseit immer und immer höher werde! Ich verstehe… 😦

Datenschleuder des tages

Suprema, eine klitsche, die biometrische zugangskontrollen anbietet, hat einen riesenhaufen daten veröffentlicht, immer schön anwendername, das im klartext gespeicherte passwort [❗], fingerabdrücke und daten für die gesichtserkennung [archivversjon].

Wie, veröffentlicht? Die wurden doch gehäckt, oder? Von pösen pösen cyber-cyber-verbrechern (am besten aus russland, mit Putin als anführer), oder? Mitnichten:

Man braucht dazu keine speziellen Hacking-Tools, sondern nur einen Browser

Tja, ein passwort hätte man nach so einer veröffentlichung durch eine völlig inkompetente scheißklitsche ja ändern können. Aber was macht man jetzt mit seinen fingern oder seinem gesicht? Endlich können für kriminelle akzjonen auch biometrische merkmale missbraucht werden! Ich konnte es schon gar nicht mehr länger erwarten… :mrgreen:

Plakat: Früher hätte ich nach einem Datenleck oder wenn ich Schadsoftware auf meinem Computer oder Telefon gehabt hätte, ja einfach mein Passwort geändert. Aber wie soll ich meinen Fingerabdruck ändern, wenn ihn jemand vom Computer oder Telefon mitgenommen hat? -- Wenn man sich solche Fragen stellen muss, wird man spätestens merken, dass biometrische Verfahren zur Identifikation im Internet keine gute Idee sind. Wer schlau ist, merkt es schon vorher.

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall leichtherzig und völlig konsekwenzenlos zugesagten schutz eurer persönlichen daten — und der immer wieder gern als ergänzung gegebenen zusage, dass der datenschutz an oberster stelle steht, aber ganz ganz oben. Gesaltetes häsching von passwörtern für die speicherung in einer datenbank ist eine sicherheitstechnik aus den frühen siebziger jahren, zu der diese sicherlich hochhippe und in ihrer stinkenden, verlogenen scheißreklame ständig von sicherheit faselnde scheißklitsche namens „suprema“ offensichtlich nicht imstande war. Über den rest der extrakompetenten spezjalkompetenz in dieser klitsche spare ich mir irgendwelche justizjablen vermutungen, aber ich denke mal, dass da auch jeder selbst drauf kommt. Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Ganz besonderes elektronisches anwaltspostfach des tages

Kryptografie scheint sehr schwierig zu sein, krüpplografie um so einfacher, auch bei den signaturen von ZIP-archiven im besonderen elektronischen anwaltspostfach:

Das beA lädt die Nachricht als ZIP-Datei herunter, begleitet von einer abgesetzten PKCS#7-Signaturdatei (Public-Key Cryptography Standard # 7). Diese Datei ist jedoch fehlerhaft. Prüfprogramme finden darin keinerlei Signatur und die Prüfung auf Echtheit versagt. Dies ist dem ersten Anschein nach bei allen bisher exportierten Nachrichten so […] Prüfen lässt sich nur die Signatur der PDF-Datei, was ohne weiteres gelingt, nicht jedoch die Containersignatur, die eine Echtheit des Exports nachweisen soll

Weia, haben die das verkackt! Und auf elementare funkzjonstests (zum beispiel, ob die signatur funkzjoniert) wurde vollständig verzichtet. 🤦

Hej, anwälte, wo bleibt eigentlich eure klagefreude?! :mrgreen:

Fleischmarkt und datenschutz des tages

Mindestens alle elf sekunden verliert ein notgeiler mensch in der BRD seinen verstand und fängt an, sich mit irgendeinem däjhting-fleischmarkt zu befassen. Das angebot ist ja reichlich und überall hängt im sexmangelland BRD die reklame für diese betrügerische und/oder abzockerische drexscheiße rum.

Einer der däjhting-fremdfleischvermarkter für die generazjon wischofon nennt sich „lovoo“ und bietet eine äpp fürs wischofon an. Die hat für ihre nutzer nur ein paar kleine nachteile: jeder dahergelaufene häcker kann für jeden nutzer dieser äpp den aktuellen standort mit einer auflösung von rd. 50 metern bestimmen, und auch das massenhafte anlegen langfristiger bewegungsprofile, um gewohnheiten und regelmäßige wege der nutzer rauszukriegen, ist überhaupt kein problem [archivversjon]. Aber hej, wenn ihr irgendwelchen kranken verfolger am halse habt, seid ihr wenigstens nicht mehr so allein. :mrgreen:

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit den wischofon-wanzen, die ihr durch euer ganzes leben tragt! Die machen alles ganz bekwem! Und für alles gibts eine äpp! 😈

via @benediktg5@twitter.com

Scheißpresse des tages

Weiterlesen ist kostenlos

Wir möchten Sie nur gerne kennenlernen – ihre E-Mail-Adresse reicht. Registrieren Sie sich kostenlos, dann schalten wir alle RP+ Artikel [sic!] für Sie frei

Warum man der scheißpresse mit ihren bezahlschranken und datenbettelstellen vor dem inhalt und ihren offen für suchmaschinen und leser sichtbaren clickbait-übelschriften keine interwjuhs gibt, zeigt euch jetzt mal in aller ausführlichkeit Carsten Linnemann (CDU).

Übrigens ist es eine ganz dumme scheißidee, der dreckspresse mit ihrem listenprivileg eine aktiv für normale kommunikazjon mit richtigen menschen benutzte mäjhladresse zu geben. Außer, man hat gern über diesen kunstgriff legalisierte spämm, spämm und spämm von irgendwelchen werbeheinis in seinem postfach. Wer denen noch mehr daten gibt, ist sowieso nicht mehr zu retten. Viel spaß mit grenzbetrügerischen lotteriewerbern und ziemlich kriminellen gewinnbimmlern am telefon und einen täglichen sackpost-briefkasten voller scheiße!

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Der erste entwurf für unicode ist von 1988…

…und inzwischen hat sich die erde einunddreißig mal um das sönnchen gedreht und jedes moderne betrübssystem kann inzwischen völlig problemlos alle möglichen zeichen aus so ziemlich jedem verbreiteten alfabet verarbeiten und darstellen, ohne dass es irgendein problem damit gibt. Das ganze frühere krüppelgeraffel mit „codepages“ ist heute weitgehend vergessen, und die jüngeren können sich sicherlich kaum noch vorstellen, was das sein soll. Nur das so genannte „besondere elektronische anwaltspostfach“ für die BRD wurde von spezjalexperten geproggt und kann deshalb keine deutschen umlaute. 🤦

Allein das wäre ein grund, den ganzen schrott sofort wegzuschmeißen und von der klitsche, die diesen müll produziert hat, schadenersatz einzufordern.

Und wer jetzt glaubt: hej, dann gibts halt eine fehlermeldung und man macht die ganzen buchstaben mit puenktchen drueber weg und schreibt wieder wie in den achtziger jahren, hat sich auch geschnitten:

Ein Kläger hatte an den Bundesfinanzhof eine Begründung fristgemäß versandt, versäumte die Frist aber dennoch, da die Datei beim Bundesfinanzhof nicht eintraf. Der Grund war, dass er Umlaute und Sonderzeichen verwendet hatte, was nicht zulässig ist. Doch das war dem Kläger nicht bekannt. Ebenso wenig wusste er, dass seine Nachricht nicht eingegangen war, denn die BeA-Software hatte die erfolgreiche Zustellung gemeldet

Au mann!

Das war nix

Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie „gilette“ in einer dummen reklame versucht hat, den männern rasierer zu verkaufen, indem männer sexistisch beschimpft werden? Diese großartige reklameidee eines hirnkastrierten arschdenkenden vollidjoten ist wohl doch nicht so gut gelaufen, denn „gilette“ hat acht milljarden verlust abgeschrieben. 🤣

Das konnte ja auch keiner vorher wissen, dass es keine gute idee ist, ausgerechnet die leute zu beschimpfen, denen man was verkaufen will. Vielleicht haben die scheißwerber, „procter & gamble“ und „gilette“ beim näxsten mal mehr glück beim denken. 🍀

Ach ja, eines noch für die feminist:innen, die ja stets wie pawlowsche hündchen auf aufkondizjonierten schlüsselreizen mit reflexhaftem speichelfluss reagieren, ohne dabei nennenswerte teile ihres denkapparates zu benutzen:

Gillette made the decision to launch the campaign in a bid to target the millennial market. Coombe said the 188-year-old brand, which is owned by Procter & Gamble, was „gently slipping away for [this] generation“ as disruptors such as Harry’s and Dollar Shave Club grabbed attention

Die haben sich einen scheißdreck für euch interessiert, die wollten euch nur instrumentalisieren, weil sie glaubten, so könnten sie ihre überteuerten klingen besser an jüngere menschen verkaufen. Was habt ihr denn auch sonst von scheißwerbern und scheißkonzernen erwartet?