Antivirus-kwacksalberei des tages

Durch ein fehlerhaftes Signatur-Update verhindern die Virenschutz-Programme von Eset derzeit den Zugriff auf etliche Websites. Der Fehlalarm erscheint etwa beim Zugriff auf Amazon, Google, Feedly, heise.de und sogar auf der Herstellerseite Eset.com. Das Antiviren-Programm vermutet auf den Sites den Trojaner Js/ScrInject.B.

Ich finde ja, dass das sperren des gesamten internetzes ein zwar zaghafter, aber dennoch längst überfälliger schritt in die richtige richtung ist. Am ende des weges, der hier mit vorsichtigen schritten der websperre begonnen wurde, stehen wesentlich sicherere kompjuter. Allerdings könnte man das netzwerkkabel auch rausziehen…

Antivirus-schlangenöl des tages

Anti-Viren-Software:
Fehler in NOD32-Scanner erlaubte kompletten Systemzugriff

Uuuuhps! 😳

Ah, heise hats auch schon.

Ist es nicht toll, wie so ein sandkasten für kohd das system schützt?! :mrgreen:

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit eurem ganzen schlangenöl, das euch angedreht wird, um eure kompjuter ganz einfach und ohne dass ihr was verstehen müsst sicherer zu machen! Es würde mich übrigens nicht wundern, wenn in jedem dieser mit unfassbar weitgehenden berechtigungen laufenden schlangenöle eine hintertür der horch- und morddienste versteckt wäre.

Tolle neuigkeiten auf der CEBIT

Ich brauche gar nicht so lange nachzudenken, ob ich irgend etwas verpasse, wenn ich nicht zur CEBIT gehe. Es reicht, einmal kurz zu überfliegen, was da an großartigen innovazjonen angepriesen wird.

Das Fraunhofer-institut hat eine berührungsfreie kompjuter-steuerung. Der anwender zeigt einfach mit dem finger irgendwo hin, eine kamera nimmt das auf und eine softwäjr versteht das. Ein toller ersatz für die maus. Nur noch hinzeigen, wie ein kleines kind, dass der sprache nicht mächtig ist. Vielleicht begleitet von unartikulierten lauten wie „da da“. Ich befürchte, der markt dafür wäxt zurzeit — und das liegt nicht daran, dass es mehr schwerbehinderte geben würde.

Das eintippen einer SMS über eine händi-tastatur ist ja wirklich kein vergnügen. Ich hätte in meiner arglosen jugend ja nie gedacht, dass die „ergonomie“ der folien-tastatur des ZX-81 noch einmal unterboten werden würde, aber die „moderne“ technik hat das hinbekommen. Trotzdem simsen die leute, als wäre die SMS das ei des kolumbus, obwohl diese form der datenübertragung selbst bei so genannten „billigen“ tarifen noch teurer ist als die kommunikazjon mit einem objekt im weltraum. Und um diesen idjoten das simsen noch ein bisschen einfacher zu machen, haben sich ein paar andere idjoten bei einer süddeutschen firma namens „dictocom“ die „SSMS“ ausgedacht. Man spricht seine SMS einfach bei denen ein, und die verschicken den text dann als SMS. Großartige idee, mit der man wohl hofft, schnell noch ein bisschen risikokapital abzugreifen — denn mit der zunehmenden selbstverständlichkeit des mobilen internet wird die SMS in relativ kurzer zeit völlig bedeutungslos werden, weil die menschen bessere und billigere technik für ihren austauschbedarf verwenden werden — und diese technik muss ja gar nicht erst entwickelt werden, denn mäjhl und diverse IM-dienste sind schon vorhanden. Ob allerdings in diesem zeitalter der orwellness jemand so blöd sein wird, seine mäjhl über den tollen dienst der firma „dictocom“ zu tippen? Es ist leider nicht auszuschließen.

Microsloth und samsung stellen ihr nohtbuck für kinder vor. Ist natürlich nix wirklich neues, sondern ein ganz normales netbook, und weil microsloth dabei ist, ist da natürlich auch windohs sieben drauf, damit sich schon die kinder an bills bunte bilder gewöhnen. Ganz wichtig: die möglichkeit für die eltern, das sörfen im internetz einzuschränken, eine ideale vorbereitung auf die später erfahrenen einschränkungen durch „vater staat“.

Und wo es so wenig neues zu vermelden gibt, muss doch wenigstens das geschäft mit den verkauf von schlangenöl laufen. ESET hat dermaßen viel sorge um die sicherheit der so genannten „smart phones“, auf denen ihre besitzer allerlei „apps“ instalieren, dass ESET eine sicherheitssoftwäjr für die gar nicht so smarten kwasselfunken verkloppen will. Nähere angaben zur funkzjon dieser sicherheitssoftwäjr sucht man vergebens, und ich gehe davon aus, dass es sich bestenfalls um ein signatur-basiertes verfahren wie in einem virenskänner handelt, dessen signatur-dateien immer zwei bis vier tage hinter den aktuellen angriffen zurückliegen. Aber immerhin: mitmensch ahnungslose dumpfbacke kann sich einreden, etwas für die sicherheit getan zu haben (nämlich ordentlich für ein produkt bezahlt zu haben), und danach kann er weiterhin alles auf seinem kreischkästchen installieren, was sich irgendwo im internetz findet und auf alles rumklicken, was sich nur anklicken lässt. Hokus pokus fidibus.

Und das waren die jornalistisch gemeldeten „highlights“ dieser hannöverschen ansammlung von bullshit und beflissenen verkäufern. Der rest droht, noch öder zu sein. Wer auf die CEBIT geht, hat zu viel lebenszeit und zu viel geld.