Bankster des tages: Mario Draghi

Achtung, da macht sich breiter bananengeschmack im munde breit:

Es geht um ein Geschäft, für das Athen Ende letzter Woche noch rund 1,6 Milliarden Euro zahlen musste – zuzüglich Zinsen […] Die Geschichte führt ins Jahr 1998 zurück: Damals stellte Griechenlands Regierung fest, dass das Staatsdefizit für den ersehnten Beitritt zur Euro-Zone viel zu hoch war. Und engagierte die Investmentbank Goldman Sachs, um eine Lösung zu finden. Heraus kam ein dubioser Tauschhandel (Derivate-Swap), der einen Kredit über 2,8 Milliarden Euro enthielt. Zudem verständigte man sich auf eine kreative Buchführung, bei der Schulden aus dem Haushalt herausgerechnet wurden – für ein fürstliches Honorar von 600 Millionen Euro, das Athen an die Banker zahlte.

Der damalige Vizepräsident von Goldman Sachs International, zuständig für derartige Verhandlungen mit Regierungen, hieß Mario Draghi

Für den (gar nicht so) unwahrscheinlichen fall, dass dieser zurzeit noch offen lesbare artikel in den nächsten wochen aus dem web verschwindet oder zum besseren vergessen hinter einer „paywall“ vergraben wird: hier ist eine dauerhaft archivierte versjon.

Definizjonsfrage

Juchu, es gibt keine inflazjon mehr im lande der euro-schwindelzettel. Eventuelle wahrnehmungen gestiegener lebensmittelpreise sind trügerisch (genau wie damals die wahrnehmung, dass der teuro die preise für gemüse verdoppelt hat); die EZB macht einfach statistiken, die von solchen lebensrelevanten einzelheiten losgelöst sind und interpretiert diese tollen zahlenwerke dann folgendermaßen:

Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht bei Werten bis knapp unterhalb der Zwei-Prozent-Marke von stabilen Preisen

Ist ja alles eine definizjonsfrage. Hauptsache für die staatlichen menschendressöre und gewerbsmäßigen hirnficker in besoldungsverhältnissen ists, dass jetzt nicht auch noch ein innenminister damit anfängt, bei sterblichkeitsraten durch terrorismus deutlich unterhalb des blitzschlagrisikos die aktue gefährdung durch den terror für beendet zu erklären — und ein neues zeitalter der menschenrechte einzuläuten, und zwar zusammen mit einem rückbau der totalüberwachungsdienste…