Fratzenbuch des tages

Das fratzenbuch, ein bekanntes börsennotiertes unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell, dass sich mit klar illegaler spämm das klickmaterial für seine beziehungsvermarktung zusammengephisht hat, wird gerade von den eigenen akzjonären verklagt, weil es sich schützend vor seinem verbrecherboss gestellt hat und dafür rd. 4,5 gigadollar ins feuer geschmissen hat. Ich wünsche den klägern erst viel erfolg gegen die verbrecherbande vom fratzenbuch, und anschließend eine schmerzhafte, unheilbare und entstellende hautkrankheit dafür, dass sie von den fratzenbuch-verbrechen profitieren wollten.

Finster-gram des tages

Facebook weiß um die schädlichen Effekte, die Instagram für junge Menschen und vor allem Mädchen hat, auch wenn der US-Konzern öffentlich oft gegenteiliges behauptet. Das geht aus internen Dokumenten hervor, berichtet das Wall Street Journal. Demnach finden Forschende im Auftrag des Unternehmens seit Jahren heraus, dass Instagram für einen bedeutenden Prozentsatz der jungen Menschen, die die App nutzen, schädlich ist. Jedes dritte jugendliche Mädchen auf Instagram hat demnach aufgrund der App eine negativere Wahrnehmung des eigenen Körpers, ein nicht unerheblicher Teil der Teenager mit suizidalen Gedanken gebe dafür Instagram die Schuld. Die Tendenz, nur die besten Momente zu teilen, könne manche in negative Verhaltensweisen führen: „Aspekte von Instagram verschärfen sich gegenseitig zu einem perfekten Sturm“, zitiert die Zeitung

Tja, wenn man sich eine ordentliche sammlung anlegt…

2020 hat das soziale Netzwerk dem Wissenschaftsprojekt Social Science One etwa 1 Exabyte Daten übergeben. Diese seien nicht vollständig, heißt es in US-Medien

Huj, eine trilljon bytes eingesammelter daten vom scheißfratzenbuch sind noch nicht einmal vollständig. 🙄️

Übrigens, auch wenn ich damit langweile: es gibt nur einen wirksamen datenschutz, und den muss man selbst in die hand nehmen, weil er in der datenvermeidung besteht. Aber so lange die leute sogar eine stasiakte zum selberschreiben vollschreiben, weils so schöne däumchen gibt, so lange ist alles gefasel vom datenschutz bullschitt. Ich freue mich schon auf das gejammer, wenn die daten mal großflächig rausgluckern und von kriminellen… oh, das ist ja immer und immer und immer wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder passiert. Vom ganz normalen datenhandel des fratzenbuches einmal völlig abgesehen, der kommt auch gern mal in der organisierten kriminalität wieder raus.

Wenn in den „demokratischen rechtsstaaten“ des „westens“ irgendwann demnächst die demokratie alle ist und durch einen langsam mit korrupzjon und parteienkauf durchgedrückten feudalismus der besitzenden im rechtsfreien raum ersetzt wird und wenn ihr wegen eines vor zwanzig jahren gemachtes witzes die geheimpolizei und anschließend ein gulag mit zwangsarbeit, zucht und hunger kennenlernt, weil sich eine beleidigte leberwurst beleidigt fühlt, ist es zu spät, sich selbst um datenschutz zu kümmern. Also macht es lieber heute! Denn der scheißstaat interessiert sich nicht für euch menschen, so dass autokennzeichen einen stärkeren und wirksamer durchgesetzen datenschutz als menschen haben. Deshalb kümmert euch selbst um den datenschutz! Seit absolut sparsam mit euren daten! Verwendet kompjuter, auf denen ihr selbst das recht habt, darüber zu entscheiden, welche softwäjhr darauf ausgeführt wird! Führt keine trojaner aus! Schmeißt eure ab werk trojanifizierten und verwanzten scheißwischofone weg…

Oh… „aber nicht das wischofon, ich kann nicht mehr ohne leben“… na gut, dann eben nicht. Viel spaß im kommenden faschismus! 😵️

„Künstliche intelligenz“ des tages

Ein Film, in dem schwarze Menschen zu sehen sind, wird von Facebook als Video über Primaten interpretiert

[…] Facebook-Nutzer, die sich das Video mit dem Titel „Weißer Mann ruft Polizei wegen schwarzen Männern am Hafen“ angesehen hatten, wurden anschließend gefragt, ob sie „weiterhin Videos über Primaten sehen möchten“, wie die Zeitung New York Times berichtete

Auch weiterhin viel spaß mit den angelernten netzwerken, von denen ihr euch jeden tag in irgendwelchen S/M-gossen rumschubsen lasst. Diese „künstliche intelligenz“ ist einfach nur geil: sie führt dazu, dass man ihre reakzjonen nicht verstehen kann, sie kann nicht einfach entfehlert werden und demnächst fährt sie sogar auto!!1! Das werden tolle zeiten!!1!

Die DSGVO funkzjoniert ja doch ein bisschen…

225 megaeuro strafe für wanzäpp in irland. Ein guter und richtiger erster schritt. Bitte diese strafe täglich auferlegen! Allein schon, weil der scheißtrojaner dieses unternehmens uninstallierbar auf ganz vielen wischofonen vorinstalliert ist.

Übrigens, heise, du ehemaliger fachverlag an der karl-wiechert-allee mit deiner lustigen und wohl vorsätzlich hirnbeizenden zwischenübelschrift:

Die zwischenüberschift im heise-artikel: "Datenschutz ein Dauerproblem".

Nicht der datenschutz ist ein dauerproblem, sondern die verstöße gegen geltendes datenschutzrecht sind ein verdammtes dauerproblem. Vor allem bei so einer beschissenen kackscheiße wie fratzenbuch, wanzäpp, finster-gram, guhgell, meikrosoft, äppel, schitter und konsorten, also dieser ganzen börsennotierten scheißklitschen ohne seriöses geschäftsmodell. Die bußgelder sind leider lächerlich, selbst noch in diesem fall.

Niemand hat ein problem mit datenschutz. Aber fast jeder hat ein problem damit, wenn der datenschutz vorsätzlich und mit gewinnerzielungsabsicht mit füßen getreten wird. Spätestens, wenn die daten irgendwann flügel kriegen, oft schon deutlich vorher, wenn man (in S/M-seits oder in suchmaschinen) nicht mehr sieht, was man sehen will, sondern das, was algoritmen für geeignet halten, aufenthaltsdauern und klicks auf werbebanner zu erhöhen. Dann sieht man eben nur noch die scheiße aus der eigenen blase, die irgendwann zur verfestigten wahrheit wird wie der schnee zum eis. Geh sterben, heise, du stinkst!

Was habt ihr denn geglaubt, wanzäpp-nutzer

WhatsApp teilweise ohne Zustimmung zu Nutzungsbedingungen nicht mehr nutzbar

Für manche Menschen gibt es keine Möglichkeit mehr, das Dialogfeld bei WhatsApp, in dem um Zustimmung zu den neuen Nutzungsbedingungen gebeten wird, wegzuklicken. Es fehlt schlicht das kleine Kreuz oder Ähnliches. Dafür gibt es in einem ersten Fenster nur noch den Reiter „weiter“, daraufhin muss man bestätigen, älter als 16 Jahre zu sein und bekommt die Option „Zustimmen“. Im Dialogfeld sind zahlreiche Links zu den Nutzungsbedingungen, der Datenschutzerklärung und Erklärungen zu den Geschehnissen rund um die Einführung der AGB und einhergehende Verwirrung

Habt ihr geglaubt, die kriminellen spämmer, überwacher und menschenvermarkter vom scheißfratzenbuch haben wanzäpp gekauft und wollen dann auf die ganzen schönen daten verzichten? Schön doof, euer glaube! Und irgendwann gebt ihr dem fratzenbuch seinen freibrief. Um keine „freunde“ zu verlieren.

Richtige freunde hätten ja zumindest ein einsehen dafür, dass man sich solche arschlochnummern nicht einfach bieten lässt.

Und glaubt ihr etwa, es ist alles in butter, wenn ihr auf eurem scheißwischofon noch was zum wegmachen des nervfensters „gib uns deine daten“ zu finden ist? Das ändert sich. Ihr werdet euch schon noch an den feudalismus 2.0 gewöhnen. Was der gutsherr nicht hinkriegt, das schafft der sozjale druck eurer freunde, bekannten und kollegen. Und das beste daran: nach euch kommt eine generazjon, die gar nix anderes mehr kennt. Genau, wie ihr (zum großen teil) die generazjon seid, die glaubt, dass guhgell und S/M das internetz sei, weil ihr gar nix anderes mehr kennt. Alles so schön bunt hier, und diese geilen wischofone!

Übrigens: ihr braucht gar nicht erst nach eurer scheißregierung zu rufen, dass sie etwas dagegen tut. Es reicht, wenn ihr einfach eine alternative benutzt. Davon gibts eine menge. Einige sogar ohne datensammelei. Das gleiche gilt fürs fratzenbuch. Nehmt, was da ist und zeigt dem fratzenbuch den mittelfinger!

So schade, dass euch nicht vorher jemand vor der zentralisierung eurer kommunikazjon über irgendwelche börsennotierten klitschen ohne seriöses geschäftsmodell gewarnt hat!

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich, der forsche forscher an allen fronten der erkenntnis, hat rausgekriegt, dass dieses wanzäpp vom fratzenbuch seine benutzer mit allerlei trixerei dazu nötigt, vertragsänderungen zuzustimmen, die sie benachteiligen. Niemand hätte das sonst bemerkt!

Leute, dieses fratzenbuch hat nicht einmal vor offen illegaler spämm zurückgeschreckt, um sich ein bisschen menschenmaterjal für die reklameplatzvermarktung zu holen. Mehr muss man darüber nicht wissen, bevor man dankend auf diese kriminelle scheiße verzichtet. Wer da mitmacht, ist selbst die spämm. Fresst spämm und verreckt dran, idjoten! Eure gehirnchen sind schon längst in den tod vorangegangen.

Endlich!

Endlich geht so ein datenschutzbeauftragter auch mal gegen ministerjen und behörden vor, die menschen zum fratzenbuch drängen [dezentrale sicherheitskopie]. Ich wünsche dringend eine ausweitung dieses vorgehens auf alle verwaltungsebenen, und wenn es geht, auch auf das zwitscherchen und auf den gebührenfinanzierten schundfunk der BRD.

Meine fresse, die haben doch alle eigene webseits! Das ist doch nicht Kalle Arsch, der zu dumm ist, sich eine webseit zurechtzuklöppeln und süchtig nach dem dopamin geworden ist, das jedesmal ausgeschüttet wird, wenn ihn jemand däumchenhocht. Das sind verdammte scheiß-behörden und verdammte scheiß-schundfunksender! Mit ersterem will im regelfall niemand mehr zu tun haben, der schon einmal damit zu tun hatte, und letztere können alles auf ihrer dreckswebseit machen und ständig in ihrem scheißprogramm darauf hinweisen, ohne dass sich interessierte vor irgendwelchen unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell blitze blanke datennackig machen müssen.

Schlimm genug, dass man von jedem dahergelaufenen scheißfrisör im schaufenster dazu aufgefordert wird, ihm auf finster-gram zu folgen.

Danke!

„Fuck you“ lautet die Antwort des Musikers Roger Waters auf eine Anfrage von Mark Zuckerberg, einen seiner Songs für Werbezwecke nutzen zu dürfen, „no fucking way“. Der Facebook-Chef habe viel Geld für die Rechte geboten, das Lied „Another Brick in the Wall Part 2“ für einen Film verwenden zu dürfen, in dem für die Facebook-Tochter Instagram geworben werden soll. Das sagte Waters, ehemaliges Mitglied der Band Pink Floyd, in einer Veranstaltung im New Yorker People’s Forum zur Unterstützung des Wikileaks-Gründers Julian Assange […] Zuckerberg wolle mit Hilfe des Liedes Instagram und Facebook noch größer machen, als sie ohnehin seien, damit sie die Menschen weiterhin zensieren können und verhindern, dass die Öffentlichkeit mehr über das Schicksal von Julian Assange erfährt

Überwachung des tages

Wer sich am Verkaufstresen einer Apotheke etwas betreten nach Hämorrhoiden-Salbe erkundigt, hätte wohl ungern einen Mitarbeiter von Facebook oder einer anderen Marketingfirma in Hörweite, der sich fleißig Notizen über Beschwerden und erworbene Medikamente macht. Genau dem setzen sich aber Kund:innen aus, die ihre Medikamente online über die App „Shop Apotheke“ kaufen […] Facebook erfährt, nach welchen Medikamenten Nutzer:innen in der App gesucht haben […] Dafür ist es nicht nötig, die „Shop Apotheke“-App mit einem Facebook-Konto zu verknüpfen […] Insgesamt nimmt die App zu neun Drittanbietern Kontakt auf. Die Anbieter fordern die Nutzer:innen nicht explizit auf, der Datenweitergabe zuzustimmen

Müsst ihr jetzt alles mit euren wischofonen und einer äpp machen, haben sie euch gesagt. Ist hipp, bekwem, ditschitäll, internetz und modern, haben sie euch gesagt. Und außerdem verbessert es euer reklameerlebnis!!1!

Wenn doch nur vorher jemand gewarnt hätte!

WanzÄpp des tages

Was das scheißfratzenbuch mit bestupsungen und einschüchterungen von seinen wanzäpp-nutzern erzwingen will, ist die „zustimmung“ zu nutzungsbedingungen, die gegen geltendes recht verstoßen.

Ich würde ja keine softwäjhr von arschlöchern benutzen, die mich so behandeln wie das scheißfratzenbuch seine wanzäpp-nutzer. Und schon gar nicht, wenn es alternativen gibt.

Auch weiterhin viel spaß mit den angeboten börsennotierter unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell. Müsst ihr durch euer ganzes leben tragen! Die konzerne lieben euch doch alle, sie lieben doch!

WanzÄpp des tages

WanzÄpp so: hey, nutzviech nutzer, akzepier gefälligst, dass wir die wanzäpp-datensammlung mit der fratzenbuch-datensammlung zusammenführen, und wenn nicht, dann stupsen wir einfach so lange an dir rum, bis du endlich akzeptierst.

WhatsApp hat auf seiner Website eine neue FAQ veröffentlicht, in der es unter anderem um die Frist bis zum 15. Mai geht. Da heißt es nun, dass „niemand seine Konten löschen lassen oder Funktionen verlieren wird“, weil die Richtlinien aktualisiert werden. Die Nutzer werden in den nächsten Wochen aber immer wieder Erinnerungen erhalten, um das Teilen ihrer Daten mit Facebook zu akzeptieren, also auch nach dem 15. Mai. „In dieser Zeit werden Sie eingeschränkte Funktionen auf WhatsApp vorfinden, bis Sie die Updates akzeptieren“, so das Unternehmen weiter […] Da heißt es dann weiter, dass nach einigen Wochen mit eingeschränkter Funktionalität keine eingehenden Anrufe oder Benachrichtigungen mehr empfangen werden können, und WhatsApp wird aufhören, Nachrichten und Anrufe an Ihr Telefon zu senden

Herzallerliebst im verlinkten artikel: der daunlohd-link für genau diese zuvor im artikel beschriebene gängelscheiße. Genau richtig für die ganzen leute, die einfach zu doof sind, guhgell pläjh zu benutzen. Damit wanzäpp besser zu seiner zielgruppe kommt. So eine feine zielgruppe!

Bildschirmfoto mit dem hervorgehobenen daunlohd-link

Na, was hat euch das scheißfratzenbuch dafür bezahlt? Was es das wert, euch wie schlechte komiker aus der reklamehölle dastehen zu lassen? Erstickt doch an eurer beschissenen intelligenzverachtenden scheißreklame, ihr scheißjornalisten! (An der ungekennzeichneten sowieso!)

Auch weiterhin gilt: wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

Das fratzenbuch so:

Akzeptiert einfach, dass wir euch überwachen und verdaten, dann bleiben fratzenbuch-dienste (fratzenbuch, finster-gram, wanzäpp) auch weiterhin für euch kostenlos. Und vor allem: denkt doch mal an die ganzen kleinen geschäfte, die auf reklame angewiesen sind!!1!

Auch weiterhin viel spaß mit den drex-äpp und drex-webseits irgendwelcher börsennotierter unternehmungen ohne seriöses geschäftsmodell!

via @benediktg5@twitter.com

Häjhtspietsch des tages

Für das fratzenbuch unter den von CDU, SPD und CSU gesetzten bedingungen des schöneres-internetz-gesetzes gegen hass und hetze (so genanntes netzwerkdurchsetzungsgesetz) ist Heinrich Heine jetzt häjhtspietsch…

Der Deutsche gleicht dem Sklaven, der seinem Herrn gehorcht ohne Fessel, ohne Peitsche, durch das bloße Wort, ja durch einen Blick. Die Knechtschaft ist in ihm selbst, in seiner Seele; schlimmer als die materielle Sklaverei ist die spiritualisierte. Man muß die Deutschen von innen befreien, von außen hilft nichts

…und wird ratzefummel weggelöscht.

Datenschleuder des tages

Heute mal ein richtiges leckerli: das fratzenbuch erzwingt von seinen nutzern ja schon seit längerer zeit die angabe einer telefonnummer, wisst schon, damit das fratzenbuch „sicherer“ wird und das benutzerkonto nicht so leicht gecräckt werden kann. Und jetzt kommt mit lautem rumms die folge dieser „erhöhten sicherheit“ beim fratzenbuch: die zurzeit für werber, gewinnbimmler und trickbetrüger frei zugänglichen daten von sportlichen 533 milljonen [!] fratzenbuch-nutzern bestehen nicht nur aus „den üblichen“ geodaten und profilangaben, sondern beinhalten auch die telefonnummer [link geht auf einen englischsprachigen text]. Da habt ihr euren „verbesserten Datenschutz“ durch noch mehr Datenangabe! Ist doch schön, wenn mal wieder jemand anruft. :mrgreen:

Wenn mich jemand nötigt, eine telefonnummer oder einen skänn eines amtlichen ausweispapieres preiszugeben, bin ich da weg, manchmal sogar noch mit sehr unfreundlichen worten. Noch letzte woche wurde ich deshalb als „paranoid“ bezeichnet. Aber ich vermisse jetzt auch den trost darin, recht gehabt zu haben. Dafür ist der schaden mal wieder viel zu groß. Es gibt nur einen einzigen wirksamen datenschutz, und der besteht in weitestgehender vermeidung der angabe von daten. Insbesondere gilt das bei der angabe von völlig unnötigen daten (geburtstag, geschlecht, telefonnummer, meldeanschrift, religjöses bekenntnis, haarfarbe, penislänge, fingerabdruck usw.), die man wegen irgendwelcher vorwände oder wegen glitsche-glatsche-schlangenölsicherheit angeben soll. Die anmeldung über einen kontonamen und ein gut gewähltes passwort ist seit über sechzig jahren ausreichend. Alles andere ist das vertrauen auf die zusagen eines unsichtbaren gegenübers, und zwar über ein technisches und anonymes medium. Dieses vertrauen kann man natürlich haben, wenn man dumm genug dazu ist. Ich habe es nicht. Und schon gar nicht bei börsennotierten S/M-unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell.

(Dass ein händler, bei dem man etwas bestellt hat, eine lieferanschrift benötigt, ist etwas anderes. Ich empfehle, nach abschluss des geschäftes explizit die löschung der daten zu verlangen. Dass mir dieser wunsch gewährt wird, ist übrigens keine gnade, sondern ein recht — und ein halbwegs zivilisierter mensch müsste darum gar nicht erst gebeten werden. Gastronovi ist überall.)

Wer nach diesem kleinen vorfall beim fratzenbuch, der ein zehntel der weltbevölkerung (darunter rd. 6 milljonen menschen aus der BRD) betrifft, immer noch nicht glaubt, dass die angabe unnötiger daten gegenüber irgendwelchen datensammelklitschen das genaue gegenteil von security, privatsfäre und datenschutz ist, sollte einfach mal ein bisschen lesen und klicken: die unerfreuliche liste wäxt und wäxt und wäxt, alle kommen einmal dran. Das ist eine gute lektüre für langweilige stunden im löckchendäunchen.

Ich bin ja mal gespannt, wie hoch das DSGVO-bußgeld für das fratzenbuch ausfallen wird. Oder ist diese DSGVO am ende doch nur dazu da, den datenschutz für autokennzeichen durchzusetzen, nicht den für menschen? Und dazu, privaten mitgestaltern des deutschsprachigen internetzes noch mehr knüppel aus rechtsunwägbarkeiten zwischen die beine zu werfen?

via @benediktg5@twitter.com