Danke!

„Fuck you“ lautet die Antwort des Musikers Roger Waters auf eine Anfrage von Mark Zuckerberg, einen seiner Songs für Werbezwecke nutzen zu dürfen, „no fucking way“. Der Facebook-Chef habe viel Geld für die Rechte geboten, das Lied „Another Brick in the Wall Part 2“ für einen Film verwenden zu dürfen, in dem für die Facebook-Tochter Instagram geworben werden soll. Das sagte Waters, ehemaliges Mitglied der Band Pink Floyd, in einer Veranstaltung im New Yorker People’s Forum zur Unterstützung des Wikileaks-Gründers Julian Assange […] Zuckerberg wolle mit Hilfe des Liedes Instagram und Facebook noch größer machen, als sie ohnehin seien, damit sie die Menschen weiterhin zensieren können und verhindern, dass die Öffentlichkeit mehr über das Schicksal von Julian Assange erfährt

Überwachung des tages

Wer sich am Verkaufstresen einer Apotheke etwas betreten nach Hämorrhoiden-Salbe erkundigt, hätte wohl ungern einen Mitarbeiter von Facebook oder einer anderen Marketingfirma in Hörweite, der sich fleißig Notizen über Beschwerden und erworbene Medikamente macht. Genau dem setzen sich aber Kund:innen aus, die ihre Medikamente online über die App „Shop Apotheke“ kaufen […] Facebook erfährt, nach welchen Medikamenten Nutzer:innen in der App gesucht haben […] Dafür ist es nicht nötig, die „Shop Apotheke“-App mit einem Facebook-Konto zu verknüpfen […] Insgesamt nimmt die App zu neun Drittanbietern Kontakt auf. Die Anbieter fordern die Nutzer:innen nicht explizit auf, der Datenweitergabe zuzustimmen

Müsst ihr jetzt alles mit euren wischofonen und einer äpp machen, haben sie euch gesagt. Ist hipp, bekwem, ditschitäll, internetz und modern, haben sie euch gesagt. Und außerdem verbessert es euer reklameerlebnis!!1!

Wenn doch nur vorher jemand gewarnt hätte!

WanzÄpp des tages

Was das scheißfratzenbuch mit bestupsungen und einschüchterungen von seinen wanzäpp-nutzern erzwingen will, ist die „zustimmung“ zu nutzungsbedingungen, die gegen geltendes recht verstoßen.

Ich würde ja keine softwäjhr von arschlöchern benutzen, die mich so behandeln wie das scheißfratzenbuch seine wanzäpp-nutzer. Und schon gar nicht, wenn es alternativen gibt.

Auch weiterhin viel spaß mit den angeboten börsennotierter unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell. Müsst ihr durch euer ganzes leben tragen! Die konzerne lieben euch doch alle, sie lieben doch!

WanzÄpp des tages

WanzÄpp so: hey, nutzviech nutzer, akzepier gefälligst, dass wir die wanzäpp-datensammlung mit der fratzenbuch-datensammlung zusammenführen, und wenn nicht, dann stupsen wir einfach so lange an dir rum, bis du endlich akzeptierst.

WhatsApp hat auf seiner Website eine neue FAQ veröffentlicht, in der es unter anderem um die Frist bis zum 15. Mai geht. Da heißt es nun, dass „niemand seine Konten löschen lassen oder Funktionen verlieren wird“, weil die Richtlinien aktualisiert werden. Die Nutzer werden in den nächsten Wochen aber immer wieder Erinnerungen erhalten, um das Teilen ihrer Daten mit Facebook zu akzeptieren, also auch nach dem 15. Mai. „In dieser Zeit werden Sie eingeschränkte Funktionen auf WhatsApp vorfinden, bis Sie die Updates akzeptieren“, so das Unternehmen weiter […] Da heißt es dann weiter, dass nach einigen Wochen mit eingeschränkter Funktionalität keine eingehenden Anrufe oder Benachrichtigungen mehr empfangen werden können, und WhatsApp wird aufhören, Nachrichten und Anrufe an Ihr Telefon zu senden

Herzallerliebst im verlinkten artikel: der daunlohd-link für genau diese zuvor im artikel beschriebene gängelscheiße. Genau richtig für die ganzen leute, die einfach zu doof sind, guhgell pläjh zu benutzen. Damit wanzäpp besser zu seiner zielgruppe kommt. So eine feine zielgruppe!

Bildschirmfoto mit dem hervorgehobenen daunlohd-link

Na, was hat euch das scheißfratzenbuch dafür bezahlt? Was es das wert, euch wie schlechte komiker aus der reklamehölle dastehen zu lassen? Erstickt doch an eurer beschissenen intelligenzverachtenden scheißreklame, ihr scheißjornalisten! (An der ungekennzeichneten sowieso!)

Auch weiterhin gilt: wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

Das fratzenbuch so:

Akzeptiert einfach, dass wir euch überwachen und verdaten, dann bleiben fratzenbuch-dienste (fratzenbuch, finster-gram, wanzäpp) auch weiterhin für euch kostenlos. Und vor allem: denkt doch mal an die ganzen kleinen geschäfte, die auf reklame angewiesen sind!!1!

Auch weiterhin viel spaß mit den drex-äpp und drex-webseits irgendwelcher börsennotierter unternehmungen ohne seriöses geschäftsmodell!

via @benediktg5@twitter.com

Häjhtspietsch des tages

Für das fratzenbuch unter den von CDU, SPD und CSU gesetzten bedingungen des schöneres-internetz-gesetzes gegen hass und hetze (so genanntes netzwerkdurchsetzungsgesetz) ist Heinrich Heine jetzt häjhtspietsch…

Der Deutsche gleicht dem Sklaven, der seinem Herrn gehorcht ohne Fessel, ohne Peitsche, durch das bloße Wort, ja durch einen Blick. Die Knechtschaft ist in ihm selbst, in seiner Seele; schlimmer als die materielle Sklaverei ist die spiritualisierte. Man muß die Deutschen von innen befreien, von außen hilft nichts

…und wird ratzefummel weggelöscht.

Datenschleuder des tages

Heute mal ein richtiges leckerli: das fratzenbuch erzwingt von seinen nutzern ja schon seit längerer zeit die angabe einer telefonnummer, wisst schon, damit das fratzenbuch „sicherer“ wird und das benutzerkonto nicht so leicht gecräckt werden kann. Und jetzt kommt mit lautem rumms die folge dieser „erhöhten sicherheit“ beim fratzenbuch: die zurzeit für werber, gewinnbimmler und trickbetrüger frei zugänglichen daten von sportlichen 533 milljonen [!] fratzenbuch-nutzern bestehen nicht nur aus „den üblichen“ geodaten und profilangaben, sondern beinhalten auch die telefonnummer [link geht auf einen englischsprachigen text]. Da habt ihr euren „verbesserten Datenschutz“ durch noch mehr Datenangabe! Ist doch schön, wenn mal wieder jemand anruft. :mrgreen:

Wenn mich jemand nötigt, eine telefonnummer oder einen skänn eines amtlichen ausweispapieres preiszugeben, bin ich da weg, manchmal sogar noch mit sehr unfreundlichen worten. Noch letzte woche wurde ich deshalb als „paranoid“ bezeichnet. Aber ich vermisse jetzt auch den trost darin, recht gehabt zu haben. Dafür ist der schaden mal wieder viel zu groß. Es gibt nur einen einzigen wirksamen datenschutz, und der besteht in weitestgehender vermeidung der angabe von daten. Insbesondere gilt das bei der angabe von völlig unnötigen daten (geburtstag, geschlecht, telefonnummer, meldeanschrift, religjöses bekenntnis, haarfarbe, penislänge, fingerabdruck usw.), die man wegen irgendwelcher vorwände oder wegen glitsche-glatsche-schlangenölsicherheit angeben soll. Die anmeldung über einen kontonamen und ein gut gewähltes passwort ist seit über sechzig jahren ausreichend. Alles andere ist das vertrauen auf die zusagen eines unsichtbaren gegenübers, und zwar über ein technisches und anonymes medium. Dieses vertrauen kann man natürlich haben, wenn man dumm genug dazu ist. Ich habe es nicht. Und schon gar nicht bei börsennotierten S/M-unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell.

(Dass ein händler, bei dem man etwas bestellt hat, eine lieferanschrift benötigt, ist etwas anderes. Ich empfehle, nach abschluss des geschäftes explizit die löschung der daten zu verlangen. Dass mir dieser wunsch gewährt wird, ist übrigens keine gnade, sondern ein recht — und ein halbwegs zivilisierter mensch müsste darum gar nicht erst gebeten werden. Gastronovi ist überall.)

Wer nach diesem kleinen vorfall beim fratzenbuch, der ein zehntel der weltbevölkerung (darunter rd. 6 milljonen menschen aus der BRD) betrifft, immer noch nicht glaubt, dass die angabe unnötiger daten gegenüber irgendwelchen datensammelklitschen das genaue gegenteil von security, privatsfäre und datenschutz ist, sollte einfach mal ein bisschen lesen und klicken: die unerfreuliche liste wäxt und wäxt und wäxt, alle kommen einmal dran. Das ist eine gute lektüre für langweilige stunden im löckchendäunchen.

Ich bin ja mal gespannt, wie hoch das DSGVO-bußgeld für das fratzenbuch ausfallen wird. Oder ist diese DSGVO am ende doch nur dazu da, den datenschutz für autokennzeichen durchzusetzen, nicht den für menschen? Und dazu, privaten mitgestaltern des deutschsprachigen internetzes noch mehr knüppel aus rechtsunwägbarkeiten zwischen die beine zu werfen?

via @benediktg5@twitter.com

S/M des tages

Facebook, die Betreibergesellschaft von Instagram, arbeitet laut einem internen Papier an einem Instagram für Kinder unter 13 Jahren […] Der Betreiber von Whatsapp, Facebook & Instagram sorgt sich nicht grundlos um den Nachwuchs. Facebook selbst gilt bei vielen Jugendlichen regelrecht als out. Die greifen lieber zu anderen sozialen Netzwerken, wo ihre Eltern bzw. Lehrer nicht vertreten sind. Wenn es gelänge, schon die Kleinsten an die eigene App zu gewöhnen, wo sie sich mit eigenen Fotos und Videos präsentieren sollen, so klingt dies im Hinblick auf die Kundenbindung durchaus erfolgsversprechend

Je früher man die menschen an die droge gewöhnt, desto besser läuft das geschäft. Am besten im zartesten alter damit anfangen, den kindern schwer abhängig machende substanzen zu geben! Ist besser für die märkte!

Das fratzenbuch so

Kommt, liebt den großen bruder mit seinem großen auge, denn es ist doch gut für euch!

Lasst uns darüber sprechen, warum personalisierte Werbung wichtig ist

Ich weiß schon, warum „personalisierte reklame“ so irre wichtig für euch ist: es ist euer einziges geschäftsmodell. Ihr S/M-größen vom zwitscherchen über finster-gram bis zum fratzenbuch habt es in den ganzen scheißjahren, die es euch schon gibt, nicht geschafft, ein anderes geschäftsmodell als die vergällung menschlicher kommunikation mit im regelfall völlig unerwünschter scheißreklame zu finden. Und wenn das so bleibt, wird der pleitegeier schon bald sein häppchen kriegen.

Zensur des tages

Das zu Facebook gehörende soziale Netzwerk Instagram hat einen Film des ARD-Politmagazins Monitor entfernt, weil dieser angeblich gegen die Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen soll. Der betroffene Film des Magazins rekonstruiert die Ereignisse beim rassistischen Anschlag von Hanau und zeigt unter anderem Versäumnisse der Polizei auf. So waren Notrufapparate nicht durchgehend besetzt, eine Anruf-Weiterleitung an die Leitstelle nicht geschaltet

Na, scheiß-WDR, willst du nicht vielleicht doch noch mal drüber nachdenken, ob es so eine tolle idee ist, für euren S/M-scheißjornalismus auf die dienste eines träckenden, überwachenden, auf menschenrechte und datenschutz scheißenden, börsennotierten US-unternehmens ohne seriöses geschäftsmodell zu setzen. Ich meine ja nur… ihr habt doch eine eigene webseit, oder?!

Ach, ihr wollt geld verbrennen und leute zu pfründen für irgendeine S/M-scheiße schieben? Und wenn ihr dabei so einen nichtswerten reklame-, influenzer- und nischenscheiß wie finster-gram flutet? Na, dann erzählt den menschen in der BRD aber nix davon, dass ihr ganz unbedingt und echt jetzt mal ganz dringend mehr rundfunkkwasiwohnungssteuer braucht, ihr löcher im fass ohne boden, ihr!

Wenn den jornalistischen fratzenbuch-dschunkies mal der stoff entzogen wird…

Kommentatoren sprachen davon, Facebook habe Australien „den Krieg erklärt“ oder eine „Atombombe gezündet“

[Archivversjon]

Tja, wenn die scheißjornalisten und scheißpresseverleger doch vorher jemand davor gewarnt hätte, ihr clickbait-geschäft auf basis der dienstleistung eines unternehmens ohne seriöses geschäftsmodell (außer der vergällung menschlicher kommunikazjon mit reklame) zu machen! So ein jammer, dass da niemals irgendwer gewarnt hat…

Oh, so ein jornalist merkt gar nicht, dass das kein seriöses geschäftsmodell ist? Weder in australien noch in der BRD noch sonstwo? Weil es auch ihr eigenes nach scheiße stinkendes scheiß-geschäftsmodell ist? Na, dann gibts nur noch den wohlverdienten spott!

Liebes fratzenbuch, bitte die gleiche nummer in der BRD mit ihrem in den dunkelkammern des reichstages herbeilobbyierten „leistungsschutzrecht für presseverleger“ durchziehen!

Da wäxt zusammen, was zusammen gehört

Gerichtsdokumente sollen zeigen, dass Google das soziale Netzwerk bei Werbeschaltungen bevorzugt hat. Im Gegenzug soll Facebook darauf verzichtet haben, in direkte Konkurrenz mit Google zu treten

Hier weiß ja hoffentlich jeder, was ein werbeblocker ist und wie man ihn installiert. Und ja nicht abschalten, weil man irgendwo auf einer webseit (zum beispiel von scheißpresseverlegern) dazu genötigt wird.

Fratzenbuch: weil geld nicht stinkt

Facebook knickt ein: Die US-Plattform wird in der Türkei eine Repräsentanz eröffnen und sich so den türkischen Mediengesetzen unterwerfen. Ein 2020 erlassenes Social-Media-Gesetz macht ausländischen Diensten mit mehr als einer Million Nutzern strenge Auflagen; angeblich unwahre oder beleidigende Postings müssen rasch entfernt werden, zudem müssen die Nutzerdaten in der Türkei registriert werden

Hauptsache, das geschäft ohne seriöses geschäftsmodell jenseits der vergällung mit reklame läuft weiter, zensur ist kein problem. Und das beste daran: die jornalismuslöcher vom süddeutschen zeitdung, die solche reize für den empörungsmuskel schön vermelden, hören nicht damit auf, das fratzenbuch zu nutzen. Die interessieren sich auch nur für ihr geschäft ohne seriöses geschäftsmodell jenseits der vergällung mit reklame.

Klingelingeling die datenschleuder

Na, habt ihr auch immer und überall brav eure telefonnummern auf irgendwelchen webseits angegeben, wenn ihr zur „erhöhung eurer kontosicherheit“ darum gebeten worden seid? Ist ja auch echt scheiße, wenn man sonst gehäckt wird. Oder wenn man die S/M-drexseit gar nicht mehr nutzen kann, ohne dass man da seine telefonnummer preisgibt. Die ganzen freunde, herzchen und däumchenhochs! Die vom fratzenbuch eingesammelten telefonnummern kann man jetzt einfach kaufen. Kommt, fühlt euch sicherer! Und es ist doch so schön, wenn mal wieder jemand anruft!

Ich bin ja mal gespannt auf das bußgeld nach DSGVO gegen das fratzenbuch, das es offensichtlich nicht geschafft hat, auf seine daten aufzupassen. Oh, da gibt es kein bußgeld? Datenschutz ist hier nur für autokennzeichen, nicht für menschen? Was für ein jammer! 🤮️