❤️🐑❤️ Jetzt neu und super: die tierliebesteuer! ❤️🐖❤️

Das hier ist nicht der postilljon, sondern die aktuelle kame… ähm… ARD-tagesschau [archivversjon]:

19 statt sieben Prozent: Politiker von SPD und Grünen haben sich für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch ausgesprochen. Auch aus der Union kommt Zustimmung. Die zusätzlichen Einnahmen sollen den Tieren zugute kommen

Moment, wie soll das eigentlich gehen, dass es den leckeren viechern zumindest bis zum schlachthof ein bisschen besser geht, wenn man fleisch in der mehrwertsteuer aufstuft? 😕

Die Mehreinnahmen müssten aber „zwingend“ den Tierhaltern zugute kommen, um einen artgerechteren Ausbau der Ställe zu finanzieren

Ach so, das ist für die menschen gedacht, die viecher in mastbetrieben halten! Damit es denen besser geht und sie das in einem überschwang plötzlich aufkommender tierliebe an die viecher weitergeben! Ich verstehe! 🤣

Kannstedirmalwiedergarnichtselbstausdenkensowas…

Meine fresse, diese arschlöcher von p’litikern müssen echt sehr überzeugt davon sein, dass ihr systematisches, seit den achtziger scheißjahren über jahrzehnte schulisch-universitär-allmedial vorangetriebenes volxverdummungsprogramm erfolgreich war, ist und bleibt.

(Meine vermutung als jemand, der das gras waxen hört: die werden demnächst die märchensteuer für fahrkarten der deutschen bahn und vielleicht auch für den öffentlichen nahverkehr wegen des klimas auf sieben prozent runterstufen und sich selbst gehörig dafür feiern, und den dadruch verursachten steuerausfall wollen sie auf diesem weg wieder reinholen. Das gefasel vom tierwohl ist so dermaßen offensichtlicher kwatsch, dass ich davon ausgehe, dass nicht eine scheißsekunde daran gedacht wurde. Aber ein gewohnheitsmäßiger scheißlügner aus der scheißp’litik kann eben nicht anders als lügen, lügen und lügen — und eventuelle nachfragen von staatsfrommen scheißjornalisten gibt es selbst bei den durchschaubarsten lügen nicht.)

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich, der forsche forsche an allen fronten der erkenntnis, hat sich gesagt: wir hatten ja neulich fipronil in den hühnereiern, gucken wir doch mal, ob sich das zeugs auch im hühnerfleisch findet. Der laie staunt und die fachwelt wundert sich über das ergebnis

[Dauerhaft archivierte versjon der MDR-meldung gegen die von presseverlegern in den dunkelkammern des reichstages lobbyistisch-kryptokratisch durchgesetzte „depublikazjon“ von gebührenfinanzierten inhalten des BRD-staatsfunks.]

Alle jahre wieder

Ich kriege gerade mit, dass offenbar gestern in der glotze mal wieder dokumentiert wurde, wie fleisch in massentierhaltung „produziert“ wird. Und jetzt ekeln sich alle. Und völlig absehbar ists für mich, dass dieses medial produzierte gefühl in nur einer woche wieder vergessen sein wird, hinfortgespült von aktuelleren medial produzierten gefühlen, vom einer sintflut und sinnflut der contentindustrie und des staatsfernsehens. Und dann — es ist ja sommer — gehts wieder grillen, lecker lecker grillen.

Guten appetit! Und weiterhin viel spaß am hirngrill des fernsehers, ihr verfügungsmasse der professjonellen psychoficker!

Fleisch des tages

Während sich die leute in der BRD so richtig irratzjonal davor ekeln, wenn mal ein bisschen pferdefleisch mitverwurstet wird, sind in Dänemark zwölf menschen an wurst gestorben, die mit listerien belastet war. [Sorry, ich habe noch keinen deutschsprachigen text gefunden…] Und das unternehmen, das diese wurst verkauft hat — listerien sind keime, die vor allem ein hinweis auf fäulnis und dreck sind — hat schon im jahr 2012 eine cervelatwurst verkauft, die ebenfalls mit listerien belastet war. [via @dansker78]

Nachtrag 14. august:: jetzt, wo die giftige wurst auch in der BRD verkauft wurde, ist es auch ein tema für BRD-medien.

Petizjon des tages

Es ist ja wirklich schlimm:

Können Sie sich eine OP bei vollem Bewusstsein, ohne Betäubung vorstellen? Ein Albtraum? Aber grausame Realität für Millionen von Schlachttieren in Deutschland und in ganz Europa! Lt. EU-Kommission (Mai 2011) erleben in bestimmten EU-Staaten bis zu 75 % der Tiere bei vollem Bewusstsein ein extrem qualvolles Ende: Entweder werden sie aus bestimmten Gründen vor der Schlachtung überhaupt nicht betäubt, oder die Betäubung ist unzureichend (wirkt weder lang noch stark genug). Sie werden dann — oft maschinell — amputiert, aufgeschnitten, verbrüht, in Teile zerlegt oder verbluten – meist kopfüber an Haken hängend – qualvoll lang, nicht selten in unerträglichem Schmerz zuckend, laut stöhnend oder aufbrüllend. Die Hauptgründe sind neben einer grundsätzlichen Hintanstellung des Tierschutz-Prinzips Akkordarbeit, Kostenersparnis, Gewinnmaximierung bis hin zu hemmungsloser Profitgier, aber auch erhebliche Mängel bei den Betäubungsgeräten. Diese unerträglichen Zustände stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen die deutsche Tierschutz-Schlachtverordnung wie gegen europäische Tierschutzgesetze dar und stellen die Glaubwürdigkeit der gesamten EU-Tierschutzpolitik in Frage.

Und die gewohnt und petitionsgerecht bückgeistigen petanten haben auch eine richtig tolle idee, wie man den viechern einen würdevollen tod zurückgeben kann — achtung, das ist (vermutlich) keine satire:

Zur Durchsetzung der geltenden Tierschutz- und Arbeitsschutzgesetze ist eine durchgängige Kontrolle sowie Dokumentation mittels Videoüberwachung unabdingbar

Vergesst nicht auch noch den bundestrojaner und die vorratsdatenspeicherung! Wenns um mitwesen tier geht, sind den meisten menschen die menschenrechte noch scheißegaler als eh schon.

Konsumverzicht im lande absurdistan: wirkungslos!

Der Selbstversorgungsgrad mit Schweinefleisch hat in Deutschland die 100-Prozent-Marke längst überschritten […]

Dessen ungeachtet werden mit viel Werbung Billigpreise erzeugt, mit denen sich Discounter und Supermärkte gegenseitig unterbieten. Das Preisdumping ist die Folge von Überproduktion und Subventionen, die die industrialisierte Massentierhaltung künstlich aufblasen. Rund eine Milliarde Euro pumpt die EU in Form von Ausgleichszulagen, Beihilfen und Flächensubventionen in die Agroindustrie. Zusätzlich werden 4,4 Milliarden Euro in Kühlhäuser, Lagerung und Transporte versenkt.

Ein Drittel der insgesamt rund 50 Millionen geschlachteten Schweine landen auf dem Müll. Eingeschweißt und abgepackt werden die billigen Schnitzel von Supermärkten und Privathaushalten tonnenweise weggeworfen. Mit anderen Worten: 20 Millionen Schweine werden völlig umsonst erzeugt, gequält und geschlachtet

Unfassbar! Ein verdammtes drittel! Man könnte ja denken, hier wird eine sozjalistische planwirtschaft durch einen haufen spezjalexperten im politbüro betrieben…

(Ich bin eben wirklich für einen kurzen moment auf die nachnamensgleichheit der autorin mit einer BRD-p’litikerin reingefallen, die sonst eher durch lach- und sachkompetenz bei ihren TV-auftritten auffällt und war über den gar nicht dazu passenden inhalt überrascht.)

Biotrend bio-hackfleisch

„Biotrend bio-hackfleisch“ — ja, so nennen werber das — vom „lidl“ oder „penny“ gibts jetzt mit aromatischen roten plastikteilen. Und in die andere packung, auf der die werber nix von „bio“ draufgestempelt haben und die deshalb ein bisschen billiger ist, sind genau die gleichen plastikteile reingefallen. Na sowas aber auch! :mrgreen:

Was hatten wir denn lange nicht?

Was hatten wir denn lange nicht? Richtig, einen anständigen fleischskandal — so nennt es ja die jornallje, wenn die gewöhnlichen industriepraktiken ausnahmsweise einmal offenkundig werden. Und dann gibts auch mal wieder lecker lecker gammelfleisch. (Ganz so, als ob die metzer früher ihr unbrauchbares fleisch nicht zusammen mit einem berg salz und gewürze in die wurst gemacht hätten.)

Auch weiterhin einen gesegneten appetit!