Hej, biomarktkunde, du dummer, verschwenderischer idjot!

Ich sag das ja schon immer: wenn man ein produkt einfach als „bio“ verkaufen kann, und es gibt keinen messbaren produktunterschied zu einen „nichtbio“-produkt; wenn dieses „bio“-produkt wegen dieses nicht nachweisbaren verkaufsmerkmales dann auch noch den doppelten bis sechsfachen preis eines „nichtbio“-produktes erzielen kann und die welt voller steißtrommler, sozjalpäderasten, vergewaltigungsangestellten und sonstigen grünen-wählern ist, die diesen kram zu so überhöhten preisen kaufen, dann ist es geradezu zwangsläufig, dass es betrug gibt. Nicht nur ein bisschen, sondern gewerbsmäßig und ganz groß angelegt. Und deshalb käme ich niemals auf die idee, überteuerte produkte aus einem so genannten „biomarkt“ zu kaufen, sondern ich halte diese läden — in denen sich dieses gesamte geschmeiß aus dem gehobenen bürgertum der großen und mittelgroßen städte sammelt, das natur nur aus dem bambi-film kennt und trotzdem für eine total tolle sache hält — für eine moderne form des ablasshandels und für ein genau so dreist-gieriges und herrgottsdummes geschäft wie den ablasshandel.

Hach, was wurde ich dafür schon beschimpft! Von tiefgläubigen käufern! Die überhaupt nicht verstehen können, dass mir irgendwelche „bio“-siegel auf lebensmittelpackungen einfach nur am arsch vorbeigehen. 😁️

Tja, hier habt ihr euer lecker und weltrettung biofleisch [archivversjon]:

Skandal erschüttert Bio-Branche:
Warum fiel niemandem etwas auf?

Um die frage aus der überschrift zu beantworten: weil niemand hingeschaut hat. Und zwar seit vielen jahren nicht. Das wäre doch nur schlecht für das gute geschäft gewesen.

Das war doch bestimmt ein ganz fragwürdiger betrieb:

Durchsuchung auf dem Eichenhof in Zargleben, einem mehrfach ausgezeichneten Bioland-Vorzeigebetrieb mit einer der größten Bio-Schweinehaltungen Deutschlands. Der Betriebsleiter – ein Pionier der besseren Tierhaltung

Nun gut, dann waren es aber doch sicher nur so ein paar kleinigkeiten:

Auf dem Eichenhof soll es über einen längeren Zeitraum, möglicherweise über Jahre hinweg, nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Bio-Vorgaben sollen nicht eingehalten, das Fleisch aber trotzdem als teure Bio-Ware verkauft worden sein […] Verdacht des verbotenen Medikamenteneinsatzes – etwa von Hormon-Präparaten […] Billigfutter in den Trögen der Schweine statt teurem Öko-Futter […] illegale Schweineschlachtungen […] sollen weitere Vorwürfe hinzugekommen sein

Aber das ist doch sicherlich bei der strengen kwalitätskontrolle für „bio“-produkte aufgefallen:

Offenbar hat man bei Bioland keine Zweifel daran, dass etwas auf dem Eichenhof schiefgelaufen ist. Aber warum fiel das vorher niemandem auf? Branchenkenner und Bio-Bauern wundern sich. Erst ein Whistleblower brachte die Staatsanwaltschaft auf die Spur

Na gut, die haben ihren betrug halt gut gemacht und sind erst durch einen verräter aufgeflogen. Gut, dass es immer wieder mal so ein paar verräter gibt. Ohne verräter, der schließlich zum tätigwerden von ermittlern führte, hätte man sicherlich niemals verdacht schöpfen können:

Gelegenheiten aufmerksam zu werden, hätte es jedenfalls genügend gegeben. 2019 veröffentlichten Tierrechtsaktivisten heimlich gedrehte Videos aus den Ställen im Wendland. Die Bilder zeigten den Umgang mit den Tieren und die Haltungsbedingungen […] Aus Kreisen, die mit dem Fall vertraut sind, heißt es, der mutmaßliche Betrug habe sich schon aus den Unterlagen ergeben. Er hätte den Prüfern also auffallen müssen

Aber hej, da wird doch sooooo streng und lückenlos kontrolliert:

Die Kontrollen finden meist mit Ankündigung statt […] Die Kontrollen nimmt in der Regel nicht der Staat wahr. Die Aufgabe ist übertragen an privatwirtschaftliche sogenannte Kontrollstellen – eine Art Öko-Tüv […] ABCert war auch für den Eichenhof zuständig, hat die Einhaltung der Bio- und der Biolandregeln überprüft. Der Verband und die Kontrollstelle sind personell eng verbandelt. Den Aufsichtsrat der Baden-Württemberger bildet ein Bioland-Bauer aus Baden-Württemberg, der Chef des Bioland-Verbandes in Bayern sowie der Bioland-Präsident auf Bundesebene. Anders gesagt: Die zu kontrollierenden kontrollieren den Kontrolleur […] „Bei einer sachgerechten und der Betriebsgröße angemessenen Durchführung der Kontrolle hätten die Verstöße auffallen und dokumentiert werden müssen. Die durch die Kontrollstelle durchgeführten Kontrollen sind daher als nicht wirksam zu beurteilen.“

Ach!

Da wünsche ich dem dummen dummen bürgertum aber auch weiterhin einen gesegneten appetit und viel beruhigtes gewissen beim „bio“-ablasshandel im teuermarkt. Fleisch ist und bleibt das skandallebensmittel nummer eins in der BRD, egal, wo ihr es kauft. Und wenn ihr glaubt, dass es bei den pflanzlichen „bio“-produkten besser aussieht, tja, dann glaubt ihr vermutlich auch, dass zitronenfalter bananen falten. 🍌️

Chinesen, zieht euch warm an! Jetzt wird zurückcoronat!

China hat eine aus Deutschland importierte Schweinshaxe als Auslöser für einen neuen Corona-Fall ausgemacht. Wie staatliche Medien berichteten, habe sich in der ostchinesischen Stadt Tianjin ein Arbeiter in einem Kühlhaus infiziert. Tests hätten danach ergeben, dass Virus-Spuren an der Verpackung einer gefrorenen Schweinshaxe entdeckt worden seien, die zunächst aus Bremen nach Tianjin importiert und von dort weiter in die Stadt Dezhou gesendet worden sei

Grüße auch an den antihygjenischen und ausbeuterischen industriefleischzerleger tönnies!

Fleisch des tages

Fellreste, Kotpillen, Nestbau: Mehr als fünf Monate haben in einem Produktionsraum eines Kühlhauses im niedersächsischen Dissen am Teutoburger Wald mutmaßlich Ratten gehaust. In dem Kühlhaus der Nagel Transthermos GmbH waltete vor allem die Firma LVD Fleisch GmbH Dissen, die in einem Teil des Raumes Fleisch zerlegt und behandelt hat. Das Kühlhaus war jedoch auch Lagerstätte für Waren der Tönnies-Gruppe

[Archivversjon]

Und wenn da kein fleisch von tönnjes dringelegen hätte, wäre es auch in den näxsten zehn jahren vermutlich niemanden aufgefallen, wie wohl sich dort die ratten fühlen, denn irgendwelche kontrollen gibt es in der „marktkonformen demokratie“ (A. Merkel) ja nicht mehr.

Ich wünsche auch weiterhin einen gesegneten appetit!

❤️🐑❤️ Jetzt neu und super: die tierliebesteuer! ❤️🐖❤️

Das hier ist nicht der postilljon, sondern die aktuelle kame… ähm… ARD-tagesschau [archivversjon]:

19 statt sieben Prozent: Politiker von SPD und Grünen haben sich für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch ausgesprochen. Auch aus der Union kommt Zustimmung. Die zusätzlichen Einnahmen sollen den Tieren zugute kommen

Moment, wie soll das eigentlich gehen, dass es den leckeren viechern zumindest bis zum schlachthof ein bisschen besser geht, wenn man fleisch in der mehrwertsteuer aufstuft? 😕

Die Mehreinnahmen müssten aber „zwingend“ den Tierhaltern zugute kommen, um einen artgerechteren Ausbau der Ställe zu finanzieren

Ach so, das ist für die menschen gedacht, die viecher in mastbetrieben halten! Damit es denen besser geht und sie das in einem überschwang plötzlich aufkommender tierliebe an die viecher weitergeben! Ich verstehe! 🤣

Kannstedirmalwiedergarnichtselbstausdenkensowas…

Meine fresse, diese arschlöcher von p’litikern müssen echt sehr überzeugt davon sein, dass ihr systematisches, seit den achtziger scheißjahren über jahrzehnte schulisch-universitär-allmedial vorangetriebenes volxverdummungsprogramm erfolgreich war, ist und bleibt.

(Meine vermutung als jemand, der das gras waxen hört: die werden demnächst die märchensteuer für fahrkarten der deutschen bahn und vielleicht auch für den öffentlichen nahverkehr wegen des klimas auf sieben prozent runterstufen und sich selbst gehörig dafür feiern, und den dadruch verursachten steuerausfall wollen sie auf diesem weg wieder reinholen. Das gefasel vom tierwohl ist so dermaßen offensichtlicher kwatsch, dass ich davon ausgehe, dass nicht eine scheißsekunde daran gedacht wurde. Aber ein gewohnheitsmäßiger scheißlügner aus der scheißp’litik kann eben nicht anders als lügen, lügen und lügen — und eventuelle nachfragen von staatsfrommen scheißjornalisten gibt es selbst bei den durchschaubarsten lügen nicht.)

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich, der forsche forsche an allen fronten der erkenntnis, hat sich gesagt: wir hatten ja neulich fipronil in den hühnereiern, gucken wir doch mal, ob sich das zeugs auch im hühnerfleisch findet. Der laie staunt und die fachwelt wundert sich über das ergebnis

[Dauerhaft archivierte versjon der MDR-meldung gegen die von presseverlegern in den dunkelkammern des reichstages lobbyistisch-kryptokratisch durchgesetzte „depublikazjon“ von gebührenfinanzierten inhalten des BRD-staatsfunks.]

Alle jahre wieder

Ich kriege gerade mit, dass offenbar gestern in der glotze mal wieder dokumentiert wurde, wie fleisch in massentierhaltung „produziert“ wird. Und jetzt ekeln sich alle. Und völlig absehbar ists für mich, dass dieses medial produzierte gefühl in nur einer woche wieder vergessen sein wird, hinfortgespült von aktuelleren medial produzierten gefühlen, vom einer sintflut und sinnflut der contentindustrie und des staatsfernsehens. Und dann — es ist ja sommer — gehts wieder grillen, lecker lecker grillen.

Guten appetit! Und weiterhin viel spaß am hirngrill des fernsehers, ihr verfügungsmasse der professjonellen psychoficker!

Fleisch des tages

Während sich die leute in der BRD so richtig irratzjonal davor ekeln, wenn mal ein bisschen pferdefleisch mitverwurstet wird, sind in Dänemark zwölf menschen an wurst gestorben, die mit listerien belastet war. [Sorry, ich habe noch keinen deutschsprachigen text gefunden…] Und das unternehmen, das diese wurst verkauft hat — listerien sind keime, die vor allem ein hinweis auf fäulnis und dreck sind — hat schon im jahr 2012 eine cervelatwurst verkauft, die ebenfalls mit listerien belastet war. [via @dansker78]

Nachtrag 14. august:: jetzt, wo die giftige wurst auch in der BRD verkauft wurde, ist es auch ein tema für BRD-medien.

Petizjon des tages

Es ist ja wirklich schlimm:

Können Sie sich eine OP bei vollem Bewusstsein, ohne Betäubung vorstellen? Ein Albtraum? Aber grausame Realität für Millionen von Schlachttieren in Deutschland und in ganz Europa! Lt. EU-Kommission (Mai 2011) erleben in bestimmten EU-Staaten bis zu 75 % der Tiere bei vollem Bewusstsein ein extrem qualvolles Ende: Entweder werden sie aus bestimmten Gründen vor der Schlachtung überhaupt nicht betäubt, oder die Betäubung ist unzureichend (wirkt weder lang noch stark genug). Sie werden dann — oft maschinell — amputiert, aufgeschnitten, verbrüht, in Teile zerlegt oder verbluten – meist kopfüber an Haken hängend – qualvoll lang, nicht selten in unerträglichem Schmerz zuckend, laut stöhnend oder aufbrüllend. Die Hauptgründe sind neben einer grundsätzlichen Hintanstellung des Tierschutz-Prinzips Akkordarbeit, Kostenersparnis, Gewinnmaximierung bis hin zu hemmungsloser Profitgier, aber auch erhebliche Mängel bei den Betäubungsgeräten. Diese unerträglichen Zustände stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen die deutsche Tierschutz-Schlachtverordnung wie gegen europäische Tierschutzgesetze dar und stellen die Glaubwürdigkeit der gesamten EU-Tierschutzpolitik in Frage.

Und die gewohnt und petitionsgerecht bückgeistigen petanten haben auch eine richtig tolle idee, wie man den viechern einen würdevollen tod zurückgeben kann — achtung, das ist (vermutlich) keine satire:

Zur Durchsetzung der geltenden Tierschutz- und Arbeitsschutzgesetze ist eine durchgängige Kontrolle sowie Dokumentation mittels Videoüberwachung unabdingbar

Vergesst nicht auch noch den bundestrojaner und die vorratsdatenspeicherung! Wenns um mitwesen tier geht, sind den meisten menschen die menschenrechte noch scheißegaler als eh schon.

Konsumverzicht im lande absurdistan: wirkungslos!

Der Selbstversorgungsgrad mit Schweinefleisch hat in Deutschland die 100-Prozent-Marke längst überschritten […]

Dessen ungeachtet werden mit viel Werbung Billigpreise erzeugt, mit denen sich Discounter und Supermärkte gegenseitig unterbieten. Das Preisdumping ist die Folge von Überproduktion und Subventionen, die die industrialisierte Massentierhaltung künstlich aufblasen. Rund eine Milliarde Euro pumpt die EU in Form von Ausgleichszulagen, Beihilfen und Flächensubventionen in die Agroindustrie. Zusätzlich werden 4,4 Milliarden Euro in Kühlhäuser, Lagerung und Transporte versenkt.

Ein Drittel der insgesamt rund 50 Millionen geschlachteten Schweine landen auf dem Müll. Eingeschweißt und abgepackt werden die billigen Schnitzel von Supermärkten und Privathaushalten tonnenweise weggeworfen. Mit anderen Worten: 20 Millionen Schweine werden völlig umsonst erzeugt, gequält und geschlachtet

Unfassbar! Ein verdammtes drittel! Man könnte ja denken, hier wird eine sozjalistische planwirtschaft durch einen haufen spezjalexperten im politbüro betrieben…

(Ich bin eben wirklich für einen kurzen moment auf die nachnamensgleichheit der autorin mit einer BRD-p’litikerin reingefallen, die sonst eher durch lach- und sachkompetenz bei ihren TV-auftritten auffällt und war über den gar nicht dazu passenden inhalt überrascht.)

Biotrend bio-hackfleisch

„Biotrend bio-hackfleisch“ — ja, so nennen werber das — vom „lidl“ oder „penny“ gibts jetzt mit aromatischen roten plastikteilen. Und in die andere packung, auf der die werber nix von „bio“ draufgestempelt haben und die deshalb ein bisschen billiger ist, sind genau die gleichen plastikteile reingefallen. Na sowas aber auch! :mrgreen:

Was hatten wir denn lange nicht?

Was hatten wir denn lange nicht? Richtig, einen anständigen fleischskandal — so nennt es ja die jornallje, wenn die gewöhnlichen industriepraktiken ausnahmsweise einmal offenkundig werden. Und dann gibts auch mal wieder lecker lecker gammelfleisch. (Ganz so, als ob die metzer früher ihr unbrauchbares fleisch nicht zusammen mit einem berg salz und gewürze in die wurst gemacht hätten.)

Auch weiterhin einen gesegneten appetit!