Etwas blah und frage zum Strache-video

Nachtrag 13:30 uhr: Strache hat selbst die echtheit des videos bestätigt. Der text bleibt hier zu meiner schande und zur erheiterung der leser stehen. 😉

Ursprünglicher text:

Wie sicher ist es eigentlich, dass das ausgesprochen peinliche, den vizekanzler der bummsrepublik österreich wie einen korrupten volxverkäufer darstellende Strache-video [archivversjon] kein deepfake ist?

Es ist schon ein bisschen merkwürdig, dass das hochwirksame und empörungsfördernde kompromat in diesem video fast zwei jahre lang in irgendeiner schublade schlummert, bis es dann mal an die presse gesteckt wird, um auf diesem weg damit eine p’litische wirkung zu erzielen.

Ich hätte so etwas ja sowieso anders verbreitet, aber ich misstraue auch dem ganzen jornalistenpack. Aus erfahrung.

Ja, ich weiß, dass ich mal wieder das gras waxen höre. Wenn eine sache viel zu schön aussieht und klingt, um wahr sein zu können, dann ist sie meistens nicht wahr. Ich habe mich zwar vor lachen weggeschmissen, als ich ein bisschen vom video gesehen habe, aber trotzdem: mein vertrauen in die reschersche-fähigkeiten und die sorgfältige kwellenprüfung [archivversjon] bei fischblättern wie der alpenprawda und beim ehemaligen nachrichtenmagazin aus hamburg ist seit der als wissenschaft, fakt und wahrheit verkauften, höchst bullschittigen und schon bei oberflächlicher betrachtung nach propaganda müffelnden „MH17-analyse“ von „bellingcat“ nachhaltig kaputt. Das ist ganz normale contentindustrie, und nix mit vierte gewalt im staat und lebenswichtig für die dämonkratie. Die vermarkten werbeplätze. Das ist das eigentliche und einzige geschäft. Die redakzjonellen beiträge haben die genau gleiche funkzjon wie ein wurm, den ein angler an den haken macht. Der soll den fischen schmecken, nicht dem angler. Dementsprechend sieht es mit der jornalistischen gründlichkeit aus. In bereichen, in denen ich mich halbwegs gut auskenne, sind die fehler grob und hätten sich oft schon durch einfache nutzung der wicked pedia vermeiden lassen, erst recht natürlich mit richtiger reschersche. Ich habe keinen grund zur annahme, dass es in anderen bereichen, in denen ich mich zufällig nicht so gut auskenne, besser aussieht.

Wohlgemerkt: ich habe nicht einmal ein verdammtes indiz dafür, dass etwas an dem video nicht stimmt. (Das ist aber auch keine sache, mit der ich mich gut auskenne.) Ich habe einfach nur untötbares misstrauen gegen geschichten, die in der scheißpresse breitgetreten werden, und zwar vor allem dann, wenn sie der scheißpresse von anonym bleibenden dritten so mundgerecht zubereitet hingehalten werden, dass sich die geschichte fast von allein schreibt und einen ordentlichen klickviehmagnetismus verspricht. Betrachtet meine zweifel erstmal als spinnerei und verschwörungsteorie! Zumindest so lange, wie es noch keine belastbaren indizjen gibt, die solche zweifel stützen.

Ach ja, eines noch:

Nein, die Süddeutsche Zeitung wird Behörden die Originalaufnahmen nicht zur Verfügung stellen.

Ja, die alpenprawda wird eine überprüfung durch richtige forensiker verhindern, obwohl es dabei kaum um kwellenschutz gehen kann.

So eine wichtige frage…

So eine wichtige frage, wer eigentlich haftet, wenn eine so genannte „künstliche intelligenz“ einen menschen umbringt. Die frage, die dabei vergessen werden soll: Wer haftet eigentlich, wenn ein arzt mit seiner immer wieder einmal vorkommenden pfuscherei einen menschen umbringt? Richtig: in aller regel niemand.

Wisst ihr, was der unterschied zwischen einem arzt und einem klempner ist? Wenn der klempner pfuscht, dann heißt es hinterher: der klempner hat gepfuscht. Und wenn der arzt pfuscht, dann heißt es hinterher: die wege gottes sind unergründlich.

Tonfall

Was meint ihr wohl, wie anders diese meldung der ARD-tagesschau-redakzjon [dauerhaft archivierte versjon] wohl klänge, wenn Peter Ramsauer kein CSU-p’litiker, sondern ein AFD-p’litiker wäre? Wie die frage aus der überschrift dann wohl zur feststellung geworden wäre, wie dann wohl die übervorsichtige relativierung durch ein „angeblich“ für einen vorgang mit etlichen zeugen weggefallen wäre, was dann wohl bei gleicher faktenlage für ein großes p’litikum daraus aufgepustet worden wäre, vermutlich mit anschließendem kommentar, der deutliche konsekwenzen fordert. Aber bei einem mitglied der etablierten BRD-staatsmafia sieht der maßstab gleich ganz anders aus, vor allem, wenn man von dieser BRD-staatsmafia bezahlt wird…

Schleichwerbung des tages

Doch für manche Unternehmen ist es angenehmer monatlich oder jährlich – zu den Details hält sich der Konzern noch bedeckt – an Microsoft zu zahlen, statt alle acht Jahre überhastet die alte Infrastruktur zu aktualisieren. Und dass es funktioniert, hat Microsoft bereits mit Office 365 bewiesen, das das alte Büro-Chaos aufgeräumt hat

Hat schon mal irgendjemand in irgendeinem unternehmensumfeld dieses office 365 im einsatz gesehen, das hier so groß von den heise-onlein-schleichwerbern als toller meikrosoft-erfolg vermeldet wird? Gibts wirklich irgendjemanden, der auf funkzjonierende softwähr angewiesen ist und der sich deshalb ohne not davon abhängig macht, dass die internetzverbindung steht und dass die „cloud“ von meikrosoft sicher ist? Wie sieht es in solchen fällen mit dem datenschutz aus, und in wie weit müssen die kunden ihr informiertes einverständnis damit erklären, dass es zu einer sachlich und technisch unnötigen datenspeicherung bei einem drittanbieter (mit zugriffsmöglichkeit durch NSA und für eventuelle wirtschaftsspione in den USA) kommt und was geschieht, wenn kunden das nicht mit sich machen lassen und lieber zu einem mitbewerb gehen, der ihnen ihre wünsche ohne dieses sachlich und technisch unnötige risiko erfüllt, und zwar mit softwäjhr, die nicht nur kostenlos, sondern auch noch Frei ist? Und inwieweit ist es ein „büro-kaos“, wenn die daten auf einem dateisörver im unternehmen gespeichert werden und nicht in der so genannten „cloud“?

Oder hat heise onlein einfach nur mal wieder ein paar reklamegroschen von meikrosoft kassiert und deshalb wieder den verlogenen reklame-bullschitt im redakzjonellen teil untergebracht. Diese schleichwerbung wird übrigens auch nicht besser, wenn man sie denglisch als „native advertising“ bezeichnet!

Nur weiter so, heise, ihr schafft es noch, mich (und hoffentlich auch ein paar andere leser) durch solche intelligenzverachtungen zu vertreiben. Vor allem, wenn die frekwenz so bleibt oder gar noch zunimmt. Ist zwar schade drum, ist aber nicht zu ändern. Jedenfalls nicht von mir.

Frage des tages

Die Frage sei gestellt: Ist es auszuschliessen, dass man schon bald nicht mehr nur Werbung als geistige Umweltverschmutzung betrachtet, sondern auch Journalismus? Dass es nicht nur Werbeblocker gibt, sondern auch News-Blocker? Installiert, um uns vor einer geistlosen Ablenkung zu bewahren, die umso verführerischer ist, als sie sich den Anschein von Relevanz gibt?

Ja, werte jornalisten. Wenn ihr eure schleichwerbung jetzt „native advertising“ nennt und eure textprodukte — nein, nicht nur die im web — voll mit abgeschriebener PR-kacke (ohne kennzeichnung als reklame, und doch auffällig wie ein stroboskop in der neumondnacht) und markenbehochjubelung (besonders aufdringlich bei äppel zu beobachten) im tarnanzug des contents sind, dann wird das die logische entwicklung sein. Ihr seid irrelevante gestalten, die an der aufmerksamkeit zerren und beschränkte lebenszeit wegnuckeln.

(Übrigens auch ihr da drüben in der karl-wiechert-allee bei heise onlein, wenns dort so weiter geht — noch ist der kern intakt, aber er ist schon ganz schön angeknabbert.)

Gibt es ein neues datenleck bei „paypal“?

Wenn ich diesen kommentar auf unser täglich spämm ernst nehme, gibt es bei paypal ein neues, möglicherweise wieder sehr großes datenleck. Es wäre ja nicht das erste, und schon dieses erste große Datenleck hat sich monatelang vor der offizjellen bestätigung durch ein maximal kundenverachtendes „paypal“ im spämmblog bemerkbar gemacht.

Kauderwelsch des tages

Hat Volker Kauder jetzt etwa eine tolle idee bekommen, was man mit dieser rundfunkgebühr noch anfangen könnte? Zeitungen finanzieren zum beispiel?

Da würde aber bestimmt schnell eine gute idee hinterherkommen, wie man dann die gewünschte schreibe erzwänge…

Stirb, jornalist, stirb! Verreck im arsch der herrschenden!

Verschwörungsteoretische frage des tages

War das wirklich ein fehler, oder hat da „jemand“ mit absicht eine „schnittstelle“ zum auslesen der privaten schlüssel in openssl eingebaut. Als jemand, der das gras waxen hört, würde ich mich über die absicht und einen mitarbeitenden maulwurf, der obskure (und im kwelltext nicht leicht zu sehende) hintertüren in wichtige biblioteken einbaut, nicht mehr wundern.

Nachtrag, 9. april, 10:45 uhr: Fefe hat sich das mal genauer angeschaut und kommt danach mit etwas mehr gewicht zu einer ähnlichen meinung.

Frage des tages

Was sind das eigentlich für polizisten, die in sachen kinderpornografie ermitteln (und die sich so durch ihre arbeit auch gleich zugang zu „material“ beschaffen) und gleichzeitig pornohändler-kunden in den eigenen reihen decken? Ein derartiger fall ist durchaus noch als „zufall“ zu erklären, beim zweiten beisst der geruch des rechtsfreien raums bei der polizei ganz unangenehm in der nase. Vor allem, wenn auch noch schön leise von Jörg Ziercke persönlich vertuscht wird.

Spuren im staub

Ich sags ja ganz ehrlich, dass ich es sehr beeindruckend finde…

LGS-foto von der apollo-14-landestelle mit erkennbaren fußspuren der selenonauten

…wenn mir die NASA ein derartiges foto präsentiert, das vom „lunar reconnaissance orbiter“ aus der mondumlaufbahn heraus gemacht wurde. Die auflösung ist einfach nur überwältigend, und die fußspur des selenonauten (Astronaut? Für den hüpfer? Nimmer!) ist deutlich erkennbar.

Ich frage mich allerdings auch, ob ein solches foto fysikalisch möglich ist. Ich habe gerade keinen guten internetz-zugang (nur ein modem) und kann deshalb nicht so einfach die sehr fette homepäjtsch der NASA aufrufen, um mir mal die technischen daten der sonde anzuschauen, sonst hätte ich es jetzt einfach ausgerechnet.

Die sonde befindet sich ja in einer gewissen höhe über der mondoberfläche, und in alleiniger abhängigkeit von dieser höhe hat sie eine gewisse geschwindigkeit, mit der sie den mond umläuft. Die kamera benötigt für ihre aufnahmen eine gewisse belichtungszeit, und innerhalb dieser zeit bewegt sich die sonde also mit einer leicht berechenbaren geschwindigkeit um eine ebenfalls leicht berechenbare strecke auf ihrer bahn um den mond. Dabei entsteht durch die bewegung der sonde eine gewisse unschärfe des bildes, welche die erzielbare auflösung beschränkt. Für eine genaue berechnung müsste auch die eigenbewegung des mondes berücksichtigt werden, doch da sich der mond in knapp einem monat einmal um seine axe dreht, ist diese bewegung sehr langsam und damit in einer ersten näherung völlig ignorierbar. Wenn jemand die muße hat, schaue er bitte mal auf der webseit der NASA nach (die technischen daten einer missjon sind immer irgendwo veröffentlicht, aber die muss man schon ein bisschen suchen) und rechne das durch, denn ich werde in den kommenden zwei bis drei wochen nicht dazu kommen. Nicht, das ich ein anhänger der vielen teorien zu einer apollo-verschwörung bin, aber ich bin von dieser bildauflösung so beeindruckt, dass sich in mir echte zweifel regen, ob sie überhaupt möglich ist.

Und außerdem: es wäre doch zu herrlich, wenn man der NASA eine fälschung durch einfache fysik-kenntnisse und einen taschenrechner nachweisen könnte. Wann kann man schon einmal mit so wenig aufwand eine leistung erbringen, die gewiss weltweit wellen schlagen wird? 😉

(Und nein, ich bin wirklich kein anhänger der teorien einer apollo-verschwörung. Eine solche hätte die damalige sowjetunion mit großem genuss und angemessener häme auffliegen lassen. Ich bin nur manchmal etwas „übertrieben“ kritisch, wenn mir etwas „spanisch“ vorkommt, mehr nicht. Und mit genau dieser haltung habe ich es in meinen fähigkeiten zur einsicht weit gebracht…)

Zum abschluss dieser kleinen betrachtung noch mein linktipp gegen die allgemeine apollo-hysterie: „Entmannte Raumfahrt?“ bei Kritisch gedacht