Schleichwerbung des tages

Doch für manche Unternehmen ist es angenehmer monatlich oder jährlich – zu den Details hält sich der Konzern noch bedeckt – an Microsoft zu zahlen, statt alle acht Jahre überhastet die alte Infrastruktur zu aktualisieren. Und dass es funktioniert, hat Microsoft bereits mit Office 365 bewiesen, das das alte Büro-Chaos aufgeräumt hat

Hat schon mal irgendjemand in irgendeinem unternehmensumfeld dieses office 365 im einsatz gesehen, das hier so groß von den heise-onlein-schleichwerbern als toller meikrosoft-erfolg vermeldet wird? Gibts wirklich irgendjemanden, der auf funkzjonierende softwähr angewiesen ist und der sich deshalb ohne not davon abhängig macht, dass die internetzverbindung steht und dass die „cloud“ von meikrosoft sicher ist? Wie sieht es in solchen fällen mit dem datenschutz aus, und in wie weit müssen die kunden ihr informiertes einverständnis damit erklären, dass es zu einer sachlich und technisch unnötigen datenspeicherung bei einem drittanbieter (mit zugriffsmöglichkeit durch NSA und für eventuelle wirtschaftsspione in den USA) kommt und was geschieht, wenn kunden das nicht mit sich machen lassen und lieber zu einem mitbewerb gehen, der ihnen ihre wünsche ohne dieses sachlich und technisch unnötige risiko erfüllt, und zwar mit softwäjhr, die nicht nur kostenlos, sondern auch noch Frei ist? Und inwieweit ist es ein „büro-kaos“, wenn die daten auf einem dateisörver im unternehmen gespeichert werden und nicht in der so genannten „cloud“?

Oder hat heise onlein einfach nur mal wieder ein paar reklamegroschen von meikrosoft kassiert und deshalb wieder den verlogenen reklame-bullschitt im redakzjonellen teil untergebracht. Diese schleichwerbung wird übrigens auch nicht besser, wenn man sie denglisch als „native advertising“ bezeichnet!

Nur weiter so, heise, ihr schafft es noch, mich (und hoffentlich auch ein paar andere leser) durch solche intelligenzverachtungen zu vertreiben. Vor allem, wenn die frekwenz so bleibt oder gar noch zunimmt. Ist zwar schade drum, ist aber nicht zu ändern. Jedenfalls nicht von mir.

Frage des tages

Die Frage sei gestellt: Ist es auszuschliessen, dass man schon bald nicht mehr nur Werbung als geistige Umweltverschmutzung betrachtet, sondern auch Journalismus? Dass es nicht nur Werbeblocker gibt, sondern auch News-Blocker? Installiert, um uns vor einer geistlosen Ablenkung zu bewahren, die umso verführerischer ist, als sie sich den Anschein von Relevanz gibt?

Ja, werte jornalisten. Wenn ihr eure schleichwerbung jetzt „native advertising“ nennt und eure textprodukte — nein, nicht nur die im web — voll mit abgeschriebener PR-kacke (ohne kennzeichnung als reklame, und doch auffällig wie ein stroboskop in der neumondnacht) und markenbehochjubelung (besonders aufdringlich bei äppel zu beobachten) im tarnanzug des contents sind, dann wird das die logische entwicklung sein. Ihr seid irrelevante gestalten, die an der aufmerksamkeit zerren und beschränkte lebenszeit wegnuckeln.

(Übrigens auch ihr da drüben in der karl-wiechert-allee bei heise onlein, wenns dort so weiter geht — noch ist der kern intakt, aber er ist schon ganz schön angeknabbert.)

Gibt es ein neues datenleck bei „paypal“?

Wenn ich diesen kommentar auf unser täglich spämm ernst nehme, gibt es bei paypal ein neues, möglicherweise wieder sehr großes datenleck. Es wäre ja nicht das erste, und schon dieses erste große Datenleck hat sich monatelang vor der offizjellen bestätigung durch ein maximal kundenverachtendes „paypal“ im spämmblog bemerkbar gemacht.

Kauderwelsch des tages

Hat Volker Kauder jetzt etwa eine tolle idee bekommen, was man mit dieser rundfunkgebühr noch anfangen könnte? Zeitungen finanzieren zum beispiel?

Da würde aber bestimmt schnell eine gute idee hinterherkommen, wie man dann die gewünschte schreibe erzwänge…

Stirb, jornalist, stirb! Verreck im arsch der herrschenden!

Verschwörungsteoretische frage des tages

War das wirklich ein fehler, oder hat da „jemand“ mit absicht eine „schnittstelle“ zum auslesen der privaten schlüssel in openssl eingebaut. Als jemand, der das gras waxen hört, würde ich mich über die absicht und einen mitarbeitenden maulwurf, der obskure (und im kwelltext nicht leicht zu sehende) hintertüren in wichtige biblioteken einbaut, nicht mehr wundern.

Nachtrag, 9. april, 10:45 uhr: Fefe hat sich das mal genauer angeschaut und kommt danach mit etwas mehr gewicht zu einer ähnlichen meinung.

Frage des tages

Was sind das eigentlich für polizisten, die in sachen kinderpornografie ermitteln (und die sich so durch ihre arbeit auch gleich zugang zu „material“ beschaffen) und gleichzeitig pornohändler-kunden in den eigenen reihen decken? Ein derartiger fall ist durchaus noch als „zufall“ zu erklären, beim zweiten beisst der geruch des rechtsfreien raums bei der polizei ganz unangenehm in der nase. Vor allem, wenn auch noch schön leise von Jörg Ziercke persönlich vertuscht wird.

Spuren im staub

Ich sags ja ganz ehrlich, dass ich es sehr beeindruckend finde…

LGS-foto von der apollo-14-landestelle mit erkennbaren fußspuren der selenonauten

…wenn mir die NASA ein derartiges foto präsentiert, das vom „lunar reconnaissance orbiter“ aus der mondumlaufbahn heraus gemacht wurde. Die auflösung ist einfach nur überwältigend, und die fußspur des selenonauten (Astronaut? Für den hüpfer? Nimmer!) ist deutlich erkennbar.

Ich frage mich allerdings auch, ob ein solches foto fysikalisch möglich ist. Ich habe gerade keinen guten internetz-zugang (nur ein modem) und kann deshalb nicht so einfach die sehr fette homepäjtsch der NASA aufrufen, um mir mal die technischen daten der sonde anzuschauen, sonst hätte ich es jetzt einfach ausgerechnet.

Die sonde befindet sich ja in einer gewissen höhe über der mondoberfläche, und in alleiniger abhängigkeit von dieser höhe hat sie eine gewisse geschwindigkeit, mit der sie den mond umläuft. Die kamera benötigt für ihre aufnahmen eine gewisse belichtungszeit, und innerhalb dieser zeit bewegt sich die sonde also mit einer leicht berechenbaren geschwindigkeit um eine ebenfalls leicht berechenbare strecke auf ihrer bahn um den mond. Dabei entsteht durch die bewegung der sonde eine gewisse unschärfe des bildes, welche die erzielbare auflösung beschränkt. Für eine genaue berechnung müsste auch die eigenbewegung des mondes berücksichtigt werden, doch da sich der mond in knapp einem monat einmal um seine axe dreht, ist diese bewegung sehr langsam und damit in einer ersten näherung völlig ignorierbar. Wenn jemand die muße hat, schaue er bitte mal auf der webseit der NASA nach (die technischen daten einer missjon sind immer irgendwo veröffentlicht, aber die muss man schon ein bisschen suchen) und rechne das durch, denn ich werde in den kommenden zwei bis drei wochen nicht dazu kommen. Nicht, das ich ein anhänger der vielen teorien zu einer apollo-verschwörung bin, aber ich bin von dieser bildauflösung so beeindruckt, dass sich in mir echte zweifel regen, ob sie überhaupt möglich ist.

Und außerdem: es wäre doch zu herrlich, wenn man der NASA eine fälschung durch einfache fysik-kenntnisse und einen taschenrechner nachweisen könnte. Wann kann man schon einmal mit so wenig aufwand eine leistung erbringen, die gewiss weltweit wellen schlagen wird? 😉

(Und nein, ich bin wirklich kein anhänger der teorien einer apollo-verschwörung. Eine solche hätte die damalige sowjetunion mit großem genuss und angemessener häme auffliegen lassen. Ich bin nur manchmal etwas „übertrieben“ kritisch, wenn mir etwas „spanisch“ vorkommt, mehr nicht. Und mit genau dieser haltung habe ich es in meinen fähigkeiten zur einsicht weit gebracht…)

Zum abschluss dieser kleinen betrachtung noch mein linktipp gegen die allgemeine apollo-hysterie: „Entmannte Raumfahrt?“ bei Kritisch gedacht

MySpace will keine blogger mehr

Ja, ich habe ein profil bei MySpace, obwohl ich diese von reklame zur unbrauchbarkeit verstümmelte web-zwo-null-kacke kaum ertragen kann. Vor einiger zeit habe ich mal darüber nachgedacht, meinen zugang bei MySpace zu kündigen und auf diesen für mich recht überflüssigen schrott zu verzichten.

Aber das profil hat sich für mich immer wieder als praktisch erwiesen. Wenn man meinen namen in guhgell oder eine andere suchmaschine eingibt, steht es sehr weit oben, und von diesem profil aus verlinke ich die ganzen anderen großen und kleinen projekte, mit denen ich so das internetz bepflastere. Weil ich niemanden mit der besonderen MySpace-„kunst“ völlig überladener profile beeindrucken wollte, ist es übrigens ein sehr einfach gestaltetes profil. Da ich auch an einigen webforen teilnehme, benutze ich dieses profil gern für die angabe meiner hohmpäjtsch — in den meisten ernsthaften foren ist die verwendung von links in der signatur verboten und man kann in seinem profil nur eine URL angeben.

Sicher, ich könnte diesen schrott trotzdem aufgeben, könnte mir schnell eine kleine übersichtsseite basteln, die genau diesen zweck erfüllt und diese irgendwo in das netz stellen, zum beispiel unter einer subdomäjhn einer der domäjhns, die ich sowieso schon nutze. Aber es würde wohl monate dauern, bis diese neu erstellte seite bei guhgell so weit nach oben gespült wird.

Und es ist bemerkenswert: Im moment kommen fast alle leute über das verkackte MySpace-profil zu meinen alben. Es kommt mir fast so vor, als würden diese alben gar nicht mehr anders zu finden sein, seit ich sie von jamendo wegen der entwertung durch gelayerte reklame weggenommen habe. Jemand, der nach meinen alben sucht, landet auch auf meinem verhassten MySpace-profil. Es ist gar nicht mehr lustig…

Manchmal glaube ich, dass dieses profil noch bestehen wird, wenn ich alle anderen projekte aufgegeben habe.

Aber das ist gar nicht mein tema. Mein tema ist, dass zu so einem MySpace-profil auch ein kleines, integriertes blog gehört. Es ist kein tolles blog, aber es ist eben gut in den ganzen MySpace-kram integriert, und deshalb habe ich dieses blog immer wieder einmal ein bisschen befüllt.

Das hat jetzt allerdings aufgehört. Denn MySpace hat seit einiger zeit einen neuen editor für die blogpohstings, und dieser editor ist mit jedem brauser, den ich benutze, völlig unbrauchbar. Er funkzjoniert weder mit dem firefox noch mit dem opera richtig. Es ist mir einfach nicht mehr möglich, auf MySpace einen blogeintrag zu verfassen.

Und ich frage mich, ob MySpace wohl keine blogger mehr haben will. Ob die da nur noch passive konsumenten haben wollen, die eine nichts sagende selbstdarstellung grafisch überfrachtet in das internetz stellen, dabei nach möglichkeit genug über sich mitteilen, dass man schön zielgruppengerecht nervreklame einbetten kann (für obdachlose haben sie übrigens keine angebote) und ob sich die zukünftige interakzjon in diesem „web to zero“ dings auf das bloße sammeln von so genannten „freunden“ beschränken soll, die dabei zu reinen briefmarken fürs profil verkommen. Denn wenn MySpace wollte, dass man dort bloggt, denn würde das bloggen auch funkzjonieren.

Oder soll man etwa einen internetz-exploder benutzen, weil der die ganze scheißreklame nicht rausblocken kann?

Nee, MySpace, es ist echt ein trübe sache…