Idiocracy-schlagzeile des tages

Chrome-Erweiterungen für Steam beklauen Spieler

[…] Die Steam-Erweiterungen CSGODouble Theme Changer, CS:GO Double Withdraw Helper und Csgodouble AutoGambling Bot für den Webbrowser Chrome versprechen Counter-Strike-Spielern Hilfe, entpuppen sich aber als Diebe. Ist eine davon installiert, greift die Erweiterung auf das Steam-Inventar zu und klaut alle virtuellen Gegenstände

Für mich (ich habe niemals CS gespielt) klingt so etwas wie „CS:GO Double Withdraw Helper“ aber sehr nach ein bisschen geschummel. Bei cheatern in multispieler-spielen hält sich mein mitleid dann auch sehr in grenzen. 😀

Die Gegenstände kann man für echtes Geld verkaufen.

Fast aller wahnsinn und alle dummheit entspringt im gelde und endet im gelde. Sogar bei heise muss bei so viel virtualität betont werden, dass das geld doch wenigstens „echt“ ist. Dabei hat es nicht wesentlich mehr „existenz“ als ein virtueller gegenstand; die wertlosen metallplättchen und ebenso wertlosen bunten läppchen sind nicht das geld, sondern eine fassade davor, die noch für die glaubwürdigkeit des geldschwindels benötigt wird.

Auch eine art weihnachtsgeschenk

Freedoom 0.10 sieht inzwischen richtig nach etwas aus und spielt sich auch gut. Wenn jetzt nur noch mal jemand mit talent mal den „flamebringer“ (das ist der „archvile“ in freedoom) richtig gut machen könnte… obwohl… ein bisschen verbessert ist er ja.

Na ja, einige maps könnten… ach, das ist zum teil eher geschmackssache! Gegen ende hin wird es doch teilweise etwas übertrieben heftig und für jemanden, der noch nie doom gespielt hat, wohl unspielbar schwierig. Aber gibt es überhaupt jemanden, der noch nie doom gespielt hat? Das ding hat eben einen sehr eigenen stil, auch grafisch, obwohl es sehr nahe an doom angelehnt ist. (Praktisch jedes WAD, das ich mal damit ausprobiert habe, lief auf anhieb.)

Sehr begrüßenswert finde ich die überarbeitung von map30. Niemand hat lust darauf gehabt, vor einem endgegner-kampf durch ein scheinbar endloses level zu laufen, in dem so ziemlich alles verwirklicht wurde, was einen so richtig nervt (unsichtbares labyrint, obskures, verwirrendes diesein, gleich aussehende bereiche mit fetten überraschungsgegnern). Der endgegner bleibt natürlich… nein, nicht John Romero, sondern…

Der Endgegner von Freedoom Phase 2: Richard Stallman

…dieser mensch, der irgendwann einmal einen LISP-interpreter mit editor-frontend gebaut hat und uns ansonsten am liebsten die unix-filosofie von „jedes programm kann genau eine sache, aber die gut“ nahe bringen möchte. Fürwahr, ein würdiger gegner, dem man gern ein paar raketen spendiert! 😀

Natürlich ist freedoom Freie softwäjhr, lizenziert unter den bedingungen der BSD-lizenz.

Für alle freunde von „doom“

Ein kleines leckerchen für alle freunde des altmodischen metzelns und alle softwäjhr-archäologen, das jetzt ein paar monate lang völlig an mir vorbeigegangen ist, obwohl ich es sehr interessant und faszinierend finde: John Romero hat da wohl ein paar alte bäckups auf einer verstaubten platte seiner ollen NeXT-stäschen gefunden und eine interne prebeta von doom 2 inklusive kwelltexten gefunden und zum daunlohd gestellt. Andere haben aus den unvollständigen daten (es fehlen jede menge texturen) dann ein funkzjonsfähiges WAD gebaut. Der damalige, teilweise interessante stand der texturen gehört ebenfalls dazu… 😎

Die links aus dem doomworld-forum, die jetzt nicht mehr funkzjonieren, sind kein problem, denn es gibt einen mirror bei archive.org.

Zum anspielen der prebeta-level benötigt man das WAD von doom 2.

Bildschirmfoto von level 7, 'dead simple' in der prebeta-versjon

Die meisten level sind den entsprechenden leveln in doom 2 sehr ähnlich, und alles, was darin anders ist, ist in der veröffentlichten versjon natürlich besser. Einige wenige level sehen sehr anders aus, und wenn man sie mal anspielt, sieht man auch schnell, warum diese ideen schließlich verworfen worden. Die texturen sind oft noch roh, und die mühe eines korrekten alignments wurde mehrfach eingespart. Das bildschirmfoto¹ oben ist map07 aus der prebeta, „dead simple“, das in dieser versjon nicht nur viel zu „simple“ ist, sondern anders als die offene arena mit den mancubi und arachnotrons auch kein gutes spiel abgibt, geschweige denn ein gutes deathmatch für das fröhliche gegenseitige abmetzeln. Es ist übrigens so wenig fertiggestellt, dass es nicht einmal eine möglichkeit gibt, den level zu verlassen. Sehr gut, dass dieser level für die veröffentlichung völlig neu gemacht wurde!

Generell „fühlen“ sich viele dieser beta-level mehr nach doom 1 an, insbesondere erinnert der startraum von map01 von seinen texturen her ein bisschen an das ende von E3M8; die neuen gegner kommen einem allerdings schon in ungewohnt frühen leveln entgegen.

Wer noch ein olles doom rumliegen hat und sich mal ein wenig anschauen möchte, wie dieses in meinen augen großartige frühe ballerspiel entstanden ist, sollte diese großartige gelegenheit nutzen. Ich empfehle allerdings die benutzung eines modernen sourceports, denn inzwischen hat ja jeder mehr als einen alten 486er rumstehen. Sehr hübsch (aber im rendering deutlich anders als das alte origjnal) ist gzdoom, und wer es möglichst genau so haben will, wie es damals war (einschließlich aller fehler und einschränkungen), der hole sich chocolate doom. Ein großer, fetter dank an id software, dass der kwelltext freigegeben wurde, so dass es auch gute softwäjhr für moderne kompjuter gibt. Auf gar keinen fall und niemals, niemals, niemals dieses beschiss… ähm… bescheidene doom 95 nehmen, das damals für windohs verkauft wurde²! Da war die DOS-versjon besser und fehlerfreier!

Die originalen kwelltexte der hilfsprogramme von id software (einschließlich des origjnalen level-editors) sind allerdings nicht ohne weiteres nutzbar. Entwickelt wurde doom ja unter next OS, und deshalb natürlich in objective C und für die beste entwicklungsumgebung aller zeiten. (Darauf läuft der olle editor auch gut, und ja, das bildschirmfoto zeigt eine grafische oberfläche aus den frühen neunziger jahren.) Eigentlich sollte es möglich sein, die kwelltexte für mac OS X anzupassen. Einen versuch mit GNUstep habe ich nicht gemacht, aber ich halte es für möglich, dass man damit nur wenig bastelei hat. Vermutlich gehts am einfachsten (ich bin noch nicht dazu gekommen), wenn man sich openstep in einer virtuellen maschine installiert und damit kompiliert. Beim ersten überfliegen sah die kohdkwalität ziemlich gut aus, es handelt sich also nicht um heftig tricksende häckware, die vermutlich nur beim passenden winkel der mondeinstrahlung durch den kompeiler läuft. Wer es hinbekommt, erhält jedenfalls einen sehr genauen eindruck davon, in welcher umgebung damals mitte der neunziger jahre der vater aller „richtigen egoshooter“ entstanden ist… 😉

Also: viel spaß!

(Hach, und jetzt noch mal ähnlich tiefe einblicke in die entwicklung von quake, bitte!)

¹Angefertigt mit gzdoom, deshalb sieht es deutlich besser als in den neunziger jahren aus. Natürlich verbessert sich die auflösung der texturen damit nicht…

²Man kann doom 95 ziemlich zuverlässig zum absturz bringen, indem man auf die karte schaltet und eine markierung für seine posizjon setzt. Oder, indem man einfach doom damit spielt. Die maus funkzjoniert übrigens nur, wenn man sich irgendwoher eine olle VxD runterlädt. Das ding ist so mies, es könnte von meikrosoft sein…

Potenzjelle vergewaltiger des tages

Die potenzjellen vergewaltiger des tages sind männer, die kompjuterspiele spielen:

Der grund, warum männer immerzu kompjuterspiele spielen, ist, dass diese tätigkeit genügend kongnitive aufmerksamkeit hervoruft und bindet, um männer von ihrem verlangen nach vergewaltigung abzulenken. Es beseitigt den „nervenkitzel“ für eine zeitlang, und so können sie ihr testosteron und ihr verlangen nach vergewaltigung beherrschen

Nein, das ist nicht als satire gemeint… das sind echte äußerungen aus einem „intellektuellen“ selbstbedienungssystem, das ungefähr so geistzersetzend wie eine religjon oder der faschismus ist, aber leider kein bisschen gesellschaftlich bedeutungslos. 😦

Disclaimer: Ich bewältige mein verlangen nach sex übrigens mit regelmäßiger und immer befriedigender masturbazjon, und wenn ich so sehe, was für frauen mir auf diese weise entgehen, bin ich darüber verdammt froh.