„Geistiges eigentum“ des tages

Der erbitterte Streit um ein Foto, auf dem ein Affe freundlich in die Kamera grinst, hat ein Ende gefunden. Ein US-Berufungsgericht in San Francisco urteilte, dass der Makake Naruto kein Recht hat, auf Urheberrechtsschutz zu klagen

[Archivversjon]

Das privileg, solche klagen führen zu können, bleibt also den nackten affen vorbehalten, die sich in einem anfall von realsatire als „homo sapiens“ bezeichnen.

Ach ja, für die menschenhassersekte PETA hatte der richter auch noch ein paar worte übrig:

Die Organisation sei im rechtlichen Sinne kein „enger Freund“ des Affen. Peta habe nicht nachweisen können, eine signifikante Beziehung mit ihm zu haben. Zudem hätten die Tierschützer einen Vergleich mit Slater geschlossen und dann vergeblich versucht, das Gerichtsverfahren einstellen zu lassen.

An diesem Vergleich war Naruto aber ausdrücklich nicht beteiligt. Peta habe wohl die eigenen Interessen vor die Narutos gestellt. Es sehe so aus, als nutze Peta Naruto als „ahnungslose Marionette“ zur Verfolgung ihrer ideologischen Ziele

Volltreffer! 😀

Advertisements

Kennt ihr den schon?

Ich habe dabei geschlampt, die GPL v2 einzuhalten, das sind so irre komplizierte lizenzbedingungen

Nun, ich will es mal so sagen:

$ lynx -dump https://www.gnu.org/licenses/gpl-2.0.txt | wc -w
2968
$ _

Das sind nicht einmal dreitausend wörter. Wer mag, kann die bloße länge der GPL v2¹ mal mit der EULA einer softwäjhr aus seinem alltag vergleichen. Zum beispiel mit der des adobe readers… 😉

Dass die GPL zudem vorsätzlich wortreich ist, dass sie neben den kruden lizenzbestimmungen viel wert darauf legt, mit erläuterungen und beispielen auch für juristische laien unmittelbar verständlich zu sein, dass sie sogar eine kurze anleitung enthält, wie man eigene projekte GPL-lizenziert veröffentlicht, sei dabei noch nicht einmal betrachtet. Wenn man lesefreundlichkeit und strukturierung mitbetrachtet, dürfte die einfachheit und auffassbarkeit der GPL vorbildlich sein. (Es gibt trotzdem besser lesbare lizenztexte, zugegegeben!)

Und ob so ein GPL-überforderter geschäftemacher wohl die gleiche nachlässigkeit bei einer lizenz für proprietäres zeugs von meikrosoft, äppel oder adobe an den tag gelegt hätte? :mrgreen:

¹Die GPL v3 ist signifikant länger.

Geistiges eigentum des tages

Projekt Gutenberg ist aus Deutschland nicht mehr erreichbar

Etwas mehr text gibts bei heise onlein. Und dieser eine kommentar sagt schon, was ich gerade schreiben wollte. Jetzt braucht man tatsächlich schon ein VPN oder einen proxy mit IP-adresse im ausland, um an deutschsprachiges kulturgut zu kommen. Ohne VPN ist das internetz in der BRD nicht benutzbar. Danke Merkel, danke CDUCSPDU! Fickt euch!

Wie wunderbar die „unsichtbare hand des marktes“ doch alles zu erwürgen vermag, wenn ihr von einer korrupten scheißp’litik nur genügend macht verliehen wird (zum beispiel durch ein „urheberrecht“, das die „interessen der urheber“ noch sieben jahrzehnte nach ihrem tod schützt, wo wurm, made und bazillus sich längst sattgefressen und sattgeschlürft haben, ganz im gegensatz zu den unersättlichen vampiren des BRD-verlagswesens). Möge die verantwortlichen beim fischer-verlag der blitz beim scheißen treffen! Möge den mäulern der p’litiker, die für ein solches lobbygesetz verantwortlich sind, ein strick um den hals die luft für ihre scheißlügen nehmen!

Übrigens: bei archive.org sind die bücher weiterhin verfügbar. Leider ist „der untertan“ von Heinrich Mann nicht dabei. Da archive.org als webseit nicht auf deutsch übersetzt ist, kann die abenteuerliche argumenzjon der rechtsverdreher und richterlichen rechtsbre… ähm… rechtsprecher, eine deutschsprachige webseit unterliege dem geltungsbereich der BRD-gesetze, hier nicht problemlos übertragen werden, so dass ich davon ausgehe, dass es dort noch länger verfügbar bleibt. Ich empfehle bei interesse trotzdem einen daunlohd.

Spottifein des tages

Es gibt mal wieder etwas neues von der strieming-scheißklitsche, wegen der diverse zugangsproweider in der BRD die netzneutralität abschaffen wollten oder weiterhin aktiv abschaffen: bei spottifein kann man ganz viel geld schaufeln, wenn man „musik“ macht und von bots abhören lässt. Und das besteste daran: das ist noch nicht einmal sicher illegal.

Unklar ist auch, ob die Betrüger wirklich illegal handelten, wenn sich die Masche wirklich wie beschrieben abspielte. Ein Insider, der sich gegenüber Music Business Worldwide äußerte, sieht im Tantiemen-Farming keinen Rechtsverstoß

Und damit wird das häckchen erst so richtig gut! 😀

Denen, die weiterhin spottifein nutzen, wünsche ich viel spaß dabei, die organisierte kriminalität mit ihrem geld aufzupumpen!

Warum man guhgell einfach nicht mehr benutzen kann

Google löscht vorsorglich in seinem Suchmaschineindex bestimmte Webadressen

Für alle menschen, die keinen vorsorglich löschenden betreuer bei der benutzung ihres webbrausers brauchen, gibt es ja zum glück alternativen zu guhgell. Übrigens: DMCA bedeutet in der praxis das blockieren nach wortlisten und ist die reinste zensurwillkür.

„Geistiges eigentum“ des tages

Ein YouTube-Video, das nichts als 10 Stunden weißen Rauschens enthält, hat dem Uploader fünf Klagen wegen angeblichen Copyright-Verstößen beschert

Nur leicht am tema vorbei geht das lob der septime — dass irgendwelche geistiges-eigentum-aasgeier über juhtjuhbb kreisen und noch die absurdesten ansprüche durchsetzen, ist wahrlich nix neues.

Spottifein des tages

Wixen kostet Spotify womöglich 1,6 Milliarden Dollar

Nein, nicht das, was man beim lesen der überschrift unwillkürlich denkt, sondern eher so, dass die scheißklitsche, die in verschwörerischer zusammenarbeit mit mehreren wischofonproweidern gerade daran arbeitet, die netzneutralität abzuschaffen, eher weniger gewillt ist, an die rechteinhaber der gestriehmten musik zu bezahlen.

„Internetz der dinge“ und „geistiges eigentum“ des tages

Angesichts des begonnenen Winters hat ein US-Provider jetzt eine recht drastische Drohung an Nutzer gerichtet, die zu viele Urheberrechtsverletzungen im Netz begehen: Sie müssten damit rechnen, ihre Heizungs-Thermostate zukünftig nicht mehr von unterwegs bedienen zu können, damit es bei der Heimkehr warm ist

Freut ihr euch auch schon so auf die „smarten“ autos? :mrgreen:

Meist drückt sich die wikimedia foundation ja vorsichtig aus…

Schon heute wird das Urheberrecht oft dazu missbraucht, anderweitig störende Inhalte aus dem Netz zu bekommen. Uploadfilter würden das so vereinfachen, dass man dann wirklich von einem „Zensurheberrecht“ sprechen müsste. Sind Uploadfilter erst einmal für alle Online-Plattformen vorgeschrieben, sind auch weitere Rechtsbereiche jenseits des Urheberrechts denkbar, für die sie eingesetzt werden könnten, Stichwort: Salamitaktik

Nichts ist der derzeit herrschenden und besitzenden klasse so unsympatisch und macht ihr so viel furcht wie ein Freier, offener gedankenaustausch von menschen, Freies wissen und Freie inhalte. Deshalb wird alles dafür getan, um diese drei großen Freiheitsmöglichkeiten des internetzes auf jede nur denkbare weise kaputtzumachen und den leuten unterhaltsame surrogate dafür anzudrehen, damit die mehrzahl der menschen „wozu brauche ich noch Freiheit, ich habe das fratzenbuch in meinem händi und kann mit meinem händi sprechen“ denkt.

Golem des tages

Wisst ihr, was für golem — lt. eigenverständnis gibt es da IT-njuhs für profis, aber leider nicht von profis — jetzt das USENET ist? Richtig, es ist ein daunlohdportal:

Die Beschuldigten im Alter von 23 bis 72 Jahren sollen usenetrevolution.info betrieben und organisiert haben. Das Downloadportal hatte rund 27.000 Mitglieder

Weia!

„Geistiges eigentum“ des tages

Moment, erstmal aufs datum schauen? Heute ist der 19. oktober. Heute ist nicht der erste april. Dann wird diese heise-meldung wohl echt sein:

Ein New Yorker Stamm der Mohawk versucht, eine neue Einnahmequelle zu erschließen: Die Vermietung spezieller Immunitätsrechte an zahlungskräftige Patentinhaber. Diese übertragen ihre Patente pro forma an die St. Regis Mohawk und legen noch Millionen oben drauf. Im Gegenzug profitieren sie von den Immunitätsrechten der Ureinwohner: Die Patente sind plötzlich wesentlich schwieriger anfechtbar

Die kopfkranke idee des „geistigen eigentums“ muss weg!

Gaga-patent des tages

Amazon präsentiert die speerspitze der mobilitätsforschung in der schaffung geistigen eigentums und geistiger eigentümlichkeiten: ein patent auf eine drohne mit einem akkubetriebenen akku-ladegerät, um die rostbleche während der fahrt aufzuladen. Die welt ist reif! Sie will gepflückt werden!

Wer nicht kapiert, warum das eine unfassbar schwachsinnige idee ist: bevor man einige hundert kilogramm akku durch die luft gegen die gravitazjon mit einer großen, automatisierten und sicherlich mehr als nur leise brummenden drohne zum auto fliegt, könnte man genau so gut den autofahrer in die drohne setzen und den erfreulich staufreien luftraum für den gesamten verkehr nutzen. Von den unvermeidlichen verlusten beim aufladen eines akkus, der dann einen anderen akku auflädt, habe ich noch gar nicht gesprochen, ebensowenig von einer logistik, die es ermöglicht, dass mehrere hunderttausend dieser verdammt großen drohnen unterwegs sind, ladebedürftige autos auffinden und dabei niemals kollidieren sollten. Es ist deutlich sinnvoller und einfacher, oberleitungen über die straßen zu bauen und den autos stromabnehmer zu geben.

Der juhtjuhbb-tipp für praktiker

Wer in der BRD lebt und etwas zu juhtjuhbb hochladen möchte, was urheberrechtlich nicht so ganz einwandfrei ist — also etwas, was er nicht vollkommen selbst produziert hat, denn es in der BRD kein „fair use“ und kein zitatrecht für videos — sollte dafür auf jeden fall ein eigenes benutzerkonto einrichten und keine namentlich registrierte oder gar regulär benutzte telefonnummer dazu angeben:

Youtube und Google müssen bei Urheberrechtsverstößen die Mail-Adresse der verantwortlichen Nutzer angeben

Die ausweitung auf hinterlegte telefonnummern zu einem guhgell-konto ist nur eine frage der zeit, und eine ladefähige anschrift zu einer telefonnummer ist auch bei immaterjalgütersachen etwas, was die telefonklitschen rausrücken müssen. Und denkt dran: das kann euch auch für videos passieren, die ihr vor zehn jahren mal hochgeladen und dann wieder vergessen habt…

„Geistiges eigentum“ des tages

Mit Hilfe des US-amerikanischen Digital Millennium Copyright Act (DMCA) hat der Adtech-Dienstleister Leven Labs eine seiner Domains erfolgreich von der Blockliste Easylist löschen lassen […] Begründet wurde das mit einer Regelung im DMCA, wonach die Umgehung von Kopierschutzmechanismen untersagt ist

Ich wünsche den psychoterroristischen webreklamefirmen auch weiterhin ganz viel spaß dabei, den leuten mit aller möglichen gewalt zeugs in die augen zu drücken, das die leute nicht in den augen haben wollen. Dass den leuten auch noch die kompjuter über verseuchte äds gepwnt werden, ist diesem gewalttätigen pack ebenfalls scheißegal, wenn die eigene kasse stimmt. Irgendwann kommt der hass, den ihr jeden tag an allen menschen auslebt, zu euch zurück, und zwar zu jedem einzelnem eurer kleinen, asozialen scheißschergen, und dann ist zahltag! Denn frieden ist mit den arschlöchern aus der reklamevermarktung nicht möglich…