Zitat des tages

Der linksliberale Kulturkampf gegen rechts spielt damit der Rechten die Bälle zu. Wer immer wieder hört, er sei rechts, für den klingt rechts zu sein irgendwann nicht mehr bedrohlich, sondern vertraut. Und je arroganter und zurechtweisender der Tonfall, mit dem jeder, der die kosmopolitischen, identitätspolitischen und EU-freundlichen Thesen des Linksliberalismus nicht teilt, rechter Sympathien verdächtigt wird, desto wahrscheinlicher werden die Betroffenen ihre politischen Sympathien tatsächlich denen zuwenden, von denen sie wenigstens nicht beschimpft und moralisch herabgesetzt werden

Sahra Wagenknecht [Archivversjon]

Kleines lacherchen des tages

Birgit Schmid stellte in der „NZZ“ fest, dass die Forderung, homosexuelle Figuren nur noch von homosexuellen Schauspielern spielen zu lassen, die Frage nach sich ziehe, von wem dann Massenmörder und Pädosexuelle gespielt werden sollten, woraufhin jemand antwortete, Hamlet dürfe nie wieder aufgeführt werden, denn der Prinz von Dänemark stehe als Darsteller „voraussichtlich längere Zeit“ ja auch nicht zur Verfügung

Gender des tages

Das zentralkomitee der deutschen katoliken fängt jetzt an, asteriske in die texte zu streuen, damit sie geschlechtergerechter werden [archivversjon]. Werte linkys und feministys, spätestens wenn man und frud im erzpatriarchat von katolistan — das ist dort, wo ein mensch bis heute nur mit intakten hoden priester werden kann — eure wirren, von höheren töchtern an bullschitthochschulen erbrüteten ideen gutheißt und übernimmt, solltet ihr aber mal was merken! 😘️

Jetzt neu und super in ihrem kaff…

Der bürger*innenplatz [archivversjon]…

Wenn man alle menschen unabhängig von gebammsel, leibespforte und hautfarbe inkludieren möchte, wie es die gendertrolle in ihrer propaganda ja immer so schön einfordern, wie wäre es dann mit meinem ganz schnell ersonnenen namensvorschlag: „menschenplatz“. Oder noch ein bisschen schöner: „platz für die menschen“. Oder sind auf diesem platz etwa keine menschen erwünscht?

Grüße auch an die scheißgrünen, die immer ganz genau wissen, was den menschen im lande wirklich fehlt und deshalb immer ganz tolle ideen entwickeln.

Ev.-luth. scheißkirche des tages

Ein fiepser der evangelischen kirche berlin-brandenburg-schlesische oberlausitz mit einem wunderhübschen bibelzitat:

Text des fiespers: Wenn meine Zweifel zu groß werden oder mein Vertrauen zu klein, dann helfen mir die konkreten Glaubenserfahrungen anderer Menschen. -- Text: Julia Daser -- Foto: Greg Rosenke, Unsplash -- #Tageslosung #Geschlechtergerechtigkeit -- Dazu ein foto mit dem durchgegenderten text: Sie*Er*Xier schrie: G*tt hilf! G*tt hörte und half heraus aus allen Problemen. Psalm 34:7

Das wird wohl mal wieder zeit für eine neue bibelübersetzung bei den evangelen. Eine, die dem volk so richtig aufs maul schaut und versucht, sich möglichst klar und verständlich auszudrücken… moment mal, haben die evangelen nicht erst so mit richtig tamtam ihr lutherjahr gefeiert? 🤦‍♂️️

Selig die armen an gehirn, denn sie bemerken ihre eigene blödheit nicht. Halleluja!

via hirnfick 2.0

Der neue stern…

Wenn man von Jüdinnen und Juden, kurz Jüd*innen, sprechen muss, weil Juden als maskuliner Sammelbegriff unzulässig geworden ist, dann bekommen Leute wie ich auf neue Weise einen Stern verpasst. Und wenn Politiker von „jüdischen Münchnerinnen und Münchnern“ sprechen, die nach dem 9. November 1938 ins KZ Dachau eingeliefert wurden, dann wird es auch historisch falsch, weil es damals nur die Männer traf

Ich warte jetzt ja auf die erste bürgerlich-neulinks-feministische gestalt, die der hier gegen den „gender-stuss“ schreibenden jüdin vorwirft, ein nazi zu sein.

„Nazi“ ist übrigens ein wort, das ich noch nie in „gegenderter“ form gesehen habe; für „nazis“ kann man gern einen maskulinen sammelbegriff nehmen, damit wird niemand ausgeschlossen und keinmensch bleibt ungenannt, „nazis“ sind eh alles nur männer. Im zweifelsfall auch umgekehrt.

Genderweltknall des tages

Man muss ja davon ausgehen, dass als Männer geborene Athletinnen körperlich leistungsstärker sind als „biologische“ Frauen, da helfen keine moralischen Argumente. Der Streit, wer nun die schlimmere Diskriminierung betreibt – derjenige, der Transsexuelle ausschließt, oder derjenige, der als Frauen geborenen Athletinnen ihre Erfolgschancen nimmt –, tobt gerade in den Vereinigten Staaten

Behindertendiskriminierung des tages

Immer mehr Webseiten und Apps benutzen die Schreibweisen mit dem Sternchen, dem Unterstrich oder dem Doppelpunkt, auch einige Zeitungen gendern. Für blinde und sehbehinderte Menschen, die sich Texte von einer automatischen Sprachausgabe vorlesen lassen, kann das unpraktisch sein. Robbie Sandberg: „Dann sagt die zum Beispiel sowas wie: ‚Hörer Unterstrich innen‘. Und jetzt kann man natürlich sagen: Das sind ja nur drei Silben, was soll die Aufregung! Aber es läppert sich halt sehr schnell – und wenn Sie einen gegenderten Text lesen, wo das oft vorkommt, dann wird das sehr, sehr schnell nervig und stört einfach ungemein den Lesefluss.“

[Archivversjon]

Sind bestimmt auch alles solche „maskunazis“, diese blinden! 🙃️

Wenn euch das grammatikalische geschlecht in der deutschen sprache nicht gefällt, dann sprecht doch einfach englisch! Das ist leicht zu erlernen und zurzeit die kwasiweltsprache der bildung. Und das beste: da gibt es das problem gar nicht oder zumindest so viel milder, dass man keine übelklingenden verrenkungen machen und bullschitt-zeichen in den text sprengseln muss, um es zu vermeiden. Die meisten ideologisch verdummten mensch:innen, die gendern, halten doch sonst auch nicht so viel von der deutschen sprache oder von irgendwas, was deutsch ist. :mrgreen:

(Siehste, jetzt kann ich schon wieder zum „nazi“ erklärt werden.)

Gender des tages

Immer schön den neusprech der — völlig zu unrecht für irgendwie „links“ gehaltenen — universitätsverblödeten höheren bürgertöchter schreiben, wenn man in der scheißpresse gedruckt werden will:

Ein Journalist sagte mir: „Wenn ich einen Artikel über die grauenhafte Situation von weiblichen Arbeitskräften schreibe, habe ich die freie Wahl: Entweder ich gendere, und er wird gedruckt oder ich gendere nicht, dann wird er nicht gedruckt. Das Gendern wird zum entscheidenden Kriterium, nicht die Qualität des Artikels, und der beschriebene Zustand auch nicht.“

Und in der BRD-verwaltung muss man vielerorts (zum beispiel in hannover) auch schon. Aber es ist alles kein zwang und kein hirnfickversuch…

Gender des tages

Als Texterin und Journalistin begreife ich nicht, wie das ausgerechnet so viele Medien mitmachen können – das sind doch Textprofis mit Sprachgefühl […] Wenn künftig von Schlittschuhläufern und Schlittschuhläuferinnen die Rede ist, sehe ich keine Menschengruppe mehr. Die Kinder fehlen. Die Diversen übrigens auch. Ich sehe eine Gruppe von männlichen und eine Gruppe von weiblichen Schlittschuhläufern. Ich muss bei den Frauen stehen und die Männer sind woanders

[Archivversjon]

Vor allem sind es hirnfickprofis mit hirnfickgefühl, die anderen menschen ins gehirnchen ficken wollen.

Kwalitätsjornalismus des tages

Na, wie rescherschiert so ein kwalitätsjornalist? Ist doch klar: durch übernahme der dümmstmöglichen clickbait-artikel irgendwelcher arsch- und tittenblätter, die im fratzenbuch vorbeiskrollen natürlich!

Der genaue Blick auf den Link verrät, dass die Autorin wohl via Facebook auf den Sternartikel gestoßen ist

Ergänzende reschersche kostet doch nur unnötig lebenszeit… und das rauslöschen der fratzenbuch-träcking-parameter aus einem URI ist für so einen jornalisten doch viel zu viel mühe. Wenn er sich bei seiner contentindustriellen reklameplatzvermarktung mühe geben wollte, könnte der jornalist ja auch gleich arbeiten gehen.

Stirb, jornalist, stirb! Verrecke, scheißpresse, verrecke!

Wie „sich“ etwas „von selbst“ in der sprache etabliert

Auch wenn es zum Teil heftig umstritten ist: In der Sprache etabliert sich das sogenannte Gendern immer mehr. Viele Radiomoderatoren und -moderatorinnen zum Beispiel sprechen inzwischen eine geschlechtsneutrale Form aus, indem sie nach einer winzigen Sprechpause noch ein -innen an die Endung -er anhängen

[Archivversjon]

So glaubt ein scheißjornalist, dass sich etwas in der sprache etabliert: wenn scheißjornalisten es immer wieder vorsprechen. Ich kenne jedenfalls keinen einzigen menschen, der im alltag irgendwelche stimmritzenverschlusslaute (außer in wörtern wie „dortmund“ oder als anlaut zu „apfel“) in seine sprache streut. So etwas geschieht nur in den parallelgesellschaften des scheißjornalismus und der universitären verblödungswissenschaften (so genannte „geisttötungswissenschaft“, sehr beliebt bei nichtskönner*innen und nichtdenker*innen, die sich toll und gebildet vorkommen, wenn sie, erfüllt von eminenzbasierter wisschenschaft, gepauktes einfach nur wiedergeben können). Und selbst dort wird es keine große strahlkraft in den alltag entfalten.

Dem scheißjornalisten von der scheißsüddeutschen scheißzeitung (die war ja vor zwei jahrzehnten mal halbwegs lesbar und gut, ohne so schwärzelnd-staubig wie die FAZ rüberzukommen) fällt nicht einmal sein eigener hirnriss auf, wenn er solche prachtabsätze tintenklext:

Viele benutzen beim Schreiben das Gendersternchen (Musiker*innen). Aus Studenten sind längst Studierende geworden – und in Stadtratsanträgen tauchen immer häufiger kurios klingende Formulierungen wie „Zufußgehende“ oder „Radfahrende“ auf, speziell in Anträgen der grün-roten Rathauskoalition

Ich habe in meinem leben jedenfalls viele studenten kennengelernt, die keine studierenden waren — und zufußgehende und radfahrende sind genau dann nicht mehr, was das wort sagt, wenn sie zum beispiel an einer ampel stehen. So ein partizip hat nun einmal eine andere bedeutung als ein wort für eine gruppe von individuen wie das altmodische „studenten“ oder bullschittige und wegen des sonderzeichens blinde und schwerbehinderte menschen diskriminierende „student*innen“, „student:innen“ oder „student_innen“. So ein professjoneller (also für sein tun bezahlter) schreiber oder schreibender sollte das eigentlich wissen. Aber für so ein propagandaäffchen von der pressefront ist es kein problem, irgendwelche sprachentwicklungen zu behaupten — selbst kanackendeutsch¹ ist im alltag der deutschsprachler (vor allem in den städten) alltags- und kulturprägender als dieser ideologisch überwürzte gendersprechbullschitt und wird in bestimmten kontexten auch zwanglos von „richtigen kartoffeln“ ärmerer sozjaler schichten übernommen — und daran dann die gendergerechte stadtentwickung aufzuhängen. Als ob es in den innenstädten der BRD überhaupt noch angebote neben conrad gäbe, die sich nicht explizit und nahezu ausschließlich an weiber und ihr bedürfnis, mit der kreditkarte von männern teuren tinnef zu kaufen, richten.

¹Auch türken nennen das hier so. Pawlowschen hündchen mit antifa-hintergrund, analysefaulheit und/oder elitärem gehabe, denen jetzt wegen dieses wortes der speichel aus dem mund trieft, empfehle ich dringend, sich häufiger mit gebildeten türken zu unterhalten. Die meisten türken sind übrigens — wie man es fast überall auf der welt beobachtet — wesentlich bessere menschen als die gegenwärtige regierung der türkei. Ach, es gibt bei euch gar keine türken? Woran das nur liegen mag!