„Ich habe doch nichts zu verbergen“ des tages

Recherchen von netzpolitik.org zeigen das Missbrauchspotenzial von PimEyes, einer kostenlosen Suchmaschine für 900 Millionen Gesichter. Alle, von denen es Fotos im Internet gibt, könnten schon Teil ihrer Datenbank sein

[…] Vor acht Jahren lädt ein Partyfotograf diesen Schnappschuss im Internet hoch. Dylan hatte ihn schon vergessen – bis heute. Denn mit einer Rückwärts-Suchmaschine für Gesichter können alle dieses alte Partyfoto von Dylan finden. Dazu müssen sie nur sein Profilbild aus dem Karrierenetzwerk Xing hochladen, kostenlos und ohne Anmeldung. Dylan will sein privates und berufliches Leben aber getrennt halten: Tagsüber arbeitet er als Banker in Frankfurt am Main

Wenn euch doch nur jemand davor gewarnt hätte, fotos in irgendwelche webseits hochzuladen! Jetzt kommt es eh nicht mehr drauf an… zumindest für die vielen idjoten, von denen es berge von fotomaterjal im internetz gibt.

Ach, und ist es nicht schön, dass mit der DSGVO in der europäischen scheißunjon mehr datenschutz für autokennzeichen als für menschen durchgesetzt wird? Das liegt sicher daran, dass datenschutz als schutzrecht für menschen gar nicht vom EU-p’litbüro gewünscht ist. 🤮

Biometrie des tages

Gesichtserkennungssoftware hielt unschuldigen Schwarzen für Täter

Da muss der von einem scheißprogramm falsch identifizierte mensch mit dunkler hautfarbe — ist ja toll, hier macht keiner mehr fehler, nur noch der kompjuter — aber froh sein, dass die US-polizeibeamten bei der verhaftung nicht das magazin ihrer dienstwaffe in seinen körper leergeballert haben…

Den menschen wünsche ich auch weiterhin viel spaß mit innenministern und anderen p’litikern mit schweren realitätsverlusten, die auf allgegenwärtige kameraüberwachung mit gesichtserkennung zur verbrechensbekämpfung setzen. Du bist gefährder! Du bist terrorist! Du bist nazi! Du wirst ständig polizeilich überwacht, verdatet und ausgespäht. Warum innenp’litiker mit solchen menschenverachtenden scheißideen nicht einfach nach nordkorea gehen, sondern in die CDUCSPDUAFDPGRÜNETC eintreten, kann ich leider auch nicht sagen.

Datensammlung des tages

Mich haben ja immer wieder mal mitmenschen als paranoid bezeichnet, weil ich darauf achte, dass es keine fotos von mir gibt. Nun, es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber ich hatte recht:

Mit Milliarden Fotos aus sozialen Netzwerken erstellt Clearview eine Datenbank zur Gesichtserkennung. Seine Dienste bietet das Unternehmen US-Behörden an

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß an der lustvollen selbstentblößung im internetz. Nicht daten sind der rohstoff der zukunft. Dummheit ists.

Biometrie des tages

Das Pixel 4 lässt sich auch dann per Gesichtserkennung entsperren, wenn der Nutzer die Augen geschlossen hat […] Auf diese Weise könnten sich Unbefugte Zugang zum Handy eines schlafenden Users verschaffen

Also immer schön euer wischofon für eure fernkontoführung (wird euch immer mehr von banken aufgedrängelt), fürs bezahlen (wird euch demnächst immer häufiger aufgezwungen, zum beispiel von der deutschen bahn), für eure gesundheitsdaten (wird euch von immer mehr krankenkassen aufgedrängelt und demnächst vielleicht aufgezwungen, wer nicht mitmacht, wird mit höheren beiträgen bestraft) und für alle ganz weit in die privat- und intimsfäre hineinragende kommunikazjon im tresor wegschließen, wenn ihr mal schlafen geht! 🔐

Geile idee, diese biometrie, nicht?! 🤣

Biometrie des tages

Im Test einer NGO ließen sich alle Handys von Nokia und Sony mit Portrait-Fotos entsperren

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an die gefühlte sicherheit durch biometrisch gesicherte zugänge! In die kamera gucken (oder den finger irgendwo drauflegen) ist ja auch genau das richtige für leute, die zu doof für die seit einem halben jahrhundert bewährte absicherung durch benutzername und passwort sind.

Gesichtserkennung des tages

Ein Toilettenhäuschen im berühmten Himmelstempel-Park in Peking. Der typische Charme einer Park-Toilette – nur an der Wand hängt ein weißes High-Tech-Gerät. Es scannt die Gesichter der Toilettenbesucher. Erst dann kommt aus dem Automat Toilettenpapier […] 60 Zentimeter gibt der Automat pro Gesicht frei. Die Gesichtserkennung soll Papierverschwendung verhindern. Bedient sich jemand mehrfach, merkt das der Automat und weist ihn höflich ab

via Fefe

NSA-guhgell so: gib mir biometriedaten von dir!

NSA-guhgell so: Hey, schön, dass du mal wieder vorbeischaust. Ich stelle jetzt mal eines meiner nervfenster in den weg und zeige dir darin das foto eines gesichtes, sei doch bitte mal so dummnett und sag mir, ob das du bist. Weil das wäre halt einfach nett, wenn guhgell von jedem menschen ein portrait hätte…

Das schlimmste daran: da draußen laufen leute rum, die machen das und halten das für eine tolle idee und identifizieren — wie nebenan beim fratzenbuch — auch noch andere. Sich gar nicht mehr fotografieren lassen, ist ja angesichts der millionen kameras in den händen von menschenverachtenden barbaren inzwischen nicht mehr möglich.