Na, möchte noch jemand zum mars?

Vielleicht doch lieber darauf warten, dass es eine funkzjonierende künstliche gravitazjon bei der raumfahrt gibt!

Studie:
Lange Weltraum-Aufenthalte können zu Hirnschäden führen

Und zu der idee, man könne den mars doch einfach mit technischen maßnahmen ein bisschen bewohnbarer machen, hat Sabine Hossenfelder gerade erst ein paar (leider englische) worte gesagt [link geht zu juhtjuhbb]. Ich will die heiraten! Das video kann allerdings spuren von zynismus enthalten… 😁️

Gesundheit des tages

Es gibt eine korrelazjon zwischen der verwendung psychedelischer rauschmittel (wie etwa die starken halluzinogene LSD und psilocybin) und der häufigkeit von herzkrankheiten und diabetes: wer mindestens einmal in seinem leben psychedelische rauschmittel genommen hat, hat ein geringeres risiko für herzkrankheiten und diabetes. Die ursache für diese korrelazjon ist unbekannt, und weitere forschung, klingel lingel klingelbeutel, ist erforderlich…

Für mich liest sich schon die zusammenfassung wie ein träschpäjhper, das vor allem geschrieben wurde, weil man ja auch mal publizieren muss. Und die beschreibung der metodik zeigt auch, dass das nicht so belastbar ist:

Die nazjonale erhebung über drogenkonsum und gesundheit (originalbezeichnung: national survey on drug use and health, NSDUH) ist eine jährliche erhebung zur messung der prävalenz von drogenkonsum und psychischen problemen in den USA. Für die vorliegende studie wurden zusammengenommene daten aus den NSDUH-erhebungsjahren 2005 bis 2014 verwendet, die als einzige erhebungsjahre angaben zu herzerkrankungen und diabetes im vergangenen jahr enthielten

Noch dünner geht es kaum. Man kann sich beim lesen geradezu vorstellen, wie sie sich die daten genommen haben und einfach nach irgendwas gesucht haben, scheißegal, ob das jetzt plausibel ist oder nicht. Vermutlich mit einem kleinen skript für ein statistik-programm. Hinterher noch mal nachgucken, ob es zu den so gefundenen temen schon veröffentlichungen gibt. Aber hej, sie haben ein päjhper in der nature veröffentlicht! Und was da konkret drin steht, interessiert später eh kaum noch.

Warum ich das bringe? Weil es mir eben übern weg gelaufen ist und ich mir spontan gedacht habe, dass das die typische art von publikazjonszwang-wissenschaft ist, die dann irgendwann wieder von jornalisten weitergetragen wird — natürlich ohne DOI des päjhpers, damit man es auch nicht leicht nachlesen kann und ohne ein wort zur metodik. Das jornalistische schreiben über gesundheitstemen ist voll davon, und die tintenklexer an der kwalitätsjornalistischen contentfront haben auch kein problem damit, wenn sie sich binnen zweier wochen drei mal selbst widersprechen. Gerade das geschreibe über ernährung ist voll von derartigen „erkenntnissen“. Man muss ja irgendwelchen content bringen, die leute sind ja immer noch nicht blöd genug, zeitungen zu kaufen und webseits zu besuchen, die nur aus reklame bestehen… obwohl der gesamte jornalismus seit jahrzehnten hart daran arbeitet, dass die leute endlich so blöd werden.

Ach ja: ich bin kein wissenschaftler. Nicht, dass ein falscher eindruck von meinem standpunkt ensteht. Ich bin nur genießer… 😉

Wenn es nur noch ausbeutung gibt…

…und der scheißp’litik die menschen und die zustände scheißegal sind, dann muss man eben streiken. Der erfolg dieses streiks von pflegekräften hat sogar arbeitsplätze geschaffen!

Von der scheißp’litik und ihren speichelleckern aus dem scheißjornalismus hätte es nur applaus gegeben. Und natürlich die ansage, dass wir alle den gürtel enger schnallen müssen, wenn wir noch einen haben. Sonst nix.

Noch eine gute corona-meldung

Es zeichnet sich die entwicklung eines medikamentes gegen die langzeitschäden durch das scheißvirus ab:

Verblüffend schnell behob das Mittel Schwäche, Lähmungen und neurologische Ausfallerscheinungen, die für die Spätfolgen einer Coronavirus-Infektion typisch sind […] Die Betroffenen erhielten das experimentelle Mittel in einer einmaligen [!] 75-minütigen Infusion und blieben danach drei Tage unter stationärer Kontrolle […] Bei allen drei Patienten half BC 007 überraschend schnell und effektiv gegen die Long-Covid-Symptome. Schon in den ersten Tagen nach der Infusion nahmen Erschöpfung, Tremor und Lähmungserscheinungen der Betroffenen ab und ihre zuvor starken neurologischen Ausfälle besserten sich zusehends […] Die Besserung bestätigte sich auch in den klinische [sic!] Messungen

Zwar weiß noch niemand so genau, warum das herzmedikament wirkt, aber das wird sicherlich in der kommenden studie sehr genau untersucht werden. Wer unter den langzeitfolgen von corona leidet und verzweifelt genug ist: die uniklinik erlangen sucht nach ein paar menschlichen versuchskaninchen für ihre forschungen. Einfach auf den verlinkten text klicken.

Ermutigende corona-meldung des tages

„Wir haben nun Möglichkeiten in der Hand, das Virus am Eindringen in Zellen zu hindern“, erklärt Stefan Mereiter, Co-Erstautor und Postdoktorand aus dem Penninger-Labor. Er ergänzt: „Diese Entdeckung könnte tatsächlich die Achillesferse des Virus sein, auf die die Wissenschaft schon so lange gewartet hat.“ Die beiden stark-Bindenden Lektine „Clec4g“ und „CD209c“, die das Team aus Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen gefunden hat, haben einen weiteren entscheidenden Vorteil. Binden sich diese beiden Lektine an eine bestimmte Stelle des Spike-Proteins, wird das Protein instabil. Dann hat das Immunsystem wieder die Möglichkeit das Virus zu erkennen und zu bekämpfen […] „Viren mit mutierter Protein-Stelle sind nicht infektiös. Das bedeutet, dass unsere Lektine an eine Glykanstelle binden, die für die Funktion von Spike essenziell ist. Darum ist es sehr unwahrscheinlich, dass jemals eine Mutante entsteht, der dieses Glykan fehlt“

Hier zeichnet sich die entwicklung des ersten medikamentes gegen das scheißvirus und gegen alle denkbaren künftigen mutazjonen dieses scheißvirus ab — aber das kann noch ein bisschen dauern.

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich, der forsche forscher an allen fronten der erkenntnis, hat nicht nur rausgekriegt, dass sich eine depressjon durch bewegung lindern lässt, sondern ganz nebenbei auch mal angemerkt, warum ein größerer anteil der menschen — viele unter ihnen übrigens eher etwas intelligenter — einen riesenbogen um körperliche aktivität machen:

So wurden gezielt auch Motivation und soziales Miteinander gefördert und Ängste vor Herausforderungen sowie negative Erfahrungen mit körperlicher Aktivität – Stichwort Schulsport – abgebaut

Wegen mindestens einem jahrzehnt sportunterrichtsfolter an den kinderzerbrechenden BRD-zwangsschulen. Deshalb kriegen menschen absolute bewegungsunlust, bei hinreichender schulfolter auch gern mit angstturbo. Genau so, wie sie nach einem jahrzehnt rechenunterrichtsfolter angst vorm rechnen kriegen. Lässt sich auf jedes fach übertragen.

Wenn man seine kinder nicht mehr zur den BRD-scheißschulen schicken will, gibt es dafür wahrlich mehr gründe als nur scheißcorona.

Urteil des tages

Der eh schon lächerlich geringe BRD-mindestlohn steht auch slawischen menschen zu:

Geklagt hatte eine nun 69-jährige Bulgarin. Seit 2013 war sie als Pflege- und Haushaltskraft in Privathaushalten zunächst in Koblenz und Bonn tätig; seit 2014 pflegte sie eine mehr 90-jährige Dame in deren Wohnung in einer Seniorenanlage in Berlin. Sie verdiente dabei 1.350 Euro brutto (950 Euro netto) im Monat zuzüglich eines Bonus‘ von 50 Euro

Dass da überhaupt vor gericht gegangen werden muss! Dass die verantwortlichen eines pflegebetriebes, der so eine nummer versucht, nicht einfach in den knast gehen!

Ach, der knast ist voll mit schwarzfahrern, cannabisrauchern und hartz-IV-contäjhnerbrötchendieben. Ich verstehe. Dann kann man natürlich keine richtigen verbrecherarschlöcher mehr einsperren…

Ich gebe noch mal weiter an Fefe.

Datenschleuder des tages

Hat hier etwa jemand geglaubt, dass mit empfindlich weit in die privat- und intimsfäre reinragenden medizinischen daten sorgfältiger umgegangen wird? Nun, coronapoint belehrt euch eines besseren:

Normalerweise antwortet ein Server auf so eine Anfrage lediglich mit einer kurzen Erfolgsmeldung: “Yay, Problem verstanden, du bekommst eine Mail”. Der Server von Coronapoint ist hier leider etwas gesprächiger und beschreibt sehr ausführlich, was im Hintergrund passiert. Dabei erzählt er auch fröhlich den Inhalt der verschickten Mail – inklusive dem Passwort […] man benötigt gar keinen Zugriff auf den E-Mail-Account, um das Passwort zu bekommen. Es reicht, die E-Mail-Adresse zu kennen, diese in das Formular einzutragen und dann zuzuschauen, was der Server an den Mail-Account schickt […] Der QR-Code ist eine Bilddatei, die sich unter https://e.coronapoint.de/cwa/qrcodes/{Buchungsnnummer}.png abrufen lässt […] lassen sich solche Zahlen einfach herunterzählen […] nach nur zwei Versuchen landen wir auf dem QR-Code einer anderen Person […] Zugriff auf mehr als 88.000 QR-Codes der letzten 20 Tage […] die QR-Codes können noch mehr Daten enthalten als nur ein Test-Hash. Die CWA unterscheidet zwischen namentlichen und anonymen Tests. Bei namentlichen Tests werden neben dem Hash auch eine Test-ID, Vorname, Nachname und Geburtsdatum im QR-Code hinterlegt […] mehr als 53.000 für namentliche Tests – und enthielten somit persönliche Daten […] dass die Passwörter nur 4 Zeichen lang sind und nur aus den Zeichen 0123456789ABCDEF bestehen. Selbst ein alter Laptop kann die 65.536 möglichen Kombinationen in Sekundenbruchteilen durchprobieren […] wird ein Link zusammengebaut, der wie folgt aussieht: https://e.coronapoint.de/pdfs/results/result_{Buchungsnummer}.pdf […] waren dort mehr als 140.000 Testergebnisse abrufbar […] Geschlecht, Name, Adresse, PLZ, Ort , Telefonnummer, E-Mail, Geburtsdatum, Ausweis-Nr. (falls angegeben), Test-Name, Hersteller, Test-Datum, Uhrzeit, Testende Person (Name), Testergebnis

Meine fresse, da will die hand gar nicht mehr aus dem gesicht raus! 🤦‍♂️️

Ich wünsche allen genießern meiner zeit auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den ganz besonderen sonderschutz der persönlichen und medizinischen daten im gesundheitswesen! Müsst ihr ganz feste dran glauben! An die daten kam man übrigens weiterhin, nachdem coronapoint über die fehler informiert wurde und verlautbarte, dass die fehler beseitigt worden. Warum sollten die das auch selbst testen?

Also: immer schön feste an die sorgfalt irgendwelcher datenverarbeitenden scheißklitschen glauben! Die scheißliste wäxt und wäxt und wäxt.

Ach ja:

Auch die Betroffenen hat Coronapoint bisher nicht informiert, dabei sind ihnen diese Lücken seit über einer Woche bekannt

Mal schauen, wie das bußgeld nach DSGVO aussieht… oh, die DSGVO ist nicht geschrieben worden, um solche datenschleudern zur rechenschaft ziehen zu können, sondern nur, um privaten mitgestaltern des internetzes ein paar weitere juristische unwägbarkeiten aufzubürden? Na, dann kann man wohl nix machen, herr datenschutzvermeidungsbeauftrager.

Und nun zur jüngeren medizingeschichte

Der text ist etwas länger, aber unbedingt lesenswert: Wie ein sechzig jahres altes missverständnis corona noch gefährlicher machte… man könnte auch sagen: was alles dranhängen kann, wenn die medizin nicht evidenzbasiert, sondern eminenzbasiert betrieben wird. Natürlich unter vollständigem verzicht auf einsicht und selbstreflexjon. 😦

Diese archivversjon gibt es hier nur, weil auch auch schweizer presseverlegern zutraue, dass sie irgendwann ihr „altes zeug“ hinter bezahlmauern legen. Das ist zwar dumm, wenn man sich absichtlich nicht-zitierfähig macht, aber dummheit ist ja geradezu typisch für den gegenwärtigen jornalismus. Natürlich unter vollständigem verzicht auf einsicht und selbstreflexjon. 😦

Im ökonomischen königreich von Jens „totalversager“ Spahn

Stellt euch mal vor, ihr geht mir einer schweren krankheit — sagen wir mal: krebs — ins krankenhaus, und bevor ihr behandelt werdet, wird schon festgelegt, wie lange die behandlung dauert¹. Oh, da waren metastasen in der lunge? Dann bleiben die eben unbehandelt. Da hat sich der bankkaufmann Jens Spahn sicher gesagt: so eine medizinische behandlung ist auch nicht anders als ein darlehen, wenn man da tilgung und zins kennt, steht die dauer doch fest.

¹Sorry, der scheißspiegel ist wegen vorsätzlicher gängelung mit leseverhindernden javascript-, datensammlungs-, träcking- und reklameerzwingungstafeln nicht mehr verlinkbar. Schade, dass das pressesterben so langsam geht.