Fratzenbuch des tages

Datenschutz:
Facebook speicherte Millionen Passwörter im Klartext

[…] Laut Logdaten hätten rund 2.000 Entwickler etwa neun Millionen interne Abfragen für Datenelemente gemacht, die ungeschützte Passwörter enthielten […]

Meine fresse! Das gesaltete häsching von gespeicherten passwörtern ist ja auch so siebziger jahre! Dieser beschissenen klitsche müsst ihr JEDES datenschutzversprechen glauben! Die kennen sich aus!

Er ist wieder da

Mir fehlten damals bei karl klammer ja immer die tötungs- und foltersekwenzen… aber inzwischen dürften die menschen so sehr von meikrosofts noch schlechteren benutzerschnittstellen-ideen von folterribbons bis scheißhauskacheln gekwält sein, dass der, die oder das glubschäugelnde nervkalle gar nicht mehr so stört.

Clippy kann auch weiterentwickelt werden. Entwickler, die interessiert sind, daran teilzunehmen, können Code oder andere Änderungen unter einem Contributor License Agreement in die Entwicklung einfließen lassen

Blutige, büroklammerverachtende tötungsanimazjonen, bitte! BITTE!

Security des tages

Sicherheitslücke:
Funktastatur nimmt Befehle von Angreifern entgegen

[…] Die Tastatureingaben überträgt Fujitsu über ein proprietäres Funkprotokoll mit einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung (Advanced Encryption Standard). Der USB-Dongle-Empfänger nimmt allerdings auch unverschlüsselte Eingaben entgegen, solange sie in dem richtigen Format geschickt werden […]

Weia!

Security des tages

Alarmsysteme:
Sicherheitslücke ermöglicht Übernahme von Autos

Müsst ihr verstehen, das waren echt „smarte“ systeme, auch wenn golem auf die verwendung des wortes „smart“ verzichtet:

Die Alarmanlagen lassen sich über eine App steuern. Mit dieser kann der Autofahrer sein Gefährt lokalisieren oder die Türen öffnen. Allerdings musste das Team nicht die Alarmanlage selbst hacken: Es war die App, über die die Sicherheitsforscher sich Zugang zu den Fahrzeugen verschaffen konnten […] unbegrenzten Zugriff auf das Auto: Sie konnten es lokalisieren, die Alarmanlage aktivieren oder deaktivieren, die Türen öffnen und den Motor starten […] von außen den Motor während der Fahrt abschalten

Auch weiterhin viel spaß dabei, alles mit euren wischofonen zu machen! Ist voll sicher. Der reklameonkel und sein stinkender freund, der jornalist, haben es euch doch gesagt. Und alle anderen sind doch nur weltfremde spinner, die völlig unrealistische angriffsmöglichkeiten sehen. Wer klaut schon hochpreisige autos? Oder: wer kommt schon auf die idee, einen autofahrer während der fahrt auf der autobahn um eine handvoll bitcoin erpressen zu wollen? Seht ihr, alles nur paranoiawixe. So, und jetzt glaubt wieder dem reklameonkel und dem jornalisten und stellt euch die ganze smartscheiße ins leben! 😈

Neues aus bananistan

Im baden-württembergischen Ludwigsburg hat ein Landrat den Mietvertrag für einen gemeinsam genutzten Mobilfunkstandort nicht verlängern lassen, um einem Prominenten einen Gefallen zu tun

Tja, mit den richtigen konnäcktschens gibts in der BRD halt auch die erfüllung hirnrissig-irrazjonaler wünsche, im zweifelsfall auch gegen die interessen fast aller anderen davon betroffenen menschen. So regieren gefallen, privilegjen, geld und kumpanei. Jetzt ist dort das netz mieser, und außerdem die so genannte „strahlenbelastung“ für alle meschen höher, weil die regelmäßig in körpernähe getragenen händis viel mehr leistung abstrahlen müssen, um die nun näxste verfügbare antenne zu erreichen. Gehirn hat ja eigentlich jeder mitbekommen, aber so manche leute scheinen nicht zu wissen, wie man das benutzt und „denken“ dann lieber mit der dummen dummen psyche. Hauptsache, es gibt keine dieselfahrverbote!

Tja, und wenn man dann fysik und matematik nur an der BRD-zwangsschule kennengelernt hat, ist der weg in die idiocracy unaufhaltsam.

Hauptsache, der fernsehempfang ist gut genug!

Funklöcher:
Immer mehr Orte wollen keinen Mobilfunkmast

Tja, dann müssen die elektosmoggläubigen bewohner derartiger ortschaften wohl darauf warten, dass mobilfunk und internetz auf moduliertem feenstaub zu ihnen befördert werden. Und wisst ihr, was das beste daran ist: je weiter der sendemast entfernt ist, desto stärker muss das händi dorthin senden. Der eine sender, den die mastfeindlichen idjoten direkt am körper tragen und den sie sich sogar öfter mal an das köpfchen halten, strahlt also noch mehr energie ab, wenn der mast weit weg ist. Das können dann schon mal satte drei, vier watt leistung werden, die in relazjon zu den empfangenen mikrowattleistungen vom nächsten mast gigantisch wirken. Direkt am körper, wo sie glauben, dass allerlei krankheit und krebs entsteht. Aber das wissen die idjoten bestimmt nicht. Sonst wären sie ja keine idjoten. Warum soll man denn auch noch etwas wissen, wenn man schon so viel völlig ausreichende angst hat? Und warum soll man sich um wissenserwerb bemühen, wenn man auch einfach einen bekwemen technikaberglauben pflegen kann? Mittelalter, wir kommen! Rückschritt voran!

Smartding des tages

„Mit Ring wissen Sie immer als Erster Bescheid, ob Sie Besuch haben“, wirbt die Amazon-Tochter Ring für ihre smarten Türklingeln. Über die Ring-App können Besitzer auf die integrierte Videokamera zugreifen und sehen, wer gerade klingelt oder was vor der Haustüre passiert – auch wenn sie gar nicht zu Hause sind. Doch die Videos konnten von Angreifern ausgelesen und sogar ausgetauscht werden. Diese mussten sich hierfür jedoch im selben WLAN befinden […] Für die Übertragung der Audio- und Videodaten zwischen der smarten Türklingel und der Ring-App […] setzt sie dabei jedoch nicht auf standardisierte Verschlüsselungsprotokolle […] sondern verwendet eine selbst gebaute Verschlüsselung […] Verwenden Ring-Nutzer neben der smarten Türklingel auch ein smartes Türschloss, konnten Angreifer sie über die Sicherheitslücke dazu verleiten, die Tür für sie zu öffnen, beispielsweise, indem sie ein bereits mitgeschnittenes Video des klingelnden Babysitters oder Schornsteinfegers an die App senden – dass in Wirklichkeit ein Einbrecher vor der Tür steht, sieht der Ring-Nutzer nicht

Übrigens, golem: es ehrt euch ja ein bisschen, dass ihr genau so wenig kriminelle erfahrung wie gute, altmodische intelligenz habt. Aber trotzdem kommen einbrecher vor allem dann, wenn niemand in der wohnung ist. Das ist nämlich einfacher und stressfreier. Und wenn ihr nur zwei verdammte sekunden darüber nachgedacht hättet, statt euch der seit jahrzehnten werbe-, presse- und medieninduzierten angst hinzugeben, bis ihr so richtig angstdumm geworden seid, dann hättet ihr das sogar selbst gemerkt.

Fühlt euch weiter schön sicher mit euren ganzen smartdingern für die sicherheit, allgegenwärtige überwachung und neurotische angstabwehr! Mit einer altmodischen kamera ohne jedes „smart“ wäre das nicht passiert — und früher sind die menschen sogar mit einer sprechanlage ausgekommen. Davon, dass ich es noch in meinen lebzeiten erlebt habe, dass ein großteil der türen unverschlossen war, wenn man zuhause war, und dass da jeder im prinzip einfach reingehen konnte, will ich ja gar nicht erst anfangen. Das müssen bestimmt ganz fürchterliche, unsichere zeiten voller fieser kriminalität gewesen sein, nicht wahr?! Lasst euch schön angst machen, lasst euch schön ins gehirnchen ficken, lasst euch schön den ganzen smarttinnef verkaufen! Es ist ein gutes geschäft. Nur nicht für euch.

Kennt ihr den schon?

Die bescheuert-doofrindige bundesfunklochmeldeäpp funkzjoniert nicht richtig, die datenübertragung funkzjoniert nicht richtig und außerdem macht sie messungen, die schlicht falsch sind und nuckelt schnell den akku leer:

Die App „meldet an manchen Stellen ein Netz, wenn Telefonieren nicht möglich ist“ […] Verdacht, dass die Aktion letztlich als „Alibi für die Netzbetreiber“ dienen werde […] „Der Zustand dieser App passt zum Zustand des Mobilfunknetzes in Deutschland“ […] Viele Nutzer monieren zudem, dass die Anwendung häufig abstürze oder den Akku geleert habe und im entscheidenden Moment die Ergebnisse nicht übertragbar gewesen seien

Ein weiteres BRD-leuchtturmprojekt mit unbedenklichkeitserklärung für lichtallergiker! Aber dafür war das proggen der äpp und der kleinen zentralen datensammlung ganz sicher ganz besonders extrapreiswert billig! Die p’litik ist ja immer sehr zurückhaltend beim ausgeben des geldes anderer leute.

Wenn es bei Nutzern zu Problemen wie Abstürzen gekommen sei, „bedauern wir das sehr“, sagte die Bundesnetzagentur dem Tagesspiegel

Aus anal wird digital… 😀

Telekomiker des tages

Was kostet das verlegen von zweihundert meter glasfaser vom nächsten verteilerschrank zu einer schule, die endlich richtiges internetz kriegen soll? Bei den deutschen telekomikern kostet es den mondpreis von nur noch achtzigtausend abgewixten øre! Aber hej, es muss ja niemand ein solches angebot annehmen *mitakustikkopplerwink!*…

Datenschleuder des tages

Stell dir mal vor, du gehst in einen telekom-laden und lässt dir dort eine datensicherung deines wischofons auf einen USB-stick machen (weil du so sehr generazjon wischofon bist, dass du das nicht mehr selbst hinbekommst) und die telekomiker drücken dir dann ein datenzäpfchen in die hand, auf dem neben deinen eigenen daten auch die daten irgendwelcher anderen leute drauf sind

Die Frau hatte auf dem Stick Hunderte Urlaubsbilder, private Nachrichten und Anrufprotokolle von fremden Menschen entdeckt. Laut Verbraucherzentrale enthielt der Stick Sicherungskopien der Smartphone-Gerätespeicher von sieben Kunden. Betroffen seien insgesamt mehrere Hundert Menschen

Natürlich mit adressbüchern und allen im wischofon gespeicherten passwörtern von sieben leuten.

Auch weiterhin viel spaß und orwellness beim festen glauben an den überall weitgehend konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt. Ob es bei so klarer faktenlage zu einem bußgeld nach DSGVO kommen wird? Nun, die DSGVO wurde nicht dafür gemacht, gegen BRD-kwasistaatskonzerne angewendet zu werden, und ich gehe davon aus, dass sie in bananistan entweder nicht angewendet wird oder es ein eher symbolisches bußgeld „für die kaffeekasse“ geben wird.

Juchu! Feierfox demnächst fehlerfrei!

Entwicklung:
Mozilla will mit Machine-Learning Coding-Fehler finden

Das wirds bringen. Müsst ihr verstehen: diese künstliche intelligenz in ihrer technomagischen magie ist der natürlichen intelligenz hoch überlegen! Und wenn die demnächst auch noch die ganzen fehler findet, dann kann die natürliche intelligenz noch schlampiger an einer noch aufgeblähteren softwäjhr mit einer noch unüberschaubareren komplexität arbeiten. Meine prognose: die richtig fiesen fehler werden ganz viele und häufig werden, wenn sich die mozilla foundation auf so einen scheißdreck zu verlassen beginnt.

(Als ergänzung zu herkömmlicher kwalitätssicherung ist die idee gar nicht mal schlecht. Aber als ersatz wird es zu katastrofen führen. Und ich habe da so eine einschätzung der natürlichen intelligenz in der mozilla foundation, die mich befürchten lässt, dass es schnell zum ersatz oder zur grundlage einer ungesunden komplexitätserhöhung wird.)

Meikrosoft des tages

Meikrosoft in seiner scheißreklame so: nehmt unser offißß für die klaut zur miete, es ist viel besser als das auf gleicher kohdbasis gemachte offißß ohne klaut zum kaufen. Schön, dass meikrosoft ziemlich offen in seiner eigenen reklame eingesteht, dass es die eine programmversjon vorsätzlich mieser als die andere gemacht hat, um die leute mit dieser fiesen gängelung in die meikrosoft-klaut zu stupsen. Ich hätte mich ja nicht getraut, meikrosoft so eine sabotahsche einer seiner programmversjonen dermaßen offen vorzuwerfen… :mrgreen:

Leute, seht bloß zu, dass ihr so schnell wie möglich von meikrosoft wegkommt, ohne gleich in die andere klaut zu rennen! Es wird nicht besser werden bei meikrosoft. Die verachten euch so sehr, dass sie euch ins gesicht ansagen, wie sehr sie euch mit dem presslufthammer dahin prügeln werden, wohin sie euch haben wollen — und dass sie davon ausgehen, dass ihr euch das widerstandslos gefallen lasst und ihnen sogar noch euer geld und weitgehende überwachungsbefugnisse dafür gebt. Vergesst es nie: es gibt alternativen. Nein, nicht nur eine.

Smartding des tages

Die Smartwatch Enox Safe-Kid-One soll es Eltern ermöglichen, einfach mit ihrem Kind zu kommunizieren – und es im Notfall leicht orten zu können. Dummerweise können das auch externe Nutzer […] verwendet die zur Smartwatch gehörende App jedoch keinerlei Verschlüsselung bei der Kommunikation mit dem Backend. Das ermöglicht es Außenstehenden beispielsweise, die drei gespeicherten Nummern zu ändern oder sogar mit dem Kind über die Uhr zu kommunizieren […] Positionsdaten des Kindes unverschlüsselt gespeichert und transferiert […] Live-Tracking per GPS; solange diese Daten nicht verschlüsselt sind, können Wege nachverfolgt oder das Kind direkt geortet werden

Auch weiterhin viel spaß mit den ganzen smartdingern für idjoten — und mit eltern, die in ihrer modernen Erich-Mielke-scheißneurose ihre kinder permanent überwachen wollen und ihnen deshalb so einen gefährlichen scheißdreck als träcking- und lauschwanze ins leben schnallen! Pädofile mit krimineller energie freuen sich gewiss drüber… und selbst, wenn es nicht so bitter kommt, sehe ich sehr schwarz für den karakter und die psyche von menschen, die daran gewöhnt sind, permanent überwacht, geträckt und belauscht zu werden. Ich glaube nicht, dass es denen leicht fällt, einen aufrechten gang zu lernen. Eher werden sie zu sehr bereiten faschisten. 😦

S/M des tages

Lieber ein paar US-Dollar mehr Umsatz, als Kinder und Jugendliche vor ungewollten Zahlungen mit echtem Geld zu schützen: Diese Geschäftspolitik soll Facebook jahrelang verfolgt haben – und das, obwohl Mitarbeiter intern frühzeitig an Änderungen gearbeitet hatten […] In einem konkreten Fall sei es um rund 6.500 US-Dollar gegangen

Auch weiterhin viel spaß mit diesem börsennotierten unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell (die vergällung menschlicher kommunikazjon mit unerwünschter reklame war nie seriös und wird niemals seriös werden).

Brüller des tages

Graswang:
Ein Dorf in Bayern will keinen Mobilfunkmast

Zuerst hatten die Bürger sich über die schlechte Mobilfunkversorgung beschwert. Nun will die Telekom bauen, doch die Mehrheit in Graswang will das nicht

Und morgen beklagen sich die bewohner der BRD darüber, dass sie keinen elektrischen strom haben, wollen aber keine steckdosen. Hej, telekomiker…

Es gibt eine Grundversorgung hier, damit sind die Leute zufrieden. Wir brauchen so ein Riesending nicht, von dem wir nicht wissen, welche gesundheitlichen Risiken davon ausgehen, und das die Landschaft und das Ortsbild extrem verschandeln würde

…baut doch mal ein funknetz ohne funk für esoterik-schland auf, so ganz ohne antennen. Wenns künstliche intelligenz gibt, gibts sicherlich auch künstliche telepatie. :mrgreen: