Tuhrismus des tages

Wer schon überall war und sich für zukünftige reisevorhaben weder um das geld noch um die umweltverträglichkeit gedanken machen muss, möchte vielleicht mal einen rundflug um den mond machen. Und wenn die technik versagt (was nicht völlig unwahrscheinlich ist), dann hat man auch gleich sein grab bei den sternen. Der dabei entstehender astronautenbraten sieht aber nicht ganz so romantisch aus, wie es klingt. :mrgreen:

BRD-leuchtturmprojekt des tages

Betriebsbehindernde Sicherheitslücke bleibt bestehen

Man kann ja einfach eine ehrenwache der von-der-Leyenhaften cyberwehr vor der betriebsbehindernden sicherheitslücke abstellen, die dann die pösen putinhäcker mit cyberkanönchen beschießt. :mrgreen:

Oder man… ähm… sieht das problem einfach als beendet an:

Brak sieht Lücke als behoben an, kann aber nicht erklären, warum

Sag ich doch: problem gelöst, deckel druff, feste hoffen, dass es nicht wieder hervorkriecht. Was kann dabei schon schiefgehen?! :mrgreen:

Und hej, außerdem kann man es mit dem sicheren linux betreiben:

Die Linux-Installation wird offiziell laut Brak nur unter der inzwischen schon über zwei Jahre alten Ubuntu-Version 16.04 unterstützt. Doch ein Test von uns bestätigte, was uns auch ein Anwalt mitteilte: Die Installationsroutine brach unter Ubuntu 16.04 mit einem Absturz ab

Oh, gucke mal, ist der pinguin gestolpert… vielleicht doch besser ein unbuntu 14.04 nehmen? In nur zwei jahren macht das security-technisch eh keinen großen unterschied mehr. 😀

Der kleine unterschied zwischen damals und heute

Microsofts klassisches Betriebssystem Windows 95 kann dank einer Portierung auf aktuellen Betriebssystemen wie MacOS, Linux und Windows 10 ausgeführt werden […] Realisiert wurde die App mit APIs der Software Electron, welche auf Basis von Javascript, HTML und CSS zum Erstellen von Desktop-Anwendungen genutzt wird. Die Umsetzung von Windows 95 als Software hat damit aber zur Folge, dass statt der 4 MByte Arbeitsspeicher des Originals immerhin knapp 300 MByte RAM benötigt werden

Kauft RAM-riegel, leute, viele viele RAM-riegel! Denn ihr werdet in der kommenden zeit mit ganz viel „anwendung im webbrauser“ niemals genug davon haben.

Alle jahre wieder

So alle zwei jahre setzt sich irgendwo jemand hin und sammelt klimper klimper geld ein, um eine alternative zum fratzenbuch programmieren zu können. Und immer noch finden sich menschen, die da geld einwerfen, um eine alternative zum fratzenbuch nutzen zu können. Und das, obwohl die vorherige alternative zum fratzenbuch längst fertig ist und darauf wartet, einfach benutzt zu werden — aber dann sagen die leute, dass da ja gar nix los sei. 😦

„Social media“, von mir meist als S/M abgekürzt, muss so etwas wie eine hirnkrankheit sein, die jede fähigkeit zum denken, zur mustererkennung und zum ziehen der einfachsten schlüsse verkrüppelt. Hej, da fällt man dann sogar auf solche zusicherungen rein:

Der Wechsel zu Openbook von einem anderen Netzwerk soll besonders einfach sein. Nutzer sollen ihre Inhalte wie Fotos, Videos, Chats und Weiteres einfach importieren können. Das soll mit zahlreichen bestehenden sozialen Netzwerken funktionieren; welche das sind, verraten die Macher nicht

Meine vorhersage: das fratzenbuch wird nicht zu den netzwerken gehören, wo der import einfach möglich sein wird. Das wäre ja schlecht fürs geschäft vom fratzenbuch.

Armbanduhr des tages

Ich kann mich an armbanduhren erinnern, die mit einer batterie gut zweieinhalb jahre gelaufen sind. Heute ist man da wesentlich bescheidener:

Galaxy Watch im Hands on:
Samsungs neue Smartwatch soll bis zu 7 Tage lang durchhalten

[…] Dafür soll der Akku der größeren Version eine merklich längere Laufzeit bieten: Samsung spricht von sieben Tagen, verglichen mit fünf Tagen bei der kleinen Variante. Der Hersteller merkt allerdings an, dass diese Werte nur erreicht werden können, wenn zahlreiche Funktionen abgeschaltet werden […]

Bwahahahaha!

Spätestens, wenn es lästig wird, beim ablesen der uhrzeit die reklame übern ziffernblatt wegzuwischen, wird auch der letzte idiot merken, dass es sich beim produkt „smartwatch“ um unnützen techniktinnef handelt.

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat einen nebendschobb bei golem angenommen, einmal scharf nachgedacht und dann eine tolle schlagzeile für das sommerloch formuliert:

Raumfahrt:
Terraforming des Mars ist mit heutiger Technik nicht möglich

Eine menschheit, die zurzeit nicht einmal so etwas wie eine bemannte mondmissjon hinbekäme, hat sich immer noch nicht vom schock dieser überraschung erholt! 😀

Jetzt müssen die menschen doch erstmal auf der erde bleiben. Vielleicht sollten sie einfach mal damit aufhören, die erde zu deterraformen… :mrgreen:

Guhgell des tages

Nehmt guhgell-brauser für das internetz; guhgell stubst euch dazu, und guhgell ist ja das internetz! Und außerdem wissen die bei scheißguhgell genau, was ihr wollt und was ihr wirklich braucht.

Browser:
Youtube-Redesign ist nur in Chrome schnell

[…] „Das Laden von Youtube ist in Firefox und Edge fünfmal so langsam wie in Chrome“ […] der zu Google gehörende Videodienst Youtube setze für sein aktuelles Design auf die Bibliothek Polymer sowie auf die veraltete Version 0 der Shadow-DOM-API, die ausschließlich in Chrome implementiert ist

Tolle sabotahsche von beinahe meikrosoftem kaliber! Guhgell ist das neue meikrosoft, more evil than satan himself.

Datenschleuder des tages

Der trend geht klar zum „outsourcing“ des datenschleuderns, egal, ob den datenschutzversprechern der „cloud“-anbieter oder den datenschutzversprechern irgendwelcher geschäftspartner vertraut wird: VW, toyota, general motors, ford, fiat chrysler und tesla haben mal eben einen satz interner dokumente, zum teil mit persönlichen daten und zum teil auch mit geschäftsgeheimnissen, bei einer kleinen kanadischen klitsche offen ins internet stellen lassen:

Bei den Daten handele es sich etwa um technische Informationen zu Produktionsabläufen – mitunter streng gehütete Geschäftsgeheimnisse. Verträge, Arbeitspläne und sogar Verschwiegenheitsverpflichtungen […] fast 47.000 Dateien von mehr als 100 Unternehmen, die mit dem kleinen kanadischen Roboterhersteller Level One Robotics and Controls zu tun gehabt hätten […] auch persönliche Daten wie gescannte Führerscheine und Pässe […] auf einem Backup-Server entdeckt

Hej, wer sich schon mit robotik auskennt, kann sich ja nicht auch noch mit kompjutersicherheit auskennen! Gruß auch an die pösen russischen häcker!

Strieming des tages

Darauf haben Spotify-Kunden seit mindestens sechs Jahren gewartet: eine Möglichkeit, gezielt den Cache der Spotify-App zu löschen. Bisher konnten nur alle gespeicherten Daten der App gelöscht werden. Dann verlor der Nutzer aber auch alle heruntergeladenen Daten – und das ist meist nicht erwünscht

Das sind die fortschritte der datenverarbeitung, die ich schon seit den achtziger jahren genieße: selbst darüber zu entscheiden, welche daten ich lösche und welche ich behalte, wenn es eng auf den datenträgern wird oder ich einfach nur mal ganz allgemein entmüllen will.

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß mit diesen gängelnden, technikverhindernden, verdummenden, bevormundenden scheißwischofonen und den ganzen lustigen geschäftsmodellen, die sich darangehängt haben. Tief bücken und immer schön bezahlen, am besten mehrfach (netzzugang, streaming, vernichtetes transfervolumen durch unerwünschte scheißreklame, gerät mit vorsätzlich werkseitig beschränkter nutzungsdauer) und so, dass einem nach diesem „kauf“ gar nix gehört! Das kennt ihr ja schon von den wischofonen, dass die euch nicht gehören, dass jemand anders nach irgendwelchen gutsherrschaftlichen ideen darüber entscheidet, welche softwäjhr darauf läuft und welche nicht. Als kostenlos dreingabe gibts zur smarten infantilisierung für erwaxene noch die totalüberwachung durch staaten und unternehmen. Und hej, ihr könnt jetzt endlich mit dem kompjuter sprechen, und der hört euch auch immer zu! Das ist ja fast wie traumschiff entenscheiß, nur ohne die individuellen entfaltungsmöglichkeiten der startrek-zukunft! Also freut euch auf die kommende zeit, die ihr euch dann selbst in eurer selbst verschuldeten doofheit aktiv geschaffen habt! Das wird ein geiler faschismus!

Smartdingens des tages

Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert

[…] Nach einer knappen Stunde Joggen reicht es mir und meinem Hund Gino eigentlich und wir möchten nach Hause. Blöderweise zeigt der blaue Pfeil auf der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin unbeirrt in die gefühlt falsche Richtung – also traben wir weiter ins Nirgendwo, das ist ja schließlich ein Test. Nach weiteren 20 Minuten brechen wir aber doch ab. Zum Glück befinden wir uns in einer Gegend, die wir kennen – sonst hätten wir jetzt ein Problem

Bwahahahaha! Wer wäre da nicht begeistert!!!1!

Trottel des tages

Ich bin ja recht froh, dass die kräcker, die mit ihrer schadsoftwäjhr zwei neue lücken in windohs 7 und im „adobe reader“ ausnutzen wollten, ihren versuchskohd erstmal bei „virustotal“ ausprobiert haben, um mal nachzuschauen, ob auch ja kein schlangenöl darauf anschlägt… 🙂

Denn wenn sie das nicht getan hätten, gäbe es jetzt sicher wieder ganz viel spämm mit PDF-anhang. Und ganz viele idjoten, die unverabredet zugestellte anhänge aus der mäjhl eines unbekannten einfach klicki-klicki aufmachen.

(Alternativ ist es übrigens durchaus möglich, dass der exploit schon verkauft, aber nicht bezahlt wurde — und von den kräckern mit dem hochladen zu „virustotal“ unbrauchbar gemacht wurde. Dann wurde er vermutlich schon eingesetzt, aber wohl eher nicht für breite kampanjen und auffällige schadsoftwäjhr. Denn dass jemand, der neue ausbeutbare schwachstellen findet und einen vernünftigen exploit dafür schreiben kann, andererseits so doof ist, das zeugs vor dem einsatz oder verkauf zu „virustotal“ hochzuladen, statt es im darknet für teuer bitcoin zu verscherben, kann ich mir kaum vorstellen.)

Übrigens, windohs-nutzer! Nehmt zum henker nochmal etwas anderes als den fürchterlichen, aufgeblasenen „adobe reader“ mit seiner wenig erfreulichen sicherheitsgeschichte, um euch PDFs anzugucken! Die progger von „adobe“ haben dieses überkomplexe frickelmonster schon seit jahrzehnten nicht mehr so im griff, dass es bedenkenlos für dateien aus fragwürdigen kwellen (zum beispiel mäjhlanhänge oder aus dem web runtergeladene handbücher) benutzbar wäre. Ich habe zum beispiel keine probleme mit evince, und das gibts auch für die noch halbwegs brauchbaren versjonen von windohs (vor windohs acht und windohs zehn). Und wozu sollte ein dokument javascript brauchen? Braucht ein buch doch auch nicht…

Trojaner des tages

Lasst euch nur schön weiter spiele verkaufen, die erzwingen, dass ihr beim spielen auch schön onlein seid. Dann steckt eben so eine träcking- und stalking-drexwanze wie „red shell“ mit im spiel und erzeugt datenreichtum für wenige beim „entertainment for all“.

Eigentlich soll Red Shell den Publishern und Entwicklern beim Marketing helfen: Sie solle etwa Informationen darüber bekommen, durch welche Werbekampagne ein Gamer auf ein bestimmtes Produkt zum Klick auf einen Onlineshop verleitet wurde, um es dort kostenlos herunterzuladen oder es zu kaufen […] Hinweise darauf, dass Red Shell wesentlich mehr Daten über Gamer und ihre Rechner sammelt – ohne dass sie sich dagegen wehren können oder wenigstens darüber informiert werden

Ist doch alles nur zu eurem besten! Und jetzt schön weiter onleinpflichtige softwäjhr von klitschen kaufen, die euch trojaner unterjubeln! Auch, wenn der informazjonsgehalt des golem-artikels nahe null liegt, ist die entwicklung folgerichtig, ihr datenbergwerke!

Jornalismus des tages

Habt ihr sicherlich auch mitbekommen: dieses NASA-marsauto hat auf der marsoberfläche erstmals komplexere kohlenstoffverbindungen (so genannte organische verbindungen) gefunden, und die NASA hat da auch gleich eine presseerklärung rausgerotzt, eine stunde juhtjuhbb befüllt und ständig und immer wieder davon gelabert, dass es sich um ein indiz handele, dass es einmal leben auf dem mars gegeben haben könnte. Und die scheißjornalisten im sommerloch haben diese vorlage dankbar abgeschrieben, ohne auch nur die spur eigener reschersche oder gar eigener gedanken anzufügen.

Ich wills mal so sagen: auch auf dem mars fallen immer wieder einmal steine vom himmel. Darunter zum beispiel auch kohlige chondriten. Die sind zwar recht selten, aber enthalten dafür ein bisschen komplexere kohlenstoff-wasserstoff-verbindungen (und sogar ein bisschen zeugs, das älter als unser sonnensystem zu sein scheint). Und über einen zeitraum von rd. vier milljarden jahren läppert sich das ganz ordentlich. Das gesamte heutige wasser der erde scheint zum beispiel auf meteoriten zurückzugehen, weil die erde in ihrer „heißen fase“ das ursprüngliche wasser verloren haben wird, und die erdoberfläche ist ja doch ganz ordentlich mit dem nassen zeugs bedeckt.

Darüber hinaus enthalten kometenkerne eine menge kohlenstoff-wasserstoff-verbindungen aller art, und zwar so viel, dass die sie so schwarz sind, dass sie kaum licht reflektieren. Und auch davon müssen im laufe der jahrmilljarden mal ein paar auf dem mars geprasselt sein.

Was passiert, wenn kohlenstoff in sauerstoffarmer atmosfäre (also so wie auf dem mars oder auf der frühen erde) verfügbar ist, etwas wasser da ist (also so, wie es auf dem frühen mars reichlich spuren hinterlassen hat) und ein bisschen beinahe beliebige energie dazukommt, kann man zum beispiel am Miller-Urey-experiment sehen: da schwimmen recht schnell ein paar aminosäuren auf den pfützen.

Ganz ohne, dass irgendwelche marsbakterien beteiligt waren. Und nicht durch irgendeinen uns unbekannten vorgang. Die von der NASA nahegelegte deutung ist also mehr als nur ein bisschen bullschittig; und bei den ideen, dass von diesen möglichen marsmikroben aus einer feuchteren vergangenheit sogar noch welche leben könnten, geht es (so sehr ich mir so einen fund wünschen würde) in die haltlose spekulazjon. Ein mensch mit ganz gewöhnlicher allgemeinbildung (biologie und chemie auf abiturniewoh) — also jemand anders als ein jornalist — hätte das nicht nur bemerken können, sondern bemerken müssen.

Ein lob von mir geht allerdings an golem. Dort erfuhren die spektakulären PResseerklärungstexte der NASA eine angemessene und nötige relativierung:

Absichtlich irreführende Formulierungen wie „altes organisches Material“ lassen sich nur noch mit Spitzfindigkeiten begründen. Ja, Kohlenwassestoffe [sic!] werden als organische Moleküle bezeichnet und auf der Erde ist das meistens auch organisches Material. Aber die Formulierung deutet im Fall des Mars auf Leben hin, wo keines ist. Mit der gleiche Begründung könnten auch Asteroiden, die seit über 4 Milliarden Jahren im Sonnensystem kreisen, als organisches Material bezeichnet werden […] Tendenziell lassen die Ergebnisse in den beiden Papieren aktives oder früheres Leben auf dem Mars eher noch unwahrscheinlicher erscheinen als zuvor

Geht doch! 😉

Ach ja, ist ja auch golem, also ein jornalistisches produkt eher so aus der zweiten reihe ohne den ganz großen presseapparat dahinter. Schon übel, wenn dort sauberer und aufklärerischer gearbeitet wird als von den springers, burdas, bertelsmännern, spiegeln, gruner-und-jahrs, madsäcken und sonstigen contentindustriellen jornalistiksimulazjonen auf der suche nach wirksamer clickbait.

Und nein, die arbeiten bei anderen temen auch nicht sorgfältiger. Immer, wenn ich mich irgendwo auch nur ein bisschen auskenne — ich bin wahrlich kein experte für chemie, astronomie oder gar exobiologie, sondern habe nur kenntnisse auf elementarem niewoh, die ich für grundbildung halte — stelle ich fest, wie schäbig, schlampig, rescherschefrei, kenntnislos und unreflektiert die scheißpresse arbeitet. Die annahme, dass das besser wäre, wenn ich mich einmal irgendwo einmal nicht auskenne, wäre eine sehr dumme annahme.

Tatsächlich ist es bei temen mit etwas unklarer oder schwer zugänglicher faktenlage — also politik, wirtschaft, medizin und wissenschaft — vermutlich sehr oft eine ganz gute annahme, dass die wirklichkeit genau andersrum als in der scheißpresse beschrieben ist, denn so ist es immer, wenn ich es selbst bemerken kann. Aber bitte nicht von einer lügenpresse sprechen, denn das ist pfui und nazi… :mrgreen:

Zeit für den terapeuten!!!!1!

Influencer:
Bekannte Youtuber berichten über Burn-out

Tja, werte deppenschüttler, so ist das, wenn man sich von einer einzigen plattform abhängig macht, und die dann auf einmal nicht mehr so viel geld fließen lässt. Schön doof. Wenn euch doch nur vorher jemand vor den folgen einer solchen abhängigkeit gewarnt hätte.

Dass die tollen zeiten mit dem fließenden geld für die lügen und die widerliche zuschauerverarschung vorbei sind, hat sich ja zu meiner kleinen freude schon länger abgezeichnet. Und nein, eine diversifikazjon zum profizwitscherer oder profifratzenbucher macht es nicht besser. Aber hej, beim psychoonkel gibts lecker prozac! Oder auch mal eine familjenpackung bromazepan, falls das prozac nicht wirkt. Könnt ja videos davon machen, wie ihr mit der medikamentierung lebt, und da eure schleichwerbung für irgendwelchen tinnef reinbasteln… vielleicht bringt das sogar noch mehr aufmerksamkeit als euer verlogenes gelaber vom „burnout“ und eurer gejammere. :mrgreen:

Meine fresse, gleichzeitig schleppen hier in der BRD menschen für den verdammten mindestlohn heizkörper in die fünfte etage! Geht sterben, deppenschüttler!

Jornalismus des tages

Endlich hat der scheißjornalismus im zeitalter des adblockers und des wegbrechenden werbemarktes ein neues geschäftsmodell gefunden: geld für schleichwerbung und leserkommentar-manipulazjon annehmen:

Die britische Tageszeitung Evening Standard soll mehreren Unternehmen für hohe Beträge eine positive Berichterstattung angeboten haben […] Demnach sollen Firmen wie Google und Uber eine halbe Million britischer Pfund gezahlt haben, um das Zeitungsprojekt „London 2020“ zu unterstützen. Im Gegenzug seien ihnen nicht nur als Werbung gekennzeichnete Artikel versprochen worden, sondern auch eine Berichterstattung, „die man mit Geld nicht kaufen kann“, sowie „gefällige“ Erwähnungen in den Kommentarspalten

Das wird den scheißjornalismus jetzt aber endgültig retten!!1!

Gut, das geschäftsmodell ist jetzt nicht neu, neu ist aber, dass es mal so richtig krachend auffliegt und dass man es nicht als wirre verschwörungsteorie abtun kann.

Also leute, immer schön für den „paid content“ zahlen! Auch, wenn er aus ungekennzeichneter reklame besteht. Wisst schon, jornalismus ist voll wichtig für eure p’litische bildung und ermächtigt euch, gut informierte entscheidungen zu treffen… :mrgreen: