Hätt ich dich heut erwartet hätt ich kuchen da…

Am 16. Mai 1960 leuchtete das erste Mal ein Laserstrahl auf

[…] Hätte man damals jemanden gefragt, wozu das gut sein soll, hätten alle Beteiligten nur mit den Schultern gezuckt. Das Ganze sei eine »Lösung, die nach einem Problem sucht«, pflegte Irnee D’Haenens zu sagen […] Schätzungen zufolge hängt rund die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts moderner Industrienationen von der Lasertechnik ab

Wissenschaft des tages

Das (kürzlich erst nachgewiesene, aber teoretisch vorausgesagte) higgs-boson scheint (genau, wie es teoretisch vorausgesagt wurde) nach kurzer zeit häufig in zwei bottom-quarks zu zerfallen. Ich finde richtige wissenschaft mit forschung, richtigen ergebnissen und voraussagekräftiger modellbildung immer wieder sehr beeindruckend, ganz im gegensatz zu den im besten fall interessanten, im häufigsten fall jedoch völlig nutzlosen, wie verkleidete ideologie anmutenden schwafelwissenschaften, denen in dieser entstehenden idiocracy medial und gesellschaftlich viel zu viel raum gegeben wird.

Ja, grundlagenforschung ist teuer, ohne dabei ergebnisse und erfolge für das ganze geld zu garantieren, aber sie gewährt schrittweise einigermaßen gesichertes wissen. Und jedes wissen ist nicht nur interessant und befriedigt den menschlichen wissensdrang, sondern hat zudem das potenzjal, irgendwann einmal zu einem können und damit zu einer technik zu werden¹… nichtwissen hingegen hat überhaupt kein potenzjal. Ich wollte, jede verwendung von geld wäre so friedlich und schön wie die grundlagenforschung!

¹Eigenschaften von dotierten halbleitern waren vor einigen jahrzehnten noch ein exotisches gebiet ohne offensichtliche anwendnungsbereiche, bis die ersten transistoren industriell produziert werden konnten und die vorherige röhrentechnik langsam ablösten — und heute steckt ein universell einsetzbarer kompjuter in jedem wischofon, mit vielen milljonen hochintegrierten transistoren auf einer kleinen, industriell hergestellten fläche. Das konnte natürlich niemand vorher wissen, aber es zeigt, wie viel potenzjal in grundlagenforschung steckt.