Darauf hat die welt gewartet!

Was finden wir alle an windohs ganz besonders extratoll? Richtig, dass die ollen menüs jetzt in vielen meikrosoft-anwendungen durch „ribbons“ ersetzt wurden, das ist so richtig toll! Es ist soll toll, dass das eigentlich niemand anders so macht¹… ähm… gemacht hat — denn jetzt gibts ein populäre, nicht von meikrosoft kommendes programm, dass diese extratollen und viel vermissten „ribbons“ unter dem anderen namen „notebookbar“ nachbildet: libreoffice. [Link geht auf eine englischsprachige seite]

Das besteste daran: wenn sich diese grenzbescheuerte idee durchsetzt, gibts endlich auch ribbons auf anderen betrübssystemen als windohs. Ich wusste bislang auch gar nicht, wie ich ohne leben sollte… :mrgreen:

Hoffentlich machen die libreoffice-entwickler für alle zeiten diesen scheiß opzjonal!

¹Fast überall scheint das inzwischen jahrzehntealte GUI-desein für dokumentorientierte anwendungen zu halten, dass die menüs akzjonen auslösen und dass häufige, wichtige akzjonen auch über eine toolbar (die gern konfigurierbar sein darf) erreichbar sind. Damit kommen sehr viele menschen klar und können halbwegs effizient arbeiten. Außer bei meikrosoft, wo sie ständig neuen GUI-experimenten ausgesetzt werden und immer wieder alles neu lernen müssen. Richtig gut dressierte meikrosoft-hündchen nennen das dann sogar „benutzerfreundlichkeit“.

WordPress.com des tages

Wördpress.com so: Nehmen wir den bloggern doch einfach mal den skrollbalken im integrierten editor weg. So setzt sich die ungute tradizjon von wördpress fort: unnütze funkzjonen mit riesen aufwand in javascript kohden, und nützliche funkzjonen mit riesen aufwand entfernen, selbst wenn es sich um grundfunkzjonalität des brausers handelt — und was das editieren von text betrifft: selbst der MS/DOS-editor zu versjon 5.2 (sowieso eine der besten MS/DOS-versjonen) hatte einen skrollbalken. Ist ja auch gut, um in längeren texten schnell an die gewünschte stelle zu kommen. Nein, es handelt sich nicht um einen fehler, es ist absicht.

Und wisst ihr, wie die bei wordpress.com auf diese wie aus dem tollhaus tolle GUI-idee gekommen sind? Unter anderem, weil das so besser bedienbar auf wischofonen und wischopädds sein soll. Großes kino! Das ist ja genau das, womit man beim bloggen seine texte schreibt. Weils so komfortabel ist.

Und das beste daran: mit der näxsten wördpress-versjon kommen wohl alle in diesen genuss. Bäh!

Ich hatte mal wegen eines kompjuterausfalls für ein paar wochen das vergnügen, meine paar blogs mit der wördpress-äpp bedienen zu „dürfen“. Ich war froh, als diese zeit vorbei war¹. Aber wenn ich die äpp benutze, sehe ich ja auch nicht das bäckend von wördpress, sondern eben eine (durchaus auf den krüppelkompjutern brauchbare) äpp-GUI, und die kann ja auch gut an die andere bedienung angepasst sein. Diese änderung ist also für leute, die unbedingt und trotz besserer alternativen mit einem wischosmartdingsda bloggen wollen, aber zu doof sind, zu kapieren, was der zweck einer guten äpp für diesen zweck ist. Das ist die neue zielgruppe von wördpress.

Wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

¹Nur das für schnelles „wegbloggen“ gemachte und stark vereinfachende desein meines ollen blahblogs hatte sich in dieser zeit bewährt.

Feierfox-addon des tages

Feierfox-addon des tages: „Classic Theme Restorer“ zum ersetzen der… ähm… gewöhnungsbedürftigen benutzerschnittstelle des feierfox 29 durch etwas deutlich vertrauteres.

(Vermutlich könnte man mit dem australis-zeugs sogar einigermaßen leben, es wirkt beim ersten durchklicken zumindest nicht völlig unbrauchbar, sondern durchaus konsistent. Aber wer hat den leuten, die solche benutzerschnittstellen machen, eigentlich ins gehirn gerotzt?! Soll denn jetzt alles aussehen wie ein telefon, weil ausgerechnet so ein telefon der inbegriff der benutzerfreundlichkeit geworden ist? Oder weil es gerade so modern ist, telefone zu streicheln? Oder weil man für die digital dementen in ihrem zunehmenden funktionalen analfabetismus alles mit einem möglichst großen piktogramm mit möglichst kleiner schrift darunter darstellen muss? Mir kommt es vor wie damals in den neunzigern, als auf einmal alle anwendungen immer etwas wie eine webseite aussehen sollten. Als ob dieses klickige zeugs im regelmäßig abkackenden brauser so toll bedienbar und der inbegriff der benutzerfreundlichkeit war. Oder weil es zumindest irgendwie neu und aufregend aussah. Nun ja, ich habe mich zumindest damals oft „ein bisschen“ aufgeregt… Als ob es das wäre, wonach wir menschen alle uns immer wieder sehnen: ständige änderungen an den bedienkonzepten für softwäjhr, damit wir immer wieder einmal neue reflexe bei spaß und arbeit am kompjuter erlernen müssen? Nein, es muss nicht gleich wie „foxscape“ aussehen, es reicht im regelfall, wenn es im großen und ganzen bleibt, wie es ist, während es im kleinen immer besser wird. An dieser feierfox-startseite mit den neun großen schnellstart-vorschaubildern könnte man zum beispiel eine menge machen, um sie für den anwender besser einrichtbar und benutzbar zu machen; ich fänds zum beispiel nützlich, wenn ich dort direkt, bequem und ohne große klickorigen mit kwasizufälligen zwischenresultaten ein lesezeichen oder den inhalt eines tabs unterbringen könnte. Liebe entwickler, manchmal verstehe ich echt nicht, wieso ihr auf solche ideen wie diesen australis-murks kommt… Ach, wegen irgendwelcher mode? Überlasst das mit der mode gefälligst den schneidern, den aufschneidern und den tinnefverkäufern, denn es ist deren geschäft seit alters her: wer nichts neues und gutes hat, muss eben neues und gutes simulieren — da könnte der feierfox an ganz anderen ecken glänzen! Was meint ihr wohl, warum ich im alltag nicht den kromium¹ mit seiner simplifizierten GUI, sondern ausgerechnet den feierfox benutze? Glaubt ihr, das liegt daran, dass ich mich nach eurem australis-bullschitt gesehnt hätte? Oder glaubt ihr, ich wäre zu doof, mir den brauser zu installieren, den ich haben möchte? Ach, genug davon, die arme galle… es gibt ja bekweme abhilfe in form eines addons.)

¹Der kromium ist ein krohm ohne das zeugs von guhgell, aber mit sehr ähnlicher nutzerschnittstelle und identischem rendering-kohd — und abgesehen von der für meine bedürfnisse unbrauchbaren GUI wahrlich ein guter brauser. Das zeugs von guhgell will ich nicht. Grüße auch an die mitleser bei der NSA.

Klick doch, klick doch, ällabätsch

Merke: Wenn du eine benutzeroberfläche schreibst, dann sorg dafür, dass es bei endlos langen operazjonen auch eine „abbrechen“-schaltfläche gibt, damit der anwender sieht, dass man das abbrechen könnte. Und dann…

Bildschirmfoto GIMP

…mach es wie die programmierer von gimp und setz die schaltfläche auf „disabled“, damit der anwender es auch wirklich nur sieht. m(

Was hat uns allen denn noch so richtig gefehlt?

Ist doch klar, was so gefehlt hat, dass wir kaum noch das web benutzen konnten: eine von der ästetik der wischofone abgeguckte benutzerschnittstelle für den feierfox.

Irgendjemand muss den ganzen programmierern auf der welt immer wieder in die ohren flüstern: „so ein wischofon, das ist der inbegriff der nutzerfreundlichkeit, und nein, die benutzerschnittstelle sieht dort nicht etwa schlicht aus, weil rechenleistung und der platz auf den meist kleinen anzeigeflächen ein bisschen eingeschränkt sind, sondern weil das so für den anwender besser ist“. Und wenn der programmierer das verstanden hat, dann kommt diese wirre stimme wieder und flüstert in jeden gedanken hinein: „Und du darfst auf gar keinen fall die GUI mit den mitteln des betriebssystemes aufbauen, sondern du musst dir selbst etwas ausdenken und das proggen, sonst sieht deine anwendung am ende für den anwender noch so aus, als wäre sie für das betriebssystem geschrieben, das er verwendet“. Und wer jetzt glaubt: „ach egal, das fummele ich mir wieder so halbwegs auf arbeitsfähigen zustand zurecht“ — pustekuchen!

Weil einige Neuerungen wie das neue Menü-Design radikal vom Bisherigen abweichen, erfordert Australis auch tief gehende Änderungen des Quelltexts – weshalb man einen Australis-Firefox nicht einfach per about:config-Einstellung wieder ins alte Design zurück bekommt

Meine dankbarkeit für solche beglückungsideen ist so groß, ich würde am liebsten zu einer großkalibrigen waffe greifen. Gut, dass es noch ein paar kleinere brauserprojekte gibt, die den rendering-kohd vom feierfox in eine andere GUI packen, sowas wie „midori“ (ein brauser, der sogar „twitter und facebook unterstützt“, ja, die welt ist inzwischen so reif!) oder „epiphany“ (von diesen hirnwixern, die auch den GNOME unbenutzbar gemacht haben). Die wahrscheinlichkeit, dass für über-18jährige wie mich sehr schnell ein fork mit „normaler“ GUI da sein wird — die gern ein bisschen entrümpelt und überarbeitet werden kann, vor allem beim dialog mit den einstellungen, der heute noch an das GUI-kaos vom nutscrape 4.x aus den neunzigern erinnert — ist also erfreulich hoch. Oder aber, man macht es wie bei wördpress, und es werden addons geschrieben und installiert, nicht um die funkzjonen zu erweitern, was der sinn einer erweiterungsschnittstelle wäre, sondern um die unerwünschte funkzjonalität abzustellen. Einfach nur gaga!

Über die neue GUI für den feierfox lästere ich ansonsten erst, wenn ich schon ein paar mal damit zu tun hatte — und das wird bei mir noch ein bisschen dauern. Wer es gar nicht erwarten kann und jetzt schon einen blick in die strokelversjon vom feierfox tun möchte: hier ist der link, den heise im artikel nicht gesetzt hat… 😉

Es schaukelt alles so, ich muss mal kotzen…

Nein, das habe ich mir nicht ausgedacht. Im aktuellen eiOS 7 hat äppel seinen kunden so viel zucker in die augen gestreut und so viele animationen in der benutzerschnittstelle des wischofons untergebracht, dass einige davon seekrank werden. Na, so lange sie bei äppel nicht über bord gehen… :mrgreen:

Wie die kuhlen animazjönchen aussehen, sieht man am besten in einem kleinen video. Ob ich wohl noch erlebe, dass die programmierer von benutzerschnittstellen sich daran erinnern, dass so eine schnittstelle nicht dazu da ist, die anwender zu unterhalten, sondern ihnen die technischen möglichkeiten des gerätes auf möglichst intuitive weise zur verfügung zu stellen? Von diesem modernen unfug ist wahrlich nicht nur äppel betroffen…

Stilvorgabe

Irgendwo müssen diese ganzen programmierer von brausern und anderen anwendungen mit vorwiegendem internetzgebrauch eine stilvorgabe haben, dass sie große teile der benutzerschnittstelle ohne benutzung des darunterliegenden betriebssystemes selbst rendern müssen und nach möglichkeit auch auf die normale fensterbehandlung des systemes verzichten sollen. Es wäre ja auch wirklich schlimm, wenn ein programm, das auf einem bestimmten betriebssystem läuft, so aussieht, als ob es auf einem bestimmten betriebssystem liefe. Da könnte man ja glatt denken, es sei für dieses betriebssystem geschrieben…

Zeitzone

Warum zeigt dieses windohs xp in den zeitzoneneinstellungen unter „eigenschaften von datum und uhrzeit“ eigentlich eine grafische weltkarte an…

So sieht das aus

…wenn man da weder reinklicken kann, noch innerhalb der grafik angezeigt bekommt, wie diese zeitzone über die welt verläuft?

Vom unfug der tabs

Man hat sich ja an so viel unfug gewöhnt, der durch die vorherrschaft der betriebssysteme von meikrosoft auf alle anderen betriebssysteme abgefärbt hat. Zum beispiel auch daran…

Ein dialogfester mit genau einem tab

…dass man bei meikrosoft irgendwann die tabs in den dialogfenstern so toll fand, dass man sogar dann tabs verwendete, wenn es nur einen einzigen gab, wenn also gar keine auswahlmöglichkeit bestand. (Das hier gezeigte beispiel stammt aus einem windohs CE 2.11 aus dem jahre 1998.) Interessanterweise wird dieser unfug auch auf anderen systemen nachgemacht, als wenn er das ei des kolumbus wäre, obwohl es sich einfach nur um ein völlig überflüssiges steuerelement handelt, das niemand vermisste, wenn es nicht da wäre.

Nur im brauser, da hat meikrosoft die tabs über ein jahrzehnt lang nicht so gut gefunden, obwohl sie dort so nützlich sind, dass man sie nicht mehr missen mag, wenn man sich daran gewöhnt hat… :mrgreen: