Bullschitt statt jornalismus…

Warum das ihmezentrum in hannover-linden wohl so ein fremdkörper ist? Ob es daran liegt, dass es ein als burg gebauter, nur über treppen, rampen, aufzüge und brücken erreichbarer betonklotz ist, als fremdkörper konzipiert und als fremdkörper gebaut? Ob es daran liegt, dass dieses monster hässlich wie die hölle ist? Oder ob es vielleicht auch daran liegt, dass dieser arschitektonische haufen scheiße seit gefühlt fuffzehn jahren nur noch verrottet, verrottet und verrottet?

Gut, dass es lokaljornalisten gibt, die uns solche fragen beantworten, indem sie PResseerklärungen von menschenfeinden abschreiben:

Das Ihmezentrum ist ein Fremdkörper im Stadtteil geblieben. Eine Ursache sind die riesigen Verkehrsflächen am Küchengarten. Diese unterbinden Nutzungszusammenhänge und räumliche Bezüge zwischen Ihmezentrum und Stadtteil

Bis jetzt der beste witz des jahres 2021. 🤣️

Übrigens ist der artikel aus der mietfeder eines anonym gebliebenen, zertifizierten arschlochs im brote der so genannten „zukunftswerkstatt ihmezentrum“ auch sachlich falsch:

Fußgänger und Radfahrer wurden auf eine Brücke ins Obergeschoss verlagert

Diese wie das ihmezentrum ausgesprochen hässliche brücke gehörte nicht zur ursprünglichen planung, sondern wurde erst nachträglich rangeflanscht, weil es beim überkweren der ampeln an der fössestraße, blumenauer straße und spinnereistraße beinahe täglich zu schweren unfällen kam. Das lag natürlich auch an ampelschaltungen, die fußgänger auf winzigen verkehrsinseln in einer ziemlich komplizierten kreuzung dazu nötigten, bis zu fünf minuten lang aufs grün zu warten — klar, dass da jeder bei rot gegangen ist. Den hl. autoverkehrt mit einer anderen ampelschaltung zu „belasten“, war damals für die „fortschrittspartei“ SPD und ihren damaligen oberstadtdirektor Neuffer sowie für die ganzen lichtgestalten für lichtallergiker im bauausschuss undenkbar. Da sollten im zweifelsfall lieber ein paar menschen verrecken, die zu fuß gehen. Auf die kam es — wirtschaftlich betrachtet — ja sowieso nicht an. Die machten ja kaum umsatz, wenn sie im klaufhof oder bei mehrwert (später huma) einkauften. Aber irgendwann kam es dann doch zum brückenbau. Vermutlich, weil die vielen unfälle eine ernsthafte behinderung des autoverkehrs waren.

Ja, bei der scheiß-SPD gab es schon immer so richtig kalte menschenfeinde. Nicht erst seit hartz-IV.

Aber hej, was will ich von jornalisten und ihrem content schon erwarten. Sterben sollen sie, kwalvoll, einsam und verachtet verrecken!

So schade, dass beton nicht brennt. Wer visjonen hat, sollte damit besser zum arzt gehen.

In hannover wird gemessert

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizeidirektion Hannover ging es bei dem Streit um einen Drogendeal. Der Tatverdächtige hatte in der Vergangenheit illegale Betäubungsmittel verkauft und war der Meinung, noch Geld von dem 43-Jährigen zu erhalten. Gegen 10:30 Uhr trafen sich die beiden Männer auf der Zwischenebene der Haltestelle Werderstraße an der Vahrenwalder Straße und gerieten über das Geld in Streit. Dabei kam es zum Stich in das Bein des 43 Jahre alten Mannes. Anschließend flüchtete der Messerstecher

Ach, drogengeld… damit haben ja die meisten menschen nix zu tun. Ganz anders ists beim hauptbahnhof, da muss man dann ja doch manchmal hin:

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizeidirektion Hannover sprach der 27 Jahre alte Mann gegen 21:40 Uhr eine Frau (35) und einen Mann (41) im rückwärtigen Bereich des Hauptbahnhofes (Seitenausgang Fernroder Straße) an. Als diese ihn zurückwiesen, zog er ein Messer und stach damit mehrfach in Richtung des Mannes […] Ein Atemalkoholtest bei dem 27-Jährigen ergab einen Promillewert von 4,51

Huj, 4,5 promille. Und rummessern. Hoffentlich kommt der für seinen mordversuch im suff nicht mehr so schnell aus dem knast raus. Dann doch lieber die drogenszene als die säuferszene. :mrgreen:

Und dann gibts auch noch solche mörder:

Die Polizei Hannover ermittelt nach einem Gewaltverbrechen gegen einen 50 Jahre alten Mann. Der Hannoveraner steht im Verdacht, am Donnerstagabend, 07.01.21, seiner Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung im Stadtteil Linden-Süd mit einem Messer tödliche Verletzungen zugefügt zu haben

In hannover wird gemessert

Und auch im jahr 2021 fuchteln messerhelden bei einem raub mit einer mordwaffe rum…

Nach bisherigen Erkenntnissen der Kripo Hannover ereignete sich der Raub gegen 22:25 Uhr an der Richard-Lattorf-Straße. Auf Höhe der einmündenden Parkstraße griffen die drei Männer den 37-Jährigen von hinten an und nahmen ihm die Geldbörse ab. Dabei drohte einer der Angreifer mit einem Messer. Anschließend flüchtete das Trio in verschiedene Richtungen. Bei der Flucht warfen sie das Messer und das geraubte Portmonee weg

…um dann nicht einmal ihre beute zu behalten. Aber dass es sich um vollidjoten handelt, sieht man ja schon daran, dass sie mit einem messer rumfuchteln.

In hannover wird gemessert

Wenig später kamen aus Richtung der Wolfenbütteler Straße und der Peiner Straße mehrere weitere Personen hinzu, die ebenfalls auf den 15-Jährigen einschlugen und ihn traten. Einer der beiden 17-Jährigen, die den Jugendlichen als erste angegriffen hatten, zog zudem ein Messer und bedrohte den 15-Jährigen damit

In hannover wird gemessert

Nach derzeitigen Erkenntnissen des Kriminaldauerdienstes kam es an der Steintorstraße (Hannover-Mitte) gegen 00:25 Uhr zu Streitigkeiten zwischen etwa 10-15 Personen. Dabei erlitten zwei Männer (38,34) lebensbedrohliche Stichverletzungen im Oberkörper. Ein 43-Jähriger wurde durch einen Stich am Bein verletzt

Kennen wir ja alle, dass man bei „streitigkeiten“ lebensbedrohliche stichverletzungen erleidet. Immer wieder faszinierend, wie in den PRessemitteilungen der polizei in der maske der „sachlichkeit“ sprachlich ein irreführender eindruck erweckt wird.

Aber heute gibt es auch noch eine zweite messermeldung aus linden, die sprachlich viel klarer ist:

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei Hannover betrat der maskierte Täter gegen 00:15 Uhr den Kiosk an der Leinaustraße. Er bedrohte den 37 Jahre alten Kassierer mit einem Messer und forderte, dass die Kasse geöffnet wird. Der Mitarbeiter griff daraufhin eine Flasche und konnte den Mann aus dem Laden vertreiben. Dieser flüchtete ohne Beute aus dem Kiosk und lief in die Ottenstraße

In hannover wird gemessert

Stille Nacht! Heilige Nacht! Messer und Wummen mitgebracht:

Am Donnerstagabend, 24.12.2020, ist es zu einer körperlichen Auseinandersetzung an der Stadtbahnhaltestelle „Allerweg“ gekommen. Dabei wurden offensichtlich auch eine Schusswaffe und ein Messer benutzt

Als ich noch jung war, verstand man unter einer „körperlichen auseinandersetzung“ noch ein draufhauen mit fäusten und schlimmstenfall rumliegenden gegenständen, nicht ein sich gegenseitig mit eigens dafür mitgebrachten mordwaffen abmurksen. Aber inzwischen ist die schusswaffe und das messer wohl bestandteil des körpers geworden.

In hannover wird gemessert

Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen ist am Dienstagabend, 22.12.2020, in Garbsen ein Mann durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden […] Nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover trafen am Dienstagabend gegen 20:30 Uhr zwei Personengruppen im Bereich eines Spielplatzes am Saturnring im Garbsener Stadtteil „Auf der Horst“ aufeinander. Aus bislang ungeklärten Gründen entbrannte kurz darauf ein Streit zwischen den Beteiligten. Dabei erlitt ein 26-Jähriger Stichverletzungen

In hannover wird mit unsichtbaren messern gemessert

Dann ging der etwa 25 bis 30 Jahre alte Mann zu ihm, griff ihm an den Unterkiefer und schubste ihn. An seine an der Bank stehengelassene Einkaufstasche ließ der mutmaßliche Täter ihn nicht mehr heran, indem er sich ihm in den Weg stellte. Weiter drohte ihm der unbekannte Mann Schläge und Messerstiche an. Ein Messer zeigte er jedoch nicht

Werte stadtverwaltung von hannover, …

…insbesondere werte frau Steckelberg, werter herr Schönfeld, werter herr Khoshbeen und werte frau Nyagolova,

sie wollen also, dass die bewohner unserer unterschätzten stadt über den namen ihres neuen integrazjonsplanes abstimmen, so richtig schön mit klicki-klicki und internetz [archivversjon]. Weil das wort „integrazjonsplan“ nicht mehr hübsch genug zur bezeichnung der aktuellen p’litischen beglückungsideen ist, vielleicht auch, weil das wort nach „integrazjon“ klingt und damit halt nicht multikulturell genug.

Und damit den bewohnern hannovers dieser lustige akt der demokratiesimulazjon auch nicht zu viel mühe und kopfzerbrechen bereitet, legen sie uns einfach zwei namen vor, von denen wir einen aussuchen sollen. Diese beiden äußerst kreativen schläge… ähm… namensvorschläge sind es geworden:

  1. „Lokaler Interaktionsplan LIP 2.0 — Migration und Teilhabe in Hannover“
  2. „Wir sind Hannover — Zusammenleben in der Stadt. Strategien für Migration und Teilhabe“

Zu gern hätte ich mich an dieser pseudoabstimmung beteiligt, aber ich halte beide namensvorschläge für schlecht.

Der erste verbietet sich eigentlich wie von selbst. Sie wollen ja das zuvor benutzte wort „integrazjon“ vermeiden…

Mit der Überarbeitung des Plans von 2008 gehen auch inhaltliche und sprachliche Aktualisierungen einher. So ist im Strategiepapier nicht die Rede von „Integration“ – denn die Bedeutungen, mit denen der Begriff in der öffentlichen Diskussion aufgeladen wird, treffen nicht mehr den Kern dessen, was die Landeshauptstadt Hannover unter Migration und Teilhabe versteht.

…was ich nachvollziehen kann, wenn man p’litisch beabsichtigt lauter kleine parallelwelten entstehen lässt und mit verschränkten händen gutbesoldet zuschaut, wie sich die gettos bilden. Aber das wort „interakzjon“ an stelle von „integrazjon“ ist völlig ungeeignet. Es ist klanglich und gefühlt so nahe beim vorher verwendeten begriff, dass es sicherlich immer wieder zu versprechern und verschreibern kommen wird.

Einmal ganz davon abgesehen, dass das wort „interakzjon“ jedes beliebige miteinander vom einkauf über die handfeste meinungsverschiedenheit bis hin zum schrecklichen verkehrsunfall zutreffend beschreibt, also so viel umfasst, dass es mit leeren händen vorm leser steht.

Da ist „zusammenleben in der stadt“ schon besser gewählt, weil es solche anklänge vermeidet. Aber es verschleiert ebenfalls in seiner wortwahl vollständig, um was es überhaupt geht.

Ich würde ihnen von daher vorschlagen, dass sie noch einmal darüber nachdenken, ob ein klar gewählter begriff, der die richtung und das ziel hinter einem plan möglichst unmissverständlich angibt, bevor ein dann interessierter mensch auch nur die einleitung gelesen hat, nicht für alle beteiligten eine bessere wahl wäre: für die verwaltung, für die p’litische diskussjon, für die zugewanderten menschen, für die hier geborenen menschen. Außerdem nähme es dem ansonsten mit ihren namensvorschlägen redlich verdienten hohn der menschen mit gefestigtem rechtsradikalen weltbild, der ganz sicher kommen wird, mehr als nur ein bisschen angriffsfläche.

Ein wenig scheinen sie ja schon darüber nachgedacht zu haben, weshalb sie jede ihrer beiden bezeichnungen mit einer scheinbar untergeordneten frase aufgeplustert haben, die dann dem leser erst nach genuss des titels klar macht, um was es gehen soll: migrazjon und teilhabe.

Da könnte man doch gleich auf den punkt kommen. Der titel wird kürzer, der inhalt hinter dem titel klar. Nennen sie ihr papier einfach „plan für migrazjonsteilhabe“! Jeder weiß sofort, was gemeint ist. :mrgreen:

Und sollte sich auch dieser begriff als zu unhandlich für die p’litikkommunikazjon der kommenden jahre erweisen, könnte man ihn sogar zu „migrazjonshabe“ runterkürzen.

Ich wünsche ihnen jedenfalls ein schönes jahresendfest und ein gutes sprachgefühl im jahr 2021

Ihr
Elias

P.S.: Von einer mäjhl an die stadt hannover nehme ich diesmal abstand. Ich habe auf frühere mäjhls nichtmal eine eingangsbestätigung erhalten. Die einzige kommunikazjon mit der stadt hannover, die gut zu funkzjonieren scheint, sind direktnachrichten übers zwitscherchen. Diese form ist aber nicht für komplexere sachverhalte geeignet, vom ausschluss derjenigen menschen, die auf datenschutz und privatsfäre wert legen, will ich da gar nicht erst anfangen. 😉

In hannover wird gemessert

Ich vermisse solche meldungen überhaupt nicht, wenn sie nicht kommen:

Der 18-Jährige war den zivil gekleideten Einsatzkräften am Steintorplatz (Mitte) gegen 03:10 Uhr aufgefallen, da er sich dort auffällig verhalten hatte. Es bestand der Verdacht, dass er Betäubungsmittel verkauft und sich nun Nachschub an Ware besorgen möchte. Daher beobachteten die Polizeibeamten den mutmaßlichen Dealer, um zu erfahren, wo er seine Drogen gelagert hat. Dieser bemerkte, dass ihm jemand folgte, jedoch erkannte er nicht, dass es sich um Polizeibeamte handelte. An der Einmündung Falkenstraße/Deisterstraße in Linden-Mitte drehte sich der 18-Jährige plötzlich um und rannte auf die zivilen Einsatzkräfte zu. Dabei hielt er ein Messer in der Hand und bedrohte einen 32-jährigen Polizeibeamten. Als sich eine günstige Gelegenheit ergab, gaben sich die Einsatzkräfte als Polizei zu erkennen und nahmen den 18-Jährigen fest. Verletzt wurde niemand

Da ist der vollidjot an die richtigen geraten! Aber erstaunlich, dass man nach feststellung der personaljen gleich wieder draußen rumläuft, wenn man vor einem bullen mit einem messer rumgefuchtelt hat, das man zum rumfuchteln und zustechen rund um den kleinkaufmännischen rauschmittelverkauf am steintor immer schön bei sich trägt. Was für ein dummer und gefährlicher irrer muss man da eigentlich sein, um wenstens erstmal zum schutz der restwelt weggesperrt zu werden?

(Und nein, komme mir niemand mit selbstverteidigung! Dafür reicht tierabwehrspray, und das ist wirklich mehr als nur übel genug. Da muss man keine mordwaffe mit sich rumtragen.)

Polizei des tages

Die hannöversche polizei so: das ist uns doch egal, was irgendwelche gerichte entscheiden, wir sind hier das recht und machen alles, wie es uns gefällt. Legal, illegal, scheißegal.

(Glückwunsch an „freiheitsfoo“, dass endlich mal ein teil eurer arbeit in der „richtigen presse“ widerhall findet!)

Handfestigkeit des tages

Zuvor war am Samstagabend, 06.12.2020, ein Streit zwischen Familienangehörigen in Havelse auf offener Straße derart eskaliert, dass mindestens zwei Personen in eine handfeste Auseinandersetzung verwickelt wurden […] Nachdem der 50-Jährige gegenüber den Einsatzkräften erklärt hatte, während der Schlägerei einen Schuss gehört zu haben, suchten die Beamten den Tatort ab. Tatsächlich stießen sie auf eine scharfe Waffe, die sichergestellt wurde […] Da im Rahmen der Schlägerei auch Pfefferspray zum Einsatz kam, musste der 54-Jährige in einem Rettungswagen vor Ort behandelt werden

Es scheint die neue bedeutung von „handfest“ zu sein, dass man mit schusswaffen und nach genfer konvenzjon geächteten chemiewaffen aufeinander losgeht…