Wie bänkster und eisenbahner in der BRD „kalkulieren“

Wir hatten damals bereits geschätzt, dass die Kosten [von Stuttgart 21; W.W.] nach Endabrechnung – damals gingen wir davon aus, dass das Projekt vielleicht 2015 fertig sein würde – […] sich irgendwo bei dem Doppelten und dem Dreifachen [der ersten Kalkulation; W.W.] einpendeln würden

Hej, das geld anderer leute gibt sich ja auch viel einfacher als das eigene aus… :mrgreen:

Satire des tages

Überraschend realitätsnah ist diese satire geworden:

„Jeden Monat kostet uns der Bau des BER 35 bis 40 Millionen Euro und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Das ist auf die Dauer einfach nicht tragbar“, begründet der Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn seine überraschende Entscheidung. Mit dem Ende der Bauarbeiten allein spare man dagegen in den nächsten sieben Jahren über drei Milliarden Euro ein […] Dies sei genug Geld, um beispielsweise einen neuen Flughafen zu errichten

Das nimmt schon vorweg, was wir in wenigen jahren in der richtigen presse lesen „dürfen“.

Herzlichen glückwunsch, herr Mehdorn!

Nach Siegles Einschätzung hat sich die Unternehmenskultur unter Mehdorn verschlechtert. Die Stimmung sei, so heißt es, durch „Beratungsresistenz, verstärkte Hierarchisierung, Resignation und Kritiklosigkeit gekennzeichnet“. Der Architekt schreibt, dass in der Innenwahrnehmung die Entscheidungsfindung zuweilen auf Bauchgefühl beruhe und sprunghaft sei. Fehlentscheidungen würden demnach nicht revidiert, sondern als Beleg von Führungsstärke entschieden durchgesetzt

Nicht jedem ists gegeben, aus einem großen projektfehlschlag mit seinem karakter einen noch größeren projektfehlschlag zu machen. Obwohl sie ihr besonderes talent für zerstörung durch manätschment schon bei der deutschen bahn bewiesen haben, ist ihre ganz besondere kwalifikazjon immer wieder überraschend. Ich werfe unterdessen immer wieder gern die frage auf, was wir wohl eher erleben werden: dass ein flugzeug in BER landet, oder dass ein mensch auf dem mars landet.