Kleines lacherchen am rande

Der Cyberangriff auf den Bundestag ist so dramatisch und so mysteriös, dass das Parlament überlegt, die gesamte technische Infrastruktur neu aufzubauen

Wie, wollen die jetzt mal ein anderes betrübssystem als windohs XP installieren? :mrgreen:

Übrigens, ihr scheiß volxzetreter, ihr parlament-arischen arschlöcher:

[…] fürchten viele Abgeordneten, dass sie von irgendjemandem belauscht werden und sind zutiefst verunsichert, ob und wie sie noch vertraulich arbeiten können

Endlich geht es euch mal genau so, wie es allen anderen menschen in der BRD unter den von euch, ihr stinkenden, widerwärtigen arschlöcher, aktiv geschaffenen zuständen auch geht. Verreckt siechend langsam unter unendlichen, unbehandelten kwalen, ihr menschenfeinde! 👿

Leistungsschutzrechtbegrüßer des tages

Christopher Lauer. Übrigens ist der auch für das vergessen im internetz…

Lauer scheint übrigens alte Tweets zu löschen, wo er noch gegen das Leistungsschutzrecht war

…aber das gelingt ihm nicht ganz so gut.

Nein, ich bin nicht p’litikverdrossen. Aber ich bin p’litikerverdrossen, vor allem, wenn ich derartig große arschgebu… ähm… ausgeburten von intelligenz-, wähler- und damit menschenverachtung vor mir sehe. Da denke ich mir leicht, dass derartige p’litiker in ihrer schambefreiung und ihrem fundamentalzynischen opportunismus nur noch drei dinge brauchen: einen hocker, einen strick und einen tritt in den arsch — alles andere scheint zuviel.

Übrigens: anders als die den grünen nahestehenden blogger bei „netzp’litik“ durch suggestive formulierungen den eindruck erwecken, ist Christopher Lauer kein mitglied der piratenpartei mehr. Wie das erwecken eines derartigen eindruckes durch jornalisten, die den natoolivgrünen nahestehen, zu beurteilen ist, überlasse ich dem urteil jener, die es „genießen“. Man muss „netzp’litik“ übrigens nicht irgendwie unterstützen.

Niemals werde ich vergessen…

Windows 98 mit channel-leiste und active desktop...

Niemals werde ich es vergessen, dass meikrosoft damals, mit windohs 98, wirklich versucht hat, uns allen mit viel werbeblah vom „active desktop“ und einer „channel-leiste“ werbung auf unsere kompjutermonitore zu schaufeln, als wenn unsere unwelt noch nicht genug von allgegenwärtiger reklame durchpestet wäre. Allein für diese eine unverschämtheit sollte man die verantwortlichen dort zu tode ohrfeigen! Oder. Zumindest, so lange man diese widerlinge noch nicht an draufgeklatschten hämatomen sterben lassen kann, doch wenigstens ihre produkte meiden, so gut es nur geht.

Aber vermutlich ist den meisten konsumdeppen von heute alles egal — und die heimat der unterhaltungssüchtigen netzkinder heißt heute Alzheim.

Anfrage bezüglich linkwerbung

Ihr leute von linklift,

es ist ja nicht so, dass ich zu blöd wäre, mich um reklame zu kümmern, wenn ich irgendwelche klickerpfennige haben wollte. Dennoch gibt es immer wieder einmal anfragen wie die folgende:

Sehr geehrter Herr Schwerdtfeger,

ich würde Ihnen gern ein Angebot für Textlinkwerbung auf xxxx.xxxxxxxxx.de unterbreiten. Ist dies prinzipiell möglich? Sind Sie da der richtige Ansprechpartner für mich?

Mit freundlichen Grüßen

Axxx Mxxxxx | Marketing Manager Deutschland
Tel: 30-2xxxxxx-x6 | axxx.mxxxxx (at) linklift.de

Skype: axxxx.mxxxxxxx2

[Mäjhladresse, name, telefonnummer und skype-id sind in einem akt des von seiten linklifts unverdienten zivilisierten betragens von mir unkenntlich gemacht worden.]

Klar, jemand der mir mit so einer frage kommt, der fragt sich nicht, ob ich nicht vielleicht aus einem guten grund und mit voller und gut durchdachter absicht völlig werbefrei bin. Und das, obwohl ich im blog, auf dem er werben will, völlig offen dazu stehe, dass ich obdachlos bin und vom betteln lebe. Dafür müsste so ein zeitgenosse ja lesen wollen, und dafür hat er nicht in meinem marginalisierten geschreibsel vorbeigeschaut. Der schaut nicht nach etwas zum lesen, wenn er ein blog besucht. Der sieht einfach nur noch mit der brille des werbers eine freie fläche, die mit reklame zugekleistert werden kann, weil sie noch nicht zugekleistert ist. Ich finde es immer wieder zum kotzen.

Normalerweise lösche ich einen derartigen schrott und stoße einen fluch gegen diese menschen aus, die mich dazu auffordern, für eine handvoll groschen die suchergebnisse der diversen suchmaschinen durch gekaufte links zu manipulieren. So wollte ich auch in diesem fall vorgehen, aber denn legte ich die mäjhl erstmal beiseite, denn darin war etwas, was ich niemals vergessen werde. Und dann atmete ich fast zwei wochen am stück durch, bevor ich noch einmal einen blick reinwarf, einen blick in diese mäjhl, die ich auch ohne die erinnerung an frühere unverschämtheiten genau so widerlich finde wie alle anderen derartigen mäjhls.

Nein, diese mäjhl würde ich niemals als eine spämm bezeichnen. Es ist keine mechanische, milljonenfache massenmäjhl, es ist ein individuell geschriebenes stück „mitteilung“ mit einem echten absender, mit persönlicher anrede und einem kurzen anliegen — wenn auch einem anliegen, dass mich mit verachtung erfüllt und mit einer beachtlichen dürftigkeit des mitgeteilten. Das ist es aber nicht allein, was mir daran aufstieß, es ist die tatsache, von welcher firma diese mäjhl ausging. Linklift? Da war doch mal was? Ja, richtig, das ist die firma, die damals versucht hat, die deutsche versjon des blogsystemes WordPress mit der neuen form der plackinn-spämm auszuliefern.

Das vergesse ich nicht so schnell. Auch, wenn es damals zu einem sinneswandel auf seiten von linklift und zu einem rückzug in relativer würde kam, bei dem mir persönlich irgendwie die entschuldigung für die fünf tag lang ertragene zumutung fehlte. (Ich bin am ende der geschichte körperlich zusammengebrochen, so sehr wurde ich persönlich angefeindet. Und ich kann mir nicht einfach einen arzt leisten. Diese astlöscher haben mich fast kaputtgekriegt mit dem gierpfuhl, den sie mit ihrer verwirtschaftungsscheiße angestoßen haben. Nur, weil ich eine deutliche meinung dazu geäußert habe und spämm als spämm bezeichnet habe.) Aber was solls!? Immerhin war dieser versuch, freie softwäjhr mit spämm zu verhunzen, im widerstand eines großen teiles der davon betroffenen bloggosfäre gescheitert und wurde deshalb aufgegeben — und linklift hat doch noch im zuge dieser ganzen scheiße genügend geldwerte aufmerksamkeit bekommen, die gewiss zu so manchem geschäft mit so manchem selbstverkaufsblogger führte. Dass die spämm eingestellt wurde, war tatsächlich schon mehr, als ich ernsthaft erwartet hatte. Da muss nicht noch jemand zerknirschtheit heucheln, dessen einzige ethik in der steigerung der profite besteht. (Wenn mehr ethik — dieses wort wird von mir nicht im sinne der COS und ihrer hirnficks benutzt — dagewesen wäre, dann hätten die niemals eine derartige werbeform gewählt.)

Und die wollen jetzt also, nach und trotz alledem, von mir (persönlich angeschrieben, namentlich angesprochen), dass ich ihnen für eine handvoll klickercents links verkaufe, damit auf diese weise die reihenfolge der suchergebnisse in guhgell verändert wird. Ich glaube, es hackt! Ich habe schon einmal einem eurer vertreter in etlichen kilobytes gebloggtem textes als antwort auf eine als kommentar verpackte unverschämtheit erklärt, warum ich überhaupt blogge und dass ich meine mitteilungen nicht dadurch entwerte, dass ich sie zur marktware für windige werbe- und linkhändler mache. Ich wünsche euch bei linklift immer noch die baldige bekanntschaft mit dem insolvenzverwalter und bin froh, dass ich solche mitmenschen wie euch meinem recht trüben dasein nicht hinzufügen muss. Und selbst jetzt seid ihr noch so richtig komische käuze, die für eine derartige minimalmitteilung wie die oben zitierte mäjhl ziemlich weitgehende restrikzjonen ohne jegliche grundlage beanspruchen, so dass man nicht einmal darüber schreiben oder reden können soll:

GEHEIMHALTUNGSPFLICHT: Der Inhalt dieser Email ist vertraulich und ausschließlich für den bezeichneten Adressaten bestimmt. Wenn Sie nicht der vorgesehene Adressat dieser Email oder dessen Vertreter ein sollten, so beachten Sie bitte, dass der Inhalt urheberrechtlich geschützt ist und dass jede Form der Kenntnisnahme, Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts dieser Email unzulässig ist. Wir bitten Sie, sich in diesem Fall umgehend mit dem Absender in Verbindung zu setzen und das Material von Ihrem Computer zu löschen.

Mit verlaub, ich lasse mir weder eine pflicht zur geheimhaltung für eure unverlangten unverschämtheiten aufbürden, noch bin ich dazu bereit, einen derart dürftigen mäjhltext ein ausreichendes maß an schöpferischer tiefe zuzuerkennen, die urheberrechtlich schützenswert ist. Da ist ja der durchschnittliche „tweet“ schöpferischer und origineller. Wenn euch bei linklift das nicht passt, könnt ihr mich gern verklagen — ich kann aber leider wegen meiner obdachlosigkeit nicht mit einer ladefähigen anschrift dienen und geld ist bei mir auch nicht zu holen, nicht einmal so etwas wie Hartz IV. Da könnt ihr euch noch so anstrengen, in meinem scheiß dasein ist einfach nichts mehr zu zerstören oder mit irgendwelchen finanzjellen angstpeitschen weiter zu knuten. Aber wenn ihr das jetzt unbedingt wollt, macht euch ruhig noch mehr zum narren, als ihr das jetzt schon tut. Die mäjhl, die mir einer eurer (als männätscher auftretender, dass ich nicht brülle!) mitarbeiter in einem — ich nehme dies zu seinen gunsten so an und halte den schrieb nur deshalb nicht für einen persönlichen angriff — anfall vollständiger geistiger umnachtung zugesandt hat (und die nachweisbar wirklich von linklift ausging), die werde ich allerdings nicht löschen, sondern dauerhaft archivieren. Man weiß ja nie, zu was für verzweiflungstaten ihr auf der flucht vor dem pleitegeier und dem kuckuck noch bereit sein werdet und vor welchen richtern ich dann einmal erklären muss, was so ein mäjhlheader eigentlich ist und wie man ihn deutet.

Mit kalten und sehr unfreundlichen grüßen

Elias Schwerdtfeger, aka der nachtwächter
(nach diktat verreist)

PS: fahrt zur hölle!

Grabrede für ein blog

Mehr als zweieinhalb jahre habe ich jetzt mein eigentliches, mein ausgereiftes, mein hauptsächliches blog „lumières dans la nuit“ geführt, und in ein paar stunden wird es sich — wenn ich nicht völligen strunz programmiert habe — einfach abschalten. Dieses blog wurde ein richtiger begleiter in meinem leben. Es war ein bisschen wie eine kamera: jemand, der eine kamera mit sich führt, sieht überall ein motiv, und jemand, der so ein blog betreibt, sieht überall einen grund, seine trüben und hellen gedanken in worten auszudrücken. Es ist mir schon etwas wehmütig, dass das nun aufhören wird.

Für meine handvoll leser — es waren gar nicht so wenige — kam es vielleicht sehr überraschend, dass ich scheinbar plötzlich aufhörte. Für mich selbst steigerte sich der überdruss jeden tag, vor allem in den letzten wochen und monaten. Es war nicht das bloggen selbst, das mir die fortsetzung des bloggens untragbar machte, es waren nicht die immer wieder auftauchenden, teils scharfen polemiken im kommentarbereich, es war auch nicht die tägliche plagerei mit der spämm im blog, es waren auch nicht meine lebensbedingungen als obdachloser bettler, der nur nimmt, was ihm kampflos gegeben wird; nein, es war die juratrollerei einiger leute, die mich immer wieder mit angedrohten, rechtlichen schritten dazu gebracht haben, dass ich einträge still entfernt habe. Denn. Ich konnte es nicht auf eine juristische auseinandersetzung ankommen lassen, für den sörver war ein schwerkranker freund verantwortlich, der diese last kaum hätte tragen können. Als ich vor einigen tagen eine weitere, mit kostenintensiven drohungen und einer frist gespickte aufforderung bekam, eine völlig harmlose betrachtung eines teilaspektes des gesellschaftlichen prozesses  zu entfernen, da ist mir endgültig der kragen geplatzt. Es ist für mich einfach nicht mehr möglich, harmlose und eher nachdenkliche dinge offen und in nicht-anonymer weise zu bloggen, und ich werde auch nie wieder damit anfangen.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich jeder kräftig bedient hat, der etwas von meinen texten für sich erhalten will. Dafür war die piratenlizenz da.

Klar, das blahblog bleibt. Erstmal. Es ist eine fröhliche linkschleuder, bei der ich auch mit leichtigkeit etwas löschen könnte. Aber ein gedanke, der für mich einen wert hat, passt nicht mehr in die gegenwärtig bestehende gesellschaft in der BRD.

Auch meine musik wird bleiben. Erstmal. So lange, bis auch ein künstlerischer ausdruck in der BRD nicht mehr möglich ist, ohne dass man immerfort die rechtskeule der geldherrschaft erwarten muss. Sollte es so weit kommen — und ich lasse mich nicht auf eine einzige erzwungene löschung mehr ein — denn wird auch die von mir veröffentlichte musik verschwinden. Wer in ihr einen wert sieht, der wird sie hoffentlich in ein netzwerk zum dateitausch stellen, denn dafür hat sie ihre freie lizenz bekommen. Meine besonderen erfahrungen mit jamendo werden es mir für alle zeiten unmöglich machen, noch einmal musik einem so genannten „web zwo null“-dienst anzuvertrauen. Ich mache mein schaffen doch nicht zu einem stück käse, mit dem man menschen in die mausefalle der überfall-werbung lockt.

Noch ein paar stunden, und es ist vorbei. So richtig kann ich es selbst noch nicht fassen. Aber ich werde es fassen müssen, denn es gibt nichts anderes. Mir sind in den letzten tagen noch so viele themen und erscheinungen übern weg gelaufen, über die sich eine schreibende betrachtung gelohnt hätte, aber das gibt es vorerst nicht mehr. Vielleicht entschließe ich mich, irgendwo völlig anonym weiter zu machen, aber allein das ist ein schaden, so etwas wie eine spukerscheinung nach dem tod.

Ruhe sanft, du licht in der nacht! (Und wenn du spuken willst, wenn du zum irrlicht über dem sumpfigen grau des lebens werden willst, denn sieh zu, dass dich niemals jemand greifen kann. Denn man tut alles in der BRD, um noch den flüchtigsten, marginalsiertesten geist zu erwürgen.)

Über der todesanzeige könnten die worte stehen: „Wer den menschen die möglichkeit zum sprachlichen ausdruck nimmt, der lässt ihnen nur noch die fäuste zum sprechen.“