Kurz verlinkt…

Zum Strache-video hier noch ein kurzer link zu den nachdenkseiten, der sich lohnt.

Denn der Vorgang ist nicht nur ein journalistischer Coup – er ist auch ein Coup D´Etat: Wer das Video erstellt und den Zeitpunkt kurz vor einer Wahl als Termin der Veröffentlichung gewählt hat, der hat den Sturz der Koalition, politische Unruhe und einen Schlag gegen die FPÖ einkalkuliert […] Die Platzierung des Videos kurz vor der Wahl ist Wahlbeeinflussung, wie es sie offensichtlicher nicht geben kann. Dass Medien das aus scheinbar trüber Quelle stammende Video nun unbekümmert einsetzen und den Vorgang der Entstehung nicht angemessen thematisieren, steht in starkem Kontrast zu vergleichbaren Vorgängen – etwa jenen im Zusammenhang mit den in Umlauf gebrachten E-Mails von Hillary Clinton

Und nein, ich glaube nicht, dass jemand bei den nachdenkseiten auch nur ansätze von sympatie für österreichische bräunlinge hat.

Etwas blah und frage zum Strache-video

Nachtrag 13:30 uhr: Strache hat selbst die echtheit des videos bestätigt. Der text bleibt hier zu meiner schande und zur erheiterung der leser stehen. 😉

Ursprünglicher text:

Wie sicher ist es eigentlich, dass das ausgesprochen peinliche, den vizekanzler der bummsrepublik österreich wie einen korrupten volxverkäufer darstellende Strache-video [archivversjon] kein deepfake ist?

Es ist schon ein bisschen merkwürdig, dass das hochwirksame und empörungsfördernde kompromat in diesem video fast zwei jahre lang in irgendeiner schublade schlummert, bis es dann mal an die presse gesteckt wird, um auf diesem weg damit eine p’litische wirkung zu erzielen.

Ich hätte so etwas ja sowieso anders verbreitet, aber ich misstraue auch dem ganzen jornalistenpack. Aus erfahrung.

Ja, ich weiß, dass ich mal wieder das gras waxen höre. Wenn eine sache viel zu schön aussieht und klingt, um wahr sein zu können, dann ist sie meistens nicht wahr. Ich habe mich zwar vor lachen weggeschmissen, als ich ein bisschen vom video gesehen habe, aber trotzdem: mein vertrauen in die reschersche-fähigkeiten und die sorgfältige kwellenprüfung [archivversjon] bei fischblättern wie der alpenprawda und beim ehemaligen nachrichtenmagazin aus hamburg ist seit der als wissenschaft, fakt und wahrheit verkauften, höchst bullschittigen und schon bei oberflächlicher betrachtung nach propaganda müffelnden „MH17-analyse“ von „bellingcat“ nachhaltig kaputt. Das ist ganz normale contentindustrie, und nix mit vierte gewalt im staat und lebenswichtig für die dämonkratie. Die vermarkten werbeplätze. Das ist das eigentliche und einzige geschäft. Die redakzjonellen beiträge haben die genau gleiche funkzjon wie ein wurm, den ein angler an den haken macht. Der soll den fischen schmecken, nicht dem angler. Dementsprechend sieht es mit der jornalistischen gründlichkeit aus. In bereichen, in denen ich mich halbwegs gut auskenne, sind die fehler grob und hätten sich oft schon durch einfache nutzung der wicked pedia vermeiden lassen, erst recht natürlich mit richtiger reschersche. Ich habe keinen grund zur annahme, dass es in anderen bereichen, in denen ich mich zufällig nicht so gut auskenne, besser aussieht.

Wohlgemerkt: ich habe nicht einmal ein verdammtes indiz dafür, dass etwas an dem video nicht stimmt. (Das ist aber auch keine sache, mit der ich mich gut auskenne.) Ich habe einfach nur untötbares misstrauen gegen geschichten, die in der scheißpresse breitgetreten werden, und zwar vor allem dann, wenn sie der scheißpresse von anonym bleibenden dritten so mundgerecht zubereitet hingehalten werden, dass sich die geschichte fast von allein schreibt und einen ordentlichen klickviehmagnetismus verspricht. Betrachtet meine zweifel erstmal als spinnerei und verschwörungsteorie! Zumindest so lange, wie es noch keine belastbaren indizjen gibt, die solche zweifel stützen.

Ach ja, eines noch:

Nein, die Süddeutsche Zeitung wird Behörden die Originalaufnahmen nicht zur Verfügung stellen.

Ja, die alpenprawda wird eine überprüfung durch richtige forensiker verhindern, obwohl es dabei kaum um kwellenschutz gehen kann.