Hauptsache das foto ist ohne titten und nippel…

Algorithmen kennen keine Gefühle und können deshalb ziemlich unsensibel sein, wie die Facebook-Tochter Instagram bewies: Sie nutzte für Werbung ein Foto, das die Drohung enthielt, „Ich werde dich vergewaltigen, bevor ich dich töte.“ Es handelte sich dabei um einen Screenshot einer Hass-Mail, die die Journalistin Olivia Solon vor fast einem Jahr erhalten hatte

Auch weiterhin viel spaß mit den ganzen S/M-algoritmen und der US-neurotischen angst vor brüsten. Übrigens: diese klitschen wollen „targeted advertising“ können und daraus ein geschäft machen. :mrgreen:

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Wissenschaftsmissbrauch des tages

Die europäische kommissjon, diese p’litbüro der EU, hat eine studie in auftrag gegeben, um mal zu schauen, wie groß eigentlich der schaden durch illegale kopien urheberrechtlich geschützter werke ist. Leider passte das ergebnis dieser studie nicht zu den p’litischen beglückungsideen des EU-p’litbüros — also: aufhebung von grundrechten, internetzzensur, kriminalisierung normaler internetznutzung, permanente überwachung aller menschen und verpflichtung aller menschen zum tragen einer smarten, ständig zu den geheimpolizeien funkenden analsonde — und es gab gar nicht den großen schaden von vielen fantastilljaren øre, von dem die contentindustrie immer jammert:

Der Konsum von illegal kopierten Inhalten hat kaum Wirkung auf den Erwerb der Inhalte, stellt eine Studie im Auftrag der EU-Kommission fest

Was macht man da, wenn man trotzdem sein p’litisches beglückungsprogramm „argumentativ“ vorantreiben will? Na, ist doch ganz einfach: man verwendet für seine „argumentazjon“ nur ein teilergebnis der studie, hält aber die studie als ganzes vor allen menschen in der EU (einschließlich abgeordneten des europäischen parlamentes) geheim.

Dank an Julia Reda. Wer mich kennt, weiß, wie ungern ich mich bei p’litikern bedanke. Für verschwörungsteoretiker noch eine anmerkung: was meint ihr eigentlich, warum die piratenpartei damals so systematisch demontiert wurde? Der gegenwärtig herrschenden klasse ist sogar eine (seit über einem jahr systematisch nach oben geschriebene und bis hin zu einem „kanzlerduell“ voller AFD-fragen nach oben staatsfernsehgesendete) AFD lieber als eine p’litische bewegung, die für offenheit und transparenz eintritt, scheiß auf die jeden tag irgendwo nicht weiter nachrichtenvermeldeten brennenden unterkünfte. Aber hej, die organisierte linke und der organisierte feminismus haben euch ja erzählt, dass die piraten pöse pöse nazis sind, und jetzt gibts halt die AFD, die „angst für deutschland“, als demokratiesimulazjon für die (oft mit gutem recht) unzufriedenen. Das manipuliertwerden hinsichtlich der piratenpartei geht immer noch so weit, dass auch die kwalitätsjornalistische heise-redakzjon Julia Reda zum mitglied der scheißgrünen umdichtet, obwohl sie als vertreterin und mitglied der piratenpartei nur einer gemeinsamen frakzjon aus piraten und scheißgrünen angehört, die gemeinsam frakzjonsrechte in parlament wahrnehmen, weil allein die masse dazu fehlte…

Gruß auch an herrn Oettinger, der in der EU-kommissjon sitzt, damit wir auch alle merken müssen, wie vollkommen und beleidigend wir alle von der gegenwärtig herrschenden klasse verachtet werden. Nein, wählen hilft dagegen nicht. Dafür müsste es nämlich eine auswahl — oder im falle des EU-p’litbüros: überhaupt eine wahlmöglichkeit — geben.

Wie bekommt man sicherheitslücken auf jedes ändräut-wischofon?

Einfach immer wieder kohd mit ein paar hintertüren bei „stack overflow“ posten, die ändräut-programmierer bedienen sich da ja oft:mrgreen:

Die Forscher Yasemin Acar, Michael Backes und Sascha Fahl haben das mit wissenschaftlichen Methoden untersucht und festgestellt, dass Entwickler tatsächlich am liebsten bei Stack Overflow nachsehen, wenn sie auf ein Problem stoßen – und dass auf diesem Weg auch sehr viele Sicherheitslücken Einzug in Android-Apps halten […] Mit dem Ergebnis, dass die Entwickler, die Stack Overflow nutzten, tatsächlich auch die meisten Sicherheitslücken produzierten

Ich bin mir sicher, dass das weit über ändräut hinaus verallgemeinerbar ist. Ein forum ist niemals ein ersatz für gute dokumentazjon — aber so lange es als geldverschwendung angesehen wird, gute dokumentazjon zu beschaffen und auch zu benutzen, muss das forum als ersatz dafür dienen.

Wahlauswertungssoftwäjhr des tages

Dem CCC ist es nach eigenen Angaben gelungen auch das am 13. September bereitgestellte Sicherheits-Update der Wahl-Auswertungssoftware „PC-Wahl“ erfolgreich anzugreifen und zu trojanisieren

Ich gehe davon aus, dass das bei den sicherheitsfunkzjonen derartiger spezjalexperten keine besonders schwierige kopfnuss war. Nett, dass gleich ein direkt verwendbarer fix für die probleme mitgeliefert wurde: einfach kryptografische standardmetoden aus Freien biblioteken verwenden, und schon ist die softwäjhr zur verarbeitung von wahlergebnissen in der BRD sicher vor der trojanifizierung über ihren aktualsierungsmechanismus (wenn man nicht trotzdem noch etwas verpatzt, was bei diesen in bananistan staatlich subvenzjonierten und gewiss sorgfältig hohlraumversiegelten spezjalexperten von „vote IT“ wohl eine sichere wette ist).

Übrigens: diese ganzen sinn- und wirkungslosen nachbesserungen durch offenbar völlig security-unerfahrene programmierer werden mit steuergeldern bezahlt, und zwar vermutlich alles andere als preiswert. Auch das bummsamt für sicherheit in der informazjonstechnik, dass den schnell zusammengefrickelten bullschitt immer wieder abnimmt, wird mit steuergeldern bezahlt. Im gegensatz zum CCC, der eine kostenlose lösung liefert. Auch weiterhin viel spaß mit der security-kompetenz in der bummsverwaltung!

Und morgen im p’litischen teater: cyber, cyber, die pösen russen greifen unsere wahlen an! Da die geldverbrennung für pseudosichere wahlsoftwäjhr kein jornalistisches tema ist, werden die menschen die lüge fressen.

Wertneutral geschäftsbeflissen…

Nicht nur bei Facebook sondern auch bei Google und Twitter konnten Werbeanzeigen platziert werden, die gezielt nur Rassisten und Antisemiten angezeigt wurden. Bei Google schlug der Algorithmus sogar selbst rassistische Suchbegriffe vor

Aber hej, „keine sorge“, zwitschert das zwitscherchen in den hellsten PR-tönen in die ohren jener, die solch verlogene kunde weitertragen, „das war nur ein inni-mini-klitze-kleiner softwäjhrfehler bei uns, der kohd hat sich ganz sicher von allein geschrieben, und ab jetzt bekämpfen wir wieder häjhtspietsch, statt daran geld zu verdienen“…

Übrigens: man kann damit durchaus agitierende rassisten und judenhasser nebst ihrer freunde und netzwerke auffinden und dingfest machen. Es reicht, einfach reklame dafür zu buchen, da den üblichen träcking-kohd reinzumachen und schon hat man die IP-adressen dieser leute. In der BRD handelt es sich ja um straftaten, so dass man sicher die anschlussinhaber rauskriegt — das klappt ja sogar schon, wenn man kinderraubmordfickkopien über torrent anbietet, was nur zivilrechtliche ansprüche zur folge hat. So ist das eben bei den fratzenbuch-idjoten, die nichts zu verbergen haben und denen ihre privatsfäre scheißegal ist. Und wenn man kein neonazi oder rassist ist, dann ist man oder frud vielleicht homosexuell (und ist damit in vielen staaten kriminell), zweifelt daran, dass muhammed den koran vom erzengel gabriel diktiert bekommen hat (und ist damit in vielen staaten kriminell) oder hat irgendwann einmal eine weltanschauung kundgetan, die näxstes jahr erst kriminalisiert wird.

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß mit „targeted advertising“. Geld stinkt ja nicht, nicht einmal die dreißig silbertaler für Judas Iskariot. Und es ist bei diesem S/M-krams alles so ein spaß und so einfach und verbindet menschen. Schöne neue welt!

Javascript des tages

Ich sags ja immer: wenn ihr javascript im webbrauser zulasst, räumt ihr anderen leuten, deren webseits ihr besucht, das privileg ein, beliebigen programmkohd auf eurem kompjuter innerhalb des brausers auszuführen. Und wenn jetzt die piratenbucht damit anfängt, dieses privileg einfach mal zum geldmachen zu nutzen und damit durchkommt, wird das ein dammbruch sein, denn viele halbseidene internetz-geschäftemacher (presseverleger, alfablogger, webportalbetreiber, S/M-anbieter und sonstige pornoseits) werden das einfach nachmachen. Nicht anstelle der „monetarisierung“ durch einblenden überwachender, verlogener, psychomanipulativer und durch ihr zerren an der aufmerksamkeit nervender scheißreklame, sondern zusätzlich zu dieser. Einige namhafte lügenpresseverleger haben ja schon längst damit angefangen, sich durch lügen und leserverarschung ein günstiges biotop für derartige geschäftsideen zu schaffen. (Zum beispiel die FAZ und die süddeutsche.) Wer das nicht zulassen will, verwende so weitgehend wie nur irgend möglich noscript als brauser-addon und verzichte fortan darauf, seine intelligenz von lügnern beleidigen und seine kompjuter von geschäftemachern missbrauchen zu lassen. Einfach auf die grüne schaltfläche mit „install“ klicken. Das ist nicht schwer. Und wem das zu schwierig oder zu mühsam ist, der braucht sich auch nicht darüber zu beklagen, wenn andere einfach ein privileg benutzen, dass er jeder besuchten webseit in diesem interwebdingens freiwillig einräumt.

Ach, ihr benutzt wischofone, in deren drexbrausern das nicht so einfach geht? Tja, dumm gelaufen. Dann müsst ihr euch halt demnächst die akkus leernuckeln lassen, damit irgendwelche web- und weltverpester ein paar kryptopfennige machen, während ihr auf ihren webseits seid. Das hat zwar nicht so eine tolle ökobilanz und erzeugt deutlich weniger „geld“, als es strom verbraucht (sonst würden die es ja bei sich selbst und nicht bei euch laufen lassen), aber wer diese rottigen wegwerf-wischofone kauft, interessiert sich für diese ganze ökokacke eh schon lange nicht mehr. Gibt ja auch in der BRD noch genug braunkohle zum verstromen, also scheiß auf energieeffizjenz! Wenn euch doch nur einer rechtzeitig vor dieser ganzen enteignungs- und technikverhinderungsscheiße gewarnt hätte…

Was einem dank adblocker so alles entgeht…

Im Rahmen einer aktuellen Malware-Kampagne nutzen Cyberkriminelle JavaScript, um Kryptowährungen in fremden Browsern zu minen. Zur Platzierung des Schadcodes missbrauchen sie laut dem Sicherheitshersteller ESET sowohl legitim eingekaufte Werbeflächen als auch kompromittierte Websites. ESET entdeckte den Code nach eigenen Angaben erstmals vor einigen Monaten; betroffen seien vor allem russisch- und ukrainischsprachige Websites

Juchu, endlich gibt es verbreitete javascript-trojaner, die im webbrauser laufen! Wenn doch nur jemand davor gewarnt hätte! 😦

Wer nicht der organisierten kriminalität zuarbeiten will, wer keine lust hat, sich dazu überrumpeln zu lassen, mit seinem kompjuter und seinem strom die puffbesuche und den kokainkonsum irgendwelcher verbrecher zu bezahlen, benutzt einen wirksamen javascript-blocker und einen wirksamen adblocker. Die installazjon dauert deutlich unter einer minute.

Und ja, der javascriptblocker ist unbedingt empfehlenswert. Javascript hat eine genau so beschissene security-bilanz wie das verruchte fläsch, und spielte bei nahezu allen infekzjonen von kompjutern über den webbrauser eine zentrale rolle. (Einzige ausnahme der letzten fünf jahre war ein fehler im feierfox bei der anzeige von PDF-dokumenten im brauser, und dieser kohd war in… na, wer kommt drauf… javascript geschrieben.) Irgendwelche scheißjornalisten und scheißpresseverleger, die euch mit trix und lügen zum zum anschalten von javascript nötigen wollen, sind eure feinde, aber dafür die freunde von asozjalen verbrechern.

S/M des tages

Facebook ließ gezielte Werbung an „Judenhasser“ zu

Hej, ein unternehmen ohne seriöses geschäftmodell — die vergällung von menschlicher kommunikazjon mit reklame ist nicht seriös — das so wertneutral beflissen beim werbeschalten ist, das wird ganz sicher alles für einen ausgewogenen p’litischen diskurs tun. Sieht man ja schon daran, dass sie alle dort sind, die scheißparteien, die scheißfernsehsender, die scheißzeitungen…

Krokodilskullertränchen des tages

Hier flennt anlässlich eines treffens professjoneller lügner (schönsprecherisch als „werber“ bezeichnet) ein vertreter der contentindustrie über die kontrollverluste (speitüte bereithalten!):

So enthielten 30 Prozent der Werbemittel mehr als fünf Traffic-Pixel, mit denen Werbetreibende und Technikdienstleister Ausspielung und viele weitere Daten zu erfassen versuchen. Spitzenreiter beim Hamburger Verlag war ein Werbebanner, der zusammen mit 86 Tracking-Pixeln ausgeliefert wurde.

Diese Praxis schlage nicht nur auf das Datenvolumen der Endnutzer, sie sorgten auch dafür, dass Verlage kaum noch Kontrolle über die eigenen Daten hätten: „Wir kennen ein Viertel der Firmen nicht, die dort drin sind“. Diese Auswüchse seien auch das Ergebnis langer Vertriebsketten. So starteten Werbemittel oft richtliniengemäß, bekämen bei jedem Bearbeitungsschritt jedoch durch einen anderen Dienstleister weitere Daten und Skripte hinzugefügt

Hej, du mutmaßlich nicht so hirnbegabter vermarktungssportler, du sprichst also als vertreter eines berufsstandes, der seine eigenen webseits freiwillig mit solchen überreich dargebotenen leservertreibungsmetoden unbenutzbar macht und hast dabei allen ernstes die stirn, darüber zu klagen, dass dir die übersicht verloren gegangen ist?! Komm, geh gepflegt wirtschaftlich verrecken, du speerspitze der unaufhaltsamen idiocracy! Den ast, auf dem du sitzt, sägst du schon seit anderthalb jahrzehnten selbst an. Wer von seinen lesern lebt, sollte sie besser nicht verachten…

TLS des tages

Der deutsche Sicherheitsforscher Hanno Boeck erwischte Comodo dabei, dass sie ein Zertifikat ausgestellt haben, für das sie keine Berechtigung hatten

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß dabei, euch sicher zu fühlen, weil ihr ein schlösschen in der adresszeile des brausers seht. Und falls jemand denkt, dass das jetzt, nach dieser aufdeckung, kein problem mehr ist:

Das missbräuchlich ausgestellte Zertifikat wird […] auch weiterhin ohne Probleme funktionieren

Wer immer noch nicht alarmiert ist, kann sich ja mal in seinem feierfox nach sex einfachen, benutzerfreundlichen klicks auf „menü ▷ einstellungen ▷ erweitert ▷ zertifikate ▷ zertifikate anzeigen ▷ zertifizierungstellen“ anschauen, wer alles TLS-zertifikate ausstellen darf, und zwar für jede verdammte webseit. Da kommt freude auf! Das ist die bekweme verschlüsselung mit dem schlösschen in der adresszeile!

Schlechte nachrichten für „exportweltmeister“

Herstellung und Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor sollen in China künftig verboten werden

In der BRD unter der merkelraute — demnächst vier weitere jahre lang — glaubt man indessen an den „sauberen“ dieselmotor. Und wenns strombetriebene autos gibt, dann wird man in der BRD den strom wohl mit braunkohleverbrennung erzeugen, denn kernenergie soll es ja nicht mehr geben, und dass die gezeiten der nordsee und der darin mündenden flüsse großtechnisch genutzt und zudem die küsten mit windrädern zugestellt werden sollen, kann man zurzeit nicht sehen. Nur den braunkohleabbau, den kann man in der BRD sehen. Der verschandelt ja auch nicht so übel die landschaft wie diese windräder!!1! 😦

S/M des tages

Gibt es hier jemanden, der dem fratzenbuch geld dafür gibt, dass es reklame transportiert? Weil man damit so viele leute erreicht? Man erreicht damit sogar bis zu dreißig mehr leute aus der BRD, als die BRD überhaupt einwohner hat!

Laut dem Fachmedium war professionellen Werbetreibenden nicht bewusst, dass die Angaben in diesem Ausmaß unglaubwürdig sind

Tja, das ist schon bitter, wenn man vom lügen lebt, und dann auch noch selbst angelogen wird. Geh sterben mit deiner scheißreklame, werber!

Übrigens: wer beim fratzenbuch ist, aber generell die scheißreklame hasst, sollte irgendwelche sockenpuppenkonten beim fratzenbuch aufmachen, damit die scheißwerber mehr kosten haben. Das ist doch mal eine schöne, aktive gegenwehrmöglichkeit. 😀

Schlangenöl des tages

Antiviren-Software und Firewalls klinken sich häufig in verschlüsselte Verbindungen ein, um den übertragenen Inhalt zu kontrollieren. Dabei kommt es durchaus vor, dass die resultierende Verbindung unsicherer ist als das, was der Browser normalerweise mit der Gegenstelle ausgehandelt hätte. Es kann sogar zu echten Sicherheitsproblemen oder Fehlern beim Verbindungsaufbau führen, die man ohne die schlampigen Sicherheitsprodukte gar nicht hätte

Auch weiterhin viel spaß mit der „gefühlten sicherheit“, die ihr habt, weil ihr schlangenölsoftwäjhr laufen lasst und an reklameversprechungen glaubt! Erst, wenn der letzte treudoof gläubige mit kompetenzvermeidungskompetenz seinen erpressungstrojaner hatte, der vom schlangenöl nicht erkannt wurde, wird das geschäft mit diesem technischen aberglauben mal zusammenbrechen.

Pöse, pöse russen des tages

Habt ihr es auch gehört? Die bummstagswahl könnte von den pösen, pösen russen oder gar von Wladimir Putin persönlich gehäckt werden, so klingt es in dieser vorkriegszeit immer wieder aus presse und glotze.

Nun, damit die russen nicht ganz so viel mühe haben, hat der CCC sich mal die datenverarbeitung am wahlabend angeschaut und den russen die ganze arbeit schon abgenommen — was nicht so schwierig gewesen zu sein scheint:

Bundestagswahl:
Eingesetzte Wahl-Software hat eklatante Sicherheitslücken

[…] war es zeitweise möglich, ein Update für die Software mit Schadcode zu versehen und auf den Server zu laden […] Neben der Tatsache, dass in PC-Wahl keine funktionierende Methode umgesetzt ist, um Software-Updares zu verifizieren, wird außerdem die Übertragung der Wahldaten von einer Instanz zur nächsten überhaupt nicht geschützt. So können Wahlergebnisse etwa auf dem Weg vom Wahllokal zum Kreiswahlleiter abgefangen oder manipuliert werden. Lokale Zugangsdaten sind zum Teil überhaupt nicht, zum Teil durch selbstentwickelte Verschlüsselung geschützt. In einem Fall werden die Passwörter lediglich als dezimal repräsentierte Hex-Werte gespeichert […] Außerdem sind die Zugangsdaten für die Server, die zum Upload der Daten dienen, leicht zu erraten oder sogar öffentlich im Netz verfügbar

Weia! Da fällt es schon schwer, für das zitat zu kürzen, weil das punkt für punkt desaströs ist. 😦

Natürlich gibt es auch eine primärkwelle auf der CCC-hohmpäjtsch, als kleines leckerchen auch mit einer wunderhübschen abbildung des logos der vom CCC untersuchten softwäjhr. Ordentlich materjal und zwei hübsche demonstrazjonsvideos gibt es bei Linus Neumann.

Wer braucht schon die russen, wenn er die BRdeutschen hat — vor allem jene BRdeutschen unternehmen, die in der bananenrepublik korruptistan derartige staatssoftwäjhr erstellen und sich dafür sicherlich gut mit steuergeldern bezahlen lassen.

Was meint ihr eigentlich, was für spezjalexperten die softwäjhr kohden werden, mit der die ganzen vom staat eingesammelten daten verwaltet werden?

Nachtrag, 22:40 uhr

Diese „kleinigkeit“ fand heute auch ihren niederschlag in der 20:00-uhr-tagesschau des BRD-staatsfernsehens ARD — um 20:11:40 uhr, unmittelbar vor dem meldungsblock „wissenschaft, vermischtes und sport“. Die meldung klang in der „aktuellen kamera“ so:

Welche wertschätzung und nachrichtenwertige wichtigkeit die saubere durchführung einer bundestagswahl für die redakzjon der tagesschau des BRD-staatsfernsehens ARD hat, eröffnet sich von allein. Die zur beruhigung des publikums angemerkte „nachbesserung“ (statt klar ausgedrückt: fehlerkorrektur) durch den hersteller relativiert sich etwas, wenn man in der analyse des CCC auf seite 22 liest:

Der Hersteller Vote-IT wurde erstmals im Juni 2017 kontaktiert. Seit dem 28.07.2017 erhielt der Hersteller auch Unterstützung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

In diesem Rahmen wurden mehrere Gegenmaßnahmen ausgerollt:

  1. Sämtliche durch mehrere Updates vorgenommenen technischen Gegenmaßahmen in
    der Software selbst erwiesen sich bereits bei oberflächlicher Überprüfung [!] als ungeeignet zur Beseitigung der gemeldeten Schwachstellen [!].
  2. Schwachstellen auf Servern wurden nach Meldung beseitigt. [gut!]
  3. Auf die Mängel der Software wurde auch von offizieller Seite durch prozedurale
    Änderungen am Wahlablauf reagiert. [Das wirds bringen!] So verlangt der neue Wahlerlass B16 des Landeswahlleiters Hessen eine Verifikation und Kontrolle sämtlicher Erfassungs- und Übertragungsvorgänge auf unabhängigem Wege. [Und wozu dann die softwäjhr?] Dieses verbriefte fundamentale Misstrauen in die Software ist angemessen [!], beantwortet aber die Frage nach dem verbleibenden Sinn ihres Einsatzes nicht.

Die launigen anmerkungen in eckigen klammern sind von mir hinzugefügt. Die frage nach dem sinn des einsatzes einer von zertifizierten spezjalexperten hingerotzten softwäjhr könnte man recht einfach beantworten, aber in der fröhlichen deutschen republik mit der besonderen prise bananenaromas gibt es ja gar keine korrupzjon…

Tschüss

Obwohl die idiocracy vor allem in den USA unaufhaltsam und mit mechanischer schnelligkeit voranschreitet, konnte man den leuten wohl doch nicht so oft eine völlig überflüssige und überteuerte saftpresse für überteuerte saftpakete, die man auch von hand auspressen könnte, andrehen.

Opulent ausgestattet mit fast 130 Millionen Dollar Investmentkapital wollte das US-Startup Juicero mit einer ans Internet angeschlossenen Saftpresse an den großen Erfolg etwa des Thermomix von Vorwerk anknüpfen – allein, es hat nicht sollen sein

Übrigens: was heise onlein unten in diesem artikel „organische säfte“ nennt, waren im englischen höchstwahrscheinlich „organic juices“ und damit auf deutsch sinngemäß „biosäfte“ oder „natursäfte“. Ist schon schwierig mit der sprache, ich weiß, ich falle ja auch immer wieder mal rein. Aber ein schauderhaft wortgetüm wie „organische säfte“ muss doch beim lesen irgendwie auffallen, wenn da ein paar reste von sprachgefühl sind. Ach, es ist jornalismus…

Wer verstehen möchte, warum dieser unnötige tinnef 400 dollar gekostet hat (anfangs sogar 700 dollar), keinen saft und keine anderen flüssigkeiten im mund hat und gut englisch lesen kann, kann ja mal hier einen sehr langen text über den aufbau dieser presse weiterlesen… und sich dabei ständig bewusst machen, dass es „nur“ darum geht, druck auf eine verpackung auszuüben.

Immerhin hat es massenhaft idjoten gegeben, die diesen scheiß gekauft haben. Nicht daten sind der rohstoff der zukunft, dummheit ists.

Ich gratuliere guhgell… ähm… alphabet zu seiner gelungenen investizjon in diesen saftladen! Endlich wieder was zum abschreiben nach den ganzen erfolgen!

Ändräut des tages

Ihr händibenutzer mit eurem kackändräut wisst schon, dass scheißguhgell einfach auf den von euch bezahlten und mit strom versorgten, aber euch niemals wirklich gehörenden wischofonen einfach so rumlöschen kann. Das ist das gleiche guhgell, dass seine suchmaschine und sein juhtjuhbb seit jahren immer strikter durchzensiert.

Auch weiterhin viel spaß mit euren wischofonen! Oh, gucke mal, es gibt so viele emojis!

Händi des tages

Ähm, benutzt hier jemand auf seinem wischofon andräut und auf seinem desktop windohs?

Vorsicht mit Android-Geräten, die per USB an einen PC mit Windows 10 angeschlossen sind: Bei harmlosen Aufräumarbeiten können Fotos und andere Dateien unwiderruflich verloren gehen […] Die so gelöschten Daten konnten wir bisher mit keinem der üblichen Recovery-Tools wiederherstellen, sie sind unwiderruflich verschwunden

Aber keine sorge, es liegt nicht am ändräut:

Es scheint nur Windows 10 ab einem neueren Update betroffen zu sein […] Windows 7 ist nicht betroffen

Immer die neuesten beglückungsideen von meikrosoft installieren, ihr wollt doch moderne, sichere kompjuter, kommt schon… :mrgreen:

Und hej, früher hat sich der händi-, kamera- und mp3pläjher-scheiß mal als ganz normaler USB-massenspeicher angemeldet, ohne diese ziemlich sinnfreie MTP-kacke, und das hat immer und überall funkzjoniert, weil es ja auch nicht so schwierig ist. Aber das muss man ja unbedingt „verbessern“, warum auch immer… ach ja, vermutlich, um den käufern des ganzen smarttinnefs auch noch den zugriff auf das dateisystem der geräte zu entziehen, damit sie noch ein bisschen enteigneter sind. Denn die möglichkeiten der technik, die müssen verhindert werden. 😦

Security des tages

Für Hacker ist jede Systemschnittstelle eine Angriffsfläche. Das gilt auch für Mikrophone, wie sie in Handys oder vernetzten Lautsprechern und Fernsehern eingebaut werden. Diese Mikrophone übersetzen Schallwellen in digitale Signale, wobei aber stets Verzerrungen auftreten. Diese Verzerrungen können Hacker ausnutzen, um Befehle auszulösen, die für Menschen entweder wie sinnloses Geplapper klingen oder gar völlig unhörbar sind

Auch weiterhin viel spaß mit den ganzen abhörwanzen, die ihr euch mitten in euren persönlichsten lebensbereich stellt, ihr hirnlosen konsumtrottel! Ist ja so bekwem, modern und didschitäll leifsteil. Erich Mielke wäre so stolz auf euch gewesen!

Ich warte jetzt jedenfalls auf das erste juhtjuhbb-video, das den zuschauern mit ihren modernen industriewanzen in wohnung oder hosentasche (zum beispiel über den anruf einer „mehrwertnummer“, der nicht bemerkt wird) ein bisschen geld klaut. Das wird kommen. Ganz sicher. Da draußen laufen genug leute mit ausreichender krimineller kreativität rum.

Dass die hersteller so eines techniktinnefs einfach einen bandpass hinter das angeblich nur für spracheingaben gedachte mikrofon schalten, der ungefähr das durchließe, was ein telefon auch durchlässt (und was somit sicher hörbar ist), das geht ja gar nicht, weil sie sich damit ja die eigentliche funkzjon dieser ganzen scheißteile kaputtmachen würden: beliebiges überwachenkönnen jedes menschen, der sich diese scheiße in sein leben stellt. Und so wird halt alles digitalisiert, was das empfindliche kondensatormikrofon mitnehmen kann. Ja, das war eine verschwörungteorie. Ob ich ein spinner bin, seht ihr, wenn ihr im neuen faschismus aufwacht, den ihr mit eigenem geld, eigenem schweiß und freiwilliger installazjon von überwachungstechnik aufgebaut habt, ihr idjoten und faschisten!

Übrigens: das, was euch die scheißjornalisten, die als schleichwerber immer scheiß-PResseerklärungen abschreiben, jedes mal wie gleichgeschaltet gleichlautend als einen „lautsprecher“ erklären, das ist in wirklichkeit ein mikrofon. Ich hoffe, dass auch weniger geübte geister den unterschied zwischen diesen beiden wörtern zu erkennen vermögen. Lasst euch schön weiter verarschen, und glaubt ganz fest daran, dass alles andere als der scheißjornalismus fäjhknjuhs ist! So ists brav! So, und jetzt könnt ihr euch auch den keks aus der reklame kaufen, die ihr nicht mehr adblocken dürft… :mrgreen:

Ach ja, jornalismus, auch bei heise stets ein bisschen dämlich: die hörbaren antworten eines „digitalen assistenten“ mit gegenschall unhörbar zu machen, wie es im heise-artikel nahegelegt wird, funkzjoniert nicht… oder genauer: nur für bestimmte orte im raum. Und auch dort gäbe es nur eine dämpfung, denn die wände des raumes reflektieren schall in einer beim einem solchen häck nicht vorhersehbaren weise. Zudem haben die ohren einen abstand voneinander, der groß genug ist, dass durch unterschiedliche laufzeiten und fasenlagen des schalls immer genug schallenergie an eines der ohren ankommen wird, um hörbar zu sein. Aber woher soll ein technikjornalist so etwas auch wissen, das ist ja diese hirnende fysik, die ihn immer überfordert hat… vielleicht muss er ja morgen ja einen artikel über den bildungsnotstand in der BRD schreiben… :mrgreen: