Hirnfickversuch des tages — hinrichtungen mit „zyklon b“ in den USA

Todesstrafe in den USA: Arizona will Verurteilte mit Zyklon B hinrichten -- Die Nazis vergasten Millionen Juden mit dem Gift. Nun will der republikanisch regierte US-Staat ausgerechnet Zyklon B bei Hinrichtungen einsetzen

[Archivversjon]

Jau, da hat der pawlowsche jornalist die glocke gehört und der speichel fließt direkt aus dem mund in die feder. Die wirksame komponente in „zyklon b“ war blausäure. Die marke „zyklon b“ der firma degesch aus dem jahr 1922 — mit der auf trägermaterjalen aufgebrachten, dadurch lagerfähiger gemachten und sicherer anzuwendenden blausäure wurde vor allem bekleidung und getreide begast, um schädlinge zu töten — existiert mit sicherheit nicht mehr. Nach der benutzung als massenmordwaffe in hitlerdeutschland war die reputazjon der marke dermaßen im arsch, dass sie nicht mehr als marke verwendet werden konnte. Die für die nutzung als entwesungsmittel lagerfähig und sicher gemachte blausäure wurde hingegen weiterhin für den ursprünglichen zweck verwendet, zum beispiel unter den markennamen cyanopur, cyanosil, uragan D2 und bluefume. Von daher glaube ich dem hirnfickenden gesinnungsjornalisten vom tagesspiegel nicht, dass sich die USA eigens um einige der mittlerweile antiken und damit teuren edelstahldosen bemüht hätten, auf denen der olle deutsche aufkleber mit dem totenkopf, der warnung „giftgas“ und dem markennamen „zyklon“ prangt, um ihre staatsmordopfer noch vernichtender totmachen zu können… zumal ich mir sehr gut vorstellen kann, dass die meisten US-bewohner gar nicht wissen, mit welchem mittel die vernichtungslager in hitlerdeutschland betrieben wurden. Die bildung der mehrheit der menschen in den USA ist nämlich erbärmlich.

Aber die schlagzeile „arizona will verurteilte mit blausäure hinrichten“ klänge doch nach nix. So einem gesinnungsjornalisten mit mutmaßlicher nähe zu gesinnungskriegern aller art geht es nur um die erweckung von gefühlen, nicht um die informazjon seiner leser. Und deshalb wendet er sich in seiner schlachtzeilen-ansprache an die dumme dumme psyche. Nach dem vorbild der widerlichen bildzeitung.

Schade, dass das PRessesterben so langsam geht!

Stirb, jornalist, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Übrigens bin ich auch ein gegner der in meinen augen barbarischen todesstrafe. Vielleicht ist das zuvor schon am wort „staatsmord“ klargeworden. Aber der unterschied zwischen einer massenhaften industriellen ermordung von menschen in „duschräumen“ und einer gaskammer, in der ein einzelner schwerverbrecher nach einem gerichtsverfahren, dem urteil durch geschworene und schuldspruch durch ein gericht staatlich ermordet wird, ist erheblich. Tatsächlich ist dieser schlachtzeilen-hirnfickversuch eines namentlich nicht genannten, contentindustriellen tagesspiegel-jornalisten an der werbeplatz-vermarktungsfront, der seine tintenklexerei übrigens auch noch mit „holocaust“ verschlagwortet hat, damit auch jeder kapiert, was er in wirklichkeit sagen will, nichts anderes als eine ekelhafte relativierung der monströsen staatsverbrechen in hitlerdeutschland. Und zwar vorsätzlich.

So schade, dass dieser fiese häjhtspietsch und diese fäjhknjuhs immer nur im internetze bekämpft werden sollen, und niemals in ihrer wahren heimat: der scheißpresse.