„Cloud“ und äppel des tages

Der Bedienungsfehler eines Mitarbeiters habe das Problem ausgelöst, nachdem sich der Nutzer wegen eines iCloud-Problems an den Support gewendet hatte – dies sei kein Einzelfall gewesen

Wenn ein einziger kundendienstler durch einen kleinen verklicker dafür sorgen kann, dass adressbücher mit teils empfindlichen inhalten an irgendwelche beliebigen und davon überraschten leute veröffentlicht werden, dann ist zum tema „cloud“ wohl nicht mehr viel zu sagen. Nur das eine vielleicht noch: gehaftet wird natürlich nicht für die datenschleuderei. Das wird ganz sicher irgendwo in diesen dreißig seiten literarisch ungenießbaren augenpulvers ausgeschlossen, die jeder mit seinen klick auf „ich habe die nutzungsbedingungen gelesen und bin damit einverstanden“ abgenickt hat. In dieser auf unverständlichkeit optimierten prosa gibts bestimmt auch irgendwo ein kleines, unscheinbares sätzchen oder nebensätzchen, in dem man mitabnickt, dass jeder kundendienstler beliebig auf kontakte alle nutzer zugreifen kann und diese jedem beliebigen anderen nutzer ohne jede zustimmung zuschieben kann. Hej, habt ja alle nix zu verbergen, und es ist ja undenkbar und damit unmöglich, dass die eine oder andere schräge gestalt im äppel-kundendienst diese privilegierte stellung ausnutzen wird, um sich ein kleines zusatzgehalt aus der organisierten kriminalität zu verdienen. Schließlich wäre das ja auch verboten. Genau so wie die veröffentlichung von weit in die privatsfäre reinragenden daten durch äpple… oder wie die unverschlüsselte datenspeicherung…

Hej, und die ganzen parlament-arier mit ihren eifons haben bestimmt auch alle die „cloud“ aktiviert und speichern ihre gesamten lobbynetzwerke auf den kompjutern anderer menschen. Ach, macht nix, die sind ja eh schon datennackt im internetz unterwegs. Das muss dieser „datenreichtum“ sein, den genau diese scheißp’litiker immer haben wollen. Oh, auf einmal doch nicht mehr:

Der netzpolitische Sprecher der SPD, Lars Klingbeil, erklärte: „Ich habe nicht gewusst, dass solche Sachen identifizierbar sind. Vielleicht ist man da naiv an der Stelle, aber man braucht auf jeden Fall Aufklärung darüber, welche Daten eigentlich erhoben werden und was mit den Daten dann passiert“. Wenn sich herausstelle, dass man den Firmen nicht einfach vertrauen könne, „dann müssen Gesetze her“

Tja, wenns auf einmal ins eigene leben reinragt, ist es doch ganz schön scheiße, das ding mit dem datenreichtum irgendwelcher klitschen ohne seriöses geschäftsmodell.

„Cloud“ des tages

Until now Apple iCloud data acquisition was only possible with Elcomsoft Phone Password Breaker provided Apple ID and password are at hand. But now we made it possible to gain access to iCloud information without usually necessary login credentials.

The new EPPB version suggests law enforcement and investigators an easy password-free access to iCloud accounts extracting essential information in real time without delay no matter if password is available or not

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß dabei, alles mögliche zeuchs auf den kompjutern anderer leute abzulegen! Kein ziel kann für gewöhnliche kriminelle und staatskriminelle attraktiver sein als so eine zentrale datensammlung, die von der ganzen welt gefüttert wird.

Immer schön datennackt machen, leute! Aber beim scheißen noch die klotür schließen…

„Cloud“ des tages

Im Forum der Webseite Macrumors häufen sich die Berichte von Anwendern, die nach der Resetfunktion von iOS 8 auch ihre Dokumente in iCloud Drive verloren haben […] Leider enthalten iOS-Backups keine Cloud-Dokumente, so dass der Anwender auf diese Weise nicht mehr an seine Daten kommt

Auch weiterhin viel spaß mit der scheiße, die von einem haufen greller marktschreier als „cloud“ bezeichnet wird und der ganz heiße hund sein soll, viel toller und hipper als das altmodische speichern auf datenträgern, so wie früher, als man noch selbst besaß, was den Computer überhaupt erst sinnvoll machte… speichert schön weiter in den wolken, modern und markenbewusst! Das da vor euch, liebe lemminge, das ist eine klippe und es geht da so richtig gut runter. Einfach weitergehen!

Cloud des tages

Ein Sicherheitsforscher hat Apple im März über eine Lücke informiert, die es ermöglichte, Passwörter für iCloud-Benutzerkonten ungehindert auszuprobieren

Auch weiterhin viel spaß dabei, wenn ihr den datenschutz- und sicherheits-versprechungen eurer „cloud“-enteignungsdienstleister glauben schenkt! Ach ja, und viel bekwemlichkeit mit äppel-päjh!